Der richtige Zeitpunkt zum Aufhören ist JETZT!


Verfasst am: 12.09.2020 16:28
SmoSa
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Tag 87 meiner Nichtmehrraucher-Reise

Während der Corona-Einschränkungen mit dem Rauchen aufzuhören hielt ich für einen Vorteil. Keine Feste etc. ... wenig Kontakt zu Rauchern … und somit Wegfall vieler kritischer Situationen. So der Plan. Tja. Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Mittlerweile weiß ich, dass es mir gar nicht so viel ausmacht, anderen beim Rauchen zuzuschauen. Vielmehr sind es die intimen Momente zwischen Ziggi und mir, die mir am meisten fehlen. Durch Corona war und bin ich sehr viel alleine und ich weiß nicht, wie oft ich mir gewünscht habe, dass mir wenigstens Ziggi Gesellschaft leisten würde. Ich habe sehr oft mit dem Gedanken gespielt, meine Nichtmehrraucher-Reise abzubrechen und neu zu starten, wenn ich nicht mehr so viel alleine bin. Aber ich habe den Gedanken immer wieder verworfen. Und jetzt habe ich schon fast 3 Monate geschafft, jetzt ziehe ich das Ding auch durch!

Corona hat viel verändert. Ich habe erkannt, auf wen ich mich verlassen kann in schwierigen Zeiten. Und die Erkenntnis, dass das am ehesten noch die Nachbarn sind, hat mir sehr zu denken gegeben.
Mit 29 habe ich mein Leben ziemlich umgekrempelt und mich von Freunden getrennt, die mir nicht gut getan haben. Dabei habe ich dann auch gleich mal mit dem Rauchen aufgehört.
Mit 57 habe ich mit dem Rauchen aufgehört. Und jetzt werde ich auch gleich mal mein Leben ziemlich umkrempeln und mich von allem und jedem trennen, das/der mir nicht gut tut.

Corona hat viel verändert. Die Nichtmehrraucher-Reise hat viel verändert. ICH habe mich verändert.

Und jetzt starte ich neu durch!
Verfasst am: 12.09.2020 16:35
Bordeauxlover
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Liebe Christine,

wow! Das ist ja mal ein starkes Statement! Finde ich gut. Geh Deinen Weg unbeirrt. Du schaffst das, weil es D E I N Weg ist. Alles Gute hierfür wünscht Dir

Arminrose.gif
Verfasst am: 12.09.2020 17:07
elbafo
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Liebe Christine,

Dein Bericht zum Tag 87 Deiner Nichtmehrraucher-Reise könnte - bis auf wenige Stellen - auch ein Bericht von mir sein am Tag 57.
Uns trennen zwar 19 Lebensjahre, doch in Vielem was Du erzählst finde ich mich. Auch ich lebe alleine (war allerdings nie verheiratet), und erlebe dieses Alleinsein jetzt coronabedingt, schwerer als sonst. Auch ich erfahre Menschen anders, als ich es mir wünschen würde. Ich verabschiede mich aus der einen oder andren Beziehung und gehe gleichzeitig weiter auf meinem Weg. Er führt mich nicht mehr wie in den vergangenen Jahrzehnten zu den Anderen, von denen ich meinte sie bräuchten mich, ich könne ihnen helfen: die Gute sein ...........

"und jetzt werde ich auch gleich mal mein Leben ziemlich umkrempeln und mich von allem und jedem trennen, das/der mir nicht gut tut." Das hast Du Dir vorgenommen. Es wird kein leichter Weg sein und dessen bist Du Dir bewusst. Ich bin unterwegs auf meinem Weg zu mir, nicht mehr zu den Anderen. Und auch das ist nicht leicht.

Bei der Bewältigung der steilen Anstiege, der steinigen Strecken, dem Erkennen der Stolperstellen - können wir auf unsre innere Kraft zählen, wir können uns auch gegenseitig stützen und was das beste ist, wir sehen inzwischen viel, viel besser und auch weiter, weil uns kein Rauch mehr die Sicht vernebelt (auch nicht den Blick, der uns nach innen schauen lässt und uns eine Menge schöner Dinge schauen lässt), ein Geschenk des Nichtmehrrauchens, das mich sehr überrascht hat und mich täglich freut

So weit, so gut für heut Smile_Umarmung.gifGrüße, für Dich liebe Christine von der Fritziicon_confused.gif
Verfasst am: 14.09.2020 09:31
frido
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"SmoSa" schrieb:
In meinem Profil steht aktuell, dass ich bisher durchschnittlich 9,13 Kommentare pro Tag geschrieben habe. Klingt viel, aber ich hatte schon mal über 10. Mein Ziel ist jetzt, diesen Wert auf unter 9 zu drücken. Mal sehen, wie lange ich dafür brauche.


Also.....Ziel erreicht! Auf was wartest du noch Kaputtlachsmile.gif

Alle Beiträge: SmoSa
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Liebe Christine, Smile_Umarmung.gif

wenn ich dir mal etwas sagen darficon_rolleyes.gif was spielt es für eine Rolle,
wieviele Beiträge du geschrieben hast?

Ich lese sie gerne, deine Ansichten, deine Denkweise, so lebendig erzählst du und gibst Hilfestellung für viele.

....diesen schönen Spruch lass ich dir mal da - leider konnte ich nicht finden, wer ihn geschrieben hat!

ICH BIN SO FROH,
DASS ICH EINE PERSON HABE,
DER ICH IMMER SCHREIBEN KANN,
OHNE DAS GEFÜHL ZU HABEN,
DASS ICH SIE NERVE!

...ach ja, bevor ich wieder gehicon_rolleyes.gif

Herzlichen Glückwunsch

fireworks.png

88 rauchfreie Tage stehen auf deinem Zählergefuehle_smilie_0236.gif


Du weißt um die Kraft,die Unendlichkeit der liegende - heute ist sie deine Zahl!

Ich wünsche dir einen schönen Tag und sorge dafür, dass dieses Forum,
mit deinen Beiträgen, auch weiter so lebendig bleibt!

Liebe Grüße
Herta



[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 14.09.2020 um 09:33.]
Verfasst am: 14.09.2020 12:04
Adamul
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Liebe Christine!

88 Tage Rauchfreiheit! balloonmix.gif
Das ist bewundernswert. Ich gratuliere dir herzlich.
Tanzende_Pinguine.png
Viele liebe Grüße
Uli
Verfasst am: 14.09.2020 22:33
SmoSa
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Tag 89 meiner Nichtmehrraucher-Reise

Beim morgendlichen Gassigehen ist uns 3x ein Fuchs über den Weg gelaufen. Bei den ersten beiden hat mein Hund nur geschaut, aber beim dritten ist er plötzlich losgelaufen. Ich konnte ihn zwar stoppen, dennoch hat es mir gezeigt, dass ein Trieb immer wieder mal durchschlagen kann, auch wenn er eigentlich seit Jahren unter Kontrolle ist. Und so ist es auch mit einer Sucht. Also immer schön wachsam bleiben!

Abends habe ich zum Gassigehen mal wieder einen Beutel mitgenommen. Mache ich immer wieder mal, weil ja viele Menschen die Natur leider als großen Mülleimer missbrauchen. Auch Raucher-Abfälle findet man reichlich. Zigarettenstummel natürlich, aber auch sehr oft diese Folie, die um die Schachtel ist, oder auch ganze Schachteln.
Echt erschreckend, wie sorglos der Mensch mit der Natur umgeht. Und da will ich mich gar nicht ausnehmen. Auch in meinem Leben gab es mal eine Zeit, in der ich mir wenig Gedanken um Umwelt- und Naturschutz gemacht habe. Das ist zwar schon viele Jahre her, aber der beschämende Umgang mit meiner Gesundheit erst knappe 3 Monate… icon_redface.gif
Verfasst am: 15.09.2020 11:08
SilkeG
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Liebe Christine,

ich wollte auch mal kurz Hallo sagen und schauen was Du so treibst.
Wie ich sehe, geht es dir soweit gut und Du genießt die Natur mit deinem Hund. Das was Du bei der Gassirunde erlebst, sehe ich auch täglich. Bei uns hier gibt es einen sehr schönen Park mit angrenzendem Wald. Man glaubt kaum wieviel Müll am Wegesrand oder auch direkt neben einem Mülleimer liegt. Die Ignoranz von den Leuten gegenüber der Natur wird immer schlimmer, da könnte ich vomit2.gif

Warum empfindest Du es beschämend vor knapp 3 Monaten rauchfrei zu werden?
Es ist doch normal, dass der Mensch länger braucht bis er mal selbst reflektiert. Nur dann stellt er nämlich fest, dass er sehr egoistisch mit sich selbst, seiner Gesundheit und auch anderen Menschen oder der Natur umgeht.
Ich sehe das als sehr menschlich an. Wichtig ist doch nur, dass man solche Zustände ändert, wenn man –ich nenne es mal- erwacht.
Wir sind erwacht und tun nun alles dafür den Schaden, den wir unseren Körpern angetan haben zu reparieren. Wir achten darauf, dass wir weder die Natur zumüllen, noch unserem Körper weiterhin Müll/Gift zufügen. Nur darauf kommt es doch in Zukunft an.

Du hast bereits 89 Tage rauchfrei geschafft. Das ist so klasse, sei STOLZ auf dich und geh Deinen Weg rauchfrei weiter!

Ich watschel langsam Schritt für Schritt rauchfrei hinterher…..
penguin.gif

Hab einen schönen sonnigen Tag...
Viele liebe Grüße
Silke
Verfasst am: 15.09.2020 19:26
Petra_NMS
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Liebe Christine,

das mit den Mails nach dem Urlaub kenne ich Riesengrinser.gif

Bei mir ist es so, dass die Kollegen*innen warten bis ich wieder da bin, bevor sie auf „senden“ drücken. (Das liegt an der Abwesebheitsnotiz, die angibt, wann ich wieder im Büro bin).

Meine Urlaubsvertretung berichtet also, dass gar nix los gewesen sei, als ich nicht da war icon_wink.gif , dafür habe ich heute mehr Emails bekommen, als in der gesamten vergangenen Woche icon_eek.gif

Tja, der Urlaub ist vorbei und es war richtig easy, nicht zu rauchen in DK. Heute ist so ein Abend, an dem ich gedacht habe, ich könnte ja mal einen Gedanken ans Schwächeln verschwenden - es wäre soooo leicht icon_redface.gif Der Tabak meines Mannes ist ja allgegenwärtig icon_cry.gif

Aber: sooooo leicht mache ich es dem icon_evil.gif nicht. Es ist ‚nur‘ ein kleiner Moment der Selbstbeherrschung und schon geht es wieder icon_biggrin.gif

Wir bleiben dabei: Die nächste Zigarette rauchen wir einfach nicht!

LG
Verfasst am: 15.09.2020 23:00
Bordeauxlover
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Liebe Christine,

irgendwie scheine ich mich mit meiner kleinen Nichtrauchkrise unklar ausgedrückt zu haben. Shusha, Helly und Du haben alle verwundert nachgefragt. Es ist kein Schmacht im üblichen Sinne. Vielmehr ist das Nichmehrrauchen mir mittlerweile schon so normal geworden, dass die Vorstellung mal die eine zu rauchen, die es natürlich nicht gibt, was Verwegenes, Abenteuerliches bekommt, quasi den Reiz des Verbotenen. Nicht wie mit 16, als ich offiziell angefangen habe zu qualmen, was in einem Kettenraucherhaushalt kein Problem war. Sondern irgendwie bei der allerersten heimlich gerauchten Kippe so mit 12 oder 13, die objektiv ein grauenhaftes Erlebnis war. Vom Kopf her also vollkommener Quatsch. Ist das jetzt besser verständlich, was ich meine? Heute rauchen wir selbstverständlich nicht! Warum sollten wir auch?

Liebe Grüße
Arminrose.gif
Verfasst am: 16.09.2020 08:50
Bolando
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Hallo Christine
bist 90 geworden - herzliche Glückwünsche. icon_biggrin.gif
Ich habe mit Freude bemerkt, dass du nach einer kreativen Pause wieder schreibst. Und dass es dir gut geht, habe ich gelesen. Das ist schön. Nur noch 10 Tage zur Keksdose. Die schaffst du doch mit links icon_biggrin.gif
Alles Gute auf deinem Weg
✿ ❀ ♡ ❀ ✿ ☘ ✿ ❀ ♡ ❀ ✿ ☘ ✿ ❀ ♡ ❀ ✿
Verfasst am: 16.09.2020 10:45
Rauchfrei-Lotse
rauchfrei-lotsin-ines
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Liebe Christine,

wie gestern (quasi) versprochen schaue ich mal bei dir vorbei und versuche mich an ein paar Denkanstößen. Nimm davon, was dir hilft, was nicht, einfach ignorieren.

Ich hatte ja gestern geschrieben, dass mir Akzeptanz ungemein weitergeholfen hat (ist generell kein schlechter Ansatz im Leben), wobei dabei vorab vielleicht zu sagen wäre, dass damit kein Rauchverlangen weggeht, sondern es mehr um den Umgang damit geht. Vielleicht eher so, als ob man dem Tiger die Zähne ziehen würde und er damit einfach nicht mehr so bedrohlich ist.

Im Prinzip geht es darum, sich nicht gegen die eigenen Gedanken/Gefühle/Empfindungen zu stemmen, sie wegzudiskutieren, sondern einfach da sein zu lassen. Bei mir sah das im Bezug auf das Rauchen z.B. so aus das ich in einem Moment von andauerndem quälendem Verlangen innerlich diesen Rauchteufel angeschrien habe: "los, dann komm doch her, tob dich aus. Mir egal! Ich mache einfach weiter trotzdem mein Ding"
Und so verrückt wie es klingt, mir hat das tatsächlich geholfen, es hat nichts weggemacht, aber irgendwie war ich dem einfach nicht mehr so ausgeliefert.
Du hast ja auch geschrieben, dass du diese Tage irgendwie ausgehalten hast und prinzipiell glaube ich auch, dass man das manchmal einfach muss. Nun ist aushalten halt immer ein bisschen passiv und was ich gerade beschrieben habe, hat mich irgendwie aus dieser Passivität befreit.

Auch mit diesen gelegentlichen vielleicht nicht ganz so heftigen Gedanken an eine Zigarette ist es ja so, dass man sich da entscheiden kann, lasse ich mich jetzt auf diesen Gedanken ein, ärgere mich darüber, dass das jetzt immer noch da ist oder sage ich vielleicht, na gut, ist halt so, aber ich lass das jetzt mal so im Raum stehen, da verschwende ich jetzt keine Energie drauf.

Das ist natürlich - gebe ich ehrlich zu - alles leichter gesagt als getan und Bedarf auch einiger Übung, aber für mich ist das langfristig tatsächlich die bessere Strategie gewesen (und auch immer noch würde ich sagen)

So, damit das hier jetzt kein Roman wird icon_redface.gif, belasse ich es glaube es für den Moment dabei. Vielleicht kannst du da ja was für dich mitnehmen.

ich wünsche dir jedenfalls einen schönen Tag.
LG, Ines
Verfasst am: 17.09.2020 10:26
SilkeG
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"SmoSa" schrieb:

Liebe Silke, du gute Seele und Sonnenschein des September-Zuges! Heute stehen......


Liebe Christine,
das macht mich aber jetzt ganz verlegen icon_redface.gif Dankeschön Smile_Umarmung.gif

"SmoSa" schrieb:

Wir machen weiter! Heute rauchen wir nicht! Warum sollten wir auch?


Ganz genau so! Dein Mantra ist zu meinem Leitspruch geworden.
heart.png

Vielen lieben Dank!

Hab einen wunderschönen Tag......

LG Silke
Verfasst am: 17.09.2020 15:16
SmoSa
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Tag 92 meiner Nichtmehrraucher-Reise

Heute Abend um 19.58 Uhr ist es exakt 3 Monate her, dass ich meine letzte Zigarette ausgedrückt habe.
3 Monate, in denen es mir mal schwer (manchmal auch sauschwer) und mal weniger schwer gefallen ist, nicht zu rauchen. Mein Mantra "Ich mache weiter! Heute rauche ich nicht! Warum sollte ich auch?" hat mir dabei immer wieder gute Dienste geleistet. Mein Quälobert hat jetzt aber gesagt, ich solle ihm diesen Quatsch doch bitte künftig ersparen, er wisse doch längst, dass es auf "nie mehr rauchen" hinausläuft. icon_eek.gif Schlaues Kerlchen, mein Quälobert! Kaputtlachsmile.gif Also habe ich beschlossen, mir einen neuen Leitspruch zuzulegen. Ganz ablegen werde ich das "Heute"-Mantra nicht, denn es werden sicherlich noch Tage kommen, an denen ich wieder darauf zurückgreifen werde. Aber momentan fällt es mir nicht sonderlich schwer, nicht zu rauchen, es fehlt mir vielmehr noch die richtige Einstellung zum Nichtmehrrauchen. Deshalb brauche ich ein Mantra, das mich dabei unterstützt, das Nichtmehrrauchen nicht mehr als Verzicht, sondern als Gewinn an Freiheit, Selbstbestimmung etc. zu sehen. Das fällt mir aus bestimmten Gründen richtig schwer und ich habe mich gestern im Wohnzimmer von RFL Christian nochmal so richtig über diese "Sinnkrise" ausgelassen. Beendet habe ich diesen Kommentar wie folgt:

Wie gesagt fällt es mir momentan nicht wirklich schwer, nicht zu rauchen, weil sich der Schmacht in Grenzen hält. Trotzdem wünsche ich mir natürlich dieses angestrebte gute Gefühl, nicht mehr rauchen zu müssen. Dass sich das Nichtmehrrauchen normal anfühlt. Aber zum einen muss ich wohl einfach noch ein bisschen Geduld haben mit meinen 90 rauchfreien Tagen und zum anderen versuche ich es jetzt mal mit dieser "Akzeptanz", von der RFL Ines gestern im Chat - und dankenswerterweise mittlerweile auch in meinem Wohnzimmer - geschrieben hat. Ich rauche nicht mehr ... und das ist gut so! Oder auch: Bassd scho! icon_cool.gif icon_wink.gif icon_lol.gif


Dieses "Ich rauche nicht mehr ... und das ist gut so!" ist mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Das hat ja wirklich was mit Akzeptanz zu tun und jedes Mal, wenn ich diesen Satz denke, fühle ich mich gut und muss lächeln. Deshalb habe ich ihn heute morgen zu meinem neuen Mantra erklärt:

Ich rauche nicht mehr ... und das ist gut so!
Verfasst am: 17.09.2020 18:05
Petra_NMS
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13 Wochen! Und durchschnittlich unter 9 (!) Beiträge am Tag Riesengrinser.gif

Wenn das kein Grund zur Freude ist fireworks.png champballoongift.png

Taenzerin.gifcongratchamp.gifTaenzerin.gifcongratchamp.gifTaenzerin.gifcongratchamp.gifTaenzerin.gif

Tanzende_Pinguine.png Ich jedenfalls freue mich mit Dir, liebe Christine!

LG Petra
Verfasst am: 18.09.2020 07:19
Sternentanz55
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Beiträge: 243
"SmoSa" schrieb:



Ich rauche nicht mehr ... und das ist gut so!



Klasse, da bist du wesentlich weiter als ich. Da komm ich auch noch hin, ganz bestimmt.

Claudi

Verfasst am: 18.09.2020 07:47
SilkeG
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Guten Morgen liebe Christine oder wie man in der kölschen Sproch sagt:
Joode Morje leeve Christinsche icon_lol.gif

"SmoSa" schrieb:

"SilkeG" schrieb:
und weil es mich freut mit venceremos Kölsch singen zu können
....Wed et Wedder widder wärm

Das erinnert mich an meine Ausbildung, weil ich da ein paar Monate in der Nähe von Köln war. Die Kölner sagten damals, dass sie sich ganz schwer täten mit meinem Dialekt. Ich entgegnete daraufhin total großkotzig, sie völlig problemlos verstehen zu können. Als sie dann anfingen, so richtig Dialekt zu sprechen, guckte ich ungefähr so: icon_eek.gif

Kaputtlachsmile.gifKaputtlachsmile.gifKaputtlachsmile.gif



Habe das gestern meinem Mann gezeigt und wir mussten beide herzhaft lachen Riesengrinser.gif

Dialekt ist echt nicht einfach und ich muss ja gestehen, alles verstehe ich auch nicht. Dafür muss man wohl direkt in Köln geboren sein und das bin ich nichticon_wink.gif

Dein Bassd scho verstehe ich sogar, aber beim Rest würde ich auch versagen Kaputtlachsmile.gif



Verfasst am: 18.09.2020 09:10
Helly
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Liebe Christine,
du rauchst nicht mehr, und das ist gut so. Richtig! Ich hatte damals einen ähnlichen Spruch. Ich freue mich, nicht mehr zu rauchen.
bald wirst du dreistellig,wirklich eine gute Leistung. Und du hast alles so wunderschön aufgeschrieben.
Alles Gute !
Verfasst am: 18.09.2020 21:42
SmoSa
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Tag 93 meiner Nichtmehrraucher-Reise

Gestern ist mir der Kaffee ausgegangen und ich kam nicht mehr zum Einkaufen. Auch heute Vormittag nicht. Ab dem späten Vormittag ging es mir heute total besch…eiden. Ich hatte heftige Kopfschmerzen, war übellaunig, antriebslos und hatte Schmacht. Nornikotin-Abbau, dachte ich mir. Nachmittags kam mir dann aber der Gedanke, es könnte auch am fehlenden Koffein liegen. Also Kaffee gekauft … Kaffee gekocht … Kaffee getrunken - und ein paar Minuten später ging’s mir wieder deutlich besser.
Echt interessant: Was ich für Zigaretten-Schmacht hielt, war in Wirklichkeit Kaffee-Schmacht. Vermutlich steckt hinter den Schmacht-Attacken öfter mal gar nicht das Bedürfnis nach einer Zigarette sondern nach irgendwas anderem, z.B. Kaffee, Zucker, Abwechslung, Gesellschaft, Spaß, Bestätigung, Zuwendung…

Mein neues Mantra hat mir zwar heute bei weitem nicht so gut geholfen wie gestern, aber es gefällt mir trotzdem nach wie vor sehr gut. Mit ihm und zahlreichen Affirmationen werde ich mein Unterbewusstsein zum Umdenken bewegen. Aber sowas von! Jawoll! Tschakkkkkaaaaa!!! Und bis es so weit ist, rauche ich einfach mal nicht… icon_cool.gif icon_wink.gif icon_lol.gif

Ich rauche nicht mehr ... und das ist gut so! icon_biggrin.gif
Verfasst am: 19.09.2020 08:28
Helly
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Guten Morgen liebe Christine, klar bekommst du das Umdenken noch hin. Deine Kaffegeschichte finde ich total interessant. Dir auch ein schönes Wochenende.
Verfasst am: 19.09.2020 15:30
SmoSa
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Ich habe heute im Junizug etwas geschrieben, was mir sehr gut getan hat und was ich für mich selbst extrem wichtig finde. Deshalb hänge ich mir das hier in meinem Wohnzimmer mal an die Pinnwand, damit ich es bei Bedarf immer wieder mal nachlesen kann.


"Katilein68" schrieb:
Chrissi, dein neues Mantra finde ich super. gefuehle_smilie_0236.gif Und ich bin gespannt wie deine neue Strategie sich auswirkt auf die Schmacht und das Rauchverlangen.
Gestern hat mein neues Mantra leider nicht so gut gewirkt wie vorgestern. Aber dafür hatte ich gestern eine interessante "Erleuchtung". Ich hole einfach mal meinen gestrigen Tagebucheintrag hier rüber:
Gestern ist mir der Kaffee ausgegangen und ich kam nicht mehr zum Einkaufen. Auch heute Vormittag nicht. Ab dem späten Vormittag ging es mir heute total besch…eiden. Ich hatte heftige Kopfschmerzen, war übellaunig, antriebslos und hatte Schmacht. Nornikotin-Abbau, dachte ich mir. Nachmittags kam mir dann aber der Gedanke, es könnte auch am fehlenden Koffein liegen. Also Kaffee gekauft … Kaffee gekocht … Kaffee getrunken - und ein paar Minuten später ging’s mir wieder deutlich besser.
Echt interessant: Was ich für Zigaretten-Schmacht hielt, war in Wirklichkeit Kaffee-Schmacht. Vermutlich steckt hinter den Schmacht-Attacken öfter mal gar nicht das Bedürfnis nach einer Zigarette sondern nach irgendwas anderem, z.B. Kaffee, Zucker, Abwechslung, Gesellschaft, Spaß, Bestätigung, Zuwendung…
Eigentlich nichts Neues, denn ich habe vor ein paar Wochen schon mal dies hier geschrieben:
Hier im Forum ist immer wieder die Rede von der "Leere", die manche empfinden, weil sie nicht mehr rauchen. Diese Leere sollte man doch eigentlich problemlos mit anderen Dingen füllen können, oder? Wenn das aber nicht gelingen will, dann ist der Zigaretten-Entzug möglicherweise nicht das einzige bzw. nicht das größte Problem.
An alle, die auch ein Problem mit dieser Leere habe: Geht in euch! Fragt euch, was euch wirklich fehlt!
Und jetzt noch der Tagebuch-Eintrag, den ich vor einer Woche geschrieben habe:
Tag 87 meiner Nichtmehrraucher-Reise

Während der Corona-Einschränkungen mit dem Rauchen aufzuhören hielt ich für einen Vorteil. Keine Feste etc. ... wenig Kontakt zu Rauchern … und somit Wegfall vieler kritischer Situationen. So der Plan. Tja. Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Mittlerweile weiß ich, dass es mir gar nicht so viel ausmacht, anderen beim Rauchen zuzuschauen. Vielmehr sind es die intimen Momente zwischen Ziggi und mir, die mir am meisten fehlen. Durch Corona war und bin ich sehr viel alleine und ich weiß nicht, wie oft ich mir gewünscht habe, dass mir wenigstens Ziggi Gesellschaft leisten würde. Ich habe sehr oft mit dem Gedanken gespielt, meine Nichtmehrraucher-Reise abzubrechen und neu zu starten, wenn ich nicht mehr so viel alleine bin. Aber ich habe den Gedanken immer wieder verworfen. Und jetzt habe ich schon fast 3 Monate geschafft, jetzt ziehe ich das Ding auch durch!

Corona hat viel verändert. Ich habe erkannt, auf wen ich mich verlassen kann in schwierigen Zeiten. Und die Erkenntnis, dass das am ehesten noch die Nachbarn sind, hat mir sehr zu denken gegeben.
Mit 29 habe ich mein Leben ziemlich umgekrempelt und mich von Freunden getrennt, die mir nicht gut getan haben. Dabei habe ich dann auch gleich mal mit dem Rauchen aufgehört.
Mit 57 habe ich mit dem Rauchen aufgehört. Und jetzt werde ich auch gleich mal mein Leben ziemlich umkrempeln und mich von allem und jedem trennen, das/der mir nicht gut tut.

Corona hat viel verändert. Die Nichtmehrraucher-Reise hat viel verändert. ICH habe mich verändert.

Und jetzt starte ich neu durch!

Lange Rede, kurzer Sinn:
In meinem Leben läuft einiges nicht so, wie ich mir das wünsche und vorstelle. Und dieser Umstand gaukelt mir Zigaretten-Schmacht vor. Eigentlich fehlen mir die Glimmstängel gar nicht so stark, wie es mir oft vorkommt. Mir fehlen ganz andere Dinge. Diese Erkenntnis macht es mir ab sofort hoffentlich leichter, meine innere Einstellung zum Nichtmehrrauchen zu verändern. Und ich möchte alle anderen, die das Nichtmehrrauchen auch nach mehreren Monaten noch als Verzicht statt als Befreiung empfinden, zur ehrlichen Selbstreflexion ermuntern. Vielleicht gibt es auch in eurem Leben etwas, was ihr - insgeheim - ändern möchtet (und hoffentlich auch könnt), statt das Leere-Gefühl weiterhin mit Zigaretten-Qualm vernebeln zu wollen.