Nikotin
Nikotin ist der Hauptwirkstoff im Zigarettenrauch, der auf das Nervensystem Einfluss nimmt. Durch seine chemische Struktur wirkt es wie ein natürlicher Botenstoff in den Nervenzellen und kann im Gehirn Entspannung, Glücksgefühle sowie Aufgeregtheit erzeugen. Von diesen erlebten positiven Effekten geht auch die hohe Suchtgefahr des Nikotins aus.
Nikotin ist ein starkes Gift und wird u.a. zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt. Bereits die Aufnahme von 60 mg reinem Nikotin wäre für einen erwachsenen Menschen tödlich. Bei Kleinkindern liegt die Grenze deutlich niedriger: beim Verschlucken von 1 bis 3 Zigaretten besteht eine unmittelbare Lebensgefahr. Der gesetzlich festgelegte Grenzwert für Nikotin im Rauch einer Zigarette liegt bei 1 mg.
Durch den fortgesetzten Tabakkonsum wird die körperliche Toleranz gegenüber Nikotin gesteigert und es kommt zur Gewöhnung. Darüber hinaus wird der Gewöhnungsprozess durch Verbindung von Rauchen und bestimmten Verhaltensweisen (z.B. Rauchen beim Telefonieren, Rauchen nach dem Essen, Rauchen in Stresssituationen) gesteigert. Im weiteren Verlauf dieser Entwicklung entsteht eine vergleichbare psychische Abhängigkeit wie z.B. beim Heroin, Kokain.
