... und das kriegt jeder von Euch hin!


Verfasst am: 13.12.2020 09:40
Vöckchen83
Dabei seit: 14.10.2020
Rauchfrei seit: 418 Tagen
Beiträge: 122
Hallo Brigitte,

vielen Dank für Deine Mutmach-Zeilen.
Im Moment kann ich sie sehr gut gebrauchen. Ich habe nicht das Gefühl das ich schon bei 60 Tagen angekommen bin.
Eher so, als wäre ich noch ganz am Anfang.
Es liegt bestimmt auch an der Zeit gerade, man ist etwas melancholisch gestimmt und da wäre ein Glas Rotwein und eine Zigarette genau richtig.
Ich bin auf der einen Seite sehr stolz auf mich und ich hoffe Christine hat recht und das ruhige Fahrwasser kommt bald. Bis dahin heißt es weiter A.....backen zusammen kneifen und durch.
Liebe Brigitte , ich wünsche Dir eine besinnliche Adventszeit und uns allen Mut der Welt es weiter durchzustehen.
Danke und liebe Grüße MonikaWeihnachtskerze.gif
Verfasst am: 23.02.2021 21:04
Siam63
Dabei seit: 19.02.2021
Rauchfrei seit: 197 Tagen
Beiträge: 22
Hallo Brigitte
Darf ich dich zu meiner Lotzin Ernnen??

Ich bin Dieter 57 Jahre Trockener Alkoholiger und von Beruf LKW Fahrer.
Bin seit 1995 Trocken aber Kettenraucher 60 Stück am Tag habe es aber geschaft auf 30-35 Zigaretten am Tag zureduzieren.
Ich würde den Rest auch noch gerne weg lassen habe aber keinen Plan wie ichdas schaffen soll alle versuche in den letzten 20 Jahren sind gescheitert.
Sei es Kaugumi / Hypnose etc.
Meine Frau möchte nicht aufhöhren.
ich denke den Ganzen Tag wie schaffe ich es dieses Treckzeug weg zulassen und Endlich sauber zu sein mit dem Alkohol habe ich es doch auch geschaft
LG Dieter
Verfasst am: 24.02.2021 19:07
Rauchfrei-Lotse
rauchfrei-lotsin-brigitte
Themenersteller
Dabei seit: 17.09.2020
Rauchfrei seit: 3169 Tagen
Beiträge: 4045
Lieber Dieter,

klasse, dass du mit mir in Verbindung getreten bist! Kein Wunder, wenn du darüber nachdenkst, wie es ohne Kippen aussehen soll, schließlich hast du dir in jahrzehntelanger Kleinarbeit in allen möglichen und unmöglichen Situationen das Rauchen antrainiert - und das musst du dir letztendlich auch genauso schrittweise wieder abtrainieren.

Ich weiß, wovon ich rede: Bis vor fast acht Jahren war ich ein "Industrieschlot", ich habe sogar Einladungen abgelehnt, wenn ich dort nicht rauchen konnte. Beruflich war ich nur in Raucherhotels unterwegs, mein Wagen war ein fahrender Aschenbecher, überall hatte ich "Not-Kippen" deponiert - im Schreibtisch, im Wohnzimmer, in der Küche, im Handschuhfach, in Handtaschen...

Während meiner Schwangerschaften hatte ich mal kurzzeitig aufgehört, aber anschließend ging es wieder mit der gewohnt hohen Qualmfrequenz weiter. Versuche, die Anzahl der Zigaretten zu reduzieren, scheiterten gnadenlos. Als meine chronische Bronchitis kurz vor dem Übergang in die COPD stand, war der Warnschuss so deutlich hörbar, dass ich handeln musste.

Als Verbereitung des Ausstiegs habe ich mich hier im Forum durch die Infos gelesen, die du unter den Rubriken "Informieren" und "Aufhören" findest. Auch die Erfahrungsberichte, die in der "Community" veröffentlicht werden, haben mir Mut gemacht. Ich persönlich habe auch noch (mehrfach!) das auf Youtube veröffentlichte Seminar "Nichtraucher in fünf Stunden" von Dr. Stefan Frädrich angesehen. Er erklärt prima, was die Sucht mit dir macht, welche tollen Stoffe in der Kippe stecken und wie die Konzerne uns hinters Licht führen. Schau doch mal rein, ich kann diese Präsentation nur wärmstens empfehlen!

Informiere dich doch einfach erst einmal, welche Möglichkeiten es gibt und was dir aufgrund deiner persönlichen Situation am meisten zusagt. Bei mir lief es dann auf die "Cold-Cut"-Methode hinaus, also auf den abrupten Komplett-Stopp, weil ich meine Entziehungsphase nicht durch Ersatzpräparate künstlich verlängern wolte. Und weil mir ein Leben ohne Kippe unvorstellbar erschien, habe ich mir immer wieder gesagt "Nö, im Moment will ich nicht rauchen". Und dieses von Moment zu Moment aufschieben hat so gut funktioniert, dass mir schon seit Jahren kein einziger Gedanke an eine Kippe mehr in den Sinn kommt.

Ich würde mich riesig freuen, wieder von dir zu hören. Magst du dir hier im Forum unter der Rubrik "Community" nicht einfach einmal ein eigenes "Wohnzimmer" eröffnen? Da kannst du dich kurz vorstellen und mit den anderen Usern hier im Forum Dinge diskutieren, die dich derzeit beschäftigen. Und wenn du magst, kannst du auch gerne im März in den nächsten Monatszug einsteigen, in dem sich immer die Aussteiger des jeweiligen Monats untereinander austauschen und so zahlreiche Mitkämpfer finden, die alle auf der gleichen Entzugsstufe sind. Den März-Zug begleiten Meikel und ich, und wir würden uns freuen, dich dort zu sehen!

Für heute verabschiede ich mich mit einem kräftigen "Däumchen-drück!" und freue mich auf deinen nächsten Post!

Liebe Grüße
Brigitte
Verfasst am: 25.02.2021 11:52
Siam63
Dabei seit: 19.02.2021
Rauchfrei seit: 197 Tagen
Beiträge: 22
Hallo Brigitte
vielen Lieben Dank für die Infos
ich versuche seit einigen Wochen mir einzureden( Jetzt nicht später das ist nur eine Einbildung) so habe ich zu mindestens den erfolg das ich seit ca. 5 Wochen meine Sucht auf Konstans 32 Kippen Reduziert habe.
Gestern Abend bin ich zum ersten mal, nach dem mein Pipser zum Einsatz gerufen hat, in mein Auto gesprungen und direkt Los gefahren ,und nicht noch erst eine Kippe angezündet, weil ich auch weis das das ein Risiger Blödsinn wahr da ich zum Gerätehaus nur 2 Km habe.
Auf Ersatzstoffe möchte ich auch verzichten und den Direkten Austieg schaffen.
es heisst immer suche dir einen Zeitpunkt aus ,den habe ich allerdings noch nicht Gefunden, fahre gerade eher auf der Schiene ,weitere Reduzierung da ich auch selber an mir merke das ich ziemlich Explosiv bin.
LG
Dieter
Verfasst am: 25.02.2021 19:54
Rauchfrei-Lotse
rauchfrei-lotsin-brigitte
Themenersteller
Dabei seit: 17.09.2020
Rauchfrei seit: 3169 Tagen
Beiträge: 4045
Lieber Dieter,

das mit dem "explosiv sein", wenn du weniger oder gar nict mehr rauchst, ist leider auch normal, schließlich stellt sich dein ganzer Stoffwechsel um. Ohne zu wissen, welche Marke du rauchst, kann ich dir garantieren, dass du den Versuch, dir deine tägliche über Rauch zugeführte Nikotin-Dosis mit einem Mal zu spritzen, nicht überleben würdest. Und gerade weil Nikotin ein extrem starkes Suchtmittel ist - übrigens stärker abhängig-machend als Heroin oder Opium! - ist es auch nicht gerade leicht, davon loszukommen. Von der lieben Zigarettenindustrie, die weitere Suchterreger beimischt (in einem spektakulären Prozess übrigens auch nachgewiesen: Rattengift), ganz zu schweigen.

Ich will dir aber keine Angst einjagen, sondern nur erklären, warum es so schwer ist, davon loszukommen. Jeder erfolgreiche Ex-Raucher hat durchschnittlich sieben gescheiterte Versuche hinter sich. Warum? Weil für den Ausstieg aus dieser wirklich heftigen Sucht eine sehr gute Vorbereitung nötig ist, um die Klippen, mit denen du zwangsläufig konfrontiert wirst, umschiffen zu können. Erschwerend kommt hinzu, dass jeder seinen eigenen, persönlichen Weg aus der Sucht finden muss, denn jeder hatte auch seinen eigenen Weg, sich diesen Humbug anzutrainieren. "Eine Methode für alle!" existiert beim Ausstieg leider auch nicht.

Hör doch mal in dich hinein, wann du rauchst. Warum du jetzt zur Kippe greifst. Was in dir abgeht, wenn du nicht zugreifst. Du erkennst dadurch automatisch die Situationen, in denen du dir Rauchen antrainiert hast. Und in denen es für dich schwierig werden kann, nicht zu rauchen, bis du dir dieses zwanghafte Verhalten wieder abtrainiert hast.

In welchen Phasen läuft der Ausstieg ab? Auch hier gibt´s unterschiedliche Ansichten, aber bei mir waren es nur zwei unterschiedliche Abschnitte:

  • Phase 1: Körperlicher Entzug
    Mit dem Giftpegel abrupt auf null. Nikotinentzug kann bei Kettenrauchern massive Symptome hervorrufen - Konzentrationsstörungen, Übellaunigkeit, Schlafstörungen... Aber nur während der ersten Tage, denn der Nikotinpegel ist innerhalb von 24 Stunden auf Null und die Reparaturmaßnahmen beginnen. Jede mit Rauchen verbundene Situation wird zur potentiellen Stolperfalle - Frühstückskaffee, Pausen, Stresssituationen, Langeweile, Stammtische, Familientreffen... Momentan sind wir aber weniger sozial aktiv und haben weniger Raucherkontakte, also ein guter Moment für den Einstieg in den Ausstieg, oder?
    Wer sich vorab überlegt, wann er warum raucht, kann vieles abmildern, indem er sich vorher schon Alternativen überlegt: Tee statt Kaffee, in der Pause Beine vertreten statt qualmen, bei schlechter Laune den Knautschball in die Ecke donnern, usw. usf. Wenn du deinem Körper gleichzeitig durch viel Trinken das Entgiften erleichterst und dir Entspannung gönnst, wenn dein Körper wegen des Entgiftungsstresses danach brüllt, hast du schon viel zum Gelingen beigetragen.

  • Phase 2: Verhaltensmäßig umgewöhnen
    Nach zwei, allerspätestens drei Wochen setzt die nächste Phase ein: Als du mit dem Rauchen angefangen hast, hast du dir Schritt für Schritt in bestimmten Situationen das Rauchen antrainiert. Und genau das fällt dir jetzt auf die Füße, denn sobald du in einer derartigen Situation bist, will deine Psyche die gewohnte Kippe, sonst fehlt was. Oder du bekommst sogar einen Nikotin-Koller. Je besser du vor dem Ausstieg in dich hineingehört hast, um so besser kannst du gegenhalten - mit Alternativhandlungen, Ablenkungen, Flucht aus der doofen Situation bis hin zum universellen "Nö, im Moment nicht!". So ein Nikotinkoller dauert durchschnittlich max. zwei Minuten, also wahrhaftig keine unüberbrückbare Zeitspanne.
    Bei mir war es hin und wieder heftig, weil ich mir in jeder Lebenslage das Qualmen antrainiert hatte, aber nach ungefähr einem halben Dutzend Mal, die ich so eine Situation ohne Kippe bewusst positiv erlebt hatte, war der Nikotinkoller weg. Einfach verschwunden, in Luft aufgelöst.

Vielleicht gibt es eine Urlaubsphase, in der du es mit der entsprechenden Vorbereitung angehen kannst? Zigarettenreduktion hatte bei mir leider keinen Erfolg, denn wenn ich unter einen bestimmten Mindestsatz kam (bei mir ca. 10 Zigaretten/Tag), war ich schlagartig wieder auf vollem Pensum. Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass du den für dich richtigen Weg findest!

Liebe Grüße
Brigitte

[Dieser Beitrag wurde 4mal bearbeitet, zuletzt am 25.02.2021 um 20:48.]
Verfasst am: 27.02.2021 18:19
Siam63
Dabei seit: 19.02.2021
Rauchfrei seit: 197 Tagen
Beiträge: 22
Liebe Brigitte

Danke für den Tollen Brief.
zum Teil sehe ich mich selber in deinen Zeilen da ich ja schon seit Jahren den Kampf gegen das Nikotin Kämpfe.
ich Bin überzeugt das ich diesen Kampf gewinnen werde , davon bin ich Felsenfest überzeugt .
ich werde mir jetzt einen Plan erstellen , mit den Tipps deiner Seitz Reift dieser Plan langsam in meinem Kopf .dann werde ich einen Tag X festlegen, aber wie du so schön schreibst wir haben uns das über Jahre Antreninert.
ich höre immer mehr in mich , Intesiv hinein wann und warum Jetzt Rauchen ???
Da ich vor Pfingsten Kein Urlaub habe und ich in einem Handwerker Baustoff Zentrum arbeite ,werden uns nächste Woche die Kunden Überrennen, also wird der Tag X ein Samstag sein ,das steht schon mal fest.
LG
Dieter
Verfasst am: 01.03.2021 19:51
Rauchfrei-Lotse
rauchfrei-lotsin-brigitte
Themenersteller
Dabei seit: 17.09.2020
Rauchfrei seit: 3169 Tagen
Beiträge: 4045
Lieber Dieter,

herzlichen Dank für deine Antwort! In einer Hochlastphase mit dem Ausstieg zu beginnen, erschwert alles natürlich noch mehr. Deinen Ausstieg auf ein Wochenende zu legen, klingt schon mal sehr vernünftig. Und wann dieser Samstag ist, bestimmst du alleine. Nur schiebe es bitte nicht zu weit auf, denn "Aus den Augen, aus dem Sinn" gilt auch für Vorsätze, die das eigene Leben zum Positiven hin verändern.

Falls ich dir irgendwie helfen kann, lass es mich wissen. Ob per Post oder per PN ist egal - Hauptsache, ich höre wieder von dir.

Liebe Grüße und toi, toi, toi
Brigitte
Verfasst am: 02.03.2021 06:52
sister67
Dabei seit: 10.06.2019
Rauchfrei seit: 279 Tagen
Beiträge: 187
Guten Morgen Dieter,

ich möchte dir Mut machen, den Absprung von den Ziggis bald zu wagen. Erst einmal will ich dir erzählen, das auch ich Kettenraucherin war. Zuletzt habe ich es gehasst und mich mit.
Jetzt bin ich am 2 Tag schon morgens anders drauf. Ich stehe nicht so erschöpft auf nach der Nacht und beginne den Tag erfreuter.
Was ich dir damit sagen will, du gewinnst nur, wenn du aufhörst. Und das solltest du dir immer wieder vor Augen führen.
Wenn du Alkoholiker warst, so hast du schon viel erreicht. so lange Trocken zu sein, Gratulation, das ist bestimmt auch nicht so leicht gewesen.
Ich habe viel über die Nikotinsucht gelesen, und die Sucht ist sehr fies. sie zu durchbrechen und auszulöschen, ist nicht einfach, aber wenn du das hier im Forum liest oder die Erfolgsgeschichten, die Tipps anwendest usw. usf.
kannst auch du es schaffen .

So wie ich dich verstehe, du willst es und hast Schiss, das dein Leben ohne das Zeug nicht funktioniert.
gerade weil du lospolterst, explosiv und wütend wirst. Besorg dir was für deine Hände, womit du einen Reflex, erzeugen kannst, und jedes mal wenn du hoch gehen willst erzeuge diesen Reiz, der dich dann wieder runter bringt,
Hast du das Starterpaket dir bestellt? Der gelbe Knautschball, würde gut in die Jackentasche passen oder im Laster dorthin wo die Ziggis lagen, damit könntest du kurz deine Wut befriedigen und die Mitmenschen wissen
AHA der hat aufgehört.
.

Ich habe mich für Pflaster entschieden. gerade weil auch ich starker Raucher war. Mein Wunsch Traum soll in Erfüllung gehen. Auch wenn das Nikotin mit den Pflastern länger im Körper bleibt, so befreie ich mich vorerst vor den anderen chemischen Substanzen. Es stresst nicht so, wie der kalte Entzug, jedenfalls empfinde ich es so.
Und ich habe dabei Zeit mich um zu trainieren, also ich rauch schon 40 Jahre und kann jetzt nicht zu schnell zu viel von mir erwarten.

Vorgenommen wieder aufzuhören, hatte ich mir schon lange, dann habe innerhalb von 10 TAgen hier das Vorbereitungsprogramm erarbeitet, und dabei irgendwie positive Kopfwäsche erhalten.
Es geht auch für Kettenraucher, EX- Raucher zu werden, sowie berichtet wird.

sei gegrüßt und herzlich willkommen bei der Fahrt im Märzenszug in den Frühling 2021
unter dem Motto.

Ich will
Ich kann
Ich werde



sister
Verfasst am: 02.03.2021 19:03
Siam63
Dabei seit: 19.02.2021
Rauchfrei seit: 197 Tagen
Beiträge: 22
Liebe Brigitte
Habe mir jetzt ein Zeitfenster gesetzt allerdings erst auf den 2 April das ist Karfreitag da habe ich dann 4 Tage frei vorher ist es eigendlich für mein empfinden unmöglich, da auch auf Grund der Lockerungen Samstagarbeit ansteht
ich bin aber davon überzeugt mit deiner Begleitung werde ich das Ziel nicht aus den Augenverlieren .
Natürlich darfst du mir auch PM senden.
Ich bin für jede Hilfe Dankbar und nehme jeden Tipp sehr gerne an.


[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 02.03.2021 um 19:48.]
Verfasst am: 07.03.2021 12:51
Siam63
Dabei seit: 19.02.2021
Rauchfrei seit: 197 Tagen
Beiträge: 22
"Siam63" schrieb:

Liebe Brigitte
Habe mir jetzt ein Zeitfenster gesetzt allerdings erst auf den 2 April das ist Karfreitag da habe ich dann 4 Tage frei vorher ist es eigendlich für mein empfinden unmöglich, da auch auf Grund der Lockerungen Samstagarbeit ansteht
ich bin aber davon überzeugt mit deiner Begleitung werde ich das Ziel nicht aus den Augenverlieren .
Natürlich darfst du mir auch PM senden.
Ich bin für jede Hilfe Dankbar und nehme jeden Tipp sehr gerne an.

Verfasst am: 08.03.2021 17:33
Rauchfrei-Lotse
rauchfrei-lotsin-brigitte
Themenersteller
Dabei seit: 17.09.2020
Rauchfrei seit: 3169 Tagen
Beiträge: 4045
Lieber Dieter,

entschuldige bitte, dass ich mich jetzt erst wieder melde, aber ich habe beruflich unter Hochspannung gestanden.

Ich freue mich sehr, dass du dir schon den 2.4.21 als Anfangszeitpunkt gesetzt hast - es nimmt also konkrete Formen an!
Hast du dir schon überlegt, wie du dich auf den Einstieg in den Ausstieg vorbereiten willst?

Du hast ja schon damit angefangen, intensiv in dich hineinzuhören, wann du warum rauchst - hast du es auch schon einmal zu Papier gebracht? Letztendlich ergibt sich daraus deine persönliche Checkliste, wann dir der Verzicht auf Zigaretten besonders schwer fallen wird. Und damit natürlich auch die positive Erkenntnis, für welche Situationen du dir von vornherein Ausweichstrategien zurechtlegen solltest.

Welche positiven Veränderungen verknüpfst du mit einem Leben ohne Qualm? Ist es die Gesundheit, die höhere Lebensqualität, das gesparte Geld? Was zählt für dich persönlich? Und bitte positiv formulieren, z.B. "Ich freue mich auf die von dem gesparten Geld bezahlte Wochenendreise nach..." statt "Abhängigkeit ist Mist", denn negativ formulierte Motive können dich hin und wieder auch ganz schön runterziehen. Je bunter du dir ein Ziel in der Fantasie ausmalen kannst, um so besser, denn es lenkt dich im Ernstfall auch gut ab.

Gibt es Menschen, die dich in deinem direkten Umfeld unterstützen können? Die dir immer wieder sagen, dass du es packen wirst und die doofe Laune jetzt nur ein vorübergehender Stolperstein ist? Rauch-"Freunde", die dich einfach mal so wieder in Versuchung führen möchten, gibt es wohl leider auch, aber was machst du dann? Ich hab mir für solche Situationen freche Sprüche einfallen lassen: "Du wärst ´ne richtig Nette, ohne Zigarette icon_wink.gif". Oder: "Pur atmen macht mehr Spaß!". Vielleicht auch: "Bist du in deinem Alter nicht schon über die Schnullerphase hinaus?" Je nachdem, ob ich den Eindruck hatte, dass ich in den Rückfall gelockt werden sollte...

Welche Situationen fallen dir denn sonst noch ein, auf die du dich vorbereiten möchtest? Was machst du mit der Zeit, die du dann nicht mehr mit Kippen füllst? Wie willst du mit Wut, Stress oder auch Langeweile umgehen? Du merkst schon, dass auch in der Vorbereitungsphase ein gewaltiges Kopfkino abgeht - melde dich bitte, wenn ich dir helfen kann.

Liebe Grüße und hoffentlich bis bald
Brigitte
Verfasst am: 09.03.2021 14:43
Siam63
Dabei seit: 19.02.2021
Rauchfrei seit: 197 Tagen
Beiträge: 22
Liebe Brigtte
Das ist Kein Problem der Beruf hat Vorrang (Was arbeitest du denn? )
bei mir gehts auch zu wie im Irrenhaus ( heute Bestellt vor vier Wochen geliefert und am besten noch von dem dummen LKW-Fahrer eingebaut.)

ich denke immer weiter nach und stelle mich immer mehr auf meinen Tag X mit Freude ein ,jeden Tag wird mir bewusster wie abhängig ich bin Bestes beispiel wahr mal wieder von Sonntag auf Montag als ich ich nicht einschlafen konnte und ich zum Rauchen ging obwohl ich gar kein verlangen danacht hatte,aber hier bemerkte ich zum ersten mal wie abhängig ich bin und seit dem befasse ich mich noch intensiever mit mir.

Nein habe keine hilfe von Freunden nur von euch daber ich bin ein Kämpfer und ich werde meine sucht besiegen.
ich werde es auch nicht an die Große Glocke hängen entweder mei umfeld merkt es oder nicht ist mir egal es geht nur um mich ( ganz schön egoistisch gell) .
habe ich von einem tollen Kripo Beamten gelernt der mir mit seinen Worten und Sätzen vom Alkohol brachte.
LG
Dieter
Verfasst am: 09.03.2021 21:32
Rauchfrei-Lotse
rauchfrei-lotsin-brigitte
Themenersteller
Dabei seit: 17.09.2020
Rauchfrei seit: 3169 Tagen
Beiträge: 4045
Lieber Dieter,

in deinem Job hast du jede Menge Leute vor dir, die dich wohl auch mal ´runterputzen wollen. Da hilft doch einfach nur innere Gegenwehr: "Was musst du für ein armer Wurm sein, dass du dich so aufblasen musst? Sonst nix zu melden?" Du bleibst immer freundlich, hast deinen eigenen internen Blitzableiter und denkst dir einfach nur, dass der liebe Gott einen riesen Zoo hat, in den du kostenlos rein darfst.

Du brauchst keine Kippe, um untersensible Kunden zu ertragen!

Mit nicht-vernebeltem Verstand geht es doch alles viel besser: Der Lockdown wird wieder aufgehoben und du kannst überall hingehen - ob man da qualmen darf oder nicht. Es interessiert dich einfach nicht mehr. (Ich habe als Kettenplotzer Einladungen abgesagt, bei denen ich nicht rauchen konnte. Heute bin ich die Einzige, die in Museen alles sehen möchte.)

Du kannst vollkommen frei jede Einladung annehmen.

Vergessen wir doch bitte auch nicht die ständig teurer werdenden Ziggie-Päckchen. Es ist ein echter Finanzposten im Monatsbudget, wenn € 240 für Kippen Monat für Monat im wahrsten Sinne des Wortes in Rauch aufgehen. Innerhalb weniger Monate kannst du dir Wünsche erfüllen, die sonst außerhalb der Sichtweite bleiben müssen.

Du hast endlich genügend Geld, um dir deinen Wunsch zu erfüllen!

Es gibt so viele Gründe, weshalb die echte Entzugsphase (bei mir gut zwei Wochen) durchgehalten werden sollte.

Du schaffst das!

Liebe Grüße und bis bald
Brigitte
Verfasst am: 14.03.2021 10:30
Siam63
Dabei seit: 19.02.2021
Rauchfrei seit: 197 Tagen
Beiträge: 22
Liebe Brigitte
Danke für die Knall harte Analyse.
Die werde ich noch sehr oft Lesen den es steckt sehr viel Wahrheit dahinter und sie Motiviert mich noch mehr, meine Tag X bei zubehalten.
Diese Woche wahr extrem Stressig ,das ich auch an meinem Rauchverhalten merkte, jedoch meine Gedanken sind Positiv gestimmt .
LG
Dieter


[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 14.03.2021 um 10:32.]
Verfasst am: 25.03.2021 10:48
Witalinsky
Dabei seit: 07.02.2021
Rauchfrei seit: 18 Tagen
Beiträge: 125
Hallo Brigitte,
Du schreibst, dass sich unser "Organismus gerade völlig umstellt." Hast du da vielleicht irgendwelche Quellen oder Links, v.a. wie sich das auf das Nervensystem auswirkt?
Ich habe in den letzten Tagen ständig Panikattacken mit Heulkrämpfen, Zittern, Hyperventilieren, heule mich schon morgens beim Wachwerden in den Tag, auch wenn's nur ein trockenes Schluchzen ist. Ich kenne das vom letzten Jahr, in dem ich monatelang in so einem Modus gefangen war und es erst nach einem Klinikaufenthalt und intensiven anstrengenden Therapien geschafft habe, mich da raus zu holen. Jetzt habe ich Angst, da wieder lange Zeit fest zu hängen, vor lauter Angstzuständen den Alltag wieder kaum meistern zu können (habe mich jetzt erstmal eine Woche krank schreiben lassen.) Und trotzdem schaffe ich es irgendwie jeden Tag, nicht zu rauchen. Aber wie lange noch? Je länger ich es geschafft habe, um so mehr würde mich ein Rückfall auch psychisch belasten. Gibt es da die Hoffnung, dass sich das Nervensystem auch ohne Nikotin bald mal wieder erholt? (Immerhin soll Nikotin ja auch ein Auslöser für Angstzustände sein). Habe z.B. irgendwo im Forum gelesen, dass es ca. 3 Monate dauert, bis sich die Dopamin-Produktion wieder normalisiert. Würde mich freuen, wenn du dazu ein paar Infos für mich hättest (Oder jeder andere aus dem Forum)
Danke für deine Unterstützung als Zugbegleiter
Liebe Grüße
Andreas



[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 25.03.2021 um 10:53.]
Verfasst am: 25.03.2021 11:35
Rauchfrei-Lotse
rauchfrei-lotsin-brigitte
Themenersteller
Dabei seit: 17.09.2020
Rauchfrei seit: 3169 Tagen
Beiträge: 4045
Lieber Andreas,

du hast eine PN von mir.

Liebe Grüße
Brigitte
Verfasst am: 03.05.2021 15:29
CK1961
Dabei seit: 03.05.2021
Rauchfrei seit: 205 Tagen
Beiträge: 1
Hallo Brigitte

ich habe 1996 nach fünf Jahren als Nichtraucher, mit dem Rauchen wieder angefangen.

Seitdem habe ich nach gefühlten 500 Versuchen mit dem rauchen aufzuhören- zuletzt vor einer Woche nach 9 Tagen Rauchstop, wieder angefangen. Irgendeine Ausrede habe ich immer.
Nun fällt mir ein erneuter Start extrem schwer. Bin mittlerweile wirklich verzweifelt, da ich ca. 25-30 Zigaretten
rauche und ich mir große Sorgen um meine Gesundheit mache.

Hast du vllt ein paar Motivationstipps?

Lieben Dank

CK 1961