Holpriger Start, aber jetzt ...


Verfasst am: 02.12.2019 22:54
Fatamorgana67
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Beiträge: 1
Hallo Guy,
lass dich nicht entmutigen oder provozieren. Ich kenne es auch die Angst vor dem Aufhören für immer. Hatte 2011 schon mal aufgehört und weil es mir nicht gut ging wieder angefangen. Geholfen hat mir das Rauchen leider nicht. Auch war ich nach der ersten Zigarette leider wieder voll dabei obwohl ich fast vier Monate nicht geraucht hatte. Ein erneuter Versuch kurz darauf aufzuhören hat dann leider nicht mehr funktioniert.
Sei stolz auf deine rauchfreien Tage. Es wird bestimmt besser.

Lieber Gruß Gabi
P. S.
Ich rauche übrigens ähnlich viel wie du geraucht hast, will aber demnächst versuchen wieder aufzuhören. Dann hoffentlich für immer.
Verfasst am: 03.12.2019 07:13
Bleibenlasser
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Beiträge: 4
Guten Morgen, Guy.
Habe den kompletten thread jetzt durchgelesen und hoffe du bist auch heute noch dabei?!
Ich war ähnlich wie du ein recht „unbewusster“ Raucher.
Im Büro direkt konnte ich zwar nicht rauchen, hätte es aber vermutlich getan.
Bin dann halt für jedes Telefonat auf den Balkon - „bewusst“ geraucht habe ich jedoch selten, das ging immer nebenbei. Jeder Weg an der „frischen“ Luft war gleichbedeutend mit Rauchen, Gassi gehen = Kippe, usw usw

Habe auch mit einem kompletten Cut aufgehört, kein Spray, kein Snus, nicht dampfen, hat reduziert davor.
Klappt jetzt seit 2 Monaten, und wird zunehmend „Normalzustand“.
Das Flüstern hört mit der Zeit auf - nach und nach besetzt man Situationen neu, belohnt sich anders - und Stress ist mit oder ohne Zigarette immer der gleiche Sch***

Du sprühst nichts mehr, oder zumindest denkst du fast nicht mehr dran - es tut sich also was.
Das alles dauert und die Dauer nervt - es gibt nicht den Knopf, Schalter, Hebel. Ja, verdammt.

Aber du hast 18000 mal im Jahr eine Zigarette angezündet, in jeder Situation geraucht... über Jahre.
Rechne dir das mal aus, ist ja klar, dass die Gewohnheit, die Sucht, die Handbewegungen usw sehr tief sitzen.

Aber auch in deinem Fall bin ich sicher: man kommt da raus.
Nur gehts nicht ohne Konflikt, Selbstreflektion und v.a. Wachsamkeit, denn der eigene Kopf ist der größte potentielle Feind.
Verfasst am: 03.12.2019 09:38
May-BY
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Beiträge: 219
Guten Morgen Guy,
auch von mir einen schönen rauchfreien Tag.
Lass dich nicht entmutigen von dem depperten
Gesindel icon_evil.gifNikotinteufelchen.png
Du kannst es schaffen. Ich hab eine noch
längere Raucherkarriere hinter mir. Kannst in
meinem WZ. nachlesen.
Hab auch immer noch manchmal Probleme.
Doch es gelingt immer besser die Rauchgedanken
zu verdrängen.
Bis heute zu mindest. Du schaffst das auch. banghead.gif
Heute rauchen wir nicht.
Liebe Grüße Maria
butterfly.gifladybug.pngquarterfoil.pngpenguin.gifpenguin.gif
Verfasst am: 03.12.2019 10:38
Silalei
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Guten Morgen Guy

Habe mich gerade in dein Wohnzimmer verlaufen.
Schöne saubere Luft hier.
Morgen hast du schon eine ganze Woche geschafft.
Das mit den Verlustgedanken kenne ich zur Genüge icon_wink.gif aber immer nur anfangs.
Allerdings hat es für mich was sehr Erstrebenswertes, für immer aufzuhören und das fehlt dir anscheinend.
Wo liegen denn die Vorteile, wenn man wieder und wieder raucht?
Ich beneide jeden Nichtraucher.
Im letzten Urlaub fühlten sich andere Gäste sogar teilweise belästigt, wenn ich draußen rauchte, so halb überdacht,
ich war innerlich wütend auf die Gäste, gleichzeitig kam ich mir wie eine Außenseiterin vor.
Die Nichtraucher, welche zu 90 % vorhanden waren, genossen ihr Essen ganz anders, die saßen in gemütlicher Atmosphäre bis 22 Uhr und hatten Spaß.
Ich saß ab spätestens 21 Uhr ohne meine netten Tischnachbarn an der Bar, damit ich in Ruhe rauchen konnte.
Einmal fragte ich die ernsthaft, warum die immer so lange beim Essen sitzen.
Auf Flügen in den Urlaub habe ich mir vorher manchmal ein Nikotinpflaster aufgeklebt, damit ich keinen Schmacht bekomme.
Ich bekam schlechte Laune und wurde hibbelig, wenn ich irgendwo zu Besuch war, wo ich nicht rauchen konnte.
Ich fror draußen vor der Tür, während andere auf der Weihnachtsfeier gemütlich drinnen saßen und sich noch einen
Nachtisch gönnten.
Ich kenne all diese Dinge auch ohne Zigarette und damit ging es mir wesentlich besser.
Also ist es für mich sehr erstrebenswert, für immer aufzuhören und nie wieder in solche Situationen zu kommen.
Denn eines ist sicher: Die Schmachter hören irgendwann ganz auf.
Nur leider war ich so doof und habe mir eingebildet, dass ich ab und zu mal eine rauchen könnte.
DAS funktioniert eben nicht.
Warum auch sollten wir Gefallen an einer Zigarette hier und da finden?
Was bringt uns das denn?
Geht es uns dadurch besser?
Haben wir dadurch auch nur einen einzigen Vorteil?
Ich finde nicht.
Ich will einfach nur komplett frei von dieser Sucht sein und das für immer, weil ich weiß, wie herrlich sich das anfühlt, wenn man gar keinen Schmacht mehr kennt und sich ganz und gar als Nichtraucher fühlt.
Denk nochmal drüber nach.

Liebe Grüße quarterfoil.png







Verfasst am: 03.12.2019 13:30
Guy79
Themenersteller
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Hallo ihr alle und siebter Tag, der rauchfrei bleiben will:

Wie immer ist tagsüber die Stimmung gut icon_wink.gif Die App meldet über 100€ gespart und über 300 Zigaretten nicht geraucht. Und wie immer freu ich mich über eure Nachrichten.

@Silalei:

Die soziale Komponente, also dass man als Raucher immer mehr zum Aussatz zählt, war auch für mich einer der wesentlichen Gründe fürs Aufhören.


Zu deiner Frage: "Warum auch sollten wir Gefallen an einer Zigarette hier und da finden?":

Im ersten Post habe ich meine Beobachtungen dazu aufgeschrieben: Die erste nach langem Entzug ist "gut", jede weitere wird immer mieser.

Du hast also völlig recht, es gibt realistisch keinen einzigen Grund noch mal eine rauchen zu wollen. Es gibt nur die, die die Sucht einem einreden will. Das weiß meine Verstandseite. Auch wenn meine Suchtseite dagegen argumentieren will, bis hin zum Ansatz, nur deshalb eine zu rauchen, um sich daran zu erinnern, wie schlecht es ist.

Die Sucht erwischt bei "NIE MEHR" bei mir einfach eine sensible Stelle:

In der Broschüre der BZgA wird daraufhin gewiesen, dass reduzieren nicht funktioniert, weil je weniger, "desto bedeutender und wichtiger werden die verbleibenden Zigaretten". Und genau an der Stelle setzt meine Sucht an:

"Ja ja, nie wieder. NIE WIEDER. Heb die Zigaretten nur auf einen Podest, in dem du sie dir für immer verbietest. Dann wirst du auch einer dieser biestigen Ex-Raucher, statt zu einem fröhlichen Nichtraucher."

Vielleicht bin ich da auch vorbelastet durch Bekannte, die vor einigen Jahren mit Rauchen aufgehört hat. Die ist geradezu radikal geworden. Ständig Bemerkungen zu dem Thema, und einmal bei einer Einladung in ihre Wohnung - 4. Stock ohne Aufzug - hat sie uns nicht auf dem Balkon rauchen lassen, sondern darauf bestanden, dass wir auf die Straße gehen!

Bedaure, aber davon bin ich fest überzeugt: Wenn man trotz Rauchstopp permament, aber irgendwie auch so völlig destruktiv* mit dem Thema beschäftigt ist, dann ist man kein Nichtraucher, sondern immer noch ein Raucher, bloß einer, der sich schon lange zwingt, nicht zu rauchen.

* Bsp. für destruktiv wäre das (bis vor Kurzem) erlaubte Rauchen in Österreichs Après-Ski-Bars. Als sie das mal mitbekommen hat, konnte sie sich endlos aufregen, dass das gar nicht geht, das dort drinnen geraucht wird... Sie fährt kein Ski, käme also nie hin und hat sich damit über etwas aufgeregt, was sie NULL tangiert.


Zusammengefasst für den Moment:

Es arbeitet also durchaus noch in mir. Und keine Ahnung, wieso abends die Stimmung so gerne absinkt. Nichtsdestotrotz sind für mich bereits einige Point-of-no-return erreicht, die ich zur Not mit blankem Willen verteidigen will. Wobei ich das vermutlich nicht muss, da überzeugt:

- Nie wieder Rauch in der Wohnung

- Nie wieder Rauch im Auto

- Nie wieder Rauch "unbewusst", wozu ich gerade auch das Rauchen in Gesellschaft zähle


Das ist doch schon mal was! icon_wink.gif
Verfasst am: 03.12.2019 13:57
Silalei
Dabei seit: 22.11.2019
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Beiträge: 90
Schön Guy, das hast du gut erklärt und verteidige das Nichtrauchen ruhig
fleißig weiter icon_wink.gif denn es lohnt sich so sehr.
Mir tut es richtig gut, mich hier mit euch auszutauschen.

Eigentlich ist das NR ganz einfach icon_wink.gif
Wir sollten es nicht als Verlust ansehen, sondern als DIE Befreiung
von etwas völlig Sinnlosem.

Nun machen wir immer weiter und weiter mit dem NR und
nächsten Monat fühlen wir uns noch viel sicherer und stark
und rundum zufrieden.
Ich bin stolz auf mich und das darfst du auch auf dich sein.

gefuehle_smilie_0236.gif
coffee.pngflowerblue.png
Verfasst am: 03.12.2019 14:02
Mitgard
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Boah ey Guy...

Du weißt aber schon, dass mindestens JEDER 2. SATZ von Dir eine reine Fluppenverteidigungsgeschichte ist, oder??? Du willst dann zumindest nicht mehr im Auto rauchen? Super... Ham wa seit etwa 1988 nicht mehr getan... Nicht mehr im Haus rauchen? Wahnsinn... Wir haben nach dem Hausrauchstopp nur noch schlappe 15 Jahre weitergequarzt...icon_lol.gificon_lol.gificon_lol.gif Alles hört sich so an, was Du alles ändern wirst, wenn Du "kontrolliert und reduziert" wieder angefangen hast... Dann mußt Du ja auch nicht zum militanten Nichtraucher werden, welch ein Glück....banghead.gif

Und falls Du der Meinung bist, ich sei so einer, da biste völlig aufm Holzweg... Ich liebe meine nur noch sehr wenigen Rauchfreunde so sehr, dass ich mich auch problemlos stundenlang in nem WZ von denen dauervollquarzen lassen kann... Obwohl...icon_eek.gif Eigentlich müsste ich davon doch wieder SÜCHTIG werden??? WERD ICH ABER NICHT... Schlichtweg weil ich es nicht will... Weil ich das kann. Wie der "Normaloaufhörer", aus meinem Bekannten-und Verwandtenkreis waren das eigentlich alle, auch...
Ich sehe, es bleibt spannend hier...icon_wink.gif

Happy Feierabend wenns soweit ist!!!
Verfasst am: 03.12.2019 14:07
Silalei
Dabei seit: 22.11.2019
Rauchfrei seit: 28 Tagen
Beiträge: 90
Ja Elly, den Satz finde ich auch soooo treffend.
Gut, dass du ihn nochmal hervorgehoben hast und liebe Grüße
Verfasst am: 03.12.2019 14:21
maxg89
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Huhu Guy,

die 1 Woche rum... Das ist ein super Anfang. Herzlichen Glückwunsch dazu.

Die erste Hürde hast du genommen und bist darüber gesprungen. Ich kann dir sagen, viele große und kleine Hürden werden kommen. Wichtig ist jede davon einzeln zu nehmen und sicher darüber zu steigen.
Deine ehrliche Art dein Rauchen zu reflektieren ist ein wichtiger Schritt.

Ich habe in der 2 Woche damit angefangen ein Verlangenstagebuch für mich zu schreiben. Immer wenn ich das Verlangen nach einer Zigarette hatte, habe ich die Situation erfasst (Wann, Wo, Welche Situation, Was mache ich jetzt). So habe ich relativ schnell ein kleines Buch gefüllt. Wenn ich meine "Gefühle" niedergeschrieben hatte, war meistens auch der Schmacht erst einmal vorbei. Mit jedem Tag wurde es weniger und irgendwann kommt der erste Tag an den man nicht mehr an das Rauchen denkt, dann die erste Woche usw.

Irgendwann kommt der Punkt, an dem nicht mehr die Zigarette unser Leben bestimmt, sondern wir wieder anfangen es selber zu bestimmen.

Ich wünsche dir viel Kraft.

Ganz liebe Grüße

Max
Verfasst am: 03.12.2019 14:31
Guy79
Themenersteller
Dabei seit: 27.11.2019
Rauchfrei seit: 9 Tagen
Beiträge: 37
@Mitgard:

Du meinst es sicher gut, aber wie gestern schon deutlich wurde: deine provokante Hau-drauf-Methode hilft mir in keiner Weise weiter. Zumal deine Geschichte für mich an zwei Punkten gewaltig hakt:

1. Du hast letztendlich jede Verantwortung für deine Entscheidungen deiner Frau aufgebürdet. Hat sie wieder angefangen zu rauchen, hast du auch wieder angefangen etc.

2. Wenn es dir so gut geht als Nichtraucher, dann weiß ich nicht, wieso es dir ein Bedürfnis ist, mir täglich zu erklären, wie schei... äh schlecht ich das alles angehe.

Darüber und mehr könnten wir jetzt ewig diskutieren, aber das ist nicht Sinn der Sache:
Das hier ist MEIN Wohnzimmer. Und ich muss MEINEN WEG finden.

Und da wir beide dabei wohl auf keinen gemeinsamen Nenner kommen dürften, möchte ich dich deshalb freundlich bitten, von weiteren Posts in meinem Wohnzimmer Abstand zu nehmen. Wenn deinerseits noch was rausmuss, bitte PN, nicht mehr hier.

Vielen Dank!
Verfasst am: 03.12.2019 16:03
Baldso
Dabei seit: 10.01.2019
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Beiträge: 1483
Salü Guy

gratuliere Dir zu sechs Tagen. Es gibt Jene die der Z. nachtrauern und die Andern die überzeugt sind, nicht mehr rauchen zu wollen. Die Ersteren haben keine Chance, ist meine Meinung. Liebe Grüsse baldso

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 03.12.2019 um 16:05.]
Verfasst am: 03.12.2019 16:11
Rauchfrei-Lotse
rauchfrei-lotsin-sabo
Dabei seit: 21.08.2019
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Hallo Guy,

Dein Satz "Und keine Ahnung, wieso abends die Stimmung so gerne absinkt." kann ich Dir eventuell erklären.

Abends kommt man zur Ruhe und leider auch zum Nachdenken. Nach einer Woche Rauchfreiheit ist der Kopf noch immer von der Zigarette besessen. Hier hilft nur "ABLENKEN". Die Rauchfreiheit ist ein langwieriger Prozess (es gibt auch Ausnahmen, die wirst Du aber höchstens vereinzelt hier im Forum finden!). Es geht nix von heut auf morgen, man muss das Loslassen und "glücklich" sein erst wieder lernen. Bis zum Rauchstopp hat die Zigarette Dir Glück vorgegaukelt. Aber es wird von Woche zu Woche besser, garantiert.

Jeder muss selbst sehen, was ihm am besten hilft - bei mir war es der viel genannte Lolly und der Strohhalm. Tagsüber habe ich auch heute noch eine Gemüse/Obst Box mit zur Arbeit - das hilft zumindest am Anfang sehr und beugt einer unkontrollierten Gewichtszunahme wenigstens ein klein wenig vor. Sport habe ich auch in die Abendstunden verlegt.

Ich wünsche Dir viel Durchhaltevermögen - in wenigen Wochen sieht die Welt ganz anders aus.

sun.gif

LG,
Sabo
Verfasst am: 03.12.2019 16:30
Christina.f
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Beiträge: 223
Riesengrinser.gifRiesengrinser.gif
Du machst das super gefuehle_smilie_0236.gif
Ich mag es wie du austeilst Riesengrinser.gif
Weiß du wie oft ich immer wieder angefangen habe zu Rauchen,nur weil ich eine einzige nochmal testen wollte?
Ich sag es dir,zig mal banghead.gif
Ich hab sie immer schön bewusst geraucht,tief inhaliert,gewartet was passiert (war doch immer so schön zu Rauchen)icon_rolleyes.gif
Nix passiert!!!!!nach sechs Wochen tut es sogar wieder weh!
Wie die ersten,die wir früher heimlich im Park in der achten Klasse geraucht haben icon_wink.gif

Vielleicht überkommt es dich doch irgendwann einmal.
Dann denk bitte an mich,du fuckst dich danach nur ab.
Wenn es dir in Verbindung mit Alkohol passiert,das du nochmal eine testen mußt,schämst du dich sogar am nächsten Tag

Immer wenn ich eine mal wieder geraucht habe,sind daraus Woche für Woche mehr geworden,also dieser Prozess vom Nichtraucher zum Raucher geht über Monate.
Klar in dieser Zeit sind wir Gelegenheitsraucher,haben alles im Griff,fünf am Tag ist doch nicht schädlich,so kann’s bleiben!!!
Es bleibt nicht !!!!!!!!!
Wir sind suchtmenschen!!!!
Für uns gibt es nur eins,und das ist :null Toleranz !!!
Nehm erstmal jetzt die nächste Hürde,das sind drei Wochen.
Das schaffst du ,hab ich schon gemerkt.
Guy ich Gehör zu deinem Team,ich vermisse die ziggi auch noch ab und zu icon_cry.gif
Egal!!
Ich rauch aber keine mehr und ich zieh auch nicht mehr bei einem Kumpel daran.
Lg Tina


Verfasst am: 03.12.2019 20:12
Trine2712
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Beiträge: 84
Hallo Guy,
Du bist fast ne ganze Woche rauchfrei! Das ist ein Grund mal stolz zu sein, stolz auf Dich selbst!!!

Wenn ich mir überlege was Du an Geld bereits gespart hast dadurch, bin ich fast neidisch nur 20 Z. am Tag geraucht zu haben. Eigentlich schade dass Du aufgehört hast. Bei Deinem Konsum läppert sich da echt ein gewaltiges Minus bei den Steuereinnahmen. *Ironie*

Vergiss mal Deine Bekannte, die anscheinend mit dem Thema radikal umgeht. Das kannst Du aber mit jedem Thema. Jedes Thema kann zur Militanz getrieben werden. Beispiel impfen ja oder nein, gesunde Ernährung, Erziehung des Nachwuchses, Autos, Sport, ...

Glaub Paul schrieb es, dass er Gelegenheitsraucher war. Er rauchte bei jeder Gelegenheit! Das wärst Du und ich garantiert auch. Willst Du das? Ich für meinen Teil kann sagen, nee Danke!!
Also gehen wir doch erstmal weiter. Bist dabei?
Verfasst am: 03.12.2019 21:38
Guy79
Themenersteller
Dabei seit: 27.11.2019
Rauchfrei seit: 9 Tagen
Beiträge: 37
Ihr Lieben,

Danke für eure Nachrichten, gerade gelesen und ich denke - wie immer - genau über eure Worte nach. Jetzt erst mal kurzes UPDATE fürs Tagebuch:

Heute war Tag der Trigger:

- Erstes Mal Tanken, was bislang immer Anlass war, die Z-Bestände aufzufüllen.

- Erste Autofahrt über 100 km, wobei bisher jeder Stau Anlass für Extrakippe war (= ne Menge Extrakippen icon_wink.gif)

- Heute Abend zum ersten Mal seit dem Rauchende an ein Glas Wein gewagt. Sehr lecker icon_biggrin.gif

Wie üblich zupft die Sucht am Abend an mir rum.
Aber trotz aller heutigen Trigger widerstehe ich ihr!
Und das gerade gar nicht mal schlecht bez. Laune.
Verfasst am: 03.12.2019 21:55
Silalei
Dabei seit: 22.11.2019
Rauchfrei seit: 28 Tagen
Beiträge: 90
Sei vorsichtig mit Alkohol!!
Ich meide den seit meinem Rauchstopp.
Vielleicht in ein paar Monaten mal wieder.
Pass auf dich auf!
Verfasst am: 03.12.2019 22:06
Furia
Dabei seit: 29.01.2018
Rauchfrei seit: 19 Tagen
Beiträge: 742
Wow.
Du legst jetzt echt los.
So viele Trigger.... alle weggesteckt.
Nicht schlecht.
Ich hab ewig keine Tanke mehr angefahren..... bei meinem letzten Ade.

Bei diesem geht alles leichter.

Meine Gedanken...
Jeder Weg ist anders.
Jedes Aufhören und jeder Versuch aufzuhören hat seinen Sinn und bringt uns weiter.
Denken hilft.
Sturheit auch.
Humor sowieso.
Und dieses Forum.

Ich finde es gut, wie Du Deinen Aufhörweg gehst.
Viel Erfolg, gute Nerven, Gelassenheit und .... unbedingt auch Spaß an diesem Abenteuer.

FuriA


[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 03.12.2019 um 22:07.]
Verfasst am: 03.12.2019 22:13
Paul2.1.
Dabei seit: 12.06.2019
Rauchfrei seit: 500 Tagen
Beiträge: 524
Guten Abend Guy,

ich finde das sehr spannend wie Du in Dich reinhorchst und genau wahrnimmst was da so für Spielchen am Laufen sind. Zu unterscheiden welche Ideen die Sucht einem ins Hirn flüstert ist auch für mich sehr wichtig gewesen.
Ich habe das neulich schonmal in meinem WZ geschrieben, "niemand kennt uns so gut wie unsere Sucht".
Sie ist ein Teil von uns und das schon seit vielen Jahren und sie ist gnadenlos ehrlich.

Dein Satz:"Und genau an der Stelle setzt meine Sucht an:
"Ja ja, nie wieder. NIE WIEDER. Heb die Zigaretten nur auf einen Podest, in dem du sie dir für immer verbietest. Dann wirst du auch einer dieser biestigen Ex-Raucher, statt zu einem fröhlichen Nichtraucher."


Du weißt genau wo Deine Trigger verborgen liegen und die Sucht reißt den Deckmantel weg und nutzt sie schamlos aus. Nimm sie wahr und nimm sie ernst, alles was wir verdrängen kommt auf Umwegen wieder zurück und meistens genau dann wenn wir am wenigsten damit rechnen.

Ich wünsche Dir weiterhin viel Ehrlichkeit
und ja, man kann einen guten Weg finden mit der Sucht abzuschließen.

Verfasst am: 04.12.2019 07:42
Luischen
Dabei seit: 05.05.2017
Rauchfrei seit: 11 Tagen
Beiträge: 37
Hallöchen,

richtig gut wie du das machst und meiner Meinung nach , machst du das auch genau richtig.

Ich finde es so wichtig nach dem Rauchstop zu versuchen alles so zu machen wie immer, nur halt ohne Zigarette also z.B. Kaffee trinken, Weinchen trinken, tanken bei der selben Tanke usw. Also alle Trigger nicht vermeiden sondern Ihnen bewusst zu begegnen, auch wenns hart ist.
Denn nur so kann unser Suchthirn die Verknüpfung zwischen diesen Dingen mit der Zigarette lösen und neue Verknüpfungen ohne Zigarette herstellengefuehle_smilie_0236.gif

Von daher, du machst das genau richtig!

Jetzt wünsche ich dir einen erfolgreichen Tag icon_smile.gif
Verfasst am: 04.12.2019 11:14
Guy79
Themenersteller
Dabei seit: 27.11.2019
Rauchfrei seit: 9 Tagen
Beiträge: 37
Vielen Dank für eure Nachrichten, gerade auch @Paul. Immer spannend auch von Menschen zu lesen, die schon länger rauchfrei sind.

@Silalei:

Sehe ich auch so, dass Alkohol Risikofaktor ist, gerade außer Haus in Gruppe - Stichwort Weihnachtsmarkt - wo Zigaretten nah sein könnten icon_wink.gif Mein gestriges Glas Wein war aber in privatem Nichtraucher-Umfeld, und irgendwann muss ja auch wieder so was wie Normalität einkehren ...

@Furia und Luischen:

Sich der Ausforderung Tanke zu stellen, war jetzt nicht so schwer. Alternative wäre gewesen ohne Sprit am Straßenrand stehen zu bleiben. Und ich glaube, der Trigger wäre noch größer gewesen icon_wink.gif

Update Tagebuch:

Jetzt rauche ich schon seit über einer Woche nicht. Leider erreichten mich heute Vormittag unerwartet schlechte Nachrichten, so dass mir grad weniger nach Feiern und dafür nach Rauchen ist. Der klassische Trigger schlechthin.

Aber auch wenn die Sucht versucht, die Lage auszunutzen, bin ich grad stärker: Wenn ich jetzt rauche, ist das eigentliche Problem bzw. der Kummer darüber nicht gelöst, ich hab dann bloß noch ein Weiteres geschaffen.