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29.01.10

Neue Studie: Rauchen fördert das Tumorwachstum bei Lungenkrebs

Rauchen ist ein Hauptrisikofaktor für eine Vielzahl von Krebsformen, darunter Lungenkrebs. Dass regelmäßiger Tabakkonsum zur Entstehung von Tumoren in der Lunge beiträgt, ist durch die wissenschaftliche Forschung hinreichend belegt worden. Ein amerikanisches Forschungsteam hat jetzt Hinweise dafür gefunden, dass Tabakrauch auch den Verlauf bzw. den Schweregrad einer bereits entstandenen Lungenkrebserkrankung beeinflusst.

Für ihre Untersuchung setzten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Mäuse, die sich im Anfangsstadium einer Lungenkrebserkrankung befanden, regelmäßig Tabakrauch aus. Eine Vergleichsgruppe lebte derweil unter rauchfreien Bedingungen. Das Ergebnis: Jene Tiere, die während des Experiments den Zigarettenrauch inhalieren mussten, entwickelten in kürzerer Zeit und in ihrem Umfang größere Tumore als die Mäuse der Vergleichsgruppe. Vor allem durch den Tabakrauch ausgelöste Entzündungsprozesse trugen zu dem Wachstum der Krebszellen bei.

Bisher wusste man, dass Rauchen zur Entartung von Zellen und damit der Entwicklung von Krebs beiträgt. Auch die Verknüpfung zwischen Tabakkonsum und der Entstehung von Entzündungsherden war bekannt. Die neue Studie konnte nun diese beiden Erkenntnisse in einen Zusammenhang bringen. Somit ergibt sich ein geschlosseneres Bild der Krebsentstehung durch das Rauchen. Allerdings betonen die Forscherinnen und Forscher, dass weitere Untersuchungen notwendig sind, um die Befunde zu erhärten. Die Studienergebnisse dürften dennoch viel Aufmerksamkeit, nicht nur in der medizinischen Fachwelt, erfahren.

Siehe auch: Takahashi H., Ogata H., Nishigaki R., Broide D., Karin M. (2010). Tobacco Smoke Promotes Lung Tumorigenesis by Triggering IKKβ- and JNK1-Dependent Inflammation in Cancer Cell 17(1) pp. 89 - 97

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