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26.02.10
Rauchen erhöht das Risiko für Alzheimer
Erhöht Rauchen das Risiko für eine Erkrankung an der Alzheimer-Krankheit? Oder schützt der regelmäßige Griff zur Zigarette sogar vor einer Erkrankung – dieses Gerücht kommt zumindest immer mal wieder auf und wird durch vereinzelte Studien unterfüttert. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der University of California in San Francisco setzten sich zum Ziel, diese Fragen zu klären und sichteten dafür insgesamt 43 Studien, die in den letzten Jahren bzw. Jahrzehnten den Zusammenhang zwischen dem Rauchen und einer Alzheimer-Erkrankung zum Gegenstand hatten. Jede dieser Untersuchungen nahm das Forschungsteam genauer unter die Lupe und überprüfte beispielsweise, ob es Verbindungen zwischen den Autorinnen bzw. Autoren der Studie und der Zigarettenindustrie gab.
Das Ergebnis der Recherche fiel deutlich aus: Studien, die keine Nähe zu Unternehmen oder Verbänden der Tabakindustrie aufwiesen, gehen im Schnitt von einer 1,72-fachen Erhöhung des Erkrankungsrisikos für Alzheimer durch das Rauchen aus, also nahezu von einer Verdopplung. Untersuchungen, bei denen ein Bezug zur Industrie gefunden wurde, ergaben dagegen eine schützende oder verzögernde Wirkung des Rauchens hinsichtlich eines Ausbruchs der Krankheit.
Die Analyse des Forschungsteam legen den Schluss nahe, dass Rauchen zu den Risikofaktoren für eine Alzheimererkrankung zu zählen ist. Eine schützende oder aufschiebende Wirkung durch den Tabakkonsum kann als Mythos bezeichnet werden.
Siehe auch: Rauchen erhöht das Alzheimer-Risiko (Der Standard, Zugriff am 16.02. 2010); Cataldo et al. (2010). Cigarette Smoking is a Risk Factor for Alzheimer's Disease: An Analysis Controlling for Tobacco Industry Affiliation in Journal of Alzheimer's Disease, Volume 19, Numer 2/ 2010, pages 465 – 48
