Der Anfang ist gemacht, aber.....


Verfasst am: 15.02.2017 22:38
LisNeu
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Ein schwerer grippaler Infekt brachten mich dazu, dass ich am 8. Februar 2017 gegen Abend meine letzte Zigarette rauchte. Ich muss aufhören. Ich weiß es seit Monaten. Wenn ich nur etwas Lebensqualität behalten möchte, dann muss Schluss ein mit der Qualmerei.
Ich musste zwei schreckliche Nächte hinter mich bringen, in denen ich zu meinem Mann sagte, ein Tier würde man nicht so leiden lassen. Ich bin an allem selbst schuld. Kein Mensch raucht 50 Jahre ungestraft. Nun habe ich genug "genossen". Ich will nicht mehr. Ich halte nun seit einer Woche durch, was anfangs durch meine körperliche Schwäche nicht so schwer war. Langsam erhole ich mich mich von der Grippe. Nun wird es gefährlich. Ich will nicht wieder rauchen. Aber ich bin so derart übellaunig, nur von finsteren Gedanken umgeben.
Gibt es einen Tipp zur Stimmungsaufhellung?
Ich wühle mich dann mal weiter durch die Informationen und bin voller Bewunderung für alle, die es geschafft haben.
Lis
Verfasst am: 15.02.2017 23:29
Rauchfrei-Lotse
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Hallo liebe Lis,

toll, dass du dich hier angemeldet hast - herzlich willkommen icon_smile.gif

Mir ging es ganz ähnlich - ich habe vor fast einem Jahr auch wegen einem ganz schweren Infekt aufgehört! Davor war ich eine von den Gelegenheitsrauchern, die bei jeder Gelegenheit geraucht haben icon_rolleyes.gif

Du bist schon ganz schön weit gekommen - ich hatte auch neun Tage, an denen ich "ausgeknockt" war - danach liegt es an einem selber. Ich sage immer - ich bin das beste Beispiel dafür, dass man es schaffen kann icon_smile.gif

Hier findest du tolle Tipps, falls dich das Nikotinteufelchen plagt - bei manchen ist der Entzug ja nicht so schlimm, ich habe es schon gemerkt, habe aber immer kleine Schlückchen Wasser getrunken, wenn ich suchtgeplagt war - oder an meinem Strohhalm (auf Zigarettenlänge zugeschnitten) gezogen - oder Atemübungen gemacht, das hat wirklich toll geholfen.

Am Ende des Tages sind es immer nur Momente, die einen plagen - und die gehen erstaunlich schnell vorbei icon_biggrin.gif

Ich war irgendwann an dem Punkt, an dem ich auf keinen Fall mehr rauchen wollte - aber Nichtrauchen schon fast genauso doof fand wie Rauchen (Zwickmühle Riesengrinser.gif) - danach war das Schlimmste geschafft.

50 Jahre sind eine lange Zeit, aber mag sein, dass dein Körper ganz anders reagiert und es dir schnell viel besser geht.

Ich hoffe, du findest hier ganz schnell alle Tipps, die dich bestärken und ganz viel Optimismus und Freude an der frischen Luft, so dass es dir einfach fällt.

Hier sind so viele liebe Leute, die einem Halt und Unterstützung geben Smile_Umarmung.gif

Lieben Gruß

die Lix
mit Pingu

penguin.gif
(Schritt für Schritt für Schritt ....)
Verfasst am: 16.02.2017 21:32
LisNeu
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Es freut mich, dass einige an meinem Schicksal teilhaben und mir Mut zusprechen.
Ein weiterer rauchfreier Tag ist fast geschafft.
Ich habe einige Male angefangen zu weinen, weil es wohl doch Menschen gibt, denen es etwas bedeutet, dass ich relativ gesund noch bei ihnen bleibe.
Ich will weiter tapfer sein.
Verfasst am: 16.02.2017 23:01
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Toll gemacht, ein weiterer Tag geschafft, Glückwunsch sweetpea.gif

Na schau nur, hier gibt es so viele liebe Menschen - am Ende sind wir uns ja alle sehr ähnlich und haben dasselbe Ziel Drache_zum_Dampf_ablassen.gif

Hast du dich schonmsl etwas auf der Seite umgeschaut und dir den einen oder anderen Tipp geholt? Oder das Starterpaket?

Ich war sehr emotional die ersten Wochen, das ist, wie ich gehört habe, ganz normal icon_eek.gif

Gute Nacht, liebe Lis, ein weiterer Tag ist geschafft fireworks.png

Lieben Gruß

Die Lix

mit Pingu

penguin.gif
Verfasst am: 17.02.2017 13:21
kumulus
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Tag 3 und icon_evil.gif läuft natürlich Amok liebe Sindy. Der bekommt sein Spielzeug nicht mehr!
Der versucht Dir alles zu verhageln was geht, nur damit Du einknickst.
Aber ich seh schon, dass Du tapfer bleibst!
Versuch Dich viel an der frischen Luft aufzuhalten, auch wenn es schwer fällt, aber das nimmt Niko den Atem. Zu viel gesunder Sauerstoff. Und falls es Dir gelingt ihn noch ein bisschen mit Wasser zu bedecken, dann kommt er sprichwörtlich ganz schön ins rudern.
Keiner weiß besser was für Dich gut ist als Du... und kotzbrockig zu sein scheint Dir nicht gutzutun.

Drück Dich zum nahenden Wochenende!!!!
Tanja


[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 17.02.2017 um 13:22.]
Verfasst am: 18.02.2017 20:54
LisNeu
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Heute sind es 10 rauchfreie Tage.
Ich kämpfe ganz arg mit mir und gegen das Rauchen. Warum ist es heute so schwer?banghead.gif

Heute Abend sehe ich alles negativ. Was ich hier lese - nur heitere Bestätigungen, dass es doch garnicht schwer ist. Alle unterstützen sich gegenseitig und schon ist es easy. Ich glaube das alles nicht. Es ist nicht einfach. Es ist beschissen. Ich möchte fluchen und zetern, was das Zeug hält.



[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 18.02.2017 um 21:19.]
Verfasst am: 19.02.2017 21:01
LisNeu
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Ein weiterer Tag ist geschafft und ich kann nicht behaupten, dass ich mich sonderlich wohl fühle.
Ich habe hier im Forum gerade ein wenig gelesen. Es gibt doch noch weitere Menschen, denen das Nicht-Rauchen schwer fällt, die traurig sind. Der erste Eindruck ist, wenn man hier anfängt zu lesen "alles easy". Es ist nicht leicht und ich kann das Rauchen nur lassen, weil momentan mein Verstand stärker als mein Gefühl ist.
Verfasst am: 20.02.2017 12:58
Rauchfrei-Lotse
rauchfrei-lotsin-andrea
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"LisNeu" schrieb:

Heute sind es 10 rauchfreie Tage.
Ich kämpfe ganz arg mit mir und gegen das Rauchen. Warum ist es heute so schwer?banghead.gif

Heute Abend sehe ich alles negativ. Was ich hier lese - nur heitere Bestätigungen, dass es doch garnicht schwer ist. Alle unterstützen sich gegenseitig und schon ist es easy. Ich glaube das alles nicht. Es ist nicht einfach. Es ist beschissen. Ich möchte fluchen und zetern, was das Zeug hält.




Hallo Lis, dich habe ich gestern Abend im Forum lange gesucht, weil mir dein Post nicht aus dem Kopf ging. Jammern ist hier ausdrücklich erlaubt, hier mal der Link zu unserem Jammerthread, da habe ich gestern auch etwas geschrieben. http://www.rauchfrei-info.de/community/forum/?tx_mmforum_pi1%5Baction%5D=list_post&tx_mmforum_pi1%5Btid%5D=3655

Du hast vollkommen Recht, für Manche hier ist es eine harte Zeit, der Anfang der RAuchfreiheit. eben auch für dich. Und es ist gut, dass du vernünftig handelst und dein Verstand dein Handeln bestimmt: Heute rauche ich nicht.

Doch auf Dauer ist das kräftezehrend und ermüdend, nur vernünftig zu sein. Gibt es denn genussvolle Aktivitäten gesunder Art, die unvernünftig scheinen, dir aber deine Lebensfreude wieder bringen? Sprich: wenn du Nein zur Zigarette sagt, wozu kannst du als Ausgleich Ja sagen? wie kannst du dich verwöhnen, wie belohnen für stolze 12 Tage? Möglichst sinnenreich? Ich stelle dir mal den Link zu einem guten Artikel über Genüsse statt Müssen ein:
http://www.rauchfrei-info.de/informieren/news/detail/news/nach-dem-rauchstopp-mehr-zeit-fuer-genuss/


Lass uns doch gerne öfter mal darüber sprechen, wie du dir die Umgewöhnungsphase auf neue Gewohnheiten erleichtern kannst, Ja?

Herzlich grüßt dich
andrea

[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 20.02.2017 um 13:03.]
Verfasst am: 20.02.2017 22:15
LisNeu
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Dankeschön für Eure Unterstützung.
Heute jammere ich mal an anderer Stelleicon_wink.gif.
Vielen Dank für den Hinweis.
Verfasst am: 20.02.2017 22:31
Wolltick
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Hallo Lis

Dein Jammern kann ich gut verstehen. Ich hatte auch immer gedacht, wenn die Lust auf eine Zigarette nie aufhört (selbst nach vielen Jahren nicht), dann brauch ich gar nicht erst aufhören; wäre ja absoluter Quatsch. Das denkt man aber nur, weil man "noch" süchtig ist. Lies mal nach, wie Sucht funktioniert.

Heute kann ich sagen, bin ich "weg von". Und was deine Freundin als Lust auf eine Ziggi beschreibt, ist nur ein kurzes Aufblitzen eines verschwommenen Gedankens....so empfinde ich es, heute.
Ich kann dich aber auch trösten, indem ich auch ein großer Jammerlappen war. Ich war voll von Angst.

Trau dich und geh deinen eingeschlagenen Weg unbeirrt und sturr weiter. Du wirst es sehen, irgendwann ist die "Lust" verflogen. Und womöglich bemerkt du es gar nicht...so erging es mir.


Liebe Grüße
Gabiflower.png
Verfasst am: 21.02.2017 21:52
LisNeu
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Heute musste ich wieder einige Male beten "....und führe mich nicht in Versuchung".
Wenn nur irgendetwas besser würde, z.B. meine Arbeitslust oder meine Lebensfreude steigen würden!
Ich werde in wenigen Tagen 66 Jahre alt und ich weiß wirklich nicht, von was Udo Jürgens damals sang "Mit 66 Jahren da fängt das Leben an". Ich bin weder in der Lage, eine Geburtstagsfeier zu planen noch mich zu freuen.
Dabei bin ich morgen doch schon 2 Wochen rauchfrei. Ich sitze hier und warte auf einen positiven Schub.
Verfasst am: 22.02.2017 07:17
Schicht11
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Beiträge: 4
Guten Morgen

Habe auch am 8.02.2017 aufgehört.
War nach 36 Jahren und täglich ca.50 Ziggis auch höchste Eisenbahn.
Diese Tage noch zwei mal eine geraucht.
Bin ohne Ersatzdrogen (Pflaster, usw.) unterwegs und tagsüber beim Arbeiten überhaupt kein Verlangen.
Guter Nebeneffekt ist noch der eingeschränkte Bierkonsum, weil bei mir Bier und Zigarette immer zusammen kamen.

Wünsche euch noch einen schönen rauchfreien Tag.

Gruss Franz
Verfasst am: 22.02.2017 14:16
Rauchfrei-Lotse
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Liebe Lis,

hier eine Gebetsvariante für dich: "Und führe mich in der Versuchung." Zur geeigneten Ablenkung...

"Ich sitze hier und warte auf einen positiven Schub...", schriebst du. Kannst du denn aufstehen? Und etwas tun, um deinen Glücksbotenstoffhaushalt zu pushen?

Oder, wenn du sitzen bleibst, dich mit einem schönen Tagtraum beglücken? http://www.rauchfrei-info.de/aufhoeren/tipps-fuer-ihren-rauchstopp/einfach-entspannen/ Ganz unten rechts auf der Seite. Dieses Tagträumen macht mich z.B. oft glücklich.

Und auch mit Aussitzen pur bist du gut auf deinem Rauchfrei- Weg unterwegs. die Kandidatin Lis hat 100 Punkte, solange sie nicht hinlangt! Wie geht es dir im Vergleich zu deinen allerersten TAgen?


Ich gratuliere dir jedenfalls zu sagenhaften 14 Tagen, liebe Lis! wie belohnst du dich für deine Leistung?Lesen_als_Ablenkung.gifWeihnachtsgeschenk.gifsweetpea.gif wären Ideen von mir für dich icon_lol.gif

Es wird besser, Lis, hier noch eine extra Portion Geduld: GGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGG

Hab einen schönen Tag heute
Herzlich
Andrea



[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 22.02.2017 um 14:19.]
Verfasst am: 22.02.2017 14:29
Rauchfrei-Lotse
rauchfrei-lotsin-andrea
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"Schicht11" schrieb:

Guten Morgen

Habe auch am 8.02.2017 aufgehört.
War nach 36 Jahren und täglich ca.50 Ziggis auch höchste Eisenbahn.
Diese Tage noch zwei mal eine geraucht.
Bin ohne Ersatzdrogen (Pflaster, usw.) unterwegs und tagsüber beim Arbeiten überhaupt kein Verlangen.
Guter Nebeneffekt ist noch der eingeschränkte Bierkonsum, weil bei mir Bier und Zigarette immer zusammen kamen.

Wünsche euch noch einen schönen rauchfreien Tag.

Gruss Franz


Lieber Franz,

prima, dass du dich hier meldest und von dir schreibst, gehörst du lesender und mitmachender Weise doch schon eine geraume Zeit zur Gemeinschaft!

Ich gratuliere dir aufs herzlichste zu deinen 14 Tagen, zu deinen ersten beiden Wochen, super, klasse, prima, schön, dass du so erfolgreich bist! Wo du doch so lange und so viel geraucht hast! Auch dass du deinen Bierkonsum verringert hast, trägt neben deiner Sturheit zu deinem erfolg bei. Und von den zwei kleinen Ausrutschern hast du dich auch nicht entmutigen lassen: du machst alles richtig! In welchen Momenten bist du denn ausgerutscht? An den Abenden? was kannst du da in Zukunft tun?

Und magst du dir ein eigenes Thema aufmachen? Sodass wir dir regelmäßig gratulieren können und du intensiver dich austauschen kannst? ´Bei Interesse: so geht es, schreibt das Rauchfrei Team: Klicken Sie einfach auf den orangen Button "Neues Thema", er befindet sich unter der Themenliste im jeweiligen Überthema. Ein Überthema, in dem viele schreiben, wäre beispielsweise "Alles zum Thema "Ausstieg"". Mit dem orangen "Antworten"-Button erstellen Sie einen Beitrag in einem Thema. Ein Klick auf den orangen Button "Thema beobachten" reicht aus und Sie erhalten Mail-Benachrichtigungen, sobald in diesem Thread etwas gepostet wird.



Mit daumendrückendem Gruß und dir auch einen schönen rauchfreien Tag
Andrea

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 22.02.2017 um 14:31.]
Verfasst am: 22.02.2017 16:38
LisNeu
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Franz, Du bist ja ein richtiger Leidensgenosse! Du hast am gleichen Tag aufgehört und auch Bier trinken eingestellt. Ich auch, weil ich Angst habe, dass mich das Bier "enthemmt" und ich doch wieder rauche.
Nun haben wir zwar zwei Wochen geschafft, aber ich traue mich noch nicht zu sagen, dass ich nie wieder rauche.
Heute hatte ich wieder so ein blödes Erlebnis. Beim Friseur eine Frau aus dem Dorf getroffen. So eine, die immer nur gesund und moralisch lebte, eine, die nicht nur alles weiß, sondern es auch noch besser weiß. Die ließ sich darüber aus, wie man nur rauchen könne, sie hätte nie geraucht, auch in ihrer Familie niemand. Alle clean und gesund. Am liebsten hätte ich die angebrüllt "Weißt Du, warum ich geraucht habe? Weil ich nie so werden wollte wie Du! Du moralinsaure trübe Tasse, Du!"
Also, man sieht, ich bin immer noch auf der Raucherseite. Und ich will auch nie so werden wie diese immer gesunden, immer alles wissenden Leute. Ich hoffe, dass ich nie jemanden verurteile, weil er/sie raucht.
Verfasst am: 22.02.2017 20:07
LisNeu
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"Mayhra" schrieb:

Hallo Lis,
mir geht es ähnlich wie dir. Meine ganze Energie ist weg, ich bin nicht fähig irgendwas zu machen geschweige mich an was zu erfreuen. Ich bin richtig übel drauf und gammle nur noch nach der Arbeit auf dem Sofa rum.
Aber ich weiß dass ich es schaffen möchte und lasse diese üble Stimmung jetzt einfach zu und mach mal nix.
Jeder Tag ist bei mir anders. Ein Hoch und meistens mehr Tief.
Lass uns das gemeinsam meistern????
[/quote
Oh ja! Ich bin gerne mit Dir zusammen, weil bei mir auch mehr Tief als Hoch ist. Ich habe es aber heute geschafft, zum Friseur zu gehen und anschließend noch das Zimmer, in dem mein Geburtstag gefeiert werden soll, aufzuräumen und zu saugen (so ist das, wenn man in einem viel zu großen Haus wohnt).
Man sucht ja immer Ausreden und Entschuldigungen dafür, dass man geraucht hat. Nach langem guten Zusammenleben mit meinen Eltern kam eine Zeit der Pflege und Betreuung, die mich an die Grenzen meiner Belastungsfähigkeit brachte. Im Jahr 1999 machte ich eine Reha wegen einer Überlastungsdepression. Schon damals war eines meiner Ziele, mit dem Rauchen aufzuhören. Da ich damals so viele Probleme hatte, sagte die Therapeutin, dass das Rauchen eines meiner kleineren Probleme wäre. Also blieb ich dabei.

Nun will ich endlich packen, aber ich warte ,,,,,, auf was eigentlich? Dass es mir besser geht, dass ich keine Lust mehr auf Zigaretten habe, dass ich fröhlicher werde, dass ich wieder Lebenslust verspüre. Es kann doch nicht sein, dass meine einzige Freude im bisherigen Leben das Rauchen war!!! So blöd bin noch nicht mal ichbanghead.gif
Wollen wir irgendwann mal gemeinsam lachen? Das wäre so schön!


Verfasst am: 23.02.2017 21:04
LisNeu
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15 Tage .... und immer noch genervt
So einfach lässt es mich nicht los.

Ich will aber auch mal sagen, was positiv ist: Ich huste kaum noch.
Verfasst am: 24.02.2017 15:17
Rauchfrei-Lotse
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Lis, das ist großartig, dass du schon so eine wichtige Verbesserung bemerkst: du hustest weniger. Super!
Verfasst am: 24.02.2017 17:54
LisNeu
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Ich freue mich auch total, dass ich nur noch ganz, ganz wenig huste.
Vorhin bin ich übermütig geworden und beim Hundespaziergang tatsächlich ein kleines Stückchen gejoggt. Okay, Kondition ist nicht vorhanden.
Leider habe ich immer noch Schmacht und meine Laune ist nur minimal besser.
Es tröstet mich, dass ich in einigen Beiträgen lesen konnte, dass es einige Menschen gibt, denen es auch furchtbar schwer fällt. Anfangs hatte ich den Eindruck, dass es für alle leicht ist, nur für mich nicht.

Verfasst am: 25.02.2017 20:47
LisNeu
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Da mich keine(r) mehr ermutigt, ermutige ich mich selbst.

Ich will nicht mehr anfangen zu rauchen, weil
- ich COPD mit einer Lungenfunktion von knapp 50 % habe
- ich das Geld für Zigaretten sinnvoller ausgeben sollte
- ich gerne noch ein paar Jahre leben würde
- meine Lebensqualität sich wenn schon kaum verbessern, so dann wenigstens nicht verschlechtern soll.

Allen Mitleidenden und allen, die es überwunden haben, einen schönen Sonntag.