Erste Schritte sind gemacht...


Verfasst am: 02.12.2017 20:10
Jaeline
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Hallo alle zusammen,

Ich bin heute auf dieses Forum gestossen und habe einige Threads gelesen und entschieden, Hier mitzuschreiben könnte mir helfen.

Ich bin 32, rauche seit etwa 2001, also die Hälfte meines Lebens.
Aufhören wollte ich irgendwie nie und erst seit ein paar Wochen kommt mir die Idee überhaupt.

Auslöser sind die Todesfälle und Erkrankungen in meiner Familie, dass ich überhaupt darüber nachdenke. Die Nachteile sonst sind für mich die Kosten und die Umstände, weil ich ja nicht überall rauchen kann und so.

Selbst habe ich keine Beschwerden, ich huste nicht, ich bin nicht oft krank, Meine Werte sind alle tipptopp bei untersuchungen...
Ich glaube, das ist auch die Schwierigkeit für mich..

Mein komplettes Umfeld raucht und stören tut sich nur jemand am Geruch - eine exraucherin auf Arbeit..

Da ich aber finanziell dringend was verbessern möchte und ich durch meine Familiengeschichte grosse Unterstützung meiner Ärztin bekommen habe, fiel der Entscheid.

Seit einigen Jahren bin ich in Behandlung betreffend Depression. Nun wechsle ich mein Antidepressiva auf ein Medikament, das auch zur entwöhnung zugelassen ist.
Ich hoffe, Es hilft gegen die Depression und gleichzeitig ein klein wenig beim aufhören. Hab mir gesagt, dies wäre einfach ein super Zusatz, keine Bedingung!

Zuletzt schätze ich, war ich so bei 30-40 Zigaretten täglich.. Vielleicht auch mehr, interessiert hat mich das nie.
Im Moment reduziere ich erst einmal. Meine Ärztin hat mir gesagt, in meinem Fall wäre dies zielführender. Einerseits schreibe ich wichtige Prüfungen im Januar, andererseits durch meine Depressionen. Ich kann mir einen Totalausfall bis Mitte Januar noch nicht leisten.

Seit dem 27.11. Nehme ich mein Medikament, reduziere und trickse mich aus und informiere jeden, der es hören will über meine Pläne.

Die Vorstellung niiiiie mehr im Leben rauchen zu dürfen, macht mir unglaublich Angst. Da ich aber keine Vorstellung habe, das so zu Wollen, bleibt die fest sitzen...
Hier habe ich gelesen, dass einige länger abstinent waren und dann Rückfälle hatten.. Schön, dass ihr darüber sprechen könnt hier, nimmt mir die Angst, hier zu schreiben!

Wenn ich nur schon auf 5 Zigaretten /Tag oder eine Woche rauchfrei komme - dann bin ich schon echt stolz!

Ich weiss, viele plädieren fürs sofortige aufhören.. Ich weiss aber, bei mir funktioniert das im Leben nicht... Dazu fehlt mir das Klicken oder der Grund...

Mich begleitet eine app, die mit mir reduziert. Sie zeigt mir auch an, wann ich geraucht habe und wieviel an welchem Tag.
Ich vermeide auch, in den ersten Minuten des Tages zu rauchen oder wie früher gleich zwei hintereinander in der Pause.
Ich bilde mir ein, weniger Verlangen durch das Medikament zu spüren, was mir auch hilft.

Seit Dienstag habe ich keine 40 Zigaretten mehr geschafft, am besten Tag war ich bei 29! Heute bin ich um 20 Uhr erst bei 14 und das klingt für alle die weniger rauchen oder längst den Absprung geschafft haben wohl blöd, aber ich freue mich sehr.

Wenn ich innerhalb so kurzer Zeit meine Menge reduzieren kann, geht das auch weiter runter.

Weitere, zu mir passende Strategien sind momentan der Wechsel der Marke bei jeder Schachtel, lesen wo ich kann über das Nichtrauchen, beim Arbeiten so lange mit der Pause warten wie es nur geht. Beim umsteigen mit öffentlichem Verkehr vergesse ich schon die zigi dazwischen. Ich verbiete mir nichts zusätzlich und versuche jede Zigarette ein wenig länger herauszuzögern. Die Tätigkeiten, die ich nur ohne Rauchen tun kann, Mache ich extra langsam.. Duschen zb..

Ich werde auch ausrechnen, wöchentlich von Hand, wieviel Geld ich gespart habe, durch die jetzt schon weggelassenen Zigaretten. Das Geld kommt in eine Sparbüchse, um mir die Zähne machen zu lassen..

Die Tipps hier habe ich schon gelesen, einige werden mir sicher helfen.

Soviel mal zu mir für den Moment.

Im Wissen, dass mein Weg für viele (reduzieren, Medikament) nicht der geeignete ist, hoffe ich, dazu nicht allzu viel negatives rückgemeldet zu bekommen, Ich bin ein trotzmensch - sagte jemals Wer, Ich rauche Zuviel, Habe ich extra eine angesteckt :o
Verfasst am: 02.12.2017 21:55
Jaeline
Themenersteller
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Lieben Dank erst mal - und es hat wirklich jemand diesen ewig langen Text gelesen icon_smile.gif

Ja, leider kann ich den Trotz so rum nicht nutzen :/

Angemeldet bin ich da, Danke.
Habe auch schon die pdf herunter geladen.

Ich hoffe, deine gesundheitlichen Probleme haben sich durchs aufhören etwas gemildert?

Im Moment durchstöbere ich allerlei Threads - witzigerweise führt es zu einem schlechten Gewissen bei jeder zigi.. Weil ihr alle euch so anstrengt und ich noch nicht. Aber je schlechter ich die zigi finde, desto besser für das Ziel.
Und es ist so motivierend hier!

Habe nun auch entschieden, dass ich vorerst nicht ausgehen mag. Alkohol führt zu mehr Zigaretten. Und alle rauchen und dann wär ich allein drin oder mach mit...


Verfasst am: 04.12.2017 08:38
Rauchfrei-Lotse
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Liebe Jaeline,

herzlich willkommen hier in unserem Kreise der Aufhörwilligen! Ich freu mich, daß Du zu uns hergefunden hast.

Weißt Du, ja, für die meisten Aufhörer ist es möglicherweise zielführender, einen Schlußstrich unter die Raucherkarriere zu ziehen und direkt aufzuhören. Eine schrittweise Reduktion versucht habe ich auch, und für mich hat es nicht funktioniert. Aber: Jeder Aufhörer hat seinen eigenen Weg. Wenn Du Dich mit dem Gedanken an die Reduktion schon wohler fühlst, dann gehe diesen. Da wird Dir keiner hineinreden. Und schon gar nicht, wenn Du Deine Ärztin im Boot hast, die Dich unterstützt und Dir entsprechend zurät. Ich bin übrigens sehr froh, daß Du auch beim Thema Rauchausstieg auf Deine Ärztin zurückgegriffen hast und auf sie zählen kannst, ich finde das richtig von Dir, sie da mit einzubeziehen. Und wenn sie Dich da mit Medis unterstützt, dann stellen wir Euer beider Entscheidung nicht infrage. Ich finde es toll, wenn Du einen für Dich gangbaren Weg findest!

Was den Gedanken angeht, nie mehr rauchen zu dürfen: Du, damit bist Du gar nicht allein, vielen Aufhörern verursacht diese Vorstellung erst einmal Unbehagen. Weil dieses "nie mehr" so unüberschaubar ist und so unwegbar. Natürlich macht einen so ein Gedanke erstmal mulmig. Viele hier kennen das, verstehen das - ich auch. Aber - müssen wir diesen Gedanken denn fassen? Erstmal reicht es doch, sich vorzunehmen, erstmal nur die nächste Zigarette nicht zu rauchen. Jetzt nicht. Das steht ja nicht im Widerspruch zur Reduktion. Reduzieren kann man auch, indem man "jetzt nicht" raucht. Und solltest Du in einem späteren Schritt dann tatsächlich ans Aufhören gehen, funktioniert diese Denkstrategie auch. Nur jetzt nicht, die nächste nicht. Diese Denkweise erleichtert vielen Aufhörern den Ausstieg, die Akzeptanz. Könntest Du Dir vorstellen, daß sie auch Dir eher entgegenkommen würde?

Deine Strategien, die Du Dir zurechtgelegt hast, gefallen mir sehr gut - nichtrauchende Tätigkeiten langsam machen, gleich morgens nicht, und vor allem Dir zusätzlich nichts zu verbieten. Der Rauchstopp bzw. die Reduktion sollen ja auch nicht wie eine Strafe daherkommen - Du tust Dir ja was Gutes, kannst ja nur gewinnen! Mit jeder einzelnen Zigarette, die Du nicht rauchst. Vielleicht darf ich Deinen Strategien hinzufügen, Dich für nicht gerauchte Zigaretten zu belohnen? Sie auszutauschen, quasi? Gegen etwas besonders angenehmes, einen neuen aromatischen Tee zum Beispiel, ein Stückchen Trockenobst? Wieder "nur eine", die Du nicht geraucht hast, dafür erlebst Du vielleicht einen anderen Genuß. Nur so als Idee...

Und was schlußendlich dieses "Trotzrauchen" angeht, das kann ich Dir glaub ich erklären. Ist nämlich auch gar nicht so selten: ich meine, tief in uns drin wissen bzw. wußten wir Raucher ja immer, daß wir es eigentlich besser lassen sollen. Wenn uns nun einer sagt, wir sollten nicht/nicht mehr/nicht schon wieder rauchen, erzeugt uns das natürlich ein unangenehmes Gefühl - denn wir wissen zwar, daß das richtig ist, aber auch, daß wir süchtig sind und es momentan nicht so einfach ist, nicht zu rauchen. Diese Ambivalenz erzeugt Streß. Na und wie kompensiert ein Raucher Streß? Richtig, er raucht. Ich kenne das auch, immer wenn das Gespräch darauf kam, hab ich mir eine angezündet - die verschiedensten Reaktionen zeigend, Schuldbewußtsein ("jaaa, ich weiß ja..."icon_wink.gif, Resignation ("ach, da komm ich doch nicht davon weg"icon_wink.gif, Trotz ("ist aber meine Entscheidung!"icon_wink.gif oder Genußlüge ("ich rauche aber gern, es schmeckt doch"icon_wink.gif... Also auch was das angeht, bist Du nicht allein Jaeline.

Nun freue ich mich daß Du Dich entschlossen hast, uns auf Deinem Weg ein bißchen mitzunehmen. Lies jederzeit hier und schreib uns, wie es Dir geht. Ich wünsche Dir erstmal einen guten Start in die neue Woche - und vorsorglich viel Erfolg für Deine Prüfungen und die Vorbereitung derselben. Auf bald grüßt Dich

Lydia

Verfasst am: 04.12.2017 19:10
Jaeline
Themenersteller
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Danke Lydia, tolle Worte die ich heute lesen konnte und motiviert mich im Moment sehr.

Leider ist meine Motivation etwas ambivalent. Mal bin ich überzeugt jetzt gleich aufhören wäre die Lösung - dann wieder dass ich es eh nicht schaffe.

Heute las ich dann im Forum und dachte - Hey jetzt wäre der Moment da zum aufhören. Mit der für mich witzigen Konsequenz, dass ich gleich alle entzugssymptome entwickelt hatte, von denen ich je gelesen habe - innert Minuten

So nun die restliche Hälfte des Textes noch icon_smile.gif

Mir war dann klar, ich muss meinen Kopf, Meine Psyche und mich tricksen. Nun besitze ich einen inhaler...
Da kann ich drauf rum kauen, den im Mund haben und ja, ich versuche mal, den Abend möglichst nicht zu rauchen.

Ich werde heute nicht mal eine Schachtel aufrauchen, da bin ich übelst stolz!

Und wer weiss - eines Morgens werde ich aufstehen und einfach nicht mehr rauchen. Ich bin nämlich neidisch und will es plötzlich noch viel mehr. Im Forum zu lesen spornt an icon_smile.gif



[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 04.12.2017 um 19:21.]
Verfasst am: 04.12.2017 21:28
Nepomuk
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Hallo Jaeline,

Ich vermute, etliche haben deinen "ewig langen Text" gelesen. Ich zum Beispiel mit großem Interesse. Da gibt es doch immer wieder Dinge, die man genauso erlebt hat und erlebt (Depressionen, das Fehlen von physischen Krankheitssymptomen, die Furcht vor "nie mehr rauchen" ...). Auch die 30 bis 40 Zigaretten kommen mir bekannt vor. Allerdings fürche ich sehr, dass die gesundheitlichen Probleme nicht mehr lange auf sich warten lassen werden, wenn man so weiterraucht.

Ich hatte bereits ab März einen 4 monatigen Rauchstopp (oder "Pause"icon_wink.gif eingelegt, mit blödem Rückfall. Allerdings nur im Forum mitlesend, ohne je selbst zu schreiben (bin bisher in keine Community aktiv, aber diese hier ist irgendwie auch ganz anders). Jetzt ist Neustart beim Rauchstopp angesagt und das mit meiner aktiven Forumsbeteilung.

Super, dass Du Reduzieren kannst. Mich hat das so angestrengt, dass die Entscheidung sofort aufhören oder wieder voll Einsteigen nicht zu vermeiden war. Aber da hat wohl jeder seinen eigenen Weg zu finden.

Schöne Adventszeit Weihnachtskerze.gif und

LG Nepomuk
Verfasst am: 04.12.2017 22:16
Lausisen
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Beiträge: 2645
Guten Abend liebe Jaeline,

...bin sicher....... Du schaffst das icon_wink.gif

" Einfach " ..... die nächste Zigar. ....nicht anzünden / rauchen.....

Mach Dir bitte keinen " Stress ", wenn nicht in 1 Woche , dann eben in 2 Wochen ;

irgendwannicon_wink.gif.....bist Du auch rauchfrei icon_wink.gif

Wünsche ich Dir sehr icon_wink.gif

Mit vielen rauchfreien Grüßen,

eine schöne rauchfreie Advendszeit Weihnachtskerze.gif wünschend ,

in aller Freundschaft

aus Essen a. d. Ruhr

Manfred
Verfasst am: 05.12.2017 16:57
Rauchfrei-Lotse
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Liebe Jaeline,

diese Ambivalenz, die Du da beschreibst, kann ich persönlich Dir auch nachfühlen. Ich war auch schon einmal für lange Zeit rauchfrei, glitt dann jedoch wieder in eine Suchtspirale ab. Und obwohl ich über eine erneute Raucherkarriere von zweieinhalb Jahren die ganze Zeit lang wieder davon weg wollte, weil es mich angewidert hat, so habe ich doch so lang gebraucht, um es umzusetzen. Wie bei Dir, drehten sich meine Gedanken innerhalb von Minuten stets um 180 Grad. Von "ich hab doch das schon mal geschafft, das schaff ich wieder, jawohl!" zu "ich brech ja doch wieder ein...", von "das Zeug bringt mich um und macht mich alt" zu "alt werde ich ohne das Kraut auch...", von "das ist einfach nur widerlich" zu "so schlimm ist es auch nicht und eigentlich mache ich es ganz gern (!!!)". Also diese Gedankenumkehr ist normal. Ich habe dann (wie Du, soweit in Deinem ersten Post anklang) sehr viel über das Rauchen und dessen Unterlassen gelesen, habe diese Seite hier verschlungen, - ein Mitstreiter formulierte es einmal so: - mein Hirn mit dem Gedanken an das Nichtmehrrauchen geflutet. Das hat meinen Willen und meine Überzeugung so gefestigt, daß ich den Absprung durchgezogen habe.

Nimm Deine Hin- und Herüberlegungen daher für den Moment einfach mal so hin, wie sie sind, Jaeline. Setze Dich ruhig weiterhin mit der Materie auseinander, je mehr Du über die Sucht und deren Bewältigung weißt, desto weniger kann sie Dich überraschen, das ist schon in Ordnung. Und wer weiß - vielleicht kommt ja tatsächlich für Dich der Moment, wo Du überzeugt sagen kannst: Jetzt.

Weißt Du, daß Du Dich gegen Entzugssymptome zur Wehr setzen kannst? Du bist ihnen nicht hilf- und wehrlos ausgeliefert. Ja, sie mögen auftreten in der Entwöhnung, und ja, sie mögen auch mal unbequem anmuten. Aber mach Dir ruhig mal klar, daß sie Dir im Prinzip nichts tun können. Doof anfühlen können sie sich, aber nicht mehr. Und vorbei gehen sie auch. Und Du bist nicht machtlos. Denn schau mal hier:

http://www.rauchfrei-info.de/aufhoeren/tipps-fuer-ihren-rauchstopp/

oder insbesondere hier:

http://www.rauchfrei-info.de/aufhoeren/tipps-fuer-ihren-rauchstopp/hilfe-bei-entzugserscheinungen/

Da gibt es schon mal ein paar Tipps gegen solche Erscheinungen. Und wenn Du die Deinen hierher trägst, so erhältst Du auch welche gegen Deine persönlichen Befindlichkeiten aus erster Hand von Leuten, die sie genauso erlebt haben. Könntest Du Dir vorstellen, daß die Entzugserscheinungen und Verlangensattacken so ihren Schrecken für Dich verlieren?

Du steigst ja schon quasi in den Ausstieg ein, indem Du den Gedanken zuläßt, Dich damit auseinandersetzt und Dich zuläßt daß Du darauf gierig wirst (das kann man auch sein, wie ich rückwirkend sagen kann, also für mich hatte das wirklich nur gute Seiten). Bleibe weiterhin offen dafür, das ist schon mal ein Supereinstieg.

Und was die gesundheitlichen Aspekte angeht: Deine Überlegungen sind völlig berechtigt. Anfang meiner Dreißiger hatte ich auch keine spürbar durch das Rauchen verursachte Probleme (oder vielleicht schon, hab ich bloß noch nicht gemerkt bzw. dem Rauchen zugeordnet, ich bin z. B. von Jugend an Asthmatikerin, das hat es sicher nicht besser gemacht! Aber da leugnet man ja dann...). In diese Zeit fiel auch mein erster Rauchstopp. Als ich dann Anfang meiner Vierziger wieder anfing, konnte ich meinem Verfall praktisch zuschauen. Ich war geschockt wie schnell meine Haut alterte, wie schnell mein Herz stach und wie wenig Puste ich hatte. Von ekligem Husten, Räuspern und heiserer Stimme mal abgesehen. Also selbst wenn Du jetzt noch keine Gesundheitsthemen durch das Rauchen hast, wird es Dein Schaden nicht sein, zu reduzieren und vielleicht langfristig damit aufzuhören. Diesen Gedankenkang kann ich nur unterstützen. Daumen hoch für Deine Voraussicht.

Komm ruhig weiter her, unterhalte Dich, vielleicht festigt es Deinen Wunsch, gar rauchfrei zu werden ja auch, so wie es bei mir war. (Hab´s ja letztendlich auch irgendwann geschafft, die Chance hast Du genauso.) Bis dahin gilt: jede nicht gerauchte Zigarette zählt!

Ich wünsche Dir einen schönen Abend und hoffe, wir lesen uns bald wieder. Bis dahin grüßt Dich

Lydia
Verfasst am: 05.12.2017 20:33
Jaeline
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Hallo ihr Lieben,

Ich les all eure threads im Moment - aber es dauert icon_smile.gif
Danke für eure tollen Antworten!

Ich guck grad auf Empfehlung seit ich auf Arbeit ankam Videos auf YouTube vonwegen rauchfrei werden.
Auch wenn ich sonst nicht anfällig für sowas bin - ich Rauch seit halb 12 mittags nicht - ohne Ersatz .

Entzugssymptome habe ich nicht, aber ich streite mich mit mir übers Rauchen. Ich will rauchen und ich will nicht rauchen und jetzt hab ich schon 9 Stunden durchgehalten und das auch noch wach!

Ich muss jetzt mit mir ausmachen, ob ich eine noch rauche heut - oder ob ich es versuche. Mein Freund schmeckt komisch beim Küssen - soweit bin ich schon :o

Melde mich, sobald ich im Kopf klarer bin.
Verfasst am: 06.12.2017 11:22
Jaeline
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Liebe alle, Lydia, Uli, Manfred, booty, Nepomuk, berghex, old-tuppes,

War gestern so von mir selbst erschrocken, war etwas neben der Spur nach dem ich mal einfach so 10 Stunden nicht geraucht hatte - kam etwas überraschend.

Aber freue mich, schreibt ihr mir und lest mit - ich wandere eure Wohnzimmer durch, aber das dauert etwas icon_wink.gif

Natürlich hatten mich daheim, spätabends gleich die Zigaretten zurück. Nur war's doof. Sie waren zu stark, mir wurde schwindlig und ich bekam Husten und Halsschmerzen (die letzten begleiten mich aber im Moment auch ohne Rauchen) und ich dachte nur - echt jetzt, so leicht wäre das? Und dann aber auch, wieso habe ich nicht durchgehalten gleich?

Also dachte ich mir nun, gut, ich hör jetzt solange auf, bis ich nicht mehr anfange! Mit dem Schlaf zusammen ging's etwas leichter und ich hab nun etwa 12 Stunden beisammen.

Ich hoffe, Ich schaffe den heutigen Tag ganz!

Noch immer lese ich, wenn ich kann im Forum und wenn nicht, höre ich mir Nichtrauchersachen als Hörspiel z. B. an. Ich merke, dass ich nicht ins Normale fallen darf, da passiert die Raucherei ohne dass ich es merke. Meine Rauchutensilien sind seit gestern nun auch ausser Reichweite - ich brauch Zugriff zu Zigaretten theoretisch, aber nicht zu einfach.
Würde ich sie weg schmeißen, würde ich sie mir verbieten - dann würde ich sie wollen icon_smile.gif

Beim Arbeiten ist es einfach, beim Schlafen und an der Universität ebenfalls - kritisch ist der Abend, das alleine sein und gelangweilt sein..
Oder Situationen in denen ich nicht entscheide fallen mir noch etwas schwer. Also wenn klar ist, zwei Stunden darf ich sowieso nicht rauchen, weil man hier nicht rauchen darf - dann denk ich mir, juhu danach darf ich wieder. Dabei will ich doch gar nicht!

Das ist echt das Schwierigste, die Idee, es gar nicht mehr zu wollen komplett zu verinnerlichen. Denn den körperlichen Entzug hat man so schnell durch und im Gegensatz zu anderen Suchtmitteln leichter, es ist dann kein brauchen im Sinne von Körper her mehr, alles nur mein Kopf.

Schönes habe ich auch erforscht. Anscheinend entgiften Vielrauchende schneller als Wenigrauchende - weshalb wir dann schneller das Nikotin draussen haben, schneller die Umstellung machen und schneller die kritischen Situationen durch haben.

Ich glaub da jetzt fest daran, denke auch mein kettenrauchender Vater konnte, wie er gerne jedem erzählt, problemlos aufhören, das wird der Grund sein vielleicht?
Aber ob wahr oder nicht, ich glaube an alles, was mir hilft! icon_redface.gif

Fest vorgenommen habe ich mir auch, wenn ich wieder rauchen will, dann nehm ich erst mal den Inhaler. Der führt nicht zu Husten und sonstigem. Und dann hab ich nur Nikotin wieder und nicht noch allem anderen Dreck. Das Gefühl ist auch toll - wie ne Zigarette ein bisschen.
So kann ich das sicher auch abmildern.

Eure Tipps helfen mir so sehr.. Auch das ganze betreffend ruhiger angehen, Schritt für Schritt, abwarten, gucken wir für heute und nicht für morgen - ich hoffe, je länger ich das mantraartig mir vorbete, desto mehr verinnerliche ich es und glaube daran. Bin in drei Tagen so weit gekommen wie im ganzen Leben nicht -

Meine längsten nichtrauchenden Phasen waren im Schlaf. Seit 16 Jahren wollte ich keinen Tag aufhören und sogar nach der Narkose (zweimal in der ganzen Zeit) war der erste Gedanke beim aufwachen ans Rauchen gegangen.

Und nun habe ich in den letzen 24 h zwei Rückfallzigis gehabt... Und seit 12 Stunden bin ich wieder dabei. Freiwillig und schon fast euphorisch.

Aber ich wünschte mir es wäre Sonntag Abend icon_smile.gif Dann wüsste ich, wie es ausgeht icon_cool.gif

Was mir auffällt, ich bin etwas ichbezogen momentan.. Egoistisch.. Kennt ihr das auch? Die Probleme anderer (im rl) sind mir egal fast. Alles dreht sich um mich und/oder das Nichtrauchen. Mich interessiert nur ein Thema und wird wohl mein Umfeld etwas anstrengen - hoffe euch nicht allzu sehr icon_redface.gif

Verfasst am: 06.12.2017 19:57
Nepomuk
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Hallo Jael,

tja, die Depressionen. Ein schwieriges Thema. Aber klar scheint: Suchtmittel (z.B. Rauchen) "helfen", um das besser "unter der Decke" zu halten (also "vorher"icon_wink.gif. Jetzt habe ich mir einen Therapeuten gesucht und nach 4 Sprechstunden (Therapiestunden darf man wohl erst sagen, wenn die 5 "Probestunden" rum sind) merke ich, dass der Therapeut zu mir passt. Das macht Hoffnung und war eine der Voraussetzungen, um neu anzufangen.

Du bist übrigens schon etwas weiter, wenn du schon 12 Stunden am Tag nicht geraucht hast. Glückwunsch dazu! Super! Hier in meiner Family ist leider gerade gut Stress angesagt, da brauch ich nicht den zusätzlichen Stress durch reduzieren.

Diese egoistische, selbstbezogene Periode hatte ich im März übrigens auch. Die ist aber vielleicht nötig, um die für den Stopp nötige Motivation zu entwickeln.

Der Termin bei mir steht da (macht mir mal wieder etwas Angst, wenn ich dran denke), aber das kenne ich vom März. Nur den Gedanken "gar nicht mehr rauchen zu wollen" sollte ich nicht zu nah an mich ran lassen, sonst wird das nichts. Erst mal von Tag zu Tag. Auch damit sammeln sich die rauchfreien Tage und vielleicht wirds irgenwann mal die letze Zigarette. Wenns gleich klappt natürlich um so besser, aber halt kein Muss!

Es geht vieles ohne Zigi (vielleicht sogar alles; es gibt Millarden von "Nichtrauchern"icon_wink.gif, aber wir müssen das wohl neu lernen.

LG, Nepomuk
Verfasst am: 06.12.2017 20:52
Jaeline
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Hallo Nepomuk...

Ich bin kurz vor meinen 24h.. Also eigentlich kann's nur noch besser werden icon_smile.gif

Die Therapeuten helfen bei allen möglichen Lebenslagen - solange man mitmacht - ist eigentlich Dasselbe wie mit dem rauchfrei werden. Ich wünsche dir viel Erfolg beim Angehen gegen die Depression!
Ich sehe die Depression als Teil vom momentanen Ich - sie hat mich auch viel gelernt. Unter anderem, dass nichts so schlimm ist für mich, wie ein schlimmer Morgen mit Depressionen, kurz nach dem Aufwachen - Wer das durchsteht, kann alles icon_smile.gif

Ich nehme nun den 5.12. Um 23 Uhr als letzte Zigarette - sie war auch eklig, also nichts was ich noch brauche.
Für andere wohl etwas neben der Spur höre ich mantraartig irgendwelche Motivationstrainer an und das beruhigt mich ungemein. Aber ja, Ich verinnerliche gerade - ich will nicht mehr, Aber ich könnte und dürfte jederzeit.
Es geht mir erstaunlich gut damit.

Ich glaube, wir reden uns da auch viel ein, wie Horror das sein wird - wird es davon auch.
Gut, ich spuck in meiner Euphorie grad hohe Töne - nur beschleicht mich der Verdacht, dass es wirklich so einfach ist...
Ich habe seit Stunden kein Bedürfnis mehr zu rauchen - nur so Blitzgedanken weil ich ja vergesse dass ich nicht rauche und Reflexe... Mittlerweile mag ich auch wieder anderen zuhören und mich konzentrieren, auf andere eingehen, bin nicht gereizt und nimmer nervös.

Waren die vier Wochen (so viel waren es doch?) rauchfrei für dich eigentlich toll? Oder fiel es dir gänzlich schwer? In der Depression ist einem an sich ja alles schnurz, klar, aber an den besseren Tagen?

Ich versuche auch die Sachen hervor zu streichen und umzukehren die mich nervten. Jetzt im Winter ganz einfach - was, drin darf man nicht rauchen? Ich muss raus zum frieren? Wird nun zu: ich darf drin bleiben und habe keinen Stress rauszugehen.
Glaube das ist auch was wichtiges... Wir müssen neu lernen. Das eigentlich die raucherei stresst und Nichtrauchen mehr Möglichkeiten bietet.

Und Ja, Mein raucher-ich sagt: Rauchverbot is Scheisse, Ich rauche wo es mir passt, Ich rauche gerne, Ich würde im Leben nicht mehr als 4h fliegen, Nein ein Tag ohne Rauch ist unmöglich.

Und nun Lieg ich eingekuschelt im Bett und warte bis Schatzi vom Rauchen wieder rein kommt icon_redface.gif

Nepomuk, wir können alles ohne Rauchen. icon_cool.gif Klar. Wir müssen es lernen und dürfen unsere eigene raucherei nicht glorifizieren, wenn wir sie loswerden wollen. Dann schaffen wir das Smile_Umarmung.gif

(PS: ich entschuldige mich bei allen die kämpfen oder gescheitert sind, meinem späteren Ich, das kämpft oder scheitert, dass ich sone riesen Klappe habe heut - aber in der Euphorie ists echt toll icon_smile.gif )

Verfasst am: 07.12.2017 10:52
Jaeline
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Danke Uli, ich hab mich riesig gefreut!

Nun ist Tag 2 voll am laufen - aber der morgen ist noch etwas kritisch. Ich hatte gleich zwei Blitzgedanken.
Einer war z. B. Ich rauche eine, dann gehe ich duschen.
Ja so ist mein Ablauf, völlig durchgeplant - Zigarette dann etwas dann wieder Zigarette dann das dann Belohnung Zigarette.... Und ich muss schauen, dass ich nicht Reinfall, weil ich einfach grad unkonzentriert bin... :o

So, nun auf Arbeit und dort bin ich dann schon ziemlich in sicheren Gefilden..
Verfasst am: 07.12.2017 20:00
Nepomuk
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Hallo Jael,

Ganz super: Schon Tag 2. Wie ist es gelaufen? Bin schon ganz gespannt ... Du machst das Spitze!

Die 4 Monate rauchfrei waren toll (besonders Woche 3 bis ungefähr 4). Klar, einfach war es nicht (gerade Woche 1 und ein bisschen auch Woche 2 mit Entzugserscheinungen). Allerdings hat mich am Anfang noch die Euphorie getragen. Die Depressionen kamen später und dann wurden leider auch die besseren Tage weniger ...

Ich bin noch beim Vorbereiten, merke aber wieder, wie ich mir bei jeder Zigarette zunehmend Gedanken mache:
- Warum eigentlich jetzt?
- Gäbe es nicht auch was anderes, was ich jetzt tun könnte?
- usw.

Dabei ist tatsächlich schon die eine oder andere Zigi auf der Strecke (in der Schachtel geblieben).

LG Nepomuk
Verfasst am: 07.12.2017 22:00
Jaeline
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Liebe Uli,

Spazieren ist im Moment nicht so meins - ist schweinekalt und ich bin ja nur raus zum rauchen icon_smile.gif Aber ich gehe in der Pause weiterhin raus, damit ich frische Luft bekomme..

Liebes Nepomuk (weiss nicht ob Drachen m/w sind icon_wink.gif)
Die Euphorie war gestern zu spüren, heute stritt ich vor allem mit mir selber. Da ich meine Medikamente noch wechsle (dauert insgesamt 14 Tage) fehlt mir noch etwas an Dosis um die Wirkung gegen die Depression zu haben. Das merk ich, da ich wegen jedem sch... Flennen könnte.
Ab Montag wird das sicher besser, bei höherer Dosis. Ich denke wenn die Depression in Angriff genommen ist, klappts fast einfacher aufzuhören - wir haben professionelle Unterstützung und Medikamente für Notfälle icon_smile.gif

Morgen Treff ich meine Freundinnen.. Raucherinnen, Die alle schon "aufgehört" haben, gescheitert sind und wohl nicht dran glauben, dass ich es ernst meine.. Die eine hat gelacht heute, Als ich sagte ist der zweite Tag ..

Aber ich geb zu, ich habe mir heute gewünscht, Ich könnte bedenkenlos rauchen. Wie früher - ohne Stimme im off, die mir sagt wie Scheisse es ist und teuer und sowieso.. Und ich hätte mich selbst wohl entfreundet.. Nur noch an rauchfreie Orte... Tzes...
Und mit dieser alten Jael war heute echt Zoff im Kopf. Witzigerweise nicht, wenn jmd nebendran raucht - das stört mich mal so gar nicht und reizt Überhaupt nicht...

Aber mit mir alleine.. Da vergess ich das Nichtrauchen fast und ich träume bei Tag vom Rauchen. Ich find meine Psyche mal sowas von daneben, Ich mein, Da hab ich Null körperlichen Entzug und dann sowas..
Es ist nicht schwierig zu widerstehen solange ich nüchtern bin und überzeugt. Aber sollte sich da was ändern, traue ich mir nicht ganz..

Bis dahin ziehe ich in schwierigen Momenten (grundsätzlich Langeweile) mal Luft durch zwei Finger. Daaaas beruhigt sofort! Aber sieht grottig aus, musste ich im Rückspiegel feststellen..
Verfasst am: 08.12.2017 22:36
Nepomuk
Dabei seit: 30.11.2017
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Hi Jael,

Bei den Drachen gibts auch beides (denk mal an Frau Mahlzahn aus Jim Knopf; ok. ich mag Kinderbücher, muss also nicht jeder kennen).

Da bist du doch einfach vorgeprescht ... Super gemacht!

Ich watschel dann mal hinterher

penguin.gif

Das spornt richtig an. Habe heute bei jeder Zigi an Aufhören gedacht und siehe da, etliche wurden gar nicht erst angesteckt (wenn auch weiterhin immer noch zu viele). Ich kenne das noch vom März, aber wenn jemand vor rennt ist das in der Tat so richtig ansteckend.

Mit der Langeweile habe (und hatte) ich auch so meine Probleme. Irgendwie habe ich mir in der langen Zeit wohl angewöhnt, dass Rauchen bei Langeweile eine gute Idee wäre. So ein Unfug! Zum Beispiel diesen Text hier zu schreiben, ist viel besser und gesünder und sinnvoller und .....

Und die Euphorie und die "anderen Tage", das Auf und Ab, das muss wohl so sein. Am Ende sollte es sich einpegeln: Nichtrauchen wird Normalzustand. Wann das sein wird keine Ahnung.... Aber dieses Ziel sollen wir nicht aus den Augen verlieren.

Mach weiter so und lass dich von anderen Rauchern und dir selbst nicht vom Weg abbringen. Ich bin sicher, dass es der richtige ist und komme hinterher.

LG Nepomuk
Verfasst am: 08.12.2017 22:49
Aystds
Dabei seit: 21.11.2017
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Beiträge: 46
Huhu,

habe jetzt deinen Thread auch mal "durchgearbeitet " xD , ist ja zum Glück auch noch nicht sooo lang ( bis jetzt ) icon_smile.gif

Das mit dem mit einem selbst streiten kenn ich gut ... gestern war das beste Beispiel und wie gesagt am Ende des Tages war ich es schon ziemlich leid xD ... ich bin dann auch mal kurz entschlossen auf den Balkon, da steht nämlich immer noch mein Sammelsurium an Kippen -> ein alter Blumentopf mit den Kippen der letzten Wochen um mir mal die Massen vor Augen zu führen und in aller größter Not darf man auch mal ne Nase voll von nehmen - da vergeht einem alles gleich wieder icon_lol.gif

Das Deine Freundin gelacht hat darüber finde ich irgendwie schade aber es kommt mir bekannt vor .... mein Arbeitskollege hat mich die Woche auch ganz entsetzt angeschaut als er fragte ob ich mit rauchen komme und ich meinte "nee ich hab doch aufgehört". Daraufhin meinte er zu mir "ach das war dein Ernst, ich dacht das war nur Gelapp" icon_lol.gif icon_rolleyes.gif aber ich gehe trotzdem mit raus ( drin alleine sitzen früh ist auch doof ) und mich stört es auch überhaupt nicht wenn die da neben mir rauchen.

Ich habe mit jetzt so Minzpastillen geholt, die helfen mir eigentlich recht gut ( gerade zuhause aber da fress ich ehrlich momentan eh hauptsächlich nur rum icon_rolleyes.gif )

icon_lol.gif icon_lol.gif icon_lol.gif das mit dem Rückspiegel Kaputtlachsmile.gif ... aber ich bin froh das ich mich letztens nicht selbst im Spiegel gesehen habe als ich meinen Kuli also Ersatz gebraucht habe icon_lol.gif

Bis dahin
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Verfasst am: 08.12.2017 23:17
Jaeline
Themenersteller
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Liebes Nepomuk (mach das nu so icon_smile.gif)

Ich freu mich ganz fest drauf, dass du mit uns watschelst... Ich dachte ich warte noch bis Januar, Mitte oder Ende hihi.. Und jede weniger zählt, denk dran.. Also egal dass du noch welche rauchst, diejenigen die du lässt sind dein Augenmerk wert!

Liebe Aystds,

Ein stümmelschrein konnte ich mir nicht mehr anlegen.. Und ich steh dummerweise auf den Geruch der Raucher (raaaawr) ... Also schnuppern hilft nicht. Aber auf meinen Zähler gucken.

Hab nämlich nun genau 3 Tage seit 5.12. 23 Uhr.. Daaaas hilft!

Müsst ihr euch auch immer Weisheiten anhören? Ich nonstop. Zum Beispiel: warte bis du x tage/wochen/monate durch hast, dann wird es erst schwierig.
Oder: du warst ja süchtiger als ich, Ich habe es x lange ausgehalten, du scheiterst wohl eher davor.

Nee meine Lieben, ich ticke nicht wie ihr...

Ich habs übrigens problemlos überstanden. Gut gegessen, Alkohol getrunken - Test bestanden! Ich glaube der Alkohol hat sogar eher mein Verlangen gedämpft.. Wobei ich sehr betrunken ab und an das Rauchen vergass, merkte ich, dass mich Alkohol ablenkt. Hätte ich es mir verboten, hätte ich wohl ein Problem gehabt.

So. Nun lange Fahrt mit der Bahn und ich bin so entspannt - ich rauche ja nicht icon_lol.gif


Verfasst am: 08.12.2017 23:52
Aystds
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Hm ich weiß was du meinst obwohl es bei mir da schon Unterschiede gibt was den Geruch angeht - Ich mag den Geruch von einer gerad angezündeten Kippe . Aber dann gibt es dann noch die Raucher die direkt wirklich wie ein Aschenbecher stinken ( die wo man es selbst als selber Raucher schon mitbekommen hat icon_rolleyes.gif )

Habe hier einen Nachbar im Haus der raucht auch in der Wohnung ...wenn man unten die Haustür rein kommt ist noch alles gut - 1OG stinkts wie so ein abgestandener Aschenbecher im Haus ...dann weiter Richtung 2OG legt es sich langsam wieder icon_rolleyes.gif

Das war bei mir beim ersten Versuch ganz schlimm... jetzt gar nicht - die Arbeitskollegen die haben es so hingenommen und behandeln mich so als hätt ich noch nie geraucht xD

Naja und Freunde habe ich nur wenige und die freuen sich das ich es wieder lasse und dann war das Thema auch schon wieder durch sozusagen.

Hm Alkohol und rauchen .... da muss ich immer an gaaanz früher denken, wenn man doch schon einen zu viel in der Krone hatte und beim quatschen ist die Kippe runtergefallen ....dann beim anzünden gemerkt "ooops falsche seite da brennt gerad der Filter" icon_rolleyes.gif oder ging das nur mir so icon_lol.gif
Verfasst am: 09.12.2017 00:16
Jaeline
Themenersteller
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Beiträge: 48
Bei mir ist das Geruchdings relativ gleich bei allen Zigaretten.. Was ich nicht abkann sind Zigarren, Zigarillos, Wasserpfeife, E-Zigarette,...
Da könnt ich die Wände hoch..

Ja die gesammelten Weisheiten.. Muss ich wohl mal durch beim ersten Versuch.. icon_smile.gif

Soooo früher war das gar nicht, letztes mal passiert 2017 icon_redface.gif Ja wenn ich trinke, dann oft etwas über den Durst.. Dafür sehr selten, seit ich nimmer so jung bin.. Aber hab gelesen, wir könnten jetzt wieder besser trinken icon_cool.gificon_eek.gifRiesengrinser.gif

Ich hab vor Jahren mal die Alkoholiker bedauert, weil ich mir das mit sucht und davon weg kommen so schwer vorgestellt habe..
Und nu lese ich von Rauchern deren Geschichten auch so klingen.. Und ich bin doch irgendwie bei sowas angelangt, was für mich mit Anfang 20 unvorstellbar war. Ich befreie mich von einer Sucht!

Aber das ist gut so. Ich werde es schaffen. Vielleicht werde ich Ausrutscher haben, auch wenn ich im Moment nicht daran glaube, vor zwei Monaten hätte ich gelacht darüber, dass ich rauchfrei werden könnte... Kann passieren, da werde ich drüber stehen.
Auch das schaffe ich.. Wie so viele vor mir und nach mir und mit mir icon_smile.gif

Dass mein Blutdruck im Keller ist, ich Halsschmerzen habe und mich erkältet fühle, seit drei Tagen schwitze wie ein Nashorn - ist bis auf den Blutdruck sicher ohne Zusammenhang mit der Raucherei. Das wusste ich ja, dass der tief tief sinkt, wenn ich nicht rauche.

Dieses Wochenende ist nun Putzen angesagt, Grippe auskurieren, viel schlafen und dann nächste Woche wird sich um Weiteres gekümmert. Hoffentlich überstehe ich dir zwei Tage mit soviel Zeit übrig..


Verfasst am: 09.12.2017 00:32
karl63
Dabei seit: 09.06.2017
Rauchfrei seit: 524 Tagen
Beiträge: 530
Hallo Jaeline,

eine Beiträge lesen sich sehr interessant. Vieles erinnert mich an meine Anfangszeit des Rauchstopps. Der Rest meiner nicht gerauchten Zigaretten liegt im Wohnzimmerschrank neben mehreren Schachteln Zigarillos. Falls ich es mal nicht mehr aushalte, bin ich immer noch gut versorgt.
Manchmal kommt mir auch noch so ein Gedankenhauch in den Sinn, der mich an meine Raucherzeit erinnert. Aber dann ist dort auch immer die Erinnerung an einen bellenden Husten mit entsprechenden Nebenerscheinungen.

Lass Dich nicht verunsichern von irgendwelchen Unkenrufen, dass auch Dich starke Entzugserscheinungen erreichen werden.
Und wenn schon.
Geniesse die Zeit, in der Dir der Rauchstopp leicht fällt. Wenn sich das mal ändern sollte, dann schreib Deine Gefühle hier ins Forum nieder. Hier musst Du nicht laut rufen, sondern Klartext ohne Umschweife schreiben. Dann erhälst Du auch sofort Unterstützung. Wir blödeln teilweise viel herum, aber bei echten Problemen können wir auch ernst sein.

So, nach dem trockenen Text, kannst Du vielleicht eine Erfrischung gebrauchen:
Cocktail_zum_Feiern.pngCocktail_zum_Feiern.pnggesundes_Obst_Gemuese.png
und für das triste Wohnzimmer ein paar Blumen
sweetpea.gifrose.gifflowers.pngflowerorange.pngflower.pngbutterflyflower.png

Gruß
Karl-Heinz