Geschichte der Tabakwaren
Der Tabak war den Ureinwohnern Amerikas schon lange vor der Ankunft der ersten Menschen, die im Rahmen einer Entdeckungsreise dort landeten, bekannt. Der Tabakkonsum war an religiöse Rituale gebunden und wurde zur Heilung von Krankheiten eingesetzt.
Im 15. Jahrhundert brachte Christoph Columbus den ersten Tabak nach Europa. Um 1560 beschreibt Jean Nicot de Villemain erstmals die medizinischen Eigenschaften des Tabaks und gibt der Pflanze seinen Namen „Nicotiana". Ab dem 16. Jahrhundert verbreiten sich Tabakwaren als Genussmittel in Europa. Zunächst waren diese nur den oberen Gesellschaftsschichten zugänglich.
Im weiteren Verlauf der Entwicklung kamen unterschiedliche Formen des Tabakkonsums in Mode: im 18. Jahrhundert der Schnupftabak, Anfang des 19. Jahrhunderts die Zigarre. 1881 wird die maschinelle Zigarettenherstellung in den USA erfunden.
Durch die Industrialisierung der Produktion und intensives Marketing wurden Tabakprodukte der breiten Bevölkerung zugänglich gemacht und wandelten sich im 20. Jahrhundert vom Luxusgut zum Massengut.
