Wollte mal wieder *pieps* machen...


Verfasst am: 23.02.2018 10:40
Samsy
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Hallo Ihr Lieben,

nachdem jetzt wieder einige Wochen ins Land gegangen sind, mache ich mal wieder *pieps*
Von Rauchstopp war in den letzten Wochen nichts mehr zu spüren.
Rückfall in alte Rauchmuster.
Die negativen Auswirkungen des Rauchens merke ich deutlich. Der Husten ist ein ständiger Begleiter.
Also drehen sich auch wieder die Gedanken nur noch um die Zigaretten. Das schlechte Gewissen.
Somit geht es jetzt also wieder los. Auf in den Kampf. Liste mit negativen Auswirkungen und Positiven Erwartungen angefertigt. Hilfsblatt "Was tun bei Rauchverlangen" ausgedruckt und in der Tasche.
Attacke.

LG Samsy
Verfasst am: 23.02.2018 12:17
Melanie79
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Hallo Samsy, hallo Panini,

ich schließe mich euch hier mal und lese fleißig mit, da ich seit heute auch einen neuen Versuch unternehme.

Habe seit ner Stunde Husten Anfälle, das hatte ich letztes mal garnicht, aber sonst geht's mir, ausser starker Müdigkeit und Kopfschmerzen, gut. Das ist aber alles auszuhalten.

Liebe Grüße

Melanie
Verfasst am: 05.03.2018 13:54
Samsy
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Hallo Ihr Lieben,

da mein Zähler heute wieder neu losläuft, kommt auch wieder ein *pieps*
Zwar zaghaft, weil durch die x-Versuche recht verunsichert, aber mit dem Wissen, dass es für mich eine Befreiung wäre, wenn dieses ewige Aufhören und dann doch wieder anfangen endlich Geschichte wäre. Ja jeder neue Versuch kostet viel Kraft. Und ja, nach einigen Tagen geht es mir körperlich und seelisch besser. Dann kommt diese fiese innere Stimme, die mir weismachen will, dass die Zigarette doch zur Entspannung, zum Wochenende oder zur Stressbewältigung gehört. Nein, gehört die nicht. Das wissen wir. Das haben wir begriffen. Aber trotzdem gehen wir in die Falle. Wir? Nunja. Vielleicht nur ich? Aber das glaube ich nicht. Und ja: Wenn man so richtig Schmacht hat und dann Raucht: Ja. Diese eine Zigarette scheint wirklich zu schmecken. Man spürt wie das Gift in den Körper strömt, vielleicht wird es einem dogar etwas schwummelig, aber nach 7 Sekunden ist die Schmacht vorbei. Und genau an dem Punkt dreht sich die Wahrnehmung wieder um. Warum hab ich das getan? Jetzt geht der Kampf von vorne los. Jetzt kannst Du auch den Rest des Tages weiterrauchen, is eh latte. Und so weiter und so fort. Ich hoffe, mein Hirn hat das jetzt mal begriffen. Da ich mich als Raucher selbst nicht akzeptieren kann, geht es also wieder los. Auf in ein rauchfreies Leben 2.0

LG Samsy

Verfasst am: 05.03.2018 14:11
Altmann
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Hallo Samsy,
es ist nicht leicht. Tja, das Fleisch ist willig, der Geist ist schwach, wie man so schön sagt.
Ich hänge auch schön in der Kurve (6.Woche) und suche nach Tipps hier im Forum.
Nachdem meine Nachbarin sowas von sich gegeben hatte, dass ich jetzt, da waren es grad mal
zwei Tage, dass ich voll im Entzug wäre. Da ging mir das Licht auf, dass ich nicht erst jetzt im Entzug
bin, seit ich nicht mehr rauche, sondern dass ich das auch schon während des Rauchens war.
Man ist also dauernd dabei für 7 Minuten die Entzugserscheinungen weg zu rauchen, dann kommen
die wieder und weiter gehts. Das ist das ganze gemeine hinterlistige Programm des Nikotinstengels.
Man kann ja fast garnichts dafür, nur dass man irgendwann mal so ganz lax angefangen hat und wies
weiter geht, weiss man dann ja.
Ich beneide wirklich die Nichtraucher, die nie angefangen haben, die kennen das ganze anstrengende
Ausstiegsprozedere nicht.
Und der Allen Carr macht mir nicht weis, dass er nicht auch mal nen Schmacht hatte. Hinterher, wenn
mans dann geschafft hat, kann man immer schön daher reden.
Er redet davon, wie einfach das Aufhören wäre, finde ich nicht.
Es ist auch nur, wenn mal der Virus im Hirn ist, geht der nicht mehr raus, das Hirn ist dann infiziert,
wie ein PC. Und das ist der Fehler, man darf nie mehr im Leben eine Zigarette anzünden oder auch am besten garnicht mehr dran denken.
Da gibts dann wieder welche, die sagen "Selber schuld". Der Spruch passt immer.
VG Altmann
Verfasst am: 05.03.2018 15:05
Samsy
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Hallo Altmann,

wie recht Du hast. Im Nachhinein lässt sich immer gut reden, wie einfach es war. Egal ob Allen C., Joel S. oder wer auch immer sonst noch ein Buch zum Thema geschrieben hat. Wie man es dreht und wendet, die Sucht hat uns als Raucher bei der Stange gehalten und wenn wir aufhören wollen, dann meldet sie sich genauso. Das Nikotin fehlt halt. Das, was ich durch die Lektüre der beiden Autoren aber mitgenommen habe ist die veränderte Sichtweise auf den Vorgang des Entzugs. Die Entzugserscheinungen als Reinigungsvorgang betrachten und sich bloß nicht selbst bemitleiden, dass man ja auf etwas wertvolles verzichtet. Nein. Das ist genau das, was mich immer umfallen lässt. Ähnlich wie bei einer Diät, die man anbricht, weil man nicht ewig auf etwas veruichten kann oder will. Somit versuche ich mir das Nichtrauchen wie eine Ernährungsumstellung schmackhaft zu machen. Das Aufhören als Zugewinn an Lebensqualität zu sehen, nicht als Verzicht. Und immer nur für einen Tag. Als Raucher hab ich auch immer die Ausrede gehabt: Nur noch heute. Morgen höre ich auf. Damit hab ich es wieder 3 Jahre lang geschafft zu Rauchen. Jetzt drehe ich den Spieß um. Nur heute nicht. Morgen schauen wir mal.

LG Samsy
Verfasst am: 05.03.2018 19:44
Furia
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Hi Samsy,

schön, dass Du da bist.
Na, von Deiner Erfahrung beim Aufhören kann ich sicher profitieren - ja, das mein ich jetzt ernst.
Bin auch Wiederholer und habe das Gefühl, dass man jedes Mal dazu lernt. Mehr Training bekommt. Stärker wird beim Vorbereiten und SEIN lassen.

Das ist gut.

Genau wie Du schreibst, möchte ich dieses Mal eine langfristige Verhaltensänderung erreichen - NICHTRAUCHEN. Das heißt, meine Einstellung muss sich gravierend verändern....
Ich hab viel gelesen, auch aus Nebendisziplinen - nicht nur Rauchfrei Literatur.
Hab mir langsam eine persönliche Strategie gestrickt.
Wie Du weißt, ist das der Schlüssel.
Die Lösung ist - seine eigne Vorgehensweise zu entwickeln und umzusetzen.

Achja, eine Geheimwaffe für die ersten Tage hatte ich auch. Kaputtlachsmile.gif
kannst bei mir nachlesen was das war.

Bleib stark, bleib reflektiert, bleib in deiner Mitte und bleib unbedingt fröhlich - auch wenn du manchmal nur so tust... google mal Lachyoga....

Herzlichst,
Furia
Verfasst am: 13.03.2018 11:40
Samsy
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Hallo Furia, Melanie und Panini,

vielen lieben Dank für Eure lieben Worte. Irgendwie hab ich das Gefühl bei allen anderen klappt es nur bei mir nicht. icon_cry.gif

Man, hab echt die Schnauze gestrichen voll. Theorie 1.3, Praxis 6.

LG Samsy
Verfasst am: 13.03.2018 14:02
Altmann
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Hallo,
was ich noch sagen wollte, weil, ich mach mir ja immer noch Gedanken.
Diese blöde Droge macht ja eben auch Gefühle und ein gefühlvoller Mensch fällt eben darauf rein.
Ein Gefühl spielt sich immer im Gehirn ab.
Aber wie der AC schreibt, es ist eine Illusion. Haben wir nicht schon öfter im Leben Gefühle gehabt,
welche sich dann als Irrtum heraus gestellt haben. Ich habs 35 Jahre verleugnet, also nicht das Rauchen,
sondern meine Ehe. Das Rauchen hat länger gedauert.
Ach hier kann man sich wenigstens was von der Seele schreiben.
Aber soll ich Euch sagen, ich haben keinen Raucher bis jetzt gefunden, ich bin ein paar begegnet,
aber die haben mich nicht beneidet, dass ich nicht mehr rauche. Im Gegenteil, die kamen mit
allen möglichen Argumenten wie "ich will aber" oder "meine Mutter ist mit 75 gestorben total
verkrebst, nicht geraucht".
Trotzdem kann der blaue Qualm, was man so schön in der Sonne sieht, nicht gut für unseren
Körper zu sein, kann nicht sein. Es können aber auch andere Substanzen nicht gut sein, angefangen
beim Essen. Dann machen wir beim Diesel und Feinstaub weiter . . . . . .ich weis nicht . . . .
Ich will jetzt nicht wieder anfangen, sonst häng ich ja wieder drin.
VG
Altmann
Verfasst am: 14.03.2018 11:53
Samsy
Themenersteller
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Ihr Lieben,

was genau hält Euch gerade jetzt / heute davon ab zur Zigarette zu greifen?
Freu mich über alle zuschriften und Eure Gedanken!

LG Samsy
Verfasst am: 14.03.2018 19:10
Kili19
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Hallo Samsy, seit dem 24.11.2016 lese ich fast täglich in diesem Forum. Deine Frage brachte mich heute dazu, mich auch anzumelden. Seit fast 500 Tagen bin ich komplett rauchfrei, weil ich unbedingt einmal auf den Kilimanjaro steigen will. Als Raucher für mich nicht machbar. 30 Jahre habe ich ohne Unterlass gequalmt. Im Januar 2019 will ich hoch, alles schon gebucht. Manche Tage ist das wirklich meine einzige Motivationen, der Teufel zwickt mich selbst nach so langer Zeit noch. Ich wünsche Dir, dass du auch ein Ziel findest, für das es sich lohnt,aufzuhören. Liebe Grüße, Ulli
Verfasst am: 15.03.2018 08:32
Samsy
Themenersteller
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Hallo Kili,

na das ist ja mal ein Ziel und ein ganz tolle Motivation.
Wünsche Dir weiterhin guts Gelingen! Deine rauchfreien Tage: RESPEKT!!!

LG Samsy
Verfasst am: 15.03.2018 08:33
Samsy
Themenersteller
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Sonst niemand da, der etwas beizutragen hat?

Was genau hält Euch gerade jetzt / heute davon ab zur Zigarette zu greifen?
Freu mich weiterhin über alle Zuschriften und Eure Gedanken!

LG Samsy
Verfasst am: 15.03.2018 09:09
Rauchfrei-Lotse
rauchfrei-lotsin-lydia
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Hallo Samsy,

ich freu mich wie immer über jeden Pieps von Dir.

Habe selber gerade eine äußerst turbulente Zeit hinter mir, bzw. scheine noch voll mittendrin zu stecken. Und ganz ehrlich? In den letzten Wochen kam auch bei mir - und wer schon mal was von mir gelesen hat, weiß, daß ich wahrscheinlich der Archetyp des überzeugten und ehrlich glücklichen Nichtmehrrauchers bin - der Gedanke hoch, daß ich diese Situation oder jenes Gefühl früher mittels Rauchen kompensiert hätte.

Und so, wie es mir jetzt gerade im Moment geht, hatte ich bis eben mit dem Gedanken gespielt, mich für heute hier wieder rauszuschleichen und morgen wieder zu kommen. Aber dann bin ich auf Deine Frage gestoßen...

Was hält mich davon ab zu rauchen? Gerade jetzt, wo es mir wirklich, na ich sag mal etwas durchwachsen geht?

Du weißt es ja, ich habe auch schon einmal nach relativ langer Abstinenz wieder angefangen zu rauchen. Weil ich glaubte, es würde mir helfen, mich entstressen. Statt dessen habe ich mich fürchterlich gefühlt. Das schlechte Gewissen, das ich dabei hatte, war noch viel stressiger als der Ausgangsstreß - der natürlich im übrigen immer noch da war. Den Ausstieg gefunden habe ich damals ja auch nicht gleich wieder: mein Kopf wußte, es ist blöd, mein Körper sagte, das tut mir nicht gut, aber die Sucht meinte, ich muß. Diese Ambivalenz, dieses Gezerre war furchtbar anstrengend, und das zweieinhalb Jahre lang. Das ins Gedächtnis zurückgerufen, diese Zerrissenheit, das schlechte Gewissen, und auch das Wissen, daß das Rauchen nichts besser macht, gibt mir die Gewißheit, daß ich das nie mehr so haben will. Das hält mich vom Rauchen ab. (Und wenn ich so zurückblicke... gerade dieser Aspekt hat mir auch in der Entwöhnung schon das eine oder andere Mal geholfen. )

Auch den Geruch, den ein Raucher ausströmt, das ist nun mal einfach so, würde ich heute für mich nicht mehr haben wollen. Für mich persönlich könnte ich es nicht mehr tolerieren. Das Wissen, Rauchgeruch auszudünsten. Das hält mich vom Rauchen ab.

Zwei meiner Freunde habe ich mit unter bzw. knapp über 50 verloren. Beide Herzinfarkte, beide Raucher. Ich bin selber so was um den Dreh rum... Das hält mich vom Rauchen ab.

Ich könnte sicher noch länger so weitermachen... ich fühle mich wirklich gerade suboptimal, das geht jedem Menschen mal so, egal ob schon länger entwöhnt, Nichtraucher seit jeher oder in der Entwöhnung. Und jeder muß mal damit klarkommen. Aber es hat. Keine. Vorteile. Zu rauchen. Es leistet nichts für mich. Macht es nicht besser. Und das gilt auch für uns alle, egal ob schon länger entwöhnt, Nichtraucher seit jeher oder in der Entwöhnung.

Das hält mich vom Rauchen ab.

Herzliche Grüße sendet Dir lieber Samsy und allen Mitlesern

Lydia




Verfasst am: 15.03.2018 10:02
Doro01
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Hallo Samsy,

ich kann auch noch etwas beitragen zu Deiner Frage, was hält mich vom Rauchen ab, jetzt im Moment?

Das ich besser Luft bekomme ohne den Glimmstengel. Ich kann jetzt 50 km Fahrrad fahren ohne zu japsen.
Das ich es meiner Tochter versprochen habe. Sie möchte mich solange wie möglich bei sich haben in ihrem Leben.
Mein Mann hat mit mir zusammen aufgehört, den will ich nicht enttäuschen. Die Fingernägel, die jetzt nicht mehr gelb sind. Die Beine, die nicht mehr so schlimm weh tun in der Nacht. (Vermute mal, ich hatte Durchblutungsstörungen) Keine Ahnung - zumindest ist es jetzt weg.
Weniger Angst vor den ganzen Krankheiten, die man vom Rauchen bekommen kann. Obwohl ich natürlich all das noch bekommen kann, weil ich viel zu spät aufgehört habe. Aber dennoch habe ich jetzt zumindest mehr Hoffnung evtl. verschont zu bleiben. Viel weniger Husten seit dem Rauchstop und den will ich nicht wieder haben. Mein Geruchssinn der so viel besser geworden ist. Okay nicht immer von Vorteil Kaputtlachsmile.gif

Und wer nimmt schon freiwillig Rattengift zu sich? Oder all die anderen Gifte? Wenn man mir einen Teller mit all diesen Giften hinstellen würde? Freiwillig würde ich doch nie einen Löffel davon nehmen!

Die vielen Tage, die ich jetzt schon geschafft habe ohne, die will ich nicht einfach wegwerfen. Das habe ich aber auch schon nach 1 Woche gedacht. Nach einer Woche..... jetzt bist Du schon so weit gekommen und es geht, also schaffst Du auch heute und den nächsten Tag. Es geht. Wenn auch sehr oft mit weinen, jammern und schreien und nicht ein noch aus wissen. Das wird aber besser.
Wenn ich noch länger darüber nachdenke, fallen mir sicher noch mehrere Gründe ein, warum ich nicht wieder rauchen möchte. Und das obwohl ich oft extrem leide. Aber das wird schon alles wieder werden, glaube ich zumindest fest dran und sagen ja auch alle hier. So viele können sich ja nicht täuschen.

Immer weiter - heute rauche ich nicht - und morgen versuche ich das auch. Riesengrinser.gif

Ich wünsche Dir alles Gute und viel Erfolg auf Deinem Weg.

flowerorange.png

Liebe Grüße
Doro01
Verfasst am: 15.03.2018 12:26
Bonifaz
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Beiträge: 127
Hallo Samsy,

ich möchte nicht nochmals die körperlichen Entzugserscheinungen, die ich durchlebt habe, mitmachen.
Ich habe, wenn keine Ziggis und Geld für Automaten vorhanden, ausgedrückte Kippen gerade gebogen und den Rest bis zum Filter eingesaugt. Bäähh nie wieder.

Und das Positive: seit über 1 Jahr keine Erkältung oder auch Husten. Toll.

Grüße
Bonifaz
Verfasst am: 15.03.2018 22:14
Nomade
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Guten Abend Samsy,

am zweiten Tag meiner nun schon ein wenig andauernden Nicht-mehr-Raucher-Karriere setzte ich mich nachmittags ins Auto, fuhr' zur Tanke, stieg aus, schloß ab (ja - ich habe eine Billigvariante ohne Funkfernbedienung Kaputtlachsmile.gif), hatte bereits den halben Weg zu der "Hütte", in der es auch die Zigaretten gibt, hinter mir, da dachte ich - "Wie blöd ist das denn - jetzt hast du schon anderthalb Tage geschafft und willst das wieder wegschmeißen?!?!"
Also habe ich mich auf dem Absatz rumgedreht, bin wieder in mein Auto gestiegen und nach Hause gefahren - wo übrigens die letzte, am vorletzten Abend vor lauter Müdigkeit nicht mehr gerauchte Zigarette immer noch lag (und das noch wochenlang, bevor ich sie im Rahmen meines Umzuges weggeschmissen habe). Ich hätte ja erst mal die rauchen können - aber dann hätten mir die nächsten gefehlt.... saublöd oder - aber im Endergebnis gut.

Lange Rede kurzer Unsinn - ich habe einfach keine Lust, das Erreichte wegzuschmeißen und möchte auch vor ein paar wichtigen Personen in meinem Leben, die es sehr achten, daß ich nicht mehr rauche, nicht als Wieder-einmal-Versagerin dastehen (zuallererst übrigens, wenn ich in den Spiegel schaue icon_wink.gif)

"Fällt aus wegen is nich" - ganz einfach! Riesengrinser.gif

Und gerade heute rauch' ich nicht, weil ich heute nicht will - und morgen ist das neue heute....

Alles Gute
und ich hoffe, mein Aufsatz hat Dich nicht genervt
meint
Nomade
Verfasst am: 16.03.2018 08:23
Rauchfrei-Lotse
rauchfrei-lotsin-lydia
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Hallo Samsy,
guten Morgen liebe Mitleser,

also da ist ein absoluter Aha-Satz gefallen:

"Pitti4" schrieb:


Dieses Bild von mir finde ich im Nachhinein sowas von erbärmlich icon_redface.gif



Danke hierfür Pitti, ich finde es toll, daß Du es ansprichst und mutig, daß Du uns und Dir selbst gegenüber auch so ehrlich bist. Toll!

Ich glaube, wenn man mal an die eigene Raucherkarriere zurückdenkt, erkennt sich da der eine oder andere wieder. So auch ich: es könnte sein, daß ich mal mit einer abklingenden Lungenentzündung in einen dicken fetten Schal gewickelt an einem feuchtnebligen Oktobertag auf der Treppe hockte und rauchte. Wäre möglich, daß ich mich hinterm Discounter an der Durchgangsstraße versteckt hab, um zu rauchen. Und habe ich mal hinterm Haus im Lichtschacht gesessen, damit mich keiner qualmen sieht? Vielleicht. Ich meine, ein Mehr an Erbärmlichkeit geht doch nicht. Und das schlimmste: ich wußte damals auch, daß ich erbärmlich bin. Und trotzdem...

Nun ist es ja nicht so, daß wir per se erbärmlich sind (also ich hoffe mal nicht!). Sondern die Sucht schafft es, unser Denkvermögen und auch unsere Selbstachtung völlig auszuhebeln. Keinem Menschen würden wir erlauben, uns so zu erniedrigen! Aber der Sucht geben wir uns anheim...

So fremdgesteuert will ich nie, nie mehr sein. Bin froh, daß's rum ist.

Herzliche Grüße und einen guten Rauchfrei-Tag sendet Dir, Samsy, und allen Mitlesenden

Lydia
Verfasst am: 16.03.2018 16:39
srrauchfrei
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Beiträge: 3101
Hallo Samsy,

ich will nicht mehr "müssen", nicht mehr fremdgesteuert sein, das hat Lydia so schön geschrieben.

Gerade jetzt bin ich das Gegenteil davon, nämlich frei. Das fühlt sich wundervoll an. Ich bin doch nicht bekloppt und schmeiß das weg!

Was hält mich noch ab, zur Kippe zu greifen?
Aktuell der Geruch, der den Kollegen im Nebenzimmer umwabert. Und die Erkenntnis, dass ich auch so gestunken habe. Und die nachträgliche Scham darüber, was habe ich meinen Mitmenschen da zugemutet?

Noch aktueller das ständige Räuspern und Husten selbiges Kollegen. Das gehörte auch zu meinem Soundtrack. Ist weg. Ich atme einfach icon_razz.gif

Eigentlich muss mich nichts vom Rauchen "abhalten", das würde ja bedeuten, dass ich das Bedürfnis habe zu rauchen, das habe ich nicht. Im Gegenteil. Ich rauche nicht, und das ist für mich normal geworden. Was meinen Zustand so erfreulich für mich macht ist, dass ich den Gewinn an Lebensqualität, Freiheit, Selbstbestimmtheit im Vergleich zu Raucherzeiten bei aller Normalität sehr präsent spüre. Fühlt sich gut an!
Normal heißt also nicht langweilig, das ist mir wichtig zu schreiben.

Herzliche Grüße
Silke
Verfasst am: 09.04.2018 11:00
Rauchfrei-Lotse
rauchfrei-lotsin-lydia
Dabei seit: 23.05.2014
Rauchfrei seit: 1634 Tagen
Beiträge: 3792
Saaaaamsy!

Ich bin wieder da, wo bist'n Du? Wie isset, wie geht es Dir? Mach doch bitte wieder mal *pieps*. Herzlichen Gruß,

Lydia
Verfasst am: 09.04.2018 13:12
Samsy
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Beiträge: 456
Lyyyyyyyyydiiiiiaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa icon_lol.gif

Man man man. Kaum ist man mal einen halben Monat weg, schon platzt das Wohnzimmer aus allen Nähten icon_lol.gificon_lol.gificon_lol.gif Aber im Ernst. Freu mich tierisch, dass in der Zwischenzeit so viele hier waren. Hatte ein bisschen die Vogel Strauß Krankheit in den letzten Wochen. Hab aber den Kopf nun wieder rausgezogen aus dem Sand und wollte heute eigentlich nur leise mitlesen. Aber wenn so viele Besucher da waren, dann muss man doch auch mal Danke sagen. Und das Du, Lydia, immer noch nicht aufgegeben hast... Unbezahlbar. icon_razz.gif

Ja was soll ich sagen. Ich habe in den letzten Wochen tatsächlich die Zügel locker gelassen und bin wieder als Raucher durchs Leben gegangen. Hab mich in der Zeit selbst beobachtet und mir immer wieder Notizen gemacht, wie ich mich wann und wo so als Raucher fühle. Vieles von dem, was Doro, Bonifaz, Piti, Nomade und Silke geschrieben haben ist auch mir aufgefallen.

- Das Rauchen bei Wind und Wetter, obwohl jeder vernüftige Mensch lieber auf dem Sofa gebleiben wäre
- Das ewige, ICH MUSS... obwohl ich ja garnicht WILL
- Der Gestank und Geschmack, der so widerlich ist. Das Auto riecht trotz weit geöffnetem Fenster wie ein Ascher...
- Zum Rauchen selbst hab ich mich zuhause auch nicht mehr gemütlich auf die Terrasse gesetzt, sondern mir eine
"urgemütliche" Raucherecke zwischen den Mülltonnen gesucht
- Mein Husten, besonders Morgens erschreckt mich selbst
- Je mehr ich rauche, desto stärker schlägt mir das auf den Magen
- Leider habe ich an der Tanke noch nicht auf dem Absatz kehrt gemacht. Aber als ich genau zu dem Zeitpunkt
Kippen brauchte, als das Bezin gerade extrem billig war und mein Tank voll, da stand ich als 9. in der Schlange
und hab mich gefragt: "Was machst Du hier eigentlich... Für einen Schokoriegel würdest Du hier nicht anstehen,
Du würdest wieder gehen. Nur für die Sucht, steht Du hier...
- Bei allen Treffen, ob beruflich oder privat: Die Raucher sind in der Absoluten Minderheit. Eine aussterbende
Rasse. Umgeben von Nicht-(Mehr)-Rauchern fragt man sich dann: Und Du WILLST das wirklich? Das schaffst Du
doch auch.

Und ich könnte noch lange so weiter schreiben. Es gibt eigentlich NICHTS was ich am Rauchen mag. Einzig und allein der KICK den man spürt, wenn man so richtig Schmacht hat und dann Raucht, dafür tut man es. Um die Unruhe und den Enzug kurzfristig loszuwerden, dafür tut man es sich an, wohlwissend, dass es immer schlimmer wird, die Abstände immer kürzer werden. Ach ja und das wichtigste habe ich mir noch aufgespart:

- Ich möchte mit meiner Frau, meiner Familie und meinen Freunden so lange wie möglich zusammen sein.
Und damit meine ich zum Einen die Zeit, die ich wahrscheinlich früher ins Gras beißen würde, wenn ich bis an
mein Lebensende Raucher bleiben würde. Zum Anderen aber auch die Zeit, die mir täglich verloren geht.

Nun gut. Im Sprücheklopfen bin ich ja Weltmeister.banghead.gif Im Aufgeben und Weiterrauchen auch. banghead.gifJetzt müssen hier mal Taten folgen.

Drache_zum_Dampf_ablassen.gifDrache_zum_Dampf_ablassen.gifDrache_zum_Dampf_ablassen.gifDrache_zum_Dampf_ablassen.gif

Wünsche Euch einen schönen Wocheanfang und freu mich von Euch zu hören!

LG Samsy