Es ist einfach nicht wirklich einfach...


Verfasst am: 13.10.2017 18:29
Rauchfrei-Lotse
rauchfrei-lotsin-lydia
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Liebe Charlotte,

freu mich, wieder von Dir zu hören! Und auch, daß Du momentan leichter gegen das Verlangen ankommst. So soll es bleiben - und noch besser werden, das wünsche ich Dir von ganzem Herzen!

Mit dem Ausflug, so meine ich, hast Du doch wieder eine Situation rauchfrei erlebt, die Deine Rauchfreiheit zu stärken geeignet ist! Das hast Du wirklich gut gemacht. Bitte gräm Dich nicht, daß Deine Leistung unter Rauchern nicht angemessen gewürdigt wurde. Weißt, viele davon packt angesichts so einer Eröffnung das schlechte Gewissen oder gar die schiere Panik. Wir alle wußten noch während unserer Raucherkarrieren, daß es besser für uns wäre, damit aufzuhören, richtig? Aber wollten wir es wissen? Nein. Lieber wegleugnen oder noch besser gar nicht dran erinnert werden. Es war uns höchst unangenehm, oder? Und so geht es nun Rauchern, wenn sie sich mit jemandem konfrontiert sehen, der es tatsächlich geschafft hat. Sie können sich nicht so wirklich mit Deinem wirklich tollen Erfolg befassen, sie würden sich dabei unbehaglich fühlen.

Aber wir hier können es Charlotte, denn wir wissen, was Du geleistet hast: nicht nur wieviel Arbeit in Deinem Rauchausstieg steckt, sondern auch was Du Deiner Gesundheit, Deinem Geldbeutel und Deiner Attraktivität in die Hände gespielt hast. Und dazu kann man Dir bloß gratulieren!

Dein reflektierter Umgang mit Deiner Rauchfreiheit wird sicherlich dazu beitragen, daß Du es schaffen wirst, sie zu konservieren. Komm jederzeit her und berichte, wie es so läuft - der Verbleib im Forum ist nicht zeitlich begrenzt, wenn es Dir gut tut, kannst Du Dir hier Support holen, so lange Du möchtest. So oder so, ich freu mich von Dir zu lesen und gratuliere Dir zu Deiner tollen Leistung - bis hierher und weiter! Herzlich grüßt Dich

Lydia
Verfasst am: 14.10.2017 07:09
Febbeg
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Liebe Lydia und alle Mitkämpfer,

klingt etwas martialisch, aber es ist auch ein Kampf - es geht um uns selbst, ums durchhalten, um den Sieg gegen den da: Nikotinteufelchen.png Hatte die vergangenen Tage wieder mal Anfälle von Schmacht, nach schwierigen Situationen, die leider noch nicht beendet sind und andauern. Doch ich habe gekämpft und ich habe gewonnen medal.png

Und noch was macht mir gerade Probleme, es ist wie magisch, mein letzter Aufhörversuch endete nach 8 Monaten, und das ist mir so im Gedächtnis eingebrannt, dass ich regelrecht Angst davor habe, wieder zu versagen. Vielleicht, wenn ich diese Schwelle überschritten habe, wird es echt besser, banghead.gifdann muss ich da nicht mehr dran denken, dass ich damals wieder angefangen habe. Und es wird tatsächlich auch leichter, dieses widerstehen. Riesengrinser.gif Da kann ich dann nach einem geschafften Tagwerk mit gutem Gewissen ins Bett gehen und selbst, wenn ich wieder mal einen Rauchtraum habe, ist es doch toll, wenn ich realisiere, es war nur ein Traum ....

In diesem Sinne, vielen lieben Dank, für die aufmunternden Worte, für das Lob und für die Anerkennung. Das alles hilft mir total durchzuhalten. Und ich werde mich auch hier immer wieder mal melden, weil es mir auch hilft, meine Erfahrungen hier zu reflektieren. Und nun - allen ein schönes Wochenende !

Charlottebutterfly.gif
Verfasst am: 21.10.2017 14:35
Febbeg
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Tja, liebe Mitstreiter, heute ist wieder mal so ein Tag...., denke mal, dass ich das nicht näher erläutern muss. Aber ich bleib dran und kämpfe weiter.
Verfasst am: 22.10.2017 09:01
Febbeg
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Guten Morgen und liebe Dankesgrüße an alle hier !

Gestern hatte ich mich mit dem Handy eingeloggt und geschrieben und geschrieben..., übrig blieb ein einziger Satz, warum auch immer, danach hatte ich keine Lust mehr, nochmal mein Gejammer niederzuschreiben.

Irgendwas scheint hier schon länger nicht zu stimmen, es braucht alles so lange - und wie gesagt, gestern war mein geschriebener Text vollständig weg, bis auf diesen Satz, der da irgendwie noch blöde da steht.

Heute geht es mir wieder besser, natürlich habe ich nicht geraucht und ich kann es hier nur immer wieder schreiben, die Unterstützung, die ich hier erfahren darf, ist einmalig. Denn sonst ist niemand um mich rum, der mich motiviert und mich auffänge, wenn ich zu fallen drohe. Hätte auch nicht gedacht, dass es tatsächlich so ist. Mein Mann raucht ja immer noch, obwohl er gesundheitlich bedingt, eigentlich dringend aufhören sollte; er raucht weniger, aber das bringt es ja letztendlich auch nicht. Gestern waren wir bei Bekannten, der Mann hatte einen Herzinfarkt, hat wohl ein Weilchen nicht mehr geraucht - aber jetzt ist er wieder voll drin, raucht wie ein Schlot. Da sag ich nichts mehr dazu, weil ich ihn schon mal ganz sanft drauf angesprochen habe und er sehr ungehalten reagiert hat. Ich kenne das ja auch, dann mißgünstig auf die sein, die es offensichtlich geschafft haben. Und dann denke ich mir halt, es ist wie es ist und jeder muss das für sich selbst entscheiden.

Und das Gedich.... ein Gedicht ! DANKE ! Tut wohl und gut ohne Ende icon_wink.gif

So, und nun wünsche ich allen hier einen schönen Sonntag - bei uns versucht die Sonne gerade durch die Wolken zu kommensun-2.png

Es geht mir gut - danke !quarterfoil.png

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 22.10.2017 um 09:04.]
Verfasst am: 29.10.2017 07:28
Febbeg
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Wie schon öfter - verpasst...icon_wink.gif

Ab er vielen Dank an Berghex und Old Tuppes Herry, ihr habt dran gedacht !
flowers.png flowerorange.png
ein paar Blümchen müssen es als Dankesgabe schon sein.

In letzter Zeit denke ich öfter an die Jahresmarke, im Februar ist es soweit und ich meine, das werde ich schaffen. Natürlich werde ich nicht überheblich behaupten, ja klar - unbedingt werde ich das schaffen, denn ich gehe meinen Weg immer noch Tag für Tag und entdecke in letzter Zeit immer wieder Stunden, in welchen ich nicht an das rauchen einer Zigarette gedacht habe und in in diesen Momenten kommt dann ein ganz kleines bisschen so ein Glücksgefühl auf...., d a s - betrachte ich als Fortschritt. Und ehrlich gesagt, nach so lange nicht mehr rauchen, wird das auch mal Zeit. Da ich von euch weiß, dass ich diesbezüglich nicht der einziger Suchtbolzen hier bin, tröstet mich das auch wieder über die immer noch wiederkehrenden Suchtattacken hinwegbanghead.gif Klar, es ist nicht mehr so schlimm und beherrschbar, aber es ist halt immer noch da, nach soooo langer Zeit. Besonders die Belohnungszigarette, die fehlt mir echt am meisten. Wie auch immer, jetzt freue ich mich mal, dass ich über meine magische Linie, die 8 Monate, gekommen bin und gehe die nächsten 8 Tage an, wie immer, Schritt für Schritt und Tag für Tag....

Die Zeit bis hierher ist relativ schnell vergangen und schon bin ich wieder am Urlaub planen, für das kommende Jahr. Mal sehen, wohin es uns treibt.... und heute, bei dem Sturmwetter ist es eine gute Idee, die Urlaubskataloge intensiver zu betrachten. In diesem Sinne, habt alle einen schönen, gemütlichen, rauchfreien Sonntag !

Alles Liebeheart.png
Charlotte
Verfasst am: 31.10.2017 22:04
Curley
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Hallo, Liebe Charlotte,

ich habe mich eben bei dir ein bisschen eingelesen. Du hast es im Moment nicht so einfach, aber das geht wirklich vielen so. Auch mir fehlt die Belohnungs-Zigarette. Auch mir fehlt die Anerkennung meiner rauchenden Umwelt. Im Gegenteil, als Nichtraucher fühle ich mich manchmal ausgestoßen. Aber ich sage mir die ganze Zeit, es gibt Gründe, warum ich aufgehört habe. Es muss irgendwann der Punkt kommen, wo ich darüber nicht mehr nachdenken muss. Bei manchen Leuten musste ich mir überlegen, ob mich mit denen nicht nur das Rauchen verbunden hat. Aber ich weiß, dass die Entscheidung, nicht mehr zu rauchen die richtige ist. Vielleicht dürfen wir nicht über den Verzicht nachdenken, sondern über den Gewinn. Sei bitte stolz auf das, was du bisher geschafft hast. Diese Phase muss vorübergehen, so viele Leute schaffen das schon jahrelang. Und sie machen selten den Eindruck, auf etwas verzichten zu müssen. Ich habe heute eine Frau kennengelernt, die vor drei Jahren aufgehört hat. Sie hat mir gesagt, dass sie auf nichts verzichtet. Und Charlotte, soweit kommen wir auch nochicon_biggrin.gif

Ganz liebe Grüße, halte durch. Du schaffst das - genau wie ichflowerblue.png
Claudia
Verfasst am: 01.11.2017 09:15
Febbeg
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Wow - liebe Claudia, gut erkannt und gut geschrieben. Und wieder mal wurde ich hier gefestigt und motiviert. Danke.
rose.gif
Wenn eben erkannt wird - und vor allem anerkannt wird, dass es eben doch nicht so einfach ist, mit dem aufhören, dann motiviert das gleich unglaublich. Man fühlt sich verstanden und mit seiner Sucht nicht alleine gelassen. Natürlich wird es mit der Zeit einfacher, auf das zu verzichten, was jahrelang selbstverständlich war. Aber zu vergessen, wie man sich gefühlt hat, bei der Belohnungszigarette zum Beispiel, ist wirklich auch nicht einfach. banghead.gif
Man muss sich sozusagen neu erfinden und andere Wege einschlagen...., doch so ein richtiges Belohnungserlebnis habe ich für mich noch nicht gefunden. Vielleicht ist das ja mein Problem. Dabei möchte ich wirklich nie wieder diesen Dreck zwischen den Fingern halten, nie wieder....., weil ich weiß, dass dies meine Gesundheit beeinträchtigen würde, und weil ich diese Leidenszeit nie wieder durchmachen möchte.

Und so werde ich stark bleiben und mich an jedem Tag erfreuen, wo mir dies gelungen ist. Und wenn halt sonst niemand davon Kenntnis zu nehmen scheint, so weiß ich es doch am besten, was ich geleistet habe.

Wünsche dir einen schönen Feiertag und vielen Dank für deine Worte !

Charlottesun.gif
Verfasst am: 01.11.2017 11:54
Rauchfrei-Lotse
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Liebe Charlotte, liebe Claudia,

ich hab mich gerade ein bisschen in eueren Austauch eingelesen.
Darf ich mal meine Gedanken zur "Belohnungszigarette" miteinbringen?

Charlotte ich kann deine momentane Gefühlslage sehr gut nachvollziehen. Nein, eigentlich spüren.
Mir ging es ja nicht anders, sondern vollkommen gleich. Wenn auch die Wortwahl zur Begrifflichkeit, der Zigarette eine andere ist. Ich bezeichne diese immer als "Wohlfühlzigarette". Unterschied machts keinen.

Meine Kollegin Heike zitiert gerne einen Spruch, der im Forum kursiert:
Ein Raucher fühlt sich nach dem Ausdrücken der Kippe, wie sich ein Nichtraucher immer fühlt.
Wechsle doch mal deine Verortung in Richtung Nichtraucher. Er kann Ex-Raucher gar nicht verstehen, will es zum Teil auch gar nicht, da es für ihn der Normalzustand ist. Einen anderen kennt er nicht.
Wenn es Nichtraucher gibt, die Emphatie zeigen, dann sind es zumeist ehemalige Raucher, bzw. Nichtraucher mit einem Ex-Raucher an ihrer Seite.
Rauchende Mitmenschen, die für uns Verständis zeigen, sind doch schon an einem Punkt angelangt, bei denen sie sich eingestehen müssten, dass sie gar nicht mehr gerne rauchen. Den Stupser in die richtige Richtung, sprich zum Ausstieg haben sie aber noch nicht abbekommen.

Und um den dauerhaften Normalzustand eines Nichtraucher geht es. Das ist der eigentliche springende Punkt, zu dessen Transformation, wir Nichtmehrraucher uns ja aufgemacht haben.
Klick, hat es bei mir, bei einer Bergwanderung im vergangenen Sommer gemacht. Oben am Gipfel sitzen, den Moment auf sich wirken zu lassen, das Panorama, die Ruhe geniessen zu können, ohne den "Flashback" eines tief inhalierten Zuges an der vermeintlichen Wohlfühlzigarette. WOW. Glück pur. Ohne Zigarette? Ich kanns kaum glauben. Ganz, ganz kurz ausgedrückt, "Geht doch".
Abend´s müde, ausgepowert, nach Hause kommen, aber irgendwie glücklich, beseelt von dem Gefühl: "was Tolles auf die Beine gestellt zu haben", mit einer tiefen inneren Zufriedenheit den Tag ausklingen zu lassen.
In dem Moment gibt es nichts schöneres.

Welche Momente verschaffen Dir ein besonderes Glücksgefühl? Es müssen ja, nicht gleich die ganz großen Momente im Leben sein. Denk auch mal an die kleine Freuden im Alltag, die Genuss versprechen, wie zum Beispiel, ein duftender Blumenstrauß, das Amarettini zum Cappucino, Esspresso, beim Sport, einen guten Wein.
Welche können es bei Dir sein?

Charlotte sei Dir versichert, viele andere hier und auch ich nehmen zur Kenntnis, wissen, was Du gerade leistest.

lg
christian
butterflyflower.png
Verfasst am: 01.11.2017 14:32
Curley
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Huhuuu Charlotte, danke für deinen lieben Besuch . Ja, dieses Forum gibt uns Anerkennung. Das ist schon mal viel wert. Ich bekomme meine Anerkennung in der Regel aber von den Nichtrauchern. Von denen, die noch nie geraucht haben. Und die sich einfach mit mir freuen, dass ich dieses elende Laster losgeworden bin. Und dann noch von einem ganz kleinen Jungen Mann, der fünf Jahre alt ist. Das ist mein Enkel. Der hat diesen Abreißkalender mit mir zusammen verfolgt bis zum hundertsten Tag. Und vor dem würde ich mich in Grund und Boden schämen, wenn er mich wieder mit einer Zigarette sieht. Dieser kleine Kerl ist nämlich sehr stolz auf seine Oma. Genau für die Leute halte ich manchmal durch. Und, ich muss ehrlicherweise zugeben, dass ich Angst hätte vor dem ersten Zug. Ich hätte Angst um meine Bronchien und ich weiß, dass es nichts hilft, wenn ich jetzt rauche. Das bete mir dann voricon_biggrin.gif.

Ich habe immer noch, auch nach knapp einem Jahr, diese doofe E-Zigarette in der Tasche. Da war und ist kein Nikotin drin. Aber es gibt mir ein gewisses Gefühl der Sicherheit. Das wäre zumindest ein Ersatz, wenn ich diese Belohnungs-Zigarette unbedingt haben wollte.

Im Übrigen muss ich zugeben, dass ich viel lieber mit Nichtrauchern zusammen bin. Da habe ich auch so gut wie nie dumme Gedanken. Charlotte, wir kriegen das hin. Jetzt kommt die kalte Jahreszeit, da müssen die anderen rausgehen und wir nichticon_razz.gif

ganz liebe Grüße

Claudia
Verfasst am: 08.11.2017 09:20
Febbeg
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Guten Morgen und einen wunderschönen Tag wünsche ich allen hier !butterfly.gif

Es geht mir heute richtig gut, kein Verlangen - keine ätzende Gedanken. Denke mal, es geht definitiv aufwärts, damit meine ich, dass es mir als Nichtraucher gut geht.

Und ich habe mich sehr über soviel Zuspruch gefreut, manchmal braucht man das einfach- um zu sehen, dass es eben doch den einen oder anderen interessiert, was man persönlich im Moment leistet. Vermutlich ist das auch so eine hinterfotzige Attacke des Niktonteufels, der versucht einem einzureden, es interessiert keinen, du kannst ruhig wieder rauchen. Dabei muss ich mir wieder mal bewusst machen, dass ich wegen mir aufgehört habe, wegen mir und meiner Gesundheit und nicht wegen irgendwelcher Personen. Tja - und es ist mir mal wieder eingefallen, wie schlecht ich mich jedesmal gefühlt habe, wenn ich nach einem Aufhörversuch wieder angefangen habe. Und jetzt freue ich mich wahnsinnig darüber, dass ich so gut wie drüber weg bin, den Versuchungen stand gehalten und immer noch Nichtmehrraucher bin. Die Jahresgrenze rückt so schnell näher, dass ich es fast nicht glauben kann - und wieder durchflutet mich eine Freudewelle....., klingt vielleicht kitschig, aber es ist so.

Ja, liebe Claudia - du hast Recht, in der kalten Jahreszeit nicht mehr rausgehen zu müssen, es ist einfach nur toll. Kaminfeuer.gif
Es ist schön, zu sehen, dass man total verstanden wird. Smile_Umarmung.gif
....und - aufhören zu jammern hat auch schon oft geholfen....
In diesem Sinne macht's gut heute, bis zum nächstenmal

Charlotte
Verfasst am: 19.11.2017 07:46
Febbeg
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Guten Morgen !

Muss mich mal wieder melden - stolz und glücklich...., immer noch rauchfrei.

....aber - heute Nacht wieder mal einen "Rauchtraum" gehabt - und ganz verwirrt gewesen, beim aufwachen und glücklich und zufrieden, als ich realisiert habe, dass es nur ein Traum war. So ist es halt gerade - immer noch ab und zu Verlangen zu rauchen, aber stark und widerstandsfähig stehe ich darüber. Denn ich weiß, noch nicht mal einen Zug - es ist einfach zu gefährlich.

Es sind heute 9 Monate her, dass ich aufgehört habe und ich lobe mich, indem ich mir selbst auf die Schulter klopfe, gut gemacht. Und ich denke, es wird so weitergehen, immer Tag für Tag und Schritt für Schritt. Die Einfachheit des Tuns ist furchtbar langsam, aber stetig. Und damit bin ich zufrieden. Manchmal wundere ich mich, wenn ich mal eine Stunde lang keine Gedanken an das rauchen gehabt habe; leider anschließend wieder viele Gedanken...banghead.gif

Vorgestern hatte ich ein Gespräch mit einem Bekannten, der vor Jahren aufgehört hat. Er meinte, ich würde das vollends schaffen, erinnerte mich aber daran, nicht leichtsinnig zu werden. Und ich freute mich, dass ich ihm berichten konnte, immer noch Nichtmehrraucher zu sein.

So, nun wünsche ich allen hier einen schönen, gemütlichen Sonntag !

CharlotteKaffee_Donout.png
Verfasst am: 23.11.2017 09:49
Rauchfrei-Lotse
rauchfrei-lotsin-lydia
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Guten Tag Charlotte,

vielen Dank für Deine jüngste Wortmeldung, über die ich mich sehr gefreut habe. Gerade in so Momenten, da uns die Sucht mal wieder belästigt, das hochzuhalten, was man geleistet hat, ist so wichtig, und ich freue ich so darüber, daß Du es schaffst. Ja, klopfe Dir ruhig weiter auf die Schulter, ich klopfe Dir auch auf die Schulter (virtuell), damit Du niemals vergißt, was Du da geschafft hast. Und Deine Strategie, Dich auch immer wieder daran zu erinnern, um es nicht unnötig zu riskieren , ist völlig richtig.

Was diese Raucherträume angeht - die habe ich heute noch vereinzelt. Sie sind immer noch so realistisch wie zu Beginn der Rauchfreiheit und immer noch so derangierend. Ich wache dann auch noch auf in einem vorübergehenden Zustand der Desorientierung, ob das jetzt real oder nur ein Traum war. Habe ich tatsächlich geraucht? Ach nee... puh, zum Glück. Ich denke, das resultiert aus unserer fortbestehenden Auseinandersetzung mit unserer Raucherkarriere. Wir arbeiten weiterhin auf - aber mir ist es lieber so, und ich erinnere mich daran, und bekommen ab und an im Traum das miese Gefühl präsentiert, das so ein Rückfall verursacht, als es passiert mir tatsächlich. Ich denke, mir helfen diese Träume weiter, und akzeptiere, daß ich ab und an so einen habe. Das darfst Du auch.

Ich bin auch der Meinung, daß Du es vollends schaffen wirst. Du siehst ja die Fortschritte und Verbesserungen. Jeder hat sein Tempo, und wo andere Menschen halt schneller aus der Raucherkarriere herausfinden, arbeitest Du sie eben sehr genau und gründlich ab. Daran ist nichts auszusetzen: das Ergebnis stimmt ja, Du siehst es ja selbst. Spürst die Stärke und die Überzeugung wachsen, merkst wie sich die Zeiten einstellen, in denen Du nicht ans Rauchen denkst. Auch die vielbeschworene Achtsamkeit wirst Du sicher nicht vermissen lassen. Dafür hast Du zu tapfer gekämpft, das willst Du nicht wieder drangeben, stimmt`s?

Charlotte, schön von Dir zu lesen, daß Du beginnst, Deine Rauchfreiheit zu schätzen und daß sie Dir leichter fällt. Dieser Trend wird sich fortsetzen, wie gesagt, gib Dir die Zeit. Sorge für Dich, laß es Dir gut gehen. Bis zum nächsten Mal grüßt Dich

Lydia

Verfasst am: 23.11.2017 10:43
Febbeg
Themenersteller
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Hallo - und vielen Dank, liebe Lydia, für deine Zeilen. Es zeigt mir, dass ich mit meinen "Problemchen" nicht alleine dastehe und dass es z.B. dir mit den "Rauchträumen" genau so geht, obwohl du ja schon so eine lange Nichtraucherzeit hinter dir hast. Immer wenn ich beim lesen auch ein bisschen lachen muss, hilft mir das enorm weiter, denn wirklich einfach ist es ja immer noch nicht.icon_smile.gif

Heute in der Früh habe ich mir nochmal Allen Carr angehört, muss aber dazu sagen, dass ich mit vielem, wie er die Einfachheit des Aufhörens beschreibt, nicht konform gehe. Trotzdem hilft mir auch das weiter, meinem Ziel glücklicher Nichtraucher zu werden, näher zu kommen. Immer wieder, so zwischendurch, bin ich das ja durchaus schon, aber halt noch nicht durchgehend. Riesengrinser.gif

Darum mag ich mich auch noch nicht von diesem Forum verarbschieden, weil ich mich selbst als noch nicht 100 % gefestigt ansehe. Hoffe aber, dass das noch kommt.....banghead.gif

Nun wünsche ich allen einen schönen Novembertag mit möglichst viel Sonne sun-2.png

Charlotte

Verfasst am: 23.11.2017 11:26
Stephanie79
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Hallo Charlotte,

es ist in der Tat schwierig wenn man selbst mit dem Rauchen aufhört, der Partner da aber nicht mitzieht. Ob mein Freund es dauerhaft schafft? Ich weiß es auch nicht. Er raucht zwar nicht in meiner Gegenwart und auch nicht dann, wenn ich bei ihm oder er bei mir ist... Mal sehen...

Mit dem Rauchen aufzuhören ist nicht einfach. Das höre ich aus meinem Umfeld immer wieder.Man braucht Willensstärke und viel Disziplin. Aber momentan kann ich mir auch noch nicht vorstellen, bei den Rauchern gechillt in der Ecke zu stehen. Das kann dauern, wie ich von allen Seiten höre. Wenn man dann noch in ein "Loch" fällt ist es doppelt so schwer. Aber es gibt so viel Hilfe- hier und ausserhalb. Darüber bin ich sehr froh!

Auch wir dürfen daran glauben, dass das Verlangen nach der Zigarette irgenwann weg sein wird.

Wir schaffen das!ladybug.png

Liebe Grüße,

Steffi
Verfasst am: 02.12.2017 06:44
Febbeg
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....und immer wieder die Frage nach dem: wann hört das auf ?????

Hallo, alle miteinander, da möchte ich heute mal einhaken. Gestern habe ich mir einen Vortrag über das Nichtmehrrauchen angehört, im Internet natürlich. Die Vorträge oder Kurse haben ja irgendwie immer den gleichen Inhalt, bzw. Erklärungen und versuchen dann, auf diese Art und Weise einem das rauchen abzugewöhnen. Und jedes mal wird mir bewusster, dass es einfach nicht für jeden stimmt, dass der körperliche Entzug nach drei Tagen gegessen sein soll. Es kommt ja die Psyche noch dazu und hier sollte unbedingt darauf hingewiesen werden, dass es mit jedem Mal aufhören, immer schwerer wird. Es wird nicht einfacher...., und nach drei Tagen ist schon mal gar nichts vorbei.

Nur die Tatsache, dass mir das in der Vergangenheit sehr bewusst geworden ist, hat mich daran gehindert, wieder mit dem rauchen anzufangen. Und ich denke, hier fehlt irgendein Zwischenstück, für solche Suchtbolzen, wie für mich..... , denn es ist einfach nicht einfach, und die Sucht hört niemals auf. Viel, viel mehr hat mir geholfen, daran zu denken, wie schnell sich mein Körper regeneriert und gerade die letzten Tage habe ich wieder mal voll die Bestätigung dafür erhalten. Mein Virusinfekt, einhergegangen mit einem entsetzlichen Husten, ist fast schon vorbei - und das nach nicht mal einer Woche. Wo ich als Raucherin mindestens 3 Wochen gequält war, ist das jetzt echt überhaupt nicht mehr zu vergleichen. Und genau das spornt mich dermaßen an, dabei zu bleiben, dass es mir wieder sehr leicht fällt.

Meine Suche nach dem "wann ist es vorbei...." , werde ich nicht aufgeben, vielleicht finde ich das fehlende Zwischenstück noch....

In diesem Sinne wünsche ich allen hier einen schönen ersten Advent.

Charlottevalrose.gif
Verfasst am: 02.12.2017 12:40
Curley
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Hallo, liebe Charlotte, zuerst einmal wünsche ich dir einen wunderschönen ersten Advent. Und ich gebe dir wieder recht, es ist nicht wirklich einfach. Es gibt wohl keinen Tag, wo man nicht an das Rauchen denkt. Allerdings nicht im Sinne von "ich möchte jetzt rauchen". Aber mir fehlen diese Momente, diese bestimmten Momente. Z.b., wenn man einen Glühwein trinkt, z.b. wenn man etwas Schönes geschafft hat, oder wenn man einfach nur gereizt ist. Ich weiß auch nicht, wann das vorbei ist. Ich hoffe, dass das nicht ein Leben lang so bleibt. Ich habe nämlich auch keine Lust, ständig über einen Verzicht nachzudenken. Allerdings, das muss ich zugeben, ich war bis jetzt in diesem Jahr noch nicht krank. und ich hoffe, dass mir die diesjährige Bronchitis erspart bleibt. Und ich glaube, dass mein allgemeiner Gesundheitszustand sich deutlich verbessert hat. Alles in allem muss ich zugeben, dass es sich natürlich gelohnt hat. Aber du siehst, ich kann dir sehr gut nachfühlen.

Wenn eine von uns beiden eine Lösung gefunden hat, wie es für uns einfacher wird, dann gehen wir uns Bescheid. Ich glaube aber, dass es auch viel mit der Umwelt zu tun hat. Es gibt wirklich kaum jemanden, der das zu schätzen weiß, was ich geleistet habe. Und im Gegenteil, von den Rauchern werde ich jetzt ignoriert. Zumindest bin ich manchmal außen vor....

Genug gejammert Charlotte, wir trinken heute einen Glühwein auf unser Nichtraucherdasein. ich wünsche dir ein wunderschönes Wochenende,und denk nicht soviel nach. Ich versuche es auch zu vermeidenicon_cool.gif

Liebe Grüße...wir halten weiterhin durch....werd bloß nicht schwach flowerblue.png
Verfasst am: 03.12.2017 07:18
Febbeg
Themenersteller
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Einen schönen 1. Advent - allen hier.

VielenDank, liebe Curley - denke mal, wir sind in dem was wir fühlen bezüglich des Rauchentzuges, ähnlich. Ja, ich verspreche es hiermit feierlich...., sollte ich eine Lösung finden, teile ich sie unverzüglich mit.
Und ich werde sicher nicht schwach werden, da ich diese Zeit die ich hinter mir habe, nicht mehr mitmachen möchte. Gestern waren wir am See spatzieren, klare - frische Luft geatmet. Das ist es was der Körper braucht, nicht mehr und nicht weniger.

Weihnachtskerze.gif

Charlotte
Verfasst am: 03.12.2017 08:02
daufi
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"Febbeg" schrieb:

...und immer wieder die Frage nach dem: wann hört das auf ?????

Charlotte



Natürlich hört es i-wann mal auf.... denke ist immer die eigene Einstellung dazu wie man zu banghead.gif steht

bei einem gehts schneller beim andren dauerts länger ... bei mir wars nach / 7 Monaten weg .bei meiner Freundin

1.5 Jahre ..... man muss ja sich Zeit geben man hat Jahrzehnte gerauchticon_wink.gif

lg daufi

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 03.12.2017 um 08:03.]
Verfasst am: 04.12.2017 10:01
Rauchfrei-Lotse
rauchfrei-lotsin-lydia
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Hallo Charlotte,
und auch hallo Curley,

ich denke auch, gerade im ersten Jahr ist es hilfreich, gnädig und geduldig mit sich zu sein. Oder überhaupt in Situationen, die man erstmals rauchfrei erlebt. Gibt es doch da noch so viele Situationen, die so eine Erinnerung wachrufen: "Ach... beim letzten Mal habe ich jetzt noch eine geraucht..." und schon ist man wieder mit dem Gedanken beschätigt. So kenne ich es von mir auch: Im Winter vor meinem Rauchstopp saß ich vor der Tür auf der Treppe im Schnee und rauchte. Und als in der darauffolgenden Saison wieder der Schnee fiel - ich war zu diesem Zeitpunkt etwa ein Dreivierteljahr rauchfrei - machte ich mich völlig hirnlos auf den Weg zur Haustür, erinnerte mich beim Griff in die Handtasche allerdings "Oha - tempi passati" . Der Schnee hatte mein Suchtgedächtnis wachgerüttelt, die Erinnerung an einen Rauchwunsch getriggert. Das passiert in Situationen, die man rauchfrei noch nicht kennengelernt hat. Curley, Du sprichst zum Beispiel den Genuß des Glühweins an - gerade aktuell - den letztjährigen Glühwein hast Du möglicherweise (gerade noch) rauchend genossen? Doch macht Euch keine Sorgen, denn erstens hält man ja damit ja die Gedanken ans Rauchen wach, und zweitens: man wächst rauchfrei in diese Situationen hinein. Beim nächsten Schnee wollte ich auch nicht mehr rauchen.

Und ja, wie Daufi denke ich auch, daß es zu einem großen Teil individuell bedingt ist, wie schnell oder langsam man damit "fertig" wird. Manche schaffen es zwar, das Suchtmonster ruhig zu halten, aber bis es einschläft, dauert es länger - hierfür meinen allergrößten Respekt, Ihr legt ihm einen Maulkorb aus Vernunft und Reflexion an. Das ist eine ganz starke Leistung. Versucht drauf zu vertrauen, daß auch Euer Suchtmonster irgendwann müde wird.

Und solltet Ihr das Gefühl haben, Ihr hadert zu arg oder zu lange, so möchte ich Euch die Rauchfrei-Hotline der BZgA an die Hand geben. Hier könnt Ihr Euch nochmal weitergehende Beratung einholen. Hier findet Ihr nähere Informationen sowie die Telefonnummer:

http://www.rauchfrei-info.de/aufhoeren/unterstuetzung-beim-rauchstopp/telefonberatung/

Hilfe ist ja nicht nur beim Rauchfrei-Werden legitim, sondern auch beim Rauchfrei-Bleiben. Vielleicht könnt Ihr Euch ja dort noch Impulse holen?

Ich wünsche Euch eine wunderschöne Adventswoche. Viele liebe Grüße sendet Euch

Lydia
Verfasst am: 21.12.2017 12:05
Doro01
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Liebe Charlotte,

ich bin zufällig in Deinem Wohnzimmer gelandet und habe mich jetzt 2 Stunden hier aufgehalten und gelesen. Es kommt mir so vor, als wenn ich das geschrieben hätte. Nur das ich mich in der Realität nicht so gut ausdrücken kann. Ich leide auch nach 140 Tagen noch täglich und kämpfe mit dem Nic-Monster. Es äußert sich als Druckgefühl oder auch Leeregefühl - Hunger (aber nicht nach Essen). Ich kann es nicht richtig beschreiben, aber es ist definitiv ein Entzug. Dabei will ich gar nicht mehr rauchen und weiß auch das es absolut keinen Mehrwert hat. Dennoch vermisse ich etwas extrem und das täglich und auch über Stunden. So genug gejammert. Ich habe die ganze Zeit gehofft, dass ich irgendwann bei Dir im Wohnzimmer die Nachricht von Dir finde, dass es jetzt gut ist. Warum? Weil ich immer noch hoffe, das es besser wird, das dieses Gefühl in meinem Brustkorb verschwindet und ich es nicht mehr so extrem vermisse. Ich kämpfe mich dann mal weiter durch von Tag zu Tag. banghead.gif
Ich wünsche Dir eine schöne Weihnacht und ein gutes neues Jahr.

LG Doro01