Ich werd noch verrückt


Verfasst am: 16.05.2018 07:56
K19
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Hallo,
ich habe am 5.5. aufgehört zu rauchen. Der Plan irgendwann aufzuhören bestand schon länger, aber dass es am 5.5. dann passiert ist, war sehr spontan.
Die erste Woche war schon hart. Am 2. Tag setzten Kopfschmerzen ein und mir war übel. Darüber hinaus war ich hochgradig nervös, fahrig und konnte mich kaum konzentrieren.
Gegen den Lungenschmacht habe ich Wasser getrunken, so viel nur rein ging.
Dann stellten sich Schlafstörungen ein, schlafe keine Nacht mehr durch, sondern wache ständig auf. Versuche nicht auf den Wecker zu sehen, um mich nicht zusätzlich zu konditionieren.
Die Kopfschmerzen sind seit Samstag weg, aber seit vergangenem Montag habe ich nahezu den gesamten Tag das Gefühl von Angst und Panik, fühle mich zu nichts mehr in der Lage. Mein Herz rast.
Schmacht auf eine Zigarette habe ich in den letzten Tagen keine mehr, aber es gefällt mir überhaupt nicht, nicht mehr ich selbst zu sein. Ich fühle mich so hilflos.
Grüße

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 16.05.2018 um 07:57.]
Verfasst am: 16.05.2018 13:14
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Hallo K19,

Ich gratuliere dir erst mal zu deinen tollen 11 Tagen in der Rauchfreiheit. Hast du dich schon mal dafür belohnt.

Das was du beschreibst ist wahrlich nicht toll. Gehört aber zu einem bestimmten Masse zu den Entzugserscheinungen. Hast du schon vorher mit Angst und Panik zu tun? Hast du dies schon mal mit einen Arzt deines Vertrauens besprochen? Wäre dies eine Möglichkeit für dich. Auch wenn der Psychische Entzug dazu gehört und auch wieder abklingt, würde ich dich bitten dies mit einem Arzt zu besprechen. Der kennt dich besser und kann auch vor Ort helfen.


LG Bine
Verfasst am: 16.05.2018 15:30
K19
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Hallo Bine,
Danke, dass du geschrieben hast.
Ja, ich hatte schon vorher ab und zu mit Angst und Panik zu tun. In dem Maße, wie das jetzt auftritt, erinnert mich das an eine depressive Phase vor über zwei Jahren. Ich dachte allerdings, dass so etwas hinter mir liegt, denn bis zum Rauchstopp ging's mir recht gut.
Gut, ich habe geraucht, wenn ich vor irgendetwas Angst hatte oder nervös war. Doch während mich das Rauchen bis vor ein paar Monaten recht gut entspannt hat, brauchte ich in den letzten Wochen immer mehr Zigaretten, um Entspannung zu bemerken. Kaum war eine angezündet, war sie schon aufgeraucht. Das ging ziemlich auf die Bronchien. Das und der ausbleibende Genuss haben mich schließlich dazu gebraucht, jetzt spontan mit dem Rauchen aufzuhören. Bin Mitte 40 und da kommt man schon ins Grübeln.

Ich hab mir schon gedacht, dass ich zum Arzt gehen sollte, aber ehrlich gesagt, hab ich mich nicht getraut.

Viele Grüße
K
Verfasst am: 16.05.2018 18:53
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Guten Abend K,

Leider muss ich dir sagen, dass zum Rauchstop auch depressive Phasen dazu gehören könne, müssen aber nicht. Es tut mir Leid, das du dich damit so rumquälen musst.
In unserem Gehirn werden die Andockstellen von Dopamin und Serotonin ja Jahre lang vom Nikotin blockiert. Somit stellt der Körper beim Rauchen diese Produktion der Hormone ein. Nun bleib beim Rauchstop das Nikotin weg und unser Körper benötigt etwas Zeit um die eigene Produktion von Dopamin und Serotonin wieder in Gang zu setzten. Dies dauert aber auch ein wenig. Um dies jedoch abzuklären, ist der Weg zum Arzt ratsam.
Du beschreibst ja selber, wie du immer mehr Zigaretten zur vermeidlichen Entspannen brauchst. Das ist die Sucht, sie verlangt immer mehr von dem Nikotin. Entspannung kannst du aber auch auf andere Weise erreichen. Kennst du dich mit Entspannungstechniken aus? Z.B. Progressive Muskelentspannung, abends im Bett, es ist leicht nach zu verfolgen und bleibt auch im Gedächtnis, so dass du kurze Einheiten auch während des Alltags nach kurzer Zeit selbständig anwenden kannst. Schau doch mal im Netz, da findest du bestimmt Videos.
Ich bin 46, habe 21 Jahre geraucht und seit fast 5 Jahren Rauchfrei.

LG Bine rose.gif
Verfasst am: 17.05.2018 07:50
K19
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Hallo Bine,
vielen Dank für deine Worte. Ja, ich kenne Entspannungstechniken und bin darin auch ein wenig geübt. Im Moment aber kann ich mich kaum auf irgendetwas richtig konzentrieren.
Ich bin eigentlich ein sehr rationaler Mensch, aber mit Verstand komme ich gegen diese Gefühle nicht an. Sie sind einfach da und ich fühle mich wie gelähmt oder könnte vor Panik die Wände raufgehen.
Ich hätte nie gedacht, dass diese Glimmstängel auf Dauer dermaßen kontraproduktiv sind. Vor über zwei Jahren habe ich nach vielen Jahren als Nichtraucher wieder mit dem Qualmen angefangen. Ich weiß noch, dass mich irgendetwas ziemlich aufgebracht hat und nichts half, kein kaltes Wasser über die Handgelenke, kein Laufen auf dem Crosstrainer, nichts. Da bot sich mir die Gelegenheit eine zu rauchen. Diese eine Zigarette, die ich daraufhin rauchte, war eine wahre Wohltat. Sie wirkte sofort: Ich entspannte.

Kein Wunder, dass ich dieses Wundermittel daraufhin öfter gebrauchte.

Während ich dies erzähle, wird mir einiges klar. Wieder anfangen will ich gewiss nicht, auch wenn es verlockend ist, denn ich möchte lieber heute als morgen wieder ich selbst sein.


Viele Grüße
K.
Verfasst am: 17.05.2018 10:01
Samsy
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Hallo K,

ich sehe gerade, dass unsere Zähler im Gleichschritt laufen. Wir beide haben die 12 dort stehen.
Vielleicht kann ich Dich ja ein bisschen Aufmuntern und deshalb sende ich Dir mal eine große Portion Zähigkeit und Selbstachtung rüber. Sei stolz auf das, was Du bisher geleistet hast. Wenn Du im Moment eine so schwere Phase durchmachst, sei Dir gewiss, dass es zeitlich begrenzt ist. Auch ich habe mehrfach Versuche abgebrochen, weil ich keinen Ausweg mehr gesehen habe. Aus eigener Erfahrung kann ich Dir nur empfehlen Dich von Deinem Vorhaben nicht abbringen zu lassen. Mir hilft es, wie bereits an Anderer Stelle geschrieben, die Entzugserscheinungen als Heilungsprozess zu sehen. Wenn die Schmachtattaken kommen nehme ich Sie hin und sage mir "Siehe da. Das Monster schreit nach Gift und bekommt es nicht. Lass es schreien. Es wird immer schwächer, solange Du es nicht fütterst." Das ist der Ansatz, den ich für mich gefunden habe. Es hat lange gedauert bis ich Ihn gefunden hatte. Ich habe hier viel gelesen und viele unterschiedliche Wege kennen gelernt. Einige passen von Anfang an nicht. Andere scheinen zu passen, tun es aber dann doch nicht. Einer passte. Ich wünsche Dir, dass Du Deinen Weg schnellstens findest und aus dieser Leidensphase heraus kommst. Übrigens: Auch ein Weg zum Arzt kann in dieser Zeit hilfreich sein. Du bist in einer Ausnahmesituation und wenn Du z.Zt. keine Leistung bringen kannst ist das völlig ok. Das kannst Du alles später tun. Jetzt ist erstmal auf Prio 1 der Weg in die Rauchfreiheit. Schritt für Schritt. Tag für Tag.

Komm mit. Hier ist meine Hand:
penguin.gifpenguin.gif
Verfasst am: 17.05.2018 11:09
Maroditis
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Hallo K.,
wie gut ich Deine Situation, Deine Stimmungen verstehe.
Bei zwei Versuchen, nach denen ich -auch- wegen trauriger Stimmung wieder angefangen habe zu rauchen, hatte ich mir für meinen dritten Anlauf ein Johanneskrautextrakt-Mittel besorgt und zeitgleich mit dem Stopp genommen.
Meine Entzugserscheinungen waren ordentlich, aber traurig war ich dann nicht mehr so.
Schlafstörungen habe ich akzeptiert, meinem Mann eine Schlafbrille organisiert und nachts gelesen. Oder auswendig Gelerntes im Kopf aufgesagt. Ich war dann eben müde zur Arbeit gefahren und hatte vielleicht mal tagsüber geschlafen.

Heute, nach einem Jahr, hat sich alles normalisiert: Schlaf, Verdauung, Laune...

ES LOHNT SICH - aber das weißt Du ja aus Erfahrung. Mach weiter so und genieße alles Helle und Dunkle und die vielen Grautöne dazwischen!
Hugs,
Maroditis
Verfasst am: 17.05.2018 11:39
Old-Tuppes
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Liebe/r K,
zunächst erst mal herzlich willkommen hier in unserer Gemeinschaft.png.
Deine Situation kann ich sehr gut nachvollziehen. Ging es mir doch ähnlich. Aber ich kann dir versichern, dass dies vorbei geht, auch wenn man es fast nicht glauben mag.
Ich bin schon ein recht älteres Semester und habe 53 Jahre geraucht. Das hierbei der Entzug, denn das ist es, sehr stark wird, habe ich mir gedacht. Aber in dieser Heftigkeit nicht vorstellen können.
Dies ist mein zweiter Versuch. Beim ersten bin ich nach 176 Tagen rückfällig geworden und kann dir sagen, dass der jetzige ungleich schwieriger ist als der Erste.
Also bleib stark und standhaft. Viel Trinken (Wasser, Säfte, Tee) ist ungemein wichtig und 3 - 4 Liter sind tatsächlich normal. Das Gift muss raus aus dem Körper.
Hilfreich (zumindest bei mir) ist bei einer Schmachtattacke die sogenannte "Lippenbremse", das heißt tief einatmen (sehr tief) und langsam über die zusammengpressten Lippen ausatmen. Solange wiederholen bis das Ärgste vorbei ist.
Sehr hilfreich war immer ein Ortswechsel, dass heisst raus und ausgedehnte Spaziergänge machen. Wenn er die körperliche Kondition erlaubt, sich auch fordern dabei.
Laute Musik und lauthals mitsingen ist auch gut, wenn es keine Nachbarn stört. Notfalls im Auto.
Ansonsten findest du eine Unmenge Tipps, wenn du dich durch die Wz liest. Gehe Anfangs immer auf die letzte Seite um an den Anfang zu gelangen. So kannst du dann nachlesen, wie andere diese Probleme in den Griff bekommen haben.

Aber nun möchte ich dir zuerst mal gratulieren zu deinen 12 rauchfreien Tagen.
fireworks.pngfireworks.png

Das ist schon eine echt starke Leistung und du solltest stolz auf dich sein.
Mach weiter so, lass dich nicht beirren.
Wenn du Fragen hast, frage. Es kann sicherlich manchmal etwas dauern, bis du Antwort bekommst, aber du wirst diese bekommen.

Ganz viel Erfolg wünsche ich dir.

Lieben Gruss, old-Tuppes
Verfasst am: 17.05.2018 12:27
K19
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Hallo Samsy, hallo Maroditis,
es tut gut, dass ihr mich in meinem "Wohnzimmer" besucht.

@Samsy
Gerne gehe nehme ich deine Hand. Dir fällt es ja auch schwer, von dem "Giftmonster" die Finger zu lassen. Vielleicht kriegen wir's ja gemeinsam hin. Mir gefällt, wie du schreibst. Finde mich in einigem wieder.
Es nagt sehr an mir, dass ich im Moment keine Leistung erbringen kann. Was denken andere über mich? Wie lange wird das dauern? Werde ich jemals wieder Leistung erbringen können? Kannst du dir vorstellen, wie das ist, wenn man plötzlich nicht mehr das tun kann, was man sonst routinemäßig macht, weil man von Angst und Panik erfüllt ist? Nicht mal zum Arzt kann ich gehen, um mein Knie untersuchen zu lassen. Hab meinen Termin dort vorhin abgesagt.

@Maroditis
Auch in dem, was du schreibst, finde ich mich wieder. Die Schlafstörungen sind zwar ziemlich nervig, zumal ich vor dem Rauchstopp ganz hervorragend geschlafen habe, aber damit kann ich klar kommen. Schlimm ist, dass beim Aufwachen häufig erst einmal Panik in mir fühle. Damit kann ich überhaupt nicht gut umgehen. Es ist so unmittelbar und gleichzeitig so irrational. Es gibt überhaupt keinen Grund, Panik zu haben.
Das Gefühl von Traurigkeit kenne ich auch, aber ich habe Mittel und Wege gefunden, damit umzugehen.
Für irrationale Angst und Panik habe kein wirklich wirksames Mittel.
Du schreibst, dass diese Symptome bei dir nach inzwischen einem Jahr vorüber sind. Das macht zwar einerseits Mut, dass es wieder aufhört, aber andererseits macht es mir auch Angst. Wird das bei mir nun ein Jahr so gehen wie jetzt? Wie soll ich so denn arbeiten gehen können?

Liebe Grüße,
K.
Verfasst am: 17.05.2018 13:07
K19
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Hallo Old-Tuppes,
vielen Dank auch dir, dass du mich besucht hast. Ganz offensichtlich verfügst du über reichlich Erfahrung und ich würde mich freuen, ab und zu von dir zu hören.
Meine derzeitige Situation gefällt mir ganz und gar nicht und vielleicht würde es mir besser gehen, wenn ich mir nun eine anzünden würde. Aber was ist das für ein Zeug, das so etwas aus einem macht, wenn man darauf verzichtet?
Wie schon mal gesagt, die entspannende Wirkung habe ich in der letzten Zeit nicht mehr gespürt. Im Gegenteil störte mich, dass ich ständig rauchen musste. Dass ich von Unbehagen erfüllt war, wenn ich wusste, dass ich gleich mindestens zwei Stunden lang, nicht rauchen darf. Wie unangenehm es sich anfühlte, wenn ich mein Feuerzeug nicht dabei hatte und nicht an Feuer kam.
Ich will nicht abhängig von so etwas sein!

Viele Grüße
K. (w.)


Verfasst am: 17.05.2018 13:27
Old-Tuppes
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Liebe K, (danke für den Hinweis icon_biggrin.gif)

wenn es dich interessiert, empfehle ich dir folgende Lektüre und hier vor allem Absatz E. Es erklärt mit Sicherheit, warum es so schwer ist sich davon zu lösen.

http://www.dkfz.de/de/tabakkontrolle/download/Publikationen/RoteReihe/Tabakindustriedokumente_I.pdf

Mich überkam ein großer Zorn und ich bin mir fast sicher, dass es dir genauso ergehen wird. Bin mal gespannt, was du dann für eine Meinung hast.

Trotz all dem nicht unterkriegen lassen. Du schaffst das auch.

Lieben Gruss Old-Tuppes

P-S. Sollte der Link aus irgendwelchen Gründen (obwohl es ja ein offizielles Dokument ist) gelöscht werden, dann schreib mir eine PN und ich schicke ihn dir.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 17.05.2018 um 13:28.]
Verfasst am: 17.05.2018 16:55
K19
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Lieber Old-Tuppes,
Du hast den Hinweis richtig verstanden.
Verfasst am: 17.05.2018 16:59
K19
Themenersteller
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Beiträge: 163
Oh Mann jetzt hatte ich sooo viel geschrieben, hab's angeschickt und nahezu alles ist weg,....
Werd später versuchen, zu rekapitulieren, was ich alles geschrieben hatte.
Verfasst am: 17.05.2018 17:03
Elli56
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Liebe K.,

mir ergeht es ganz ähnlich, offenbar sind psychische Probleme beim Rauchenaufhören kein Einzelfall - das will ich dir gerne als Signal schicken und eine große Portion Durchhaltevermögen dazu. Bei mir lief es - bis auf die üblichen Beschwerden - ein paar Monate gut. Die psychischen Symptome (depressive Stimmung, Angst, Panik..) sind erst nach etwa 5 Monaten aufgetreten, ohne dass sich in meinem Leben großartig etwas geändert hätte. Im Rückblick würde ich sagen: habe viel zu wenig auf mich geachtet, kaum belohnt, kaum für Ausgleich gesorgt... Kann mir vorstellen, dass der Haushalt an Dopamin & Co ganz schön runtergewirtschaftet ist. Nächste Woche ist Arzttermin, bin mal gespannt...

Hast du die Belohnerei und sich-Gutes-tun bei dir im Blick? Ich denke, das ist nicht zu unterschätzen.

Toll, wie klar du trotz allem bist, dass Rauchen nicht die Alternative ist und was die Tabakindustrie anstellt, um die Menschen in der Sucht zu halten. So richtig, richtig übel ist ja auch, was seit einiger Zeit in Afrika passiert. Wenn du an dem Thema interessiert bist: bei Google z.B. "Tabakindustrie Afrika Zigaretten als Pausenbrot" eingeben. Manchmal hilft ja auch ein Blick über den Tellerrand, wenn man mal nicht mehr weiss, welche guten Gründe es gibt, um nicht wieder anzufangen.

Ich wünsche dir jedenfalls von ganzem Herzen, dass es dir bald besser geht und du dich weiterhin nicht von den Symptomen zum Rauchen überreden lässt icon_smile.gif (Vielleicht auch ein Tipp für dich: Einige Krankenkassen bieten Online-Programme bzw. Coaching zur Begleitung in psychisch beanspruchenden Situationen an (auch bei Depressionen / Angst, Panik)...teste ich gerade, macht Spaß)

Elli

Verfasst am: 17.05.2018 20:12
K19
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Lieber Old-Tuppes,
du hast den Hinweis richtig verstanden.
Verfasst am: 17.05.2018 20:13
K19
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Lieber Old-Tuppes,
du hast den Hinweis richtig verstanden.
Verfasst am: 17.05.2018 20:14
K19
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Lieber Old-Tuppes,icon_wink.gif
du hast den Hinweis richtig verstanden.
Der Artikel ist sehr interessant und aufschlussreich und er regt zu allerlei Gedanken an.
Bin ich zornig auf die Tabakindustrie, die Produkte entwickelt, die uns noch besser anhängig werden lassen, weil sich damit gut Geld verdienen lässt? Bin ich zornig auf den Staat, der mich vor solchen Machenschaften nicht wirksam schützt, weil er auf die Steuereinnahmen (und Lobbyunterstützung) verzichten kann?

Nein, ich kann nicht sagen, dass ich auf die zornig bin, denn eigentlich überrascht mich in dieser merkwürdigen, auf Wachstum und Konsum ausgerichteten Welt nicht mehr viel.


Eher bin ich von mir selbst enttäuscht, weil ich es besser hätte wissen müssen und können und mich selbst in diese Lage gebracht habe.

Doch, was nützt mir das jetzt? Es ist passiert und ich bin um eine Erfahrung reicher.
Das, was ich jetzt durchmache, dürfte mich in Zukunft davon abhalten, wieder zu rauchen. Ich kann in meinem eigenen Interesse nur hoffen, dass ich das nie vergesse. Denn ich habe eine Weile sehr gerne geraucht, weil ich mich frei fühlte und zu den coolen Leuten zählte. Wie jemand anderes sinngemäß irgendwo schrieb: Draußen waren die interessanten Leute, drinnen blieben die langweiligen Nichtraucher zurück.
Und ich weiß, wovon ich schreibe, ich habe zwischenzeitlich eine sehr lange Zeit mal nicht geraucht.
Der Artikel hilft, manche Wirkung besser zu verstehen, und liefert weitere Argumente, die Finger von diesem Zeug zu lassen.


Es tut mir definitiv gut, wenn du oder andere mir schreiben, ihr Mitgefühl ausdrücken, mir Mut zusprechen und zu neuen Gedanken anregen. Heute Nachmittag war ich zwischendurch mal frei von Angst und Panik. Was für eine Wohltat!

Liebe Grüße
K
Verfasst am: 17.05.2018 20:15
K19
Themenersteller
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Ha, hab den Fehler gefunden. Dieses Programm mag wohl meine eigenen Icons nicht.
Verfasst am: 18.05.2018 07:10
Old-Tuppes
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Guten Morgen K.

das war doch dann schon mal ein Erfolgserlebnis und du könntest ja mal weiter austesten, ob es das intensive Lesen oder das aktivere hier Schreiben war, was dich die Ängste vergessen ließ.

Ich habe Anfangs jedenfalls auch unglaublich viel gelesen, weil ich auch einfach mehr wissen wollte. Solltest du noch weiter Schlafprobleme haben , wende dich doch mal an die Daufi. Diese hatte ganz intensiv mit Schlafstörungen zu tun und ein extra Wohnzimmer aufgemacht, welches sich nur mit dieser Problematik befasst.
Der Link ist hier drunter.
http://www.rauchfrei-info.de/community/forum/?tx_mmforum_pi1%5Baction%5D=list_post&tx_mmforum_pi1%5Btid%5D=2254

Übrigens sind die Eingangsseiten des Forums wirklich interessant, Über den Reiter "Informieren" erlangt man sehr interessante Erkenntnisse und bekommt auch weiterführende Links zu allen möglichen Interessengebieten.

Morgen hast du die ersten 14 Tage schon geschafft. Das ist toll!

Nun wünsche ich dir ein schönes Pfingstwochenende. Ab und an schau ich dann mal ins Forum. Falls irgendetwas ist, einfach schreiben.

Bis denne

Lieben Gruß Old-Tuppes
Verfasst am: 18.05.2018 11:46
Samsy
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Hallo K!

Wie geht es Dir heute?
Ich hoffe, dass Du auch heute - zumindest gößtenteils - frei von Angst und Panik bist.
Vielleicht entdeckst Du ja schon ein klein bisschen Stolz oder Selbstbewusstsein in Dir aufkeimen?
Auf die 13 Tage, die wir beide bisher erreicht haben, können wir doch wohl mehr als stolz sein!
Komm wir laufen weiter... Zurück is nicht! Wollen wir nicht! Hab die "Rote Reihe" die Herry hier reingestellt hat auch gelesen und muss sagen: Auch mich hat es nicht überrascht. Geahnt haben wir es doch alle. Und auch wenn wir es mit 100%iger Sicherheit gewusst hätten, wir hätten doch geraucht. Oder? Ich für mich kann die Frage mit Ja beantworten.

Ich wünsche Dir einen schönen rauchreien Tag!

butterfly.gif

LG Samsy