Die Kräuterzigarette
Kräuterzigaretten sind tabak- und nikotinfreie Zigaretten, die aus Kräutermischungen, wie beispielsweise getrockneten Anteilen von Haselnuss, Menthol oder Rosenblättern bestehen.
Kräuterzigaretten werden teilweise bei der Raucherentwöhnung eingesetzt. Sie sollen die Raucherin bzw. den Raucher bei der Nikotinentwöhnung unterstützen, ohne dass zunächst vollständig auf eine Zigarette verzichtet werden muss. Ob Kräuterzigaretten bei dem Rauchausstieg eine effektive Rolle spielen, ist jedoch nicht belegt.
In einer Studie (Groman E, Bernhard G, Blauensteiner D, et al. A harmful aid to stopping smoking. Lancet 1999; 353 (9151): 466-7) konnte indes die Schädlichkeit dieses Rauchprodukts nachgewiesen werden. Hier wurde gezeigt, dass beim Rauchen von Kräuterzigaretten in etwa die gleiche Kohlenmonoxidkonzentration entsteht wie bei herkömmlichen Zigaretten. Kohlenmonoxid mindert die Fähigkeit des Blutes, Luftsauerstoff aufzunehmen und im Körper weiterzutransportieren.
Grundsätzlich gilt: Beim Rauchen von Kräuterzigaretten werden durch Verbrennungsprozesse Schadstoffe freigesetzt, die als gesundheitsschädlich einzuschätzen sind. Eine Alternative zum Rauchen von konventionellen Zigaretten sind sie deshalb nicht. Und wer mit dem Rauchen aufhören möchte, sollte sich dazu möglichst auch mit psychologischen Faktoren, vor allem den Gründen und Funktionen des eigenen Rauchverhaltens, auseinander setzen. Das Ausstiegsprogramm der BZgA bietet diese Möglichkeit und begleitet Sie über einen Zeitraum von 21 Tagen bei Ihrem Rauchausstieg.
