Maikäfer-Zug Mai 2020: Nur für Heute rauchfrei


Verfasst am: 02.07.2020 09:57
ehem-rauchfrei-lotsin-inez
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Moin Christian,
danke für deine Gedanken, genauso ist es auch bei mir gewesen! Und deshalb kann ich dir von mir berichten: es wird anders, die Gedanken drehen sich immer weniger um Zigaretten. Im Frühjahr, ich hatte mein Jahr noch nicht ganz geschafft hatte ich mal wieder so ein Erlebnis. Hatte im Garten alte Blüten weggeschnitten und noch so ein bißchen "rumgewühlt" und als ich fertig war: "Jetzt eine rauchen" icon_eek.gif Das war immer so ein Ritual früher und ich hatte es ohne Tabak noch nich erlebt, deshalb wohl dieser Geistesblitz. Musste ein bißchen grinsen und mich wundern, das wars.
Was mich ein wenig stört: in deinem letzten Satz:
es war eine der besten Entscheidung meines Lebens und ich hoffe wirklich nie wieder rückfällig werden zu müssen

steht das Wort müssen - du musst gar nichts! Wenn, dann entscheidest du das selbst. Du beschäftigst dich so viel mit dem Thema und reflektierst, du bist hier im Forum unterwegs, ich bin mir ziemlich sicher, dass du weiter deinen rauchfreien Weg gehst.
Heute rauchen wir nicht!
Viele Grüße
Inezsweetpea.gif
Verfasst am: 02.07.2020 11:08
kine
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Hallo nochmal,
vielen Dank für die unterstützenden Worte, von Inez und Bolando
ich finde das immer sehr inspirierend.
Und klar Inez, müssen muss ich nichts es ist besser
gesagt die Angst vor dem kurzzeitigen Kontrollverlust,
welcher mich dann wieder zum Kettenraucher werden lässt.
Diese permanente Konditionierung...klar, ein ganzes Leben
antrainiert, aber dennoch nervig.
Es fühlt sich einfach an als wenn ich jahrzehnte lang meine Gefühle
mit Nikotin betäubt hätte und jetzt purzeln sie alle ungefiltert nur so
raus. Ein Gefühl der emotionalen Unsicherheit macht sich da manchmal
breit und ich weiß, dass das auch ein großes Stück Sucht ist. Hätte ich
nie für möglich gehalten, habe ich mich fairerweise auch nie vorher mit
beschäftigt. Weiß aber manchmal auch garnicht mehr ob es die Sucht ist oder
einfach nur meine eigene Einstellung zum Leben.
Ich bewerte das jetzt alles mal mit positiv,sind Veränderungen ja fast immer,
ab irgendeinem Zeitpunkt.

[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 02.07.2020 um 11:43.]
Verfasst am: 02.07.2020 12:40
Niemant
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Hallo kine,

ich war gestern Kartenspielen und hatte auch so ein zwei Momente, die komisch waren. Als ich den Raum betrat sagte einer meiner letzten rauchenden Freunde. Du hast aufgehört zu rauchen, ich will das auch, was hältst Du von Hypnose. Ich bin begeistert, das man uns unser gesunderes Äußeres mittlerweile ansieht. Trotzdem habe auch ich manchmal die Befürchtung wieder einem Rückfall zu erliegen. Aber glücklicherweise liegt es in unserer Hand. Ich nehme die Sucht sehr ernst, deshalb verniedliche ich sie nicht. Genauso wenig wie man ein Bierchen oder Schnäpschen trinkt, genauso wenig raucht man ein Kippchen Rettchen oder nimmt ein Zügchen.
Mir geht es ebenso wie Dir, ich finde das Forum auch inspirierend, und finde auch nicht das Du jammerst. Jeder muss seinen Weg finden, egal welche Zeit es dauert um die Sucht zu überwinden. Nur die Eine darf es nicht wieder geben,
Ich vertraue Bolando, wenn er sagt wir müssen geduldig sein und das es irgendwann verschwindet.
Er hat 855 Tage, spätestens dann ist vorbei, das geht schneller als wir uns das heute vorstellen können.
Deshalb weiter tapfer bleiben
Niemant

[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 02.07.2020 um 12:41.]
Verfasst am: 07.07.2020 16:34
kine
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Habe heute gedacht, dass es sich schon so anfühlt, als hätte man einen guten Freund
verloren und dachte dann sofort „klar, typisches suchtkranke Denkweise“. Mir hilft es im Moment
immer wieder von Suchtkrankheit zu sprechen, dass relativiert dann auch die Suchtattacken.
Habe mich heute so gefreut jetzt Nichtraucher zu sein und danach wieder so bemitleidet, jetzt
keine rauchen zu dürfen. Das Auf und Ab der Gefühle nervt mich weiterhin.
Verfasst am: 08.07.2020 17:49
Rauchfrei-Lotse
rauchfrei-lotsin-andrea
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Liebe Kine,

wie weit du schon gekommen bist, wow, 71 Tage, klasse!

Ich pflichte dir bei, dass der Verlust des alten "Freundes" Sucht krankes Denken und Fühlen ist. Die Gefühle sind nun mal phasenweise die eines Verlustes. Wie kommst du vom Verlustgefühl zum Gewinnergefühl?

Klug von dir halte ich es, von Suchtkrankheit zu sprechen. Ist es ja auch! Ich mag den Spruch: Wir sind keine schlechten Menschen, die gute Menschen werden wollen, wir sind kranke Menschen, die gesund werden wollen!

Du tust so viel für deine Gesundheit, hältst sogar dieses vermaledeite Auf und Ab der Gefühle aus! Was machen deine Belohnungen?

Herzliche Grüße an dich tapfere Kine

von Andrea
Verfasst am: 08.07.2020 21:35
kine
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Liebe Andrea,
Danke für Deine Worte. Ich habe echt so ein bisschen das Problem
mit allen Verbindungen, welche ich mit dem Rauchen habe und die mir
eben nicht bewusst waren. Diesmal war es ein möglicher Jobwechsel
und der Stress der damit einhergeht. Da brauchte ich diesmal echt zwei
drei Tage mir darüber klar zu werden, dass es der Arbeitsstress war.
Habe einfach Angst, dass jetzt ständig Situationen kommen, welche ich
früher rauchend leicht gemeistert habe. Auch diese werde ich nichtrauchen
meistern, nur müssen die Verbindungen gelöst werden und das ist echt
anstrengend.
Belohnt habe ich mich heute mit ausgiebigen Kochen für meinen Partner und
mich. Trotzdem es ist ein Mix zwischen Dünnhäutigkeit, schlechter Laune und permanentes
Reflektieren, das macht die Sache so anstrengend. Bin offen mir alles anzuhören
was ich dabei irgendwie wohl falsch mache und besser machten könnte.
Danke fürs zuhören
Christian


[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 08.07.2020 um 21:50.]
Verfasst am: 11.07.2020 16:31
Rauchfrei-Lotse
rauchfrei-lotsin-andrea
Themenersteller
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Lieber Christian,

so was richtig gescheites fällt mir jetzt auch nicht ein. Es ist anstrengend, Punkt. Das ist eben so. Punkt. Erst mal annehmen, dass es tatsächlich so ist und es vielen so geht. Ich hätte nach einigen Monaten auch gerne noch manchmal geklagt und gejammert, habe mich damals aber nicht so recht getraut.

Heutzutage ist es völlig in Ordnung, im Forum seine Probleme so offen auszusprechen. Und das ist gut so. Was mir ausnehmend gut gefällt ist, dass du deine Herausforderungen so klar beschreibst. Und dass du optimistisch schreibst:

"Auch diese werde ich nichtrauchen
meistern, "....Das zeugt von Mut angesichts deiner Angst. Sicher, du schaffst das! Da bin ich sehr zuversichtlich. Die Frage ist nur, wie du dich entlasten kannst anderswo in deinem Leben. Wie du dich öfter mal entspannen und erholen kannst von den Mehrfachbelastungen in Job und mit der Umgewöhnung auf rauchfrei. Und was du dir alles beiholen kannst aus deinem Leben an gemeisterten Herausforderungen. Führerschein, Berufsausbildung...das alles ist dir vielleicht auch nicht sehr leicht gefallen? Und heute genießt du die Ergebnisse deiner Anstrengungen?

Was mir ganz wichtig ist für dich: Viele Glücksmomente im Alltag. Aufmerksam genossen sind sie eine Quelle für Wohlbefinden. Vielleicht schreibst du mal eine Woche lang ein Glückstagebuch. Die erste Tasse Kaffee(Tee) am Morgen, interessante Wolken auf dem Weg zur Arbeit, ein erledigtes Projekt am Arbeitsplatz...Ich habe es so bei den Anonymen Alkoholikern gelernt und schreibe heute immer noch in mein Glückstagebuch bei schönen Ereignissen. Mit der Frage: warum lohnt es sich, heute zu leben?

Kennst du übrigens die Liste angenehmer Ereignisse? Da gibt's tolle Ideen: http://wwwpsy.uni-muenster.de/imperia/md/content/psychotherapie_ambulanz/aktivit__tenliste.pdf

Dein leckeres Menu mit deinem Partner ist da schon ein großes "Festessen", das hast du super gemacht! Was gibt es sonst noch für sinnliche Möglichkeiten, dir Genüsse zu verschaffen?

Und, Christian, ich würde nicht sagen, dass du Fehler machst. Du probierst und lernst, da ist es ja normal, dass nicht gleich alles perfekt klappt. Auf jeden Fall kannst du stolz sein auf deine 74 Tage! Und es werden immer mehr, immer nur für einen Tag auf einmal gelebt.

Was an körperlichen Verbesserungen erlebst du denn schon?

Herzliche Grüße
Andrea


[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 11.07.2020 um 16:35.]
Verfasst am: 14.07.2020 09:54
kine
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Beiträge: 37
Liebe Andrea,
vielen Dank für Deine nützlichen Tipps, dass mit dem Glückstagebuch mache ich sowieso jeden Tag abends,
das hilft ungemein.
Habe mich das ganze Wochenende mit dem Thema Tabakindustrie und deren Masche beschäftigt, denn ich denke
nur wer den Feind versteht kann ihn auch bekämpfen. Habe hierzu einen wirklich sehr aufschlussreichen Bericht
der deutschen Krebsforschung bei Euch hier gefunden und mich doch über mich selbst geärgert und gleichzeitig gefreut, dass ich jahrzehntelang mich so vor dem Thema gedrückt habe. Bei jeder Suchtattcke die jetzt kommt, denke ich: genau das will die Tabakindustrie von mir. Diese fremdbestimmte Gehirnhwäsche ist schon unglaublich und um so mehr ich mich selbst bejammer, desto eher wird mir das klar. Ich weiß, dass es wahrscheinlich garnichts hilft, aber ich bin echt sauer auf diese ganze kack Tabakindustrie um so schlimmer finde ich es, wenn man bei denen auf der Homepage nachliest, dass obwohl sie das eingestehen, dass Rauchen schlecht ist, weiterhin behaupten, dass sie nur versuchen bessere Altetnativen für Raucher mit Ezigaretten etc suchen, die eben auch Nikotin freigeben. Also von Reue und Einsicht keine Spur, sondern weiterhin gewinnorientiert. Das Schlimme ist doch, dass hinter dieser ganzen Industrie auch Menschen stehen, die wohlwissentlich den Tod und die Krankheit von Millionen andere in Kauf nehmen um Geld zu verdienen. Ich weiß, so funktioniert Wirtschaft, aber gerade Tabak ist neben Waffenindustrie ein todbringenden Geschäft. Musste ich mal loswerden, da ich damit meinen Freunden auch nicht als fanatischer Nichtraucher auf den Geist gehen will, aber besser ich ärgere mich darüber, als einer Zigarette hinterher zu trauern.
In diesem Sinne geht es auf die 90 Tage zu und ich weiss, dass mir meine Sucht hin und wieder einen bösen Strich durch die Rechnung ziehen will und ich mich weiterhin mit ups und downs konditioniere muss, um die Masche hinter dem Rauchen jeden Tag besser in den Griff zu bekommen.
Verfasst am: 14.07.2020 12:21
Claudi3066
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Hallo liebe Kine,

und wenn man sich noch etwas weiter damit beschäftigt, was für eine Lobby die Tabakindustrie hat und wieviel Einnahmen der Staat damit hat und selbst ein generelles Verbot der Werbung nicht durchgesetzt wird, aufgrund der starken Lobby, ist der Sumpf deren tief. Und der gleiche Staat, der Millionen daran als Einnahme verbucht, initiiert ein Rauchfrei-Forum.
Nicht falsch verstehen, finde das Forum hilfreich. Aber die Rolle des Staates in dem Ganzem finde ich schon sehr suspekt.
Um so besser, dass wir da ausgestiegen sind, mit uns nicht mehr !! Wir bleiben weiter rauchfrei.
Liebe Grüße Claudia
Verfasst am: 14.07.2020 12:48
kine
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Wie wahr, das mit dem Staat und dem Forum wollte ich erst garnicht thematisieren, da die Rolle der Tabakgiganten
schon eine Frechheit ist, aber ja, ich gebe Dir komplett Recht, der Staat hat ein eigenes Interesse
an den Steuereinnahmen durchs Rauchen. Ich denke es ist noch viel zu akzeptiert in unserer
Gesellschaft und das im Jahr 2020!

Ich persönlich finde ja, dass die Aufklärung nicht gut läuft, gerade bei Kindern aber auch bei
Erwachsenen. Wenn man diese Gehirnwäsche doch viel früher erklären würde...
Mir hilft der Gedanke daran und auch wenn ich die Vergangenheit nicht ändern kann, so zu mindest
meine eigene Zukunft. Und wenn mir der Hass gegen diese Lobby dabei hilfreich ist jede Suchtattacke in einem neuen Licht zusehen, dann habe ich schon etwas gewonnen.
Ich finde wirklich es fühlt sich wie das Erwachen aus einem Alptraum an, was ja auch jeder beschreibt
und freue mich, die ganze Raucherei jetzt endlich in einem anderen Licht sehen zu können.
Gruß
Christian
Verfasst am: 16.07.2020 20:17
kine
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So ihr Lieben, habe das Gefühl ich bin der Einzige im Mai-Zug. Egal,
ich teile hier weiter meine Gedanken. Also die letzte Woche war gelinde gesagt kacke.
Verfalle auf einmal in eine Art depressives Loch, was ich so garnicht kenne. Brauche irgendwie
auch jedes Mal länger um mich da rauszuholen. Fühlt sich irgendwie fremdbestimmt an als wenn
das kleine Monster schreit“du bist kacke drauf, rauche eine und es gehts dir besser bzw. du schaffst es
nicht mit dem Nichtrauchen, das Leben ohne Kippe ist nicht lebenswert“ und obwohl ich weiß, dass
das die Sucht ist, fällt es mir gerade total schwer aus diesem Loch rauszukommen. Vielleicht ist es auch dieses 3
Monats Nichtraucher Ding oder ich spinne einfach.
Fakt ist, ich habe 33 Jahre meine Ängste irgendwie mit Kippen betäubt und jetzt sind sie alle ungefiltert da.
Habe dann heute mal bei dieser Rauchfrei Telefonberatung angerufen und war danach bei einer
Thaimassage. Hat beides sehr gut geholfen.
Das mit der Neuprogrammierung des Hirns empfinde ich als wirklich nicht einfach und total energieraubend.
Aber gut man braucht wohl Geduld und die habe ich so gut wie nicht mehr habe. Klar, alles braucht seine Zeit,
nur empfinde ich das im Moment als super langsamen Prozess.
In diesem Sinne heute wird nicht geraucht und zu 99,6% morgen auch nicht

[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 16.07.2020 um 20:30.]
Verfasst am: 18.07.2020 11:22
kine
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Hallo Shusha,
vielen Dank. Im Moment vermischt sich die allgemeine
Lebensproblematik mit dem Nichtrauchen. So manchmal weiß ich dann
garnicht mehr wo unten und oben ist. Gott sei Dank hat man ja Freunde
die einen dann wieder einnorden
Verfasst am: 21.07.2020 07:20
kine
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Hallo Christine,
hoffe Du bist aus dem 3 Tage Depri-Loch geschlüpft
und es geht Dir besser. Du hast schon Recht, auch ich habe eigentlich das Werkzeug
um mich besser zu fühlen, ich muss mir das nur immer wieder klar machen und das kostet
Kraft und Zeit. Habe mir jetzt vorgenommen einfach nicht soviel auf diese Depri Löcher
tu geben und sie als Teil des Entzuges wahrzunehmen. Das klappt mal besser mal schlechter,
aber bekanntlich ist ja der Weg das Ziel.
Ich bin dennoch immer wieder erstaunt wie sehr ich mich selbst aus der Bahn werfen lasse. Habe
mich mit dem Thema Entzug eben noch nie vorher so beschäftigt, aber auch hier hast Du Recht,
auch wenn es sich im Moment ätzend anfühlt, obwohl ich ja aktiv etwas gegen das Rauchen machen,
muss ich wohl mehr Geduld aufbringen und es gibt ja eben auch die guten Tage oder Momente.
Ich muss mich einfach darauf konzentrieren es mir gut gehen zu lassen, da scheine ich nicht richtig
gewöhnt dran zu sein.
Im Moment nerven mich auch einige Exraucher die mir ständig erzählen wie einfach es doch war aufzuhören
und das ich mir das alles nur einbilde.
Dann denke ich immer, dass man das im Nachhinein immer in einem verklärten Licht sieht und ich das garnicht
als Wettkampf sehen will, nerven tut es trotzdem enorm, weil ich im ersten Moment immer wieder denke, was ich für
ein Jammerlappen bin.
Wie dem auch sei, ich bleibe weiter rauchfrei, koste es was es wolle.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 21.07.2020 um 07:24.]
Verfasst am: 28.07.2020 10:26
susisorglos1506
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Haaaallou liebe Maikäfer!
Ich sitze auch noch im Zug ohne einen Zug. 87 Tage sind es nun bei mir. Ich muss zur Verwunderung feststellen, dass es mir scheinbar im Gegensatz zu anderen nicht schwer fällt. Dachte, es würde mir viel, viel schwerer fallen! Ich hatte jetzt seit Juni nur 2-3 Mal das Gefühl, dass eine Zigarette jetzt "cool" wäre. Das hielt aber nicht mal 5 Minuten an. Ich habe ohne Ersatzmittel aufgehört. Ich bin morgens aufgestanden und hatte einfach keine Lust mehr zu rauchen. Und das hab ich auch irgendwie noch immer nicht. Ich rieche einfach besser, die Klamotten stinken nicht mehr, ich habe nicht den Druck ständig auf der Suche nach Zigaretten zu sein ("schnell noch zur Tanke vor der Arbeit, hab ja nur noch 10 Zigaretten..."icon_wink.gif und ich habe ein ordentlichen Plus im Geldbeutel. Außerdem muss ich nicht ständig husten. Manchmal bekomme ich noch so Hustenanfälle, gerade, wenn in meiner Umgebung viel geraucht wird, meine Ärztin sagt aber, alles total normal! Ich denke und hoffe, dass es so weiter geht...

Viele Grüße von der Ostsee!
Verfasst am: 07.08.2020 13:03
Tarantino
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Wer ist denn alles noch von den Maikäfern im Zug? Hoffe, es sind noch ganz viele mit dabei!?
Wie geht und ergeht es euch so? Einige dürften ja die kritische 3 Monats-Hürde bereits überstanden haben. Wie fühlt es sich an? Wird und wurde es wieder ein Stückchen leichter?
Wünsche euch allen weiterhin viel Kraft und Ausdauer

Es grüßt Matthias

Verfasst am: 10.08.2020 08:32
susisorglos1506
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Hallooooo! Ich bin noch dabei und hab heute die 100 Tage geknackt! icon_biggrin.gif
Verfasst am: 10.08.2020 10:44
kine
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Good morning,
ich sitze weiterhin ganz standhaft im Maikäfer Zug mit Höhen und Tiefen,
wobei ich ihn letzter Zeit mehr Höhen als Tiefen feststelle. Das Rauchen hat
fast keinen Stellenwert mehr für mich und ich hoffe wirklich, dass das so bleibt.
Morgens ist der erste Gedanke weiterhin die Morgenkippe was mich echt nervt
aber das Vetlangen ist erträglich und hört dann im Laufe des Vormittags auf.
Ich bin wirklich stolz auf mich und denke, dass ich das Tal der Tränen jetzt auch endgültig
am Verlassen bin. Hatte ja mit meiner Nachbarin aufgehört zu Rauchen und sie wiederum ist
die Königin des Verdrängens von daher scheinen beide Taktiken zu funktionieren, für mich war
das Suchtverständnis und der Zuspruch meiner Umwelt extrem wichtig, weil ich einfach soviel
Angst davor habe rückfällig zu werden, aber jeder geht damit anders um und egal welche Methode
zum Erfolg führt wichtig ist wir rauchen heute nicht.
Für mich war die 3 Monatsgrenze ein sehr hartes Stück Verständnisarbeit aber danach ging es steil nach
oben und immer besser, schon komisch wie sich eine Sucht so verhält.



[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 10.08.2020 um 10:46.]
Verfasst am: 10.08.2020 14:43
Rauchfrei-Lotse
rauchfrei-lotsin-andrea
Themenersteller
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Ihr Lieben, was seid Ihr für eine erfolgreiche Reisegesellschaft!

Meinen herzlichen Glückwunsch an dich, SusiSorglos. Mit deinen 100 Tagen Heute hast du es echt weit gebracht. Und du, Christian, bist ja schon bei Tag 104, freue mich mit dir!

Wie belohnt Ihr euch denn?

Ganz liebe (hitzegeschädigte) kurze Grüße
Andrea
Verfasst am: 14.08.2020 07:52
kine
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Good morning liebe Community,

wie belohne ich mich selbst? Zunächst einmal sind das viele kleine Belohnungen den ganzen Tag über in denen ich mir immer wieder sage, wie stolz ich auf mich selbst bin. Der kleine Nikotinteufel kommt ab und zu nochmal vorbei und wenn er dann da ist mache ich ihn mir ganz bewusst und sage mir selbst Sachen wie, die Nikotinindustrie mischt Menthol in nicht spürbaren Mengen bei um das Inhalieren zu vereinfachen und mich abhängiger zu machen oder Sätze wie“ Rauchen ist eine Kettenreaktion und es fing mit nur einer Kippe an“. Mir hilft das und ich stelle fest, dass ich mit dem Nichtrauchen insgesamt viel entspannter und ruhiger geworden bin. Ganz viele Aspekte in meinem Leben schienen vorher vernebelt zu sein und ich genieße das neue Ich. Manchmal hackt es zwar noch etwas, aber es wird von Tag zu Tag besser. Was mich noch nervt sind ein bisschen die Morgenstunden nach dem Aufwachen, denn zu 98% denke ich erstmal an die Morgenzigarette, jahrzehntelange Konditionierung eben. Dann setzte ich mich mit meinem Café auf den Balkon und beobachtet ganz heimlich meinen rauchenden Nachbarn dessen Qualm dann zu mir zieht. Mein Nachbar ist Kettenraucher, wie ich es war und es gibt Momente wo es mich wirklich nervt, dass sein Qualm zu mir in die Wohnung zieht und eben diese Morgen, wo ich den stinkenden Qualm rieche und einfach nur froh bin, es hinter mir gelassen zu haben. Habe gelernt mir wenigstens einmal am Tag für 20-30 Minuten eine Auszeit nur für mich zu nehmen sei es mit Meditation oder Reflexion meiner selbst. Die Zeit hätte ich vorher mit Rauchen verbracht. Ich merke auch, dass ich vorher ungefähr jede Stunde in diesem wunderbaren Forum gelesen habe, weil ich meine Sucht einfach nicht gut verstanden habe und es hilft mir so sehr die Geschichten der Anderen zu lesen, aber ich verbringe immer weniger Zeit hier, was auf der einen Seite ein gutes Zeichen ist, auf der anderen Seite aber auch nicht unterschätz werden darf.
Wenn ich heute noch rauchende Freunde sehe, will ich Ihnen allen sagen, lass es sein, es ist möglich, hör auf zu qualmen, wobei ich dann ganz schnell wieder beim Thema „ Antworten auf nicht gestellte Fragen“ bin, also lasse ich es sein. Ich finde es so schlimm, dass irgendwie jeder Raucher denkt er schafft es sowieso nicht und das immer noch so eine gängige Meinung ist, die natürlich total demotivierend ist. Und so schlingere ich von Tag zu Tag.
Verfasst am: 27.08.2020 18:10
kine
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Es scheint nix mehr los zu sein in diesem Maizug