Dauer der Entzugs-Symptome


Verfasst am: 14.01.2021 12:23
ulysses
Themenersteller
Dabei seit: 14.01.2021
Beiträge: 9
Hallo zusammen,
nach langer Zeit habe ich aufgehört und leide nun immer - und jetzt erst richtig - an Entzugs-Erscheinungen.
Mir ist klar dass andere keine Hellseher sind und sich auch die Menschen die da aufhören zu rauchen stark unterscheiden,. Ein ärztlicher Rat ist online ebenso unmöglich wie eine verbindliche Verhaltensanweisung.

Was ich einfach unbedingt wissen möchte ist nach welcher Zeit irgend welche Symptome noch vom Nikotin-Entzug herrühren können und wenn - das dann wohl endlich aufhört oder besser wird. Ich möchte hier eben keinen Ratschlag zum Arzt zu gehen sonder vielmehr das Wissen aus der Erfahrung anderer abfragen.

Für Eure Antworten schon einmal vielen, herzlichen Dank im Voraus.
Verfasst am: 14.01.2021 12:40
Rauchfrei-Lotse
rauchfrei-lotse-andreas
Rauchfrei-Lotse seit: 08/2013
Dabei seit: 18.06.2013
Rauchfrei seit: 2772 Tagen
Beiträge: 0
Hallo ulysses, herzlich Willkommen, schön das Du hier bist.

Wie lange bist Du schon rauchfrei?

Auf Deine Frage kann man so pauschal nicht antworten, das ist wirklich bei jedem sehr unterschiedlich. Meine Erfahrung war, das die Entzugserscheinungen nach gut 6 Wochen verschwunden waren, auch die Schmachtattacken. Dann gab es nach gut drei Monaten nochmal eine heftige Attacke aber seit dem ist Ruhe. Wie gesagt, meine Erfahrung

Schreib uns doch auch gerne mehr auch Deinen Ausstieg, wie Du dich vorbereitet hast, welche Gründe Dir wichtig waren.....

Viele Grüße

Andreas


Verfasst am: 14.01.2021 14:16
ulysses
Themenersteller
Dabei seit: 14.01.2021
Beiträge: 9
Schade dass man auf meine Frage nicht antworten kann - trotz Bundeszentrale.

Diese meint auch übrigens:
Rauchen ist eine Sucht
Entzugserscheinungen haben nach ein bis drei Wochen ihren Höhepunkt überschritten
(gerade gefunden)

Jedenfalls hatte ich im Herbst aufgehört um vorrangig psychisch stabiler zu werden. Nach kurzer Zeit wurde meine Verfassung aber immer schlechter bis zum heutigen Tag. Das heißt dass ich gar nicht länger abwarten muss sondern spätestens jetzt aufgeben kann.

Alle helfen einem beim Einstieg. Hört man dann auf ist man völlig allein.
Verfasst am: 14.01.2021 15:05
Rauchfrei-Lotse
rauchfrei-lotsin-silke
Rauchfrei-Lotse seit: 10/2018
Dabei seit: 11.03.2018
Rauchfrei seit: 1053 Tagen
Beiträge: 2068
Hallo ulyssus,

herzlich willkommen auch von mir hier.

Die Entwöhnung ist bei jedem Menschen verschieden, das Thema ist sehr komplex. Es gibt keine klaren Regeln und Zeitvorgaben, die die Entwöhnung absolut verlässlich abbilden könnten. Da spielen ganz viele Komponenten eine Rolle. Wie viel und wie lange hast Du geraucht? Wie stark kann man Deine Sucht einstufen? Mach` doch dazu mal den Fagerström- Test auf unserer Seite:
http://www.rauchfrei-info.de/aufhoeren/machen-sie-den-test/zigarettenabhaengigkeitstest-fagerstroem/

Und wir helfen gerne beim Einstieg- richtig erkannt.
Wenn Du willst, auch noch weiter. Du musst das nicht alleine durchziehen.
Schau` Dich mal in unserer Community um. Da sind soooo viele Userinnen und User, die sich austauschen, sich unterstützen. Und das sind bei Weitem nicht alles nur ganz "frische" Aufhörerinnen und Aufhörer. Sieh` Dir mal unsere Monatszüge an:
http://www.rauchfrei-info.de/community/forum/?tx_mmforum_pi1%5Baction%5D=list_topic&tx_mmforum_pi1%5Bfid%5D=23
Ich weiß nicht, in welchem Monat Du aufgehört hast, deshalb die Übersicht. Hier findest Du andere, die etwa zeitgleich rauchfrei geworden sind.

Du kannst außerdem unsere (aus Deutschland kostenlose) Hotline nutzen, auch jetzt noch: 0800 8313131. Das kann ich Dir wirklich empfehlen.

Jeden Dienstag ab 20:00 Uhr findet hier auch unser Chat statt. Viele User, Lotsen und auch ein Experte sind dabei. Schau` doch mal rein!

Und auch wir Lotsen sind gerne da für Dich. Zwei hast Du ja jetzt schon kennen gelernt icon_wink.gif. Du kannst gerne Kontakt aufnehmen. Entweder in Form von PN (Private Nachrichten), oder auch in unseren Threads (letzteres findest Du immer unter dem Geschriebenen unter "Profil" ). Oder auch in dem Bereich, wo wir vorgestellt werden.

Wie Du siehst, gibt es nicht nur zu Beginn des Rauchstopps Hilfe, sondern auch im Verlauf wird hier einiges angeboten...icon_wink.gif.

Erzähle doch ein bisschen mehr über Dich. Dann könnten wir Dich gezielter unterstützen.
Ich lese jedenfalls gerade Frustration oder schlechte Stimmung aus Deinen Zeilen.
Stimmungsschwankungen sind ganz oft beschrieben in der Entwöhnung, ich habe das auch so erlebt.
Was entspannt Dich? Was tut Dir gut? Womit könntest Du Dich mal belohnen?
Ein Rauchstopp geht nicht immer leicht von der Hand, wirklich nicht. Das kann ich auch aus meiner Erfahrung heraus sagen. Aber jetzt ist es wichtig, stur zu bleiben. Du hast es schon so weit geschafft, es wird sich verändern, keine Sorge.
Mir hat der Austausch hier im Forum sehr geholfen.

Konnte ich Dir ein bisschen weiter helfen für`s Erste? Schau` Dich einfach mal um.....

Liebe Grüße, Silke





Verfasst am: 14.01.2021 15:44
turmalin
Dabei seit: 02.07.2020
Rauchfrei seit: 212 Tagen
Beiträge: 455
Hallo Ulysses,

bin gerade über deinen Beitrag gestolpert aus den Ärger und Enttäuschung sprechen.

Hier im Forum unterstützen Menschen die das Rauchen beendet habe , Menschen, die diesen Weg auch gehen und deren Ziel die Rauchfreiheit ist.

Dein Erster Beitrag erschien um 12.33 und um 12.40 hat sich der Lotse Andreas bei dir gemeldet. Die Rückmeldung finde ich sehr rasch. Du kannst gerne dem Lotsen Andreas antworten oder deine Fragen stellen, das geht am besten in seinem Wohnzimmer (unten auf sein Profil klicken, da hast du seine Threads)

Du schreibst, dass du nicht mehr länger abwarten musst, sondern spätestens jetzt aufgeben kannst. - Was willst du damit sagen? Was erwartest du? Wie kann dir geholfen werden?

Meine Meinung ist: Die Entscheidung ob ich rauche oder nicht, liegt in meiner Verantwortung. Diese kann mir nicht abgenommen werden. Dass es nicht einfach ist sich von dieser Sucht zu befreien und dass ich, je nachdem auch schwere Zeiten überstehen muss, kann und werde, ist damit gekrönt, dass ich Tag für Tag Frischluft atme, mich unabhängiger und freier fühle, und und und. Bei mir ist es momentan sehr ausgeglichen, allerdings hatte ich auch immer wieder schwere Zeiten und bin vor weiteren schweren Zeiten nicht gewappnet. Was ich weiß, es ist mein Leben, es ist und mein Wille, also werde ich diesen Weg auch gehen und hoffe nicht zu scheitern. Was mir persönlich sehr half ist der wertschätzende Austausch hier im Forum, mit all den netten Menschen.

Was will ich dir damit sagen?

Ja, es ist schwer und es bedarf Geduld bis es besser wird, allerdings lohnt es sich, denn es kommen bestimmt bessere Zeiten. Hier im Forum fühle ich mich nicht alleine, es gibt viele nette Menschen, die sich gegenseitig beistehen und sich begleiten. Es lohnt sich hier zu sein und hier in der Gemeinschaft den Weg zu Frischluft zu beschreiten. Ich gehe meinen Weg alleine, allerdings in Gesellschaft, der vielen Menschen hier im Forum, die mir Beistand leisten, wenn ich ihn benötige.
Ich will dir Mut machen weiter jeden Tag frische Luft zu atmen. Es ist zu schaffen und es wird besser. Hab Geduld. Gehe Schritt für Schritt in die Rauchfreiheit. Jeder Tag den du nicht rauchst ist ein gewonnener Tag.

Herzliche Grüße - Ulrike
Verfasst am: 14.01.2021 15:44
ulysses
Themenersteller
Dabei seit: 14.01.2021
Beiträge: 9
Fagerström-Test? Ich rauche seit Monaten nicht mehr!

Es tut mir leid aber du konntest mir nicht weiter helfen. Ich wollte einfach nur was wissen was mir wohl niemand beantworten kann.

Gute vier Monate quäle ich mich und hoffe endlich auf die Belohnung nämlich dass es mir endlich besser geht so wie es eigentlich sein soll. Genau das Gegenteil passiert aber. Und nun kann ich nicht mehr.

Hätte ich erfahren dass es doch einmal besser wird, okay. Vielleicht hätte ich noch irgend wie durchhalten können. So aber diese Ungewissheit gepaart mit dem Wissen dass es doch nichts mehr wird ...

Und ich kann wirklich nicht mehr. Depression, Angst, Kontrollzwänge ...
Einen Tag überstehen ist schon schlimm und das Leben geht aber weiter. Und nein ich kann und will nicht mal eben so zu irgend einem Arzt.

Seid bitte nicht allzu böse aber ich bin am Ende mit Nikotin-Entzug.
Verfasst am: 14.01.2021 16:18
UnitedKingdom3
Dabei seit: 31.12.2020
Rauchfrei seit: 18 Tagen
Beiträge: 23
Hey ulysses,
vielleicht kann ich dir maybe helfen, weil ich in einer ähnlichen Lage wie du bin. Okey, noch nicht 4 Monate sondern nur zwei Wochen aber die Symptome sind echt mies.
Bin auch müde, unkonzentriert und schlecht gelaunt - abgesehen davon findet man dann im Internet nur so Tipps wie "Iss nen Apfel" - "Kau Kaugummi" - die absolut gar nix bringen.

Ich mein bei mir ists ja noch so, dass ich abwarten muss wie es sich entwickelt und zumindest 3 Monate durchhalten muss. Ich würde an deiner Stelle einen Arzt kontaktieren. Grundsätzlich kann der dir weiterhelfen und vielleicht macht es in deinem Fall Sinn eine Nikotinersatztherapie oder spazielle Medikamente (Champix) zu nehmen.

Würde halt auf keinen Fall jetzt Zigis kaufen auch wenns absolut mies ist- halt lieber durch und schau davor zumindest mal zum Arzt. Auch kann ich mir vorstellen dass ein Umstieg auf die E-Zigarette, IQOS (Tabak Verdampfer), Snus, Nikotinpflaster, ... dir vielleicht helfen kann - ich würde dafür aber mit einem Experten reden.

Denk dir bevor du rückfällig wirst, dass diese miesen Schweine von der Tabakindustrie damit Geld verdienen. Verkaufen dir Müll der dich umbringt für einen Haufen Geld und lachen sich jetzt wo du leidest kaputt weil sie genau wissen was sie da tun. Ich will denen halt nicht die Genugtuung bringen dass sie dass schaffen weil ich es absolut mies finde dass sie bewusst ihre Kunden süchtig machen. Schau dir doch mal an wie sie geziehlt Kinder werben, in Filmen, ...! Wenn sie das nicht wollen würden, würden sie ganz mit Werbung aufhören und nur noch bestehende Raucher bedienen bzw. DIR beim Entzug helfen! Wo sind die denn? Die hauen doch nur noch Zusatzstoffe rein damit du noch abhängiger wirst von ihrem Müll!

Ich jedenfalls werde denen das nicht gönnen! Ich leide lieber als denen zu gönnen, dass sie mich foltern und leiden lassen und ich komme zurück!
Verfasst am: 14.01.2021 16:19
ulysses
Themenersteller
Dabei seit: 14.01.2021
Beiträge: 9
@turmalin, deinen Beitrag hatte ich übersehen sorry
Verfasst am: 14.01.2021 16:26
ulysses
Themenersteller
Dabei seit: 14.01.2021
Beiträge: 9
@UnitedKingdom3 auch dich hatte ich gerade überlesen,

habe ja schon vorher e-zigarette und so gehabt, Nikotin verringert u.s.w. 2 Jahre lang
dachte es wäre leicht, dieAngst und Ungewissheit macht mich völlig fertig, Arzt geht nicht ...
Verfasst am: 14.01.2021 16:39
ulysses
Themenersteller
Dabei seit: 14.01.2021
Beiträge: 9
Ich habe laaange geraucht. Dann gut zwei Jahre extrem. In der Folge verringert und immer weiter. Weil es mir ganz gut ging dann aufgehört damit es mir richtig gut geht.

Nach einer Woche ein komisches Gefühl und nach zehn Tagen wusste ich es ist Angst. Danach wurde alles immer schlechter. Seit Weihnachten/Neujahr ist ganz essig. Ich dachte das 'bessert' sich wieder wenn ein normaler Wochenrythmus einsetzt. Aber im Gegenteil. Jetzt verliere ich völlig die Nerven und kann das nicht einsortieren => Richtung Panik/Verzweiflung ... und ihr müsst das jetzt ausbaden ...
Verfasst am: 14.01.2021 17:27
UnitedKingdom3
Dabei seit: 31.12.2020
Rauchfrei seit: 18 Tagen
Beiträge: 23

ulysses - also ersteinmal freut mich dass du hier schreibst, immerhin gibt es dieses Forum was mMn echt cool ist um sich zu helfen (bin ja auch neu hier)

Ich verstehe deine Verzweiflung - immerhin leide ich ja teilweise gerade auch an dem Entzug. Ich denke mir halt dann oft nur, was würde sich ändern wenn ich jetzt eine rauchen würde und komme zu dem Schluss - Absolut gar nichts. Womöglich wäre ich erst recht deprimiert.

Schau wie oben schon Ulrike geschrieben hat - aufhören muss man selbst, da kann einem keiner so wirklich helfen... Siehe auch bei anderen Drogen - klar gibt es erfahrene Leute, die selbst den Ausstieg gemacht haben aber Aufhören kann man nur mit Willenskraft und wenn man bereit ist dafür auch schwierige Zeiten durchzumachen. So weh es mir selbst tut, das kommt halt von Innen. Würde es etwas dagegen geben wäre es keine Sucht weil dann könnte man jederzeit aufhören.

Mir z.B. hilft es halt wenn ich das über die Tabakindustrie weiß und andererseits mal schaue was das andere Leid ist. Stell dir vor du liegst im Krankenhaus, kriegst keine Luft wegen dem Krebs der deine Lunge auffrisst und weißt dass du dafür 100.000€ bezahlt hast - da würd ich mich massivst ärgern. Und findest du das nicht schlimmer als ein paar schwierige Monate des Entzugs?
Meine Freundin ist gerade an einer HNO Klinik - da bekomme ich teilweise mit wie auch 30 Järhigen der Kehlkopf entfernt werden muss - hört sich halt absolut nicht cool an wenn man nicht mehr sprechen kann.

Wie gesagt es ist deine Entscheidung und ich weiß es ist massiv zach - geht mir genauso. Kopf hoch, wir schaffen das icon_wink.gif
Verfasst am: 14.01.2021 17:53
ulysses
Themenersteller
Dabei seit: 14.01.2021
Beiträge: 9
@UnitedKingdom3, ich gebe dir in allen Punkten Recht aber ...
und jetzt geht es los. Nehme ich alles so hin gleich ob es schlimmer statt besser wird oder fange ich an zu jammern?

Im Moment bin ich beim jammern weil mein Leben derartig beeinträchtigt ist dass ich zu den Ängsten von den Stoffwechselstörungen zusätzlich Panik- Attacken- und Phasen habe. Kontrollzwänge und Depressionen machen alles richtig schlimm. Mitten in der Nacht fängt es an und endet erst Abends ... aber natürlich nicht wirklich.

Das ist das und dazu kommt das angepisst sein dass einem die Belohnung für die Anstrengung verwehrt wird und statt dessen alles noch fürchterlicher wird. Wann geht es in die andere Richtung wenn überhaupt denn noch schlimmer geht kaum noch.

Anfangs hatte ich gelacht und mich lustig gemacht. Nach vier Wochen spätestens verging mir dann das Lachen. Ich beruhigte mich damit dass es ja in längstens 3-4 Wochen besser werden müsste. Aber weit gefehlt, geradezu lachhaft. Nun bin ich wirklich mehr als weich gekocht und keinerlei Besserung in Sicht. Ich weiß nicht was werden soll; jeden Tag schlechter ...


[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 14.01.2021 um 17:54.]
Verfasst am: 14.01.2021 19:13
Bolando
Dabei seit: 14.09.2018
Rauchfrei seit: 1055 Tagen
Beiträge: 1514
Hallo Ulysses,
ich habe keinen Zweifel daran, dass du ein Problem hast. Ich habe aber Zweifel, dass wir dir helfen können. Den Rat zum Arzt zu gehen willst du ja nicht haben. Du willst eine konkrete Antwort auf eine nicht sehr konkrete Frage. Wie wäre es stattdessen mit den Lottozahlen der nächsten Woche? Die könnte ich ebenso versuchen zu erraten. Vielleicht denkst du mal darüber nach, was wirklich dein Problem ist. Ich vermute nämlich, dass es nicht das Nichtrauchen ist.
Verfasst am: 14.01.2021 19:30
ulysses
Themenersteller
Dabei seit: 14.01.2021
Beiträge: 9
@Bolando,
- auch ich zweifele dass ihr mir helfen könnt
- der Arzt ist die letzte Adresse, da war ich schon mal und habe grausige Erfahrungen gemacht
- meine Frage ist schon konkret, nämlich nach Erfahrung wie lange Entzug dauern kann
- der Spruch mit den Lottozahlen lässt erahnen wie viel Respekt du vor den Schwierigkeiten anderer hast
- ich kenne mein Problem oder meine Probleme sehr wohl und das Nichtrauchen ist ganz bestimmt eines davon
Verfasst am: 14.01.2021 19:46
ulysses
Themenersteller
Dabei seit: 14.01.2021
Beiträge: 9
Aber ich kann mich - ehrlich gesagt - nicht auch noch damit belasten dass ich mich in einem Forum verärgert verteidigen muss in dem ich Hilfe suche. Deshalb verabschiede ich mich hier und bedanke mich artig für Eure Hilfe-Versuche.

bye
Verfasst am: 15.01.2021 09:49
Midgard
Dabei seit: 18.12.2019
Rauchfrei seit: 736 Tagen
Beiträge: 201
Konkrete Frage, konkrete Antwort:

Dein "Entzug" dauert GENAU SO lange, wie DU ihn zulässt.... MEIN körperlicher Entzug dauerte genau eine Nacht.... Plus einige Tage Gereiztheit. Das wars dann. Alles Andere... Fand nicht statt, weil MEINE Einstellung zur Drecksdroge das ganz einfach nicht zugelassen hat.... Und wenn Nichtrauchen für Dich ein Problem ist??? Na dann kann Dir hier zur Zeit wirklich niemand helfen....
Verfasst am: 15.01.2021 13:19
k19
Dabei seit: 28.09.2020
Rauchfrei seit: 151 Tagen
Beiträge: 132
Hallo Ulysses,
du schilderst, dass es dir psychisch zunehmend schlechter geht, und möchtest von anderen hier erfahren, wie lange das so noch dauert.
Das Problem ist, dass das hier ein Laienforum ist und dass hier Menschen mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen zusammenkommen.
Es gibt hier Menschen, die haben gar keine Probleme mit dem Aufhören, Midgard gehört zum Beispiel dazu, und es gibt Menschen, die haben Probleme, die sich zum Teil über Monate hinziehen.

Du hast ein ziemlich spezielles Problem, das nach meiner Beobachtung des Forums (ich bin mit einer Unterbrechung so etwa vier Jahre dabei) auf nicht sooooo viele zutrifft und die, die so etwas Ähnliches kennen, schauen womöglich zur Zeit grad nicht rein. Was du schilderst, kann mit dem Nikotin-Entzug zusammenhängen, muss es aber nicht.
Fakt ist, dass Nikotin auf die Biochemie deines Gehirns einwirkt und sich je nach dem, wie lange und wie viel du geraucht hast, in der biochemischen Zusammensetzung deines Gehirns, an der Produktion gewisser Botenstoffe und an den Rezeptoren etwas verändert. Nach vier Monaten dürfte sich das, was Nikotin anrichten kann, in deinem Gehirn wieder „normalisiert“ haben. Nikotin ist verhältnismäßig harmlos, es wirkt nicht so tief in deinem Gehirn wie z.B. Alkohol oder gewisse Drogen. Bei Alkoholmissbrauch kann es durchaus ein Jahr dauern, manchmal auch zwei, bis du wieder völlig Herr deiner selbst bist.

Was du von dir schilderst, klingt sehr danach, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Schlimm, dass du damit eine sehr schlechte Erfahrung gemacht hast. Was müsste passieren oder aber was verlierst du, wenn du es bei einem anderen nochmals versuchst. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es so ne und solche gibt.
Es kann so viele verschiedene Ursachen haben, dass es dir derzeit psychisch schlecht geht.
Mir scheint aber, dass du für dich eigentlich schon eine Entscheidung getroffen hast. Probiere es aus, wenn du meinst, es nicht mehr aushalten zu können, und beobachte dich dabei. Hilft sie dir wirklich? Geht die Angst weg?
Ich könnte dir zur Selbstbeobachtung noch ein paar Fragen stellen, wenn du willst.
Es kann sein, dass das Nicht-mehr-Rauchen für dich nun noch on-top gekommen ist, dass da unter der Oberfläche etwas schwelt, das schon länger da war.

Ich selbst habe mehrere Aufhör-Versuche hinter mir. Jeder, aber auch jeder war bei mir anders. Ich selbst kenne Depression, Panikattacken usw. aus eigener Erfahrung ziemlich gut. Da es jedes Mal anders war, erlaube ich mir auch kein Urteil oder eine Voraussage, wie lange Entzugserscheinungen dauern. Dieses Mal jedenfalls ist bei mir alles anders, gelitten habe ich kaum. Die körperlichen Entzugserscheinungen waren schnell überstanden.
Psychisch geht es mir gut, ich arbeite aber auch schon eine ganze Weile an meiner Erkrankung.

Vielleicht magst du ja noch ein wenig über dich erzählen, damit man (ich?) dich besser dort abholen kann, wo du gerade stehst. Warum hast du im Herbst aufgehört? Was beschäftigt dich in letzter Zeit besonders?

Ich wünsch dir alles Gute.

Grüße
Kirsten

P.S.: Vielleicht hilft dir ein wenig, was in diesem Faden geäußert wurde:
https://www.rauchfrei-info.de/community/forum/?tx_mmforum_pi1%5Baction%5D=list_post&tx_mmforum_pi1%5Btid%5D=9246



[Dieser Beitrag wurde 4mal bearbeitet, zuletzt am 15.01.2021 um 13:30.]