Nach 33 Jahren... am 19.05.2020 war es nun soweit


Verfasst am: 14.06.2020 18:16
Pumphut
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Guten Abend Matthias, eigentlich wollte ich mein Wohnzimmer schon umbenennen oder umziehen. Aber so ganz ohne ist dieser Titel trotz 74 Tagen immer noch nicht. Obzwar - in akuter Gefahr sehe ich mich nicht. Aber täglich ruft der Sauteufel nach mir. Die täglichen Abläufe sind nich im Kopf und werden wohl noch ein Weilchen bleiben. Das heißt also, ich wanke immer wieder rechtzeitig zurück zum Nichtrauchen. Da bin ich ganz stur !!! Und ich rauche auch heute nicht.
Deshalb sende ich Dir rauchfreie Sonntagsgrüße
Jürgen
Verfasst am: 14.06.2020 21:05
Niemant
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Hey Tarantino,

ich möchte Dir folgenden Deal vorschlagen:

Ich übernehme Deine Schmacht-Attacken , im Gegenzug übernimmst Du meine Albträume. Was hältst Du davon? Kill Bill war doch für Dich auch entspannt oder?
Freue dich wieder ein paar Meter auf dem Weg der Enthaltsamkeit weitergekommen. Das wird schon.
Ich habe mich gestern vor einer Kneipe, neben einem Raucher gestellt, um zu riechen. Permanent drehte der Wind, schließlich fragte er mich. was ich will. Ich sagte mal riechen. Er sagte, auch riechen kostet. Ich antwortete: Okay, soviel ist es mir nicht wert, dann gehe ich.
Bei mir ist da kein Neid und mal ganz ehrlich. So geile Luft wieBayrischer Wald nach Regen, was willst Du mehr.
Das Eis wird dicker, Geduld. Aber „Achtsamkeit“ das würde ich gerne mit in die nächste Woche nehmen.
Tief durchgeatmet wünsche ich Dir einen geruhsamen Schlaf
Niemant

Verfasst am: 14.06.2020 22:07
Ramonalinka
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Guten Abend Matthias,
ich freu mich, dass ich scheinbar doch immer die richtigen Worte für dich finde, obwohl ich beim nochmaligen Durchlesen oft denke: Mein Gott was für ein Gelaber.
Schön, dass es dir langsam besser geht. Es schwankt immer noch etwas. Man hat eben noch nicht alle gekoppelten Rauchsituationen entkoppelt und dann muss man mal kämpfen und durchhalten. Hin und wieder denke ich auch noch dran heimlich mal einen Zug zu nehmen. Aber mach ich sie dann wieder aus? Und ist es das wert?
Nein eindeutig nicht. Wir sind Nichtraucher seit unserem Entschluss nicht mehr zu rauchen. Das Nikotinteufelchen.png hinkt nur etwas hinterher. Aber es wird uns schon einholen und wissen wir sind Nichtraucher und brauchen ihn nicht mehr.
Nichtraucher brauchen keinen Zug von der Zigarette. Wir also auch nicht.icon_razz.gif Fast 4 Wochen mal mehr, mal weniger, aber immer erfolgreich gekämpft. Das ist doch schon was. Da kann und sollte man stolz drauf sein. Und sich auch schon ne kleine Belohnung gönnen. Weiterhin viel Erfolg. Morgen rauchen wir nicht.
Schönen Abend noch und eine gute Nacht
Liebe Grüße
Mona und ihr beruhigterDrache_zum_Dampf_ablassen.gif


[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 14.06.2020 um 22:08.]
Verfasst am: 16.06.2020 20:54
Tarantino
Themenersteller
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Resümee und Fazit nach 4 Wochen ohne Zigaretten:
Ich empfinde es noch immer als unfassbar, seit 4 Wochen und gut 20 Stunden habe ich nicht mehr geraucht. Ich hätte sowas wirklich für undenkbar gehalten zumal ich in 33 Jahren letztlich nie einen Tag rauchfrei war. Für mich, die Zigarette stets „etwas ganz Wertvolles/Genussvolles“ war. Ich hatte auch rückblickend eine riesige Angst vor dem ersten Tag. Meine Vorbereitungszeit war relativ gering mit ca. 2 Wochen. Eigentlich war es insgesamt eine Spontanaktion nachdem etwas gegoogelt wurde und sich dieses Forum bzw. die Homepage fand. Hintergrund für die „googlerei“ war, dass ich in den letzten Monaten so einiges geändert habe und noch ändern wollte. Neben der Nikotinsucht besteht auch eine Tablettenproblematik. Einiges konnte inzwischen nach und nach ausgeschlichen und abgesetzt werden.
Jedenfalls bin ich unendlich dankbar, dieses Forum entdeckt zu haben. Die vielen hilfsbereiten Menschen hier, die oftmals emotionalen Geschichten und Verläufe. Alles in allem, war es für mich ein riesiger Gewinn. Ich bin euch allen hier wirklich unglaublich dankbar!!!
Den ersten, dritten und sechsten Tag empfand ich als ganz besonders schlimm. Rückblickend betrachtet waren die ersten 2 Wochen in Summe schon heftig – körperlich und psychisch - wie es letztlich von euch oft auch geschrieben und erwähnt wurde.
In der dritten Woche gab es erstmals tatsächlich leichtere/bessere Phasen (Stunden). Ich dachte von da an zumindest nicht ständig an die Kippen und auch körperlich wurde es besser/erträglicher/einfacher. Etwa nach 21 Tagen trat eine erneute Art „Extremschmacht“ ein (ca. 1-2 Tage lang). Danach ging es spürbar besser oder sagen wir einfacher.
Der heutige Tag ist/war wieder etwas schwieriger, anscheinend trauere ich noch immer dem Gift in bestimmten Momenten nach (zumindest unterbewusst). Viele Situationen sind dermaßen mit Zigaretten assoziiert. Die Um- und Neuprogrammierung wird wohl noch ein längerer anhaltender Prozess.
Insgesamt empfinde ich meine Person gerade in der letzten Zeit als besonders wankelmütig. In einer Stunde noch bestens motiviert und das Ziel vor Augen sehend und in der anderen Stunde, „ach naja vielleicht könnt ich wenigstens einmal noch eine rauchen oder wenigsten einmal ziehen“.
Ich habe einfach Angst, dass es irgendwann zu einem schwachen Moment kommt. Bin davon überzeugt, nochmal, würde ich das ganze vermutlich nicht durchziehen und mich wohl dann damit abfinden.
Meine allergrößte Hoffnung aber ist die, dass es wirklich von Tag zu Tag in Summe ein kleines Stückchen einfacher wird. Deshalb frage ich euch auch so vieles, wie es aktuell bei euch ist und wann ihr den nächsten „Meilenstein“ verspürt habt. Daran hält man sich irgendwie und es liefert Kraft wie Motivation.
Mein persönliches ganz großes Ziel wären die 100 Tage (Kalenderende). Viele nicht mehr Raucher sprechen - um diese Zeit - von einer letzten schweren Hürde. Danach wird es in der Regel deutlich einfacher….immer mehr
Heute am Parkplatz hat jemand geraucht, ich empfand den Geruch als total angenehm und in keinster Weise abschreckend oder ekelig. Auch irgendwie bedenklich, dabei sollte ich mir vor Augen halten und führen, was jetzt schon alles geschafft wurde und was jetzt bereits hinter mir liegt. Ich bekomme besser und tiefer Luft. Fühle mich insgesamt vitaler und seit einigen Wochen sind meine Nebenhöhlen befreiter. Was für ein Gewinn! Man wollte selbige schon mal operieren, weil ich nächtens, also im liegen schlecht Luft bekomme. Deshalb teils über Jahre Nasensprays verwendet habe. Das diese Nebenhöhlenproblematik auch mit dem Rauchen zusammenhängen kann war mir gänzlich unbekannt?! Jedenfalls eine enorme Verbesserung der Lebensqualität. Auch der Geruchs- und Geschmacksinn haben sich verändert/verfeinert.
Mein aktuell größtes Problem sehe ich in der teils noch immer starken Antriebslosigkeit/Lethargie.
Viele Dinge die mir immer großen Spaß gemacht haben, tun es nimmer. Ich liebe normalerweise meinen Garten und die Gartenarbeit, eigentlich alles was mit Natur, Tieren und Pflanzen zu tun hat. Habe auch ausgefallene/spannende Hobbys, doch nichts mehr von dem macht Spaß und es kostet mich teils große Überwindung überhaupt etwas anzugehen. Das empfinde ich total belastend. Damit kann ich mich also weder belohnen noch ablenken. Was anderes was funktionieren könnte, fällt mir nicht ein.
Heute habe ich mich – immerhin - mit großer Überwindung zu Sport gezwungen, eine knappe Stunde leichtes Kraft und Ausdauertraining. Selbst danach war die Dopaminproduktion oder Ausschüttung wenig nennenswert und gering. Das Leben fühlt sich also nicht besonders gut an zumindest auf der einen Seite und hoffentlich temporär. Auf der anderen Seite bin ich aber auch ein Stück weit stolz zum bisher erreichten.
Vielleicht kommt das (Freude/Spaß etc.) alles wieder zurück: mit der Neuordnung der Abläufe, mit der Verfestigung und mit der Zeit. Vielleicht benötigt es auch wieder stark verfestigte mit ggf. erzwungenen Strukturen. Ich meine damit insbesondere konsequenten Sport (wie ich ihn etwa 20 Jahre lang und bis vor etwa 7 Monaten noch ausübte). Vielleicht wäre es Teil der Lösung!
Jetzt aber genug gejammert.
Heute möchte ich jedenfalls keine rauchen
Ich grüße alle Leidensgenossen herzlichst und bin echt dankbar, eure Gemeinschaft und Hilfe gefunden zu haben
Matthias




Verfasst am: 16.06.2020 22:10
Lesirma
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Hallo Tarantino,
ich freue mich mit dir, dass du den Ausstieg geschafft hast und möchte dir zu

fabelhaften vier rauchfreien Wochen


gratulieren.ballonsheart.png

Toll, wie du das für dich beschreibst. Ja, so erleben die meisten ihren Ausstieg und von Woche zu Woche wird es langsam besser. Ich habe auch gedacht, dass ich es nicht hinkriege. Umso schöner, dass wir es doch geschafft haben. Ich wünsche dir noch viele rauchfreie Tage und Wochen.
Ganz herzlich
Lesirma
Verfasst am: 16.06.2020 22:58
Niemant
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Hallo Tarantino,
ich komme gerade vom Laufen und bin glücklich und freue mich über Deine ersten vier Wochen. Meine schwierigste Zeit war erst um den 21igsten herum und ich wünsche Dir den geeigneten Sport, um einen Ausgleich zu finden, bzw. zur Glückshormonausschüttung. Du vollziehst die Neu- und Umprogrammierung bedacht und einer gewissen Demut, im Bewusstsein süchtig zu sein. Vorbildlich für mich als Quereinsteiger.
Die Lethargie empfinde ich auch als besonders krass, würden meine Chefinnen mich so sehen, würden sicherlich Gespräche folgen. Aber das wird bestimmt auch bald besser. Ich bin nicht so der Glückwunsch- oder Gratulationstyp und weil Dein und mein Projekt ein Langfristiges werden soll, macht es mE. nicht so den Unterschied aus, ob man vier Wochen, 100Tage oder das restliche Leben rauchfrei ist.
Bis hierher hast Du das Klasse gemacht. Glückwünsche an Dich und Danke für Deine Unterstützung. Weiter so!
Liebe Grüße vom
Niemant

[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 16.06.2020 um 23:28.]
Verfasst am: 16.06.2020 23:33
Birte_NMS
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Beiträge: 33
Hallo Tarantino, deine Antriebslosigkeit kenne ich zur Genüge. Egal-Du bist jetzt schon so weit! Es kann durchaus sein, dass die nächsten Wochen auch noch nicht so prickelnd sind, aber am Ende steht doch das, was wir alle wollen: endlich rauchfrei, oder?
Also bleib bitte dabei ihn zu besiegen
Nikotinteufelchen.png

Liebe Grüße von Birte
Verfasst am: 18.06.2020 12:48
Ramonalinka
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Hallo Matthias,
heute ist der letzte Tag vom ersten rauchfreien Monat seit 33 Jahren. Darauf möchte ich mit dir anstoßen congratchamp.gif und ein bisschen feiernfireworks.pngfireworksblue.png
Ich hab lange nichts von dir gehört, aber da deine rauchfreien Tage wachsen, bist du noch tapfer dabei. Sei stolz auf dich und gönn dir was Schönes. Vielleicht hast schon lange einen Wunsch, den du dir jetzt vom gesparten Zigarettengeld erfüllen kannst. Hast es bis hierher klasse geschafft - weiter so. Bleib dabei: Heute rauchen wir nicht. Ich wünsche dir weiter jede Menge Sturheit und Durchhaltevermögen. Immer dran denken, es wird besser. Jeden Tag ein bisschen.
Bei mir ist es so, dass ich zwar merke wenn Nikotinteufelchen.png mich stört, dass er schon seit einigen Tagen nicht kam, ist mir erst gar nicht aufgefallen.
Das ist wie mit dem tropfenden Wasserhahn, der stört, während man seine normalen Tätigkeiten ausführt. Hört diese Störung plötzlich auf, merkt man das gar nicht. Fällt es einem dann irgendwann wieder ein: oh ja der Hahn tropft ja gar nicht mehr. Man weiß aber gar nicht seit wann.
Es fällt mir also zur Zeit sehr leicht nicht zu rauchen. MeinNikotinteufelchen.png ist ziemlich genau nach meinem ersten Monat scheinbar ins Koma gefallen. Viel weiter bin ich ja noch nicht muss also zu der Zeit etwa gewesen sein.
Ich wünsche dir einen schönen sonnigen und rauchfreien Tagsun-2.png
Liebe Grüße
Mona (heute selbst der Drache)Riesengrinser.gif
Verfasst am: 18.06.2020 22:50
kine
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Beiträge: 14
Lieber Mathias,
ich lese Deine Posts und denke jedes Mal, genau so hätte der auch
von mir sein können. Dafür bedanke ich mich bei Dir für Deine offenen
Worte. Wir sind fast Rauchzwillinge, ich habe auch genau 33 Jahre geraucht.
Diese Neuprogrammierung war mir vorher auch garnicht so klar, dass ist
wirklich anstrengend, aber es scheint möglich zu sein und Du merkst ja,
dass Du jeden Tag weiter kommst. Es gibt bessere und schlechtere Tage
und an beiden spüre ich die Sucht mal mehr mal weniger jeweils auch
über mehrere Stunden. Ich freue mich gleichzeitig jedes Mal, dass ich nach
so langer Zeit endlich frei bin. 33 Jahre sind eine lange Zeit und die legt
man denke ich nicht von heute bis morgen ab. Es wird der Moment der
Freiheit vom Nikotin kommen und Du wirst ihm genießen. Ich hatte schon
ein paar Momente davon und es werden immer mehr. Sei geduldig mit Dir selbst,
auch wenn es 6 Monate dauert, ist das nichts gegen die 33 Jahre voller Qualm.
In diesem Sinne
Beste Grüße
Christian
Verfasst am: 21.06.2020 09:34
Niemant
Dabei seit: 31.05.2020
Rauchfrei seit: 50 Tagen
Beiträge: 89
33 ist mehr als ein Monat! Sei einfach mal gegrüßt.
Verfasst am: 22.06.2020 16:12
Tarantino
Themenersteller
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Beiträge: 58

Vielen lieben Dank für eure tollen Zeilen, dem Interesse und das zahlreiche Feedback! Ich habe mich wirklich sehr darüber gefreut! Eure Bestärkung tut einfach nur gut!!!gefuehle_smilie_0236.gif
Es tut mir leid, dass ich mich erst jetzt melde. In der letzten Zeit war ich ziemlich antriebslos und schreibfaul. Ich lese zwar täglich und ausgiebig hier im Forum aber schreiben ging einfach irgendwie nicht aus den genannten Gründen.
Ich befinde mich heute im Tag 35 und ich kann es immer noch kaum glauben, dass ich schon so lange durchgehalten habe. Es fällt mir oftmals zwar schwer, insbesondere weil es - noch - an ausreichend "alternativen Handlungsträngen" fehlt.
Möchte jedenfalls unter keinen Umständen zurück und schwach werden....so zumindest die Theorie
Viele herzliche Grüße
Matthias

PS. Ohne das Forum/Homepage nebst den Menschen hier, wäre ich nicht ansatzweise so weit gekommen. Es ist nach wie vor meine wichtigste Brücke in die Welt "rauchfrei"
Ich danke euch vielmals!!!
Verfasst am: 22.06.2020 16:24
Tarantino
Themenersteller
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Beiträge: 58
"kine" schrieb:

Lieber Mathias,
ich lese Deine Posts und denke jedes Mal, genau so hätte der auch
von mir sein können. Dafür bedanke ich mich bei Dir für Deine offenen
Worte. Wir sind fast Rauchzwillinge, ich habe auch genau 33 Jahre geraucht.
Diese Neuprogrammierung war mir vorher auch garnicht so klar, dass ist
wirklich anstrengend, aber es scheint möglich zu sein und Du merkst ja,
dass Du jeden Tag weiter kommst. Es gibt bessere und schlechtere Tage
und an beiden spüre ich die Sucht mal mehr mal weniger jeweils auch
über mehrere Stunden. Ich freue mich gleichzeitig jedes Mal, dass ich nach
so langer Zeit endlich frei bin. 33 Jahre sind eine lange Zeit und die legt
man denke ich nicht von heute bis morgen ab. Es wird der Moment der
Freiheit vom Nikotin kommen und Du wirst ihm genießen. Ich hatte schon
ein paar Momente davon und es werden immer mehr. Sei geduldig mit Dir selbst,
auch wenn es 6 Monate dauert, ist das nichts gegen die 33 Jahre voller Qualm.
In diesem Sinne
Beste Grüße
Christian


Hallo Christian,

da du kein eigenes Wohnzimmer hast, schreibe ich dir hier und hoffe, dass du es zu Gesicht bekommst.
Deine Zeilen/Worte/Erfahrungen/Hoffnungen sind für mich ganz besonders bedeutsam zumal wir auch ähnlich lange/viel geraucht haben. Ich denke auch, dass es genauso ist wie du sagst und schreibst. Die Zeit wird unser wichtigster Partner und Freund. Und wir müssen uns stets daran erinnern, warum wir das tun was wir tun.
Ich sehne die Tage herbei in denen die Gedanken um die Zigarette, um unsere Sucht selten und von kurzer Dauer oder Bedeutungslos werden.

viele Grüße Matthias
Verfasst am: 23.06.2020 08:28
Petra_NMS
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Beiträge: 946
Guten Morgen Matthias,

Herzliche Glückwünsche zu 5 Wochen ohne Qualm und Gestank gefuehle_smilie_0236.gifgefuehle_smilie_0236.gif
fireworksblue.png fireworks.png

Weiter so Tanzende_Pinguine.png wir schaffen das!

Beste Grüße Petra
Verfasst am: 23.06.2020 16:00
Ramonalinka
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Hallo Matthias,
ich freu mich, von dir zu lesen und danke für deinen Besuch.
Das wir so ähnlich fühlen, könnte an der sehr ähnlichen Zahl der rauchfreien Tage liegen denke ich.
Du hattest an Christian geschrieben, dass man sich klar sein muss, warum man tut, was man gerade tut oder so ähnlichicon_redface.gif. Du hattest es etwas hübscher sortiert geschrieben. Aber ich denke auch, dass genau das sehr wichtig ist. Sich seine Motivation immer wieder vor Augen halten.
Es gab vermutlich keinen triftigen Grund, mit dem Rauchen anzufangenicon_rolleyes.gif aber jede Menge Gründe damit aufzuhören. Aber jeder hat wohl auch noch einen eigenen ganz besonderen Grund es jetzt auch wirklich aufzugeben. Meiner ist eben, dass ich Oma werde. Und da denke ich jeden Tag dran, besonders dann, wenn mein Nikotinteufelchen.png sich wieder nervig und penetrant in meinem Kopf breit machen möchte.icon_frown.gif
Auch wenn wir gerade unter akuter Bocklosigkeit in Sachen Schreiben leiden, schaffen wir es rauchfrei zu bleiben. Und wir überleben auch ohne Qualm.icon_razz.gif Unserer Sucht wird das Überleben nicht gelingen. Riesengrinser.gif
Wir halten durch und rauchen heute nicht und morgen rauchen wir auch nicht. Ich habe irgendwie das Gefühl, wir hören zusammen auf und finde es klasse, dass du mit mir durchhältst.icon_biggrin.gif
Liebe rauchfreie Grüße
Mona und ihr Drache_zum_Dampf_ablassen.gif
Verfasst am: 28.06.2020 12:57
Niemant
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Beiträge: 89
Hey Tarantino,

sehr schön von Dir zu lesen und Glückwunsch zur Vierzig. Die ersten Wochen sind ja so wechselhaft, aber jetzt finde ich, es stabilisiert sich. Wie ist es bei Dir? Schreib mal was ich bin wirklich neugierig. Was macht der Sport? ... bald sind wir Fünfziger. Die Zeit geht irgendwie schneller.

L. G.
Niemant
Verfasst am: 29.06.2020 03:04
Lesirma
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Beiträge: 1349
Danke Mathias, danke für deinen Besuch und deine Anteilnahme.
Bei dir sind es morgen auch schon sechs Wochen in Rauchfreiheit. Hab Geduld mit dir, es wird mit jedem Tag nicht nur leichter, sonder vor allem auch besser.
Darum rauchen wir auch heute nicht.
Liebe Grüße
Lesirma
Verfasst am: 29.06.2020 14:49
Tarantino
Themenersteller
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Beiträge: 58
"Niemant" schrieb:

Hey Tarantino,

sehr schön von Dir zu lesen und Glückwunsch zur Vierzig. Die ersten Wochen sind ja so wechselhaft, aber jetzt finde ich, es stabilisiert sich. Wie ist es bei Dir? Schreib mal was ich bin wirklich neugierig. Was macht der Sport? ... bald sind wir Fünfziger. Die Zeit geht irgendwie schneller.

L. G.
Niemant
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Hallo Niemant,
freue mich von dir zu lesen und vielen Dank für die Wünsche und der Nachfrage!
Es ist insgesamt wieder ein Stückchen besser/stabiler geworden. Nur dieses Gefühl der Leere – das etwas fehlt – macht mir mitunter zu schaffen. Immer wieder gibt es davon auch intensivere Anflüge in unterschiedlichen Situationen. So ganz losgelassen habe ich offensichtlich noch nicht. In manchen Momenten ist es schon noch ein Kampf und eine fragile Situation (was hätt‘ ich da Lust an einer Zigarette zu ziehen), in anderen Momenten fühlt es sich so richtig gut an der Sucht „Lebewohl“ zu sagen. Achtsamkeit und Sturheit, derzeit meine obersten Gebote! Habe absolut keine Lust alles nochmal irgendwann von vorne zu durchleben, es muss einfach klappen. Und ich denke, und wie auch viele hier immer wieder bestätigen, die Zeit ist wohl unser stärkster Verbündeter.
Mit dem Sport klappt es inzwischen besser. Baue von Woche zu Woche mein Fitnessprogramm auf und aus. Es ist absolut elementar für mich nicht zuletzt aufgrund meiner anderen „Baustellen“. Weniger erfreulich ist im Moment, dass ich wieder aufgrund Schmerzen, Opioide (Oxycodon) einnehme. Das bedient ähnliche oder sogar die gleichen Rezeptoren wie Nikotin. Ziemlich doof aber so ist es halt im Moment. Eines nach dem anderen…
Ich habe selbstverständlich dein Befinden verfolgt und ich freue mich total, wie gut es bei dir läuft, wie sehr du dich bereits von der Sucht distanzieren konntest. Und ich denke, dein Sport (Laufen) trägt einen großen Teil dazu bei. Ich spüre es auch bei mir, wie bedeutsam das ist oder sein kann.
Weniger erfreulich fand ich, was du neulich geschrieben hast bzw. erleben musstest. Ganz, ganz furchtbar ist so etwas und hat man es nicht selbst erlebt, lässt es sich wohl nur erahnen.
Ich bin ganz, ganz sicher, du wirst diese schlimmen Erlebnisse für dich verarbeiten können! Du bist charakterstark und stellst dich den Problemen in hervorragender Art und Weise. Scheust dich auch nicht Hilfe zu beanspruchen!
Wünsche dir alles erdenklich Gute und bis hoffentlich bald
LG Matthias
Verfasst am: 29.06.2020 18:12
Pumphut
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Hallo Matthias, ich danke ganz herzlich für Deine Nachfrage. Mich gibt es noch und ich bin ein sturer Bock - ich rauche immer noch nicht wieder. ! Ja, 90 Tage sind’s nun mittlerweile geworden. So lange war ich seit 53 Jahren noch nie rauchfrei. Und täglich grüßt das Murmeltier könnte man sagen. Die Erinnerung an die Raucherei ist immer noch heftig und kann nach wie vor nur durch Sturheit und Disziplin bekämpft werden. Ich denke mir so, daß wohl ein Jahr vorüber gehen wird, ehe dieses ständige Denken ans Rauchen mal weniger wird. Jetzt reise ich erst mal zum Sohn in die Dchweiz - erstmals ohne Zigaretten -Tigger ! Dann habe ich noch 6 Wochen Mallorca immWinter vor mir - erstmals ohne Zigarette - Tigger ! Das alles gilt es zu überstehen und dann habe ich auch alle „Rauchsituationen“abgearbeitet. Aber so weit voraus wollte ich ja eigentlich gar nicht blicken, denn: HEUTE RAUCHE ICH NICHT !
Und Du kämpfst Dich auch voran und hast ja noch zusätzlich akute gesundheitliche Probleme, wie ich immer wieder mal lese. Du hast es also bedeutend schwerer als ich. Bleib dran, ich wünsche Dir Erfolg auf Deinem Weg !

Rauchfreie Grüße also von Jürgenicon_confused.gificon_biggrin.gif
Verfasst am: 29.06.2020 21:13
Ramonalinka
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Hallo Matthias,
danke für deinen Besuch und die Glückwünsche.
Hätte ich nicht Glückwünsche zur 4. Schnapszahl bekommen, ich hätte es wieder verschusselt. Momentan drehen sich meine Gedanken nur um meinen kleinen Gustav. Da verpennt man Schnapszahlen. In 3 Tagen bist du dran, wenn ich das richtig gesehen hab.
Im Prinzip ist es doch sehr praktisch, dass du genauso oder zumindest ähnlich fühlst und denkst wie ich. Könntest sagen: Ich schließe mich dem gerade von Ramona gesagten an und bleibe schreibfaulKaputtlachsmile.gif
Momentan ist nur zu viel Kater drin.
Er ist gerade das erst Mal freiwillig hinterm Ofen hervor und hat seine Neugier etwas gestillt und sich die nähere Umgebung von seinem Lieblingsversteck angesehen. Soooo süß. Und auch freuen kann man sich ohne zu rauchen. Das freut mich jetzt noch mehr. Oh Mann, jetzt war er hinterm Ofen Spinnweben fegenRiesengrinser.gif.Tut mir leid, dich mit meinem Kater vollgebrabbelt zu haben. Ich hoffe es hat trotzdem etwas Spaß gemacht zu lesen.
Ich laufe ja immer noch mit Riesenschrittenpenguin.gif auf die Blumenwiese zu. Wenn ich da bin, werde ich mich ins Gras legen, den Duft der Blumen genießen und auf dich warten.Und so lange rauchen wir auf jeden Fall nicht. Dann sehen wir weiter, wo es hingeht mit uns allen. Einholen können wir niemanden, aber genauso weit kommen können wir, wollen wir und machen wir. Deswegen: Rauchen wir morgen nicht!
Liebe rauchfreie Grüße
Mona und ihrDrache_zum_Dampf_ablassen.gif
Verfasst am: 30.06.2020 23:39
Niemant
Dabei seit: 31.05.2020
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Beiträge: 89
Hallo Tarantino,

auch ich freue mich wahnsinnig doll von Dir zu lesen, brauchte aber ein bisschen, um die vermeintlich richtigen Worte zu finden. Zu allererst freue ich mich natürlich, dass wir beide konstant auf diesem guten Weg der Entsüchtigung sind. Die Leere kenne ich auch gut und sie überfällt mich meisten, während der Arbeit. Na und bin im homeoffice ist ein Vorteil.
Tatsächlich explodiere ich vor Freude, dieses Laster los zu sein, da ist keine Sehnsucht und auch nur das geringste Bedürfnis mir eine ins Gesicht zu stecken. Das würde ich Dir natürlich auch wünschen, aber jeder entzieht anders, das muss ich jetzt kapieren.
Das mit den Opioiden ist wie Du selbst sagst wenig erfreulich, aber Mariejuana oder Cannabis wäre kontraproduktiv, das musste Rauchen.
Ich denke, Sport ist die beste Medizin, da müssen wir dranbleiben und das kann der körperlichen Verfassung ja angepasst werden und von Deiner Achtsamkeit und Sturheit würde ich mir ein wenig wünschen, damit ich mit meinem Übermut nicht andere frustriere oder zu nerve.
Das Wichtigste ist wir wollen es nicht mehr!
Zu guter letzt, ich hatte neulich ja mal Rauch passiv geschnuppert und war stolz nicht in Versuchung zu kommen. Der Rauch war nicht unangenehm. Gestern und heute hingegen bin ich passiv vollgequalmt worden, war so heiss, die Balkontür musste offen bleiben. Jetzt ist es lästig, hatte sogar das Gefühl von Watte im Kopf und Schwindel.
Nein, das fängt an ekelig zu werden. Ich will das nicht mehr. Wieder einen Schritt weiter. Gaertnern_als_Ablenkung.png
Ich werde mich bald wieder melden und lass uns weiter tapfer bleiben.

Liebe Grüße
Niemant