Totales Unverständnis zur Nikotinsucht


Verfasst am: 26.01.2021 17:49
Feliciouse85
Themenersteller
Dabei seit: 08.01.2021
Rauchfrei seit: 78 Tagen
Beiträge: 116
Hallo,

ich bin Felix, 35 Jahre alt und seit über 20 Jahren Raucher. Ich nutze jetzt erstmalig das Forum um mir Luft zu machen und mich möglichst mit anderen über ihre (vergangene) Sucht zum Nikotin zu unterhalten. Vielleicht hilft es mir ja.

Seit Ende 2018 versuche ich nun schon der Lage Herr zu werden und mich dem Nikotin zu entziehen. Erste Erfolge hatte ich mit Nikotinkaugummis. Das ging über Monate gut. Als ich aber ein Buch gelesen hatte und merkte, dass ich im Grunde „nur“ Nikotinabhängig bin, probierte ich es mit der Nullpunktmethode und war 6 Wochen komplett frei davon.

Ich muss dazu sagen, dass diese 6 Wochen während meines Homeoffice zu Stande kam (dank COVID). Ich ging so gut wie jede Stunde spazieren und arbeitete ein Haufen Minusstunden zusammen. Aber ich war schon nach einer Woche über den gröbstenMist hinweg. Die Attacken kamen dann meist nur noch am Wochenende, was ich unter Kontrolle hatte. Ich will nicht über den Rückfall sprechen, da das wirklich einem Klischee entspricht. Es war auch nur eine und es ging dann nochmal zwei Wochen gut. Dann wieder eine und eine Woche rauchfrei. Danach bin ich dann wieder zum altgewohnten zurückgekehrt.

Was ich aber seit diesem letzten wirklich guten Versuch nicht wieder hinbekomme, wenigstens eine Woche rauchfrei zu bleiben. Selbst mit Kaugummis schaffe ich gerade mal ein paar Tage.

Was ich nicht verstehe ist, dass ich wirklich überzeugt bin damit Schluss zu machen und nicht mal 48 Stunden später hat sich alles in meinem Kopf gedreht und die Sinnhaftigkeit meines Entzugs erscheint mir lächerlich. Geht/ging es euch da genauso?

Ich kann mir absolut nicht erklären, wie ich es geschafft habe 6 Wochen davon loszukommen. Ich weiß jetzt, dass es auch ohne geht, aber die Sucht macht mich fertig.

Kann mir da jmd. weiterhelfen?

Danke schonmal und liebe Grüße,

Felix

P.s. Ich rauche eine Schachtel oder mehr am Tag.


[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 26.01.2021 um 17:50.]
Verfasst am: 26.01.2021 18:35
besuchvomklabauteraki
Dabei seit: 02.03.2019
Rauchfrei seit: 2189 Tagen
Beiträge: 4481
Hallo Felix
Erst mal ein Herzliches Willkommen hier bei uns ...Gemeinschaft.png in der Rauchfrei Gemeinschaft !
Nur Nikotin Abhängig ja könnte man geschönt so sagen .... Ich nenne es beim Namen Wir Du Ich sind Süchtig und Grade am Anfang würde man alles tun für eine Kippe oder nur ein Zug .....
Wenn du dir das mal vor dein Geistiges Auge holst was da drin ist in einer Kippe an Inhaltstoffen .....Blausäuere Arsen Rattengift und ... Ja und das nimmt man Freiwillig weil es ja so Cool ist ...Früher über den Jordan zu Gehen...

Schön Das Du hier bist auch Du schaffst das ...Wenn Du willst es echt willst .
Hier sind viele Nette liebe Mitstreiter unterwegs die Dir Gerne zur Seite Stehn werden.
VG Hansflowerblue.png
Verfasst am: 26.01.2021 18:37
besuchvomklabauteraki
Dabei seit: 02.03.2019
Rauchfrei seit: 2189 Tagen
Beiträge: 4481
Alles an Tips bekommst du unter dem Grünen Reiter Oben "Aufhören"

Hier vorab mal ein Auszug ....
Tipps bei Verlangensattacken
Gelegentliche Lust auf eine Zigarette ist nach einem Rauchstopp normal.

Solche Verlangensattacken dauern meist nur kurz im Vergleich zu den Zeiträumen, in denen Sie keine Lust mehr auf eine Zigarette verspüren. Nach 30 Sekunden bis drei Minuten lässt das Verlangen fast immer nach.

Es gibt einige Tipps, um der plötzlichen Lust auf eine Zigarette zu widerstehen:

Halten Sie gesunde Ersatzmittel bereit, die Sie statt der Zigarette zwischen die Lippen stecken können: leckeres Obst oder Gemüse, Nüsse, Kaugummis usw.

Durchbrechen Sie alte Routinen und ändern Sie Gewohnheiten. Essen Sie beispielsweise mittags an einem anderen Ort, wenn dieser eng mit dem Rauchen verknüpft war. Beschäftigen Sie sich unter Alltagscheck mit eventuell noch bestehenden Fallgruben oder Stolpersteinen.

Leicht zu merken sind die vier A-Tipps:

1. Aufschieben
Das Verlangen wird auch ohne Zigarette vorbeigehen. Atmen Sie zum Beispiel zehnmal tief durch. Der Wunsch nach einer Zigarette wird allmählich schwächer. Oder machen Sie eine Entspannungsübung, zum Beispiel indem Sie einzelne Muskelgruppen wechselweise an- und entspannen (progressive Muskelrelaxation nach Jacobson). Nach der Entspannungsübung „schwenken“ Sie dann um und beschäftigen sich mit etwas ganz anderem (siehe auch vierter Tipp: Ablenken)

2. Ausweichen
Gehen Sie vorausschauend kritischen Situationen, wie Raucherpausen oder
Kneipenrunden, eine Zeit lang aus dem Weg. Geben Sie anderen, z. B. Kolleginnen und Kollegen, einen Hinweis, dass diese Situationen für Sie noch schwierig sind, und bitten Sie gegebenenfalls um Hilfe (z. B. keine Zigarette anbieten).

3. Abhauen
Entfernen Sie sich z. B. einfach aus einer Gruppe von Rauchenden bis Sie sich wieder besser fühlen. Ziehen Sie sich für einen Moment zurück und befolgen Sie Tipp 4.

4. Ablenken
Ersetzen Sie das Rauchen bewusst durch andere Tätigkeiten, die Spaß machen, Sie ablenken und auf keinen Fall mit dem Rauchen vereinbar sind. Rufen Sie beispielsweise jemanden an, der Sie auf Ihrem Weg in die Rauchfreiheit unterstützt hat. Wenn Sie zu Hause sind, können Sie auch für einige Minuten duschen. Oder machen Sie eine Atemübung. Legen Sie sich auf den Boden und entspannen Sie sich. In jedem Fall sollte die Tätigkeit ein angenehmes Gefühl in Ihnen auslösen.

Für eine weitergehende Beratung, die auf ihre persönliche Situation zugeschnitten ist, empfehlen wir Ihnen das BZgA–Beratungstelefon.

BZgA-Beratungstelefon zur Rauchentwöhnung, Tel. 0 800 8 31 31 31* (Montags bis Donnerstags von 10 bis 22 Uhr, Freitags bis Sonntags von 10 bis 18 Uhr).

* kostenfreie Servicenummer

VG Hans
Verfasst am: 27.01.2021 07:48
Rauchfrei-Lotse
rauchfrei-lotse-andreas
Rauchfrei-Lotse seit: 08/2013
Dabei seit: 18.06.2013
Rauchfrei seit: 2863 Tagen
Beiträge: 8220
Hallo Felix, herzlich Willkommen. Ein Grund in den 6 Wochen war vielleicht auch eine Änderung der alten Strukturen. Bisherige Gewohnheiten wurden durch das Home-Office geändert. Viele Zigaretten sind ja fest mit bestimmten Abläufen verknüpft. Es geht ja auch darum alte Rituale zu ändern und neue Abläufe zu planen. Was hilft Dir im Alltag?

Weitere Hilfsmittel können Pflaster oder Spray sein. Auch bieten (fast alle) die Krankenkasse Online-Seminare zum Thema Raucherentwöhnung an. Mehrere Möglichkeiten zu verbinden hilft.

Ein paar weitere Tipps findest Du hier: http://www.bzga.de/infomaterialien/foerderung-des-nichtrauchens/foerderung-des-nichtrauchens-informationsmaterialien-fuer-erwachsene/ja-ich-werde-rauchfrei/

Hast Du schon einen festen Termin im Auge?

Viele Grüße

Andreas
Verfasst am: 27.01.2021 09:48
tintenklecks
Dabei seit: 26.01.2021
Rauchfrei seit: 86 Tagen
Beiträge: 72
Hallo Felix,

schön das du den Weg hierher gefunden hast. Ich bin nun 63. Geraucht habe ich ab dem 14. Lebensjahr. Was habe ich nicht alles versucht vom Rauchen los zu kommen. Bücher, Pflaster, etc. etc. Mir ist jetzt erst klar geworden warum das alles nichts geholfen hat.

Ich mache zur Zeit einen Kurs an der Tabakambulanz der LMU in München. Und während des Kurses wurde mir klar:

Nobby du bist nicht nur nikotinsüchtig, in deinem Gehirn muss sich was ändern. Erlernte Abläufe müssen geändert werden. (Raucherpause, rauchen bei Stress, rauchen aus Langeweile) Hinterfrage deine Motivation warum du aufhören willst.

Ich will nicht mehr rauchen weil....

Und hinter dem weil kommt dann ein positiver Effekt. z.B." ich das Geld für ein neues Fahrrad nehmen werde "

Unsere Kursleiterin machte auch den Unterschied zwischen Vorfall und Rückfall.

Vorfall: Rauchstop am tt.mm.yyyy
Zigarette angezündet am tt.mm.yyyy

Jetzt ist es wichtig das aus dem Vorfall kein Rückfall wird.

Zigarette sofort ausmachen wenn einem bewusst wird was man da gerade macht.
Alles vernichten was an das Rauchen erinnert
Sich daran erinnern wie es war nicht zu rauchen
Nottfallnummer anrufen
Rauchfrei-Lotsen kontaktieren

ich hoffe dass Dir das weiterhilft.

Einen schönen Tag wünsche ich Dir
Liebe Grüße
Norbert



Verfasst am: 27.01.2021 10:28
Carbonara
Dabei seit: 09.09.2019
Rauchfrei seit: 188 Tagen
Beiträge: 144
Hallo Felix!
Man spürt einen gewissen Leidensdruck in deinen zeilen.
Du willst also wirklich aufhören.
Mein Tipp ist, denk erst mal nicht daran, mindestens einen bestimmten Zeitraum (1 bzw.6 Wochen) rauchfrei zu bleiben.
Dieser Zeitraum wirkt nämlich wie ein riesiger Berg, den man mit Flipflops besteigen soll.
Bleib im jetzt bzw.im HEUTE.
Heute rauchen wir nicht. Einen Tag, das schaffst Du locker.
Ich bete mir das jeden Tag vor, und auf diese Weide grübele ich nicht gross über die Zukunft nach.
Wann startetst du denn?
Ich wünsche Dir alles Gute.
Zieh (bildlich gesprochen) die Wanderschuhe an und geh ganz gemächlich los.

Liebe Grüsse
Elena
Verfasst am: 27.01.2021 17:55
Feliciouse85
Themenersteller
Dabei seit: 08.01.2021
Rauchfrei seit: 78 Tagen
Beiträge: 116
Hallo zusammen,

ich will mich erstmal für das Gute Feedback bedanken. Hier sind wirklich gute Ratschläge dabei.

@Andreas: im Alltag hilft mir nichts weiter, außer das Verlangen zu unterdrücken. Das gelingt mir besonders gut, wenn ich den Kopf von der Arbeit frei habe. Da sind die Chancen deutlich größer dem Verlangen zu entsagen. Leider habe ich nicht genügend Urlaub im Jahr und Kasse machen will ich nicht. Wer schreibt mich schon drei Wochen krank, ohne einen Grund.

Ich habe noch keinen genauen Termin. Ich wollte mich erstmal austauschen. Im Auge liegt mir der April. Dort würde ich gern drei Wochen Urlaub nehmen und nochmal einen ernsten Versuch starten. Weiß aber noch nicht, wie ich gebraucht werde auf Arbeit.

Fakt ist, ich bin definitiv nicht in der Lage während der Arbeitszeit zu entwöhnen. Habe schon alles probiert.

@Norbert: ich weiß, dass ich eine Verhaltensänderung brauche. Nicht ohne Grund bin ich nach sechs Wochen Rückfällig geworden. Mir ist auch bewusst, dass nur der kleinste Zug an einer Zigarette mir so ein schlechtes Gewissen bringt, das ich dann meist ganz aufgebe.

@Hans: Danke icon_wink.gif

Ich versuche jeden Tag hier rein zu schauen und was nützliches zu finden. Ich will nicht an diesem Mist verrecken. Dafür ist mir mein ohnehin kurioses Leben zu wertvoll.

Schönen Abend euch!
Felix
Verfasst am: 27.01.2021 18:31
besuchvomklabauteraki
Dabei seit: 02.03.2019
Rauchfrei seit: 2189 Tagen
Beiträge: 4481
Hallo Felix ,
Nun ich Würde es Anders Nennen als "Nur ein Versuch" und eins sag ich Dir aus meiner Erfahrung Jeder Tag ist ein Guter um Auf zu Hören ..... Leider hab ich das Über gute 50 Jahre Missachtet Kein Arsch in der Hose gehabt das Durch zu ziehn. Man musste erst schwer Krank werden um zu begreifen He Du stehst auf der Schippe vom Sennsenmann Entweder Du hörst auf oder dann war es das ....
Ich Weiss von mir Selbst ich hatte immer Ausreden die Sucht war immer dabei den Urlaub buchen ...Aber nur Mit Garten oder Blakon ...man muss ja irdend wo Rauchen ....
Ich Sag dir Jeder hat hier auf die eine oder andere Weiss das Gleich Durchgemacht ,Aber ein Abkürzung gibt es nicht .

So Wenn Dir lieber Felix dein Leben so Wertvoll ist sag mir warum zahlt man für seinen Tot im Vorraus ? In Dem man sich Kippen kauft die Raucht und man weiss das Sie einem den Tot bringen .So wie Du habe viel Jahrzehnte gedacht ....
Krebs und den anderen Scheiss Trifft nur andere ja So Denkt man und es kommt anders Ganz anders .
Zum Schluss hab ich für 20m von der Garage zum Hauseingang gute 20 Min. Gebraucht und noch mal eine Halbe Stunde um in die 2 Etage zu kommen .Endlich drin in der Wohnung da Reisst man das Küchen Fenster auf und Steckt sich eine An .....Du schaffst es nicht zu Rauchen weil du nur am Husten bist, es geht nicht Du machst die kippe aus Drehst dir eine Neue hoffst auf einen Hustenpause da kommt Sie und was ist ? Die Lunge Brennt wie Feuer das Husten beginnt auf neue . An Diessem Abend habe ich Hilfe gesucht und hab sie Hier gefunden ,Ich sag dir es war nicht Leicht oder Einfach ...man muss Kämpfen mit seiner Sucht aber auch nach über 50 Jahren des Rauchens ist es machbar .
Was ich Dir Wünsche Felix ist Ganz viel Mut den Schritt zu gehen und sich seinem Leben was Kosten zulassen mal für was Kämpfen für das es sich Lohnt .Jeder Tag ist ein Guter und nur Heute Rauchen wir mal nicht ...Morgen ist ein Neuer Tag da sehn wir weiter ... VG Hansflowerblue.png
Verfasst am: 27.01.2021 19:43
Feliciouse85
Themenersteller
Dabei seit: 08.01.2021
Rauchfrei seit: 78 Tagen
Beiträge: 116
Hallo Hans,

danke für deine Nachricht. Das beeindruckt mich schon etwas, dass du nach so langer Zeit es geschafft hast. Aber was mich angeht — so sehr ich es auf Arbeit versuche, es gelingt mir nicht. Da ist diese riesige Blase um mich herum, sobald zwei rauchfreie Stunden vergangen sind. Ich schaffe schon einen Tag ohne Rauch. Selbst ohne Kaugummis. Aber eben nur einen Tag. Dann sind meine ganzen guten Vorsätze weg und der Stress auf Arbeit tut sein übriges.

Danke für deine Geschichte. Ich werde es verinnerlichen und denke gerade darüber nach es doch nochmal eher zu probieren. Am besten an einem Freitag. Und am Wochenende mich mental auf die kommende Arbeitswoche vorzubereiten und einfach durchzuhalten. Ich bin gerade richtig motiviert.

Okay, ich probiere es diesen Freitag. Ganz ohne alles, also Nikotin. Ich will es nochmal wissen.

Wünsche dir einen ruhigen Abend. Also danke nochmal!

Grüße, Felix
Verfasst am: 27.01.2021 19:59
Bordeauxlover
Dabei seit: 24.01.2020
Rauchfrei seit: 457 Tagen
Beiträge: 1397
Lieber Felix,

jetzt gebe ich auch mal meinen Senf dazu. Du junger Mann schreibst, dass Du es dauerhaft nicht schaffst wegen dem wahnsinnigen Stress auf der Arbeit. Darf ich fragen, was Du machst? Meiner Meinung nach ist der meiste Stress, den wir haben, hausgemacht. Man muss Stress zulassen. Wenn man ihn nicht zulässt, hat man auch keinen. Meine ganz persönliche Meinung. Dauerstress macht krank. Machst Du Deinen Traumjob? Wenn ja, ist mir Dauerstress unerklärlich. Den empfindet man in einem echten Wohlfühljob nicht. Nur mal so ein paar Gedanken jenseits des Nichtrauchens. Übrigens: Was machen denn Nichtraucher in einem Stressjob wie Deinem? Wie gehen die denn damit um? Die muss es doch auch geben. Mein gut gemeinter Rat: Du musst Deine Einstellung überdenken. Sonst ist das Scheitern vorprogrammiert. Vielleicht betrachtest Du es einfach mal als cooles Projekt, bei dem Du nur gewinnen kannst. Das schreibt Dir einer, der über 40 Jahre in seiner Sucht gefangen war, ohne überhaupt ein ernsthaftes Problembewusstsein zu haben. Da bist Du schon meilenweit weiter, als ich in Deinem Alter und sogar noch 20 Jahre später. Ich wünsche Dir noch einen schönen Abend.

Liebe Grüße
Armin
Verfasst am: 27.01.2021 20:23
Mimi2020
Dabei seit: 20.12.2020
Rauchfrei seit: 119 Tagen
Beiträge: 238
Herzlich Willkommen, Felix,

sogar schon ein Datum festgelegt... spannend! Freust Du Dich auch darauf? Vielleicht hilft es Dir, Dich daran zu erinnern, was beim letzten Mal für positive Effekte zu spüren waren körperlich wie Riechen, Schmecken, mehr Energie, mehr Luft und auch psychisch wie Freiheit, Selbstbestimmtheit, Mut (als Gegenteil von Angst) oder was es bei Dir so war...

Zu Deinen Überlegungen zum richtigen Zeitpunkt:

Ich hatte nach einem Versuch (3Monate) vor Jahren lange den Gedanken verdrängt, es doch nochmal anzugehen. Dabei war ich mir immer sicher, ich will nicht mein ganzes Leben rauchen. Jeder Tag ist so gut wie der andere. Ich zum Beispiel rauchte nur, wenn ich frei hatte, Pause, als Belohnung zur Entspannung etc. weniger bei Stress oder um mich zu konzentrieren. Ich habe im Urlaub aufgehört, Nachteil: Es gab viele Situationen, in denen ich normalerweise geraucht habe. Vorteil: Es gab viele Situationen, in denen ich normalerweise geraucht habe.....so konnte ich schnell beginnen, die „schwierigen“ Situationen zu entkoppeln.

Ich dachte außerdem am letzten Rauchtag, ich zieh mir die („Nichtraucher in) 5 Stunden Frädrich rein, um alles nochmal aufzufrischen und rauche die Letzte bevor ich schlafen gehe. Dann habe ich schon einige Stunden Vorsprung also quasi den ersten Teil Entzug verschlafen.

Du entscheidest richtig für Dich und ich wünsche Dir ganz viel Erfolg dabei! gefuehle_smilie_0236.gif
Liebe Grüße
Mimi
Verfasst am: 27.01.2021 20:52
Herbstmeise
Dabei seit: 11.12.2020
Rauchfrei seit: 630 Tagen
Beiträge: 30
Irgendwie geht mir bei Deinen Erklärungsversuchen der Satz : Wasch mich, aber mach mich nicht nass

durch den Kopf.
Hör einfach auf. Ist nicht schwierig, WENN DU WILLST.
sun.gif
Verfasst am: 27.01.2021 21:05
besuchvomklabauteraki
Dabei seit: 02.03.2019
Rauchfrei seit: 2189 Tagen
Beiträge: 4481
Lieber Felix
Keiner Zwingt Dich Entscheiden Musst du es für Dich es ist ja für Dich für Deine Gesundheit .
Mir sagte man auf der Arbeitsstelle Ach komm Schaffst du eh nicht Dich kenn ich nur mit Kippe ...
Stimm ausser beim Duschen war immer was an....und Qualmte .
Vor vielen Jahren hatte ich mal so eine Anwandlung hab mir Pflaster und Nicotin Kaugummis geholt ja tolle Lotte es ging halt wie immer Das Pflaster drauf Kaugummi Rein und beim Bierchen eine Angesteckt ja komm scheiss drauf auch egal Gebracht hat es mir nix warum ...? Weil ich nicht dahinter Stand dem Hans ging es gut und wenn was nicht gut war so wurde es sich schön Geraucht ....Heute Würde ich Dir einen Tipp geben geh zur Apotehke lass dich beraten was sinn voll ist für Dich das Hilft Dir bei der Umsetzung . Ich habe einen Kalten Entzug gemacht ohne Hilfsmittel ausser eben diessem Forum hier ,Das War so Krass so was will man nicht noch mal Durch machen und diesses sind auch gedanken die Schützen einen auch etwas vor dem Erneuten Rauchen .
Krankschreiben .... sagt man ja so Normal wäre AU also Arbeitsunfähig und das ist der Punkt es kommt der Punkt da bist du sicher AU und dann mein Lieber Schreibt dir auch dein Doc. einen Gelben Schein... Wo bei es auch sehr Klug ist ihm Vorab schon mal einen Bescheid zugeben das du so was Vor hast . Ein Entzug ist kein Spaziergang der kann an die Substanz gehen nicht nur Körperlich da ist es gut jemand zu haben der einem Ärztlich zur Seite Steht .

So Wünsche ich Dir Viel Mut und Geduld denn was wir viele Jahre oder wie bei mir Jahrzehnte eingeübt haben das kann man nicht mal eben bei seite Schieben in ein paar Tagen oder Wochen ....der Weg ist das Ziel lieber Felix .
Ich Denke wir lesen uns ,Halt die ohren Steif das wird schon wenn Du es willst .VG Hansflowerblue.png

PS : Und Wichtig ist nur an das Jetzt und nicht an das Morgen zu Denken nur das Heute Zählt ...Heute bleibe ich Rauchfrei komme was da wolle ...Morgen na da schaun wir dann mal ....

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 27.01.2021 um 21:08.]
Verfasst am: 29.01.2021 15:15
besuchvomklabauteraki
Dabei seit: 02.03.2019
Rauchfrei seit: 2189 Tagen
Beiträge: 4481
Hallo lieber Felix
Wollte mal Hören wie es Dir Ergangen ist Heute..... Was macht Dein innere Schweinhund ?
Bist du am Start oder Braucht es Zeit ? VG Hansflowerblue.png
Verfasst am: 30.01.2021 05:11
Feliciouse85
Themenersteller
Dabei seit: 08.01.2021
Rauchfrei seit: 78 Tagen
Beiträge: 116
Hallo zusammen,

@Klabauteraki: besten Dank für deine Rückmeldung. Ich habe mich bewusst erstmal zurückgezogen, um mich nicht unter Druck zu setzen. Ich war knapp 20 Stunden rauchfrei. Als dann aber der Stress der Woche von mir abfiel, überkam mich es. Ich war auch nicht motiviert genug. Ich brauche definitiv noch Zeit.

Es gab einfach zu viele erfolglose Aufhörversuche in zu kurzer Zeit. Es bringt auch nichts wenn ich Sturm laufe. Da schade ich mir am Ende nur selbst. Ich will gern an meinem Vorhaben festhalten und bis Anfang April warten, in der Hoffnung 2 Wochen Urlaub nehmen zu können, um es ernsthaft zu versuchen. Außerdem hoffe ich sehr, dass die Fitnessstudios bis dahin wieder aufmachen, denn das hat sich in der Vergangenheit als förderlich erwiesen, mich beim Sport zu verausgaben. (Ich gehe seit 4 Jahren regelmäßig zum Training)

@bordeaulover: Ich bin Chemietechniker. Während meiner Weiterbildung zum Techniker habe ich auch zeitweise ein paar Wochen nicht geraucht (das war auch Stress, da Abendschule nach der Arbeit). Aber da hatte ich noch nicht so viele Aufhörversuche hinter mir und war motiviert. Ich denke eines meiner Probleme ist es einen Neuanfang zu finden und die letzten Versuche einfach als erfolglos abzustempeln. Jedesmal wenn ich es doch schaffe ein paar Tage zu entsagen, sagt mir eine kraftvolle innere Stimme - „soweit warst du scchonmal Felix. Keinen Grund zur Freude.“

Ich bin relativ neu am Unternehmen und fuchse mich jetzt erst so richtig rein. Als ich den Job begann, war ich 3 Monate rauchfrei und es ging gut. Also stimmt, den Stress mache ich mir selbst. Scheinbar schaffe ich den Sprung nicht, über die Nikotinsucht hinweg zu kommen. Andere in meinem Unternehmen haben es auch geschafft. Es gab viele rauchen an dem Unternehmen wie mir gesagt wurde und die haben auch aufgehört - bei gleichen Arbeitsvolumen wie meinem. Deswegen fühle ich mich auch so schlecht, dass ich es nicht schaffe.

Also lieben Dank nochmal an euch alle für die Unterstützung. Ich brauche einfach noch etwas Zeit und versuche mich wie gesagt hier im Forum etwas umzuschauen. Würde aber gern diesen Thread bestehen lassen, um später darauf zurückzugreifen.

Viele Grüße Felix
Verfasst am: 30.01.2021 06:53
Paul2.1.
Dabei seit: 12.06.2019
Rauchfrei seit: 1000 Tagen
Beiträge: 1013
Moin Felix der Glückliche,
ein wirklich schöner Name. Hat Dein Vorname für Dich eine Bedeutung? Vielleicht solltest Du ihm mehr vertrauen , denn: nomen est omen.

Noch ein Zitat vom Altmeister Goethe

Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust,
die eine will sich von der andern trennen:
Die eine hält in derber Liebeslust
sich an die Welt mit klammernden Organen;
die andre hebt gewaltsam sich vom Dust
zu den Gefilden hoher Ahnen.
Faust 1, Vers 1112 - 1117; Vor dem Tor. (Faust)


Wir haben so viele Gründe uns an unsere Sucht zu klammern, dass wir vor lauter Angst
vergessen loszulassen. Bedenke bei all Deinen Plänen, dass es die Sucht ist die Dir vorgaukelt es ginge jetzt gerade überhaupt nicht mit dem Rauchstopp.
Und das will ich dazusagen Felix, ich kann das sehr gut verstehen, denn wir sind nun einmal süchtig. Das ist ein Teil von uns. Wir haben uns das selbst eingebrockt aber jetzt ist es so, Punkt.
Es heißt immer es gäbe keinen perfekten Zeitpunkt um aufzuhören, das glaube ich auch, aber es gibt sicherlich Zeiten in denen ein möglicher Erfolg auf sehr dünnem Eis steht.

Du willst in Deinem Urlaub aufhören? Ich habe in meinen Urlauben immer wieder den Anfang verschoben, weil ich mir ja auch meine schwer verdiente, schönste Zeit des Jahres nicht verderben wollteicon_rolleyes.gif
„Ach Paulchen, Du bist so clever, wenn’s nach Dir gegangen wäre würde ich heute noch rauchen“
Paulchen ist der Suchtanteil in mir, den ich personifiziert habe um ihn zu Wort kommen zu lassen. Damit konnte er mir mal erzählen warum das Rauchen eigentlich so wichtig für mich ist. Denn das Nikotin ist es nicht alleine, dann wäre es ja einfach. Nein das Rauchen ist noch mehr.
Der Urlaub ist eine besondere Situation, das kann ein guter Anfang sein; aber die Bewährung liegt im Alltag verborgen.

Eine Idee: du könntest Dir Nikotinpflastern besorgen oder nochmal Kaugummis, mit denen Du schonmal Erfolg hattest, und dann beginnst Du den Rauchstopp sofort. Dies ziehst du strikt bis zu Deinem Urlaub durch und dann kannst du im Urlaub das Nikotin weglassen. Der Vorteil ist die Zweiteilung und Dir scheint ja die Abhängigkeit vom Nikotin bedeutsamer zu sein.

Weißt Du noch warum Du angefangen hast zu Rauchen? Und hast Du Dich mal gefragt ob diese Gründe eigentlich noch vorhanden sind?
Deine Idee sich so weit im Vorfeld schon hier im Forum auszutauschen find ich sehr gut, hör in Dich rein und versuche zu unterscheiden was Du willst und was Deine Sucht will. Denn das sind sehr verschiedene Dinge.

LG von Paul
Verfasst am: 30.01.2021 09:00
besuchvomklabauteraki
Dabei seit: 02.03.2019
Rauchfrei seit: 2189 Tagen
Beiträge: 4481
Hallo Felix ,
Ja Toll das Du Dich Gemeldet Hast ,Meisst ist es so das wenn man einen Spiegel Vorgehalten bekommt dann gar nicht mehr Mag .....Sicher kannst du Tun und lassen was Du willst ob April oder Sept. oder grade jetzt es gibt kein Unterscheid den machen wir uns selbst weil wir Angst haben was zu verlieren unsere Sucht offen Legen .
Arbeit Stress und hast du nicht gesehen ...jeder hat seine Hintertüre ....ist nicht Böse gemeint ist aber so .
Ein Markus Sagte man so Treffend hier "Die Sucht Kennt Dich vom Ersten Zug an " und Genauso ist es Sie Kennt ich besser als Du Dich selbst . Dem Ein oder anderen muss erst mal ein Schuß vor dem Bug geben um Wach zu werden ..Leider sind wir Menschen so ,Wir haben Laufen Gelernt um Umzufallen Nur damals sind wir nicht Liegen geblieben wir wollten Weiter Laufen und eben Nicht auf dem Hosenboden Rumrutschen und sich der Sucht Ergeben ...
Ich Wünsche Dir Eine Gute Zeit ,Bleib Gesund .VG Hansflowerblue.png
Verfasst am: 30.01.2021 11:28
Petra_NMS
Dabei seit: 03.01.2020
Rauchfrei seit: 473 Tagen
Beiträge: 2015
Moin Felix,

ich hatte mir meine Gründe, mit dem Rauchen aufhören zu wollen, an die Kühlschranktür gepinnt. Und jedesmal wen der icon_evil.gif kam, habe ich ihm erklärt, warum ich jetzt gerade nicht rauchen möchte.

Mir war von Anfang an klar, welch ein Gewinn das Aufhören mit sich bringt. Vielleicht liegt es an meinem Alter, dass ich es nicht mehr als Verlust von etwas vermeintlichem Schönem empfunden habe?

Mein Rat: Horche in Dich hinein, ob Du wirklich bereit bist, diesem Dreckszeug den Finger zu zeigen. Ist die Antwort ja, dann kannst Du nur gewinnen. Aber ein bisschen wird es schon weh tun icon_redface.gif

Heute rauche ich nicht!

LG Petra
Verfasst am: 30.01.2021 12:38
Feliciouse85
Themenersteller
Dabei seit: 08.01.2021
Rauchfrei seit: 78 Tagen
Beiträge: 116
Hallo,

ich bin überwältigt. Danke für eure Nachrichten. So langsam verstehe ich. Es hilft mir sehr längere Texte zu lesen und mich reinzudenken. Echt besten Dank für eure Mühe. Ich will weiter darauf eingehen.

@Paul: Ich musste etwas lachen. Danke für den Vers. Mein Name nebenbei, steht für Felix der Glückliche, im Sinne von, das Glück erarbeiten. Stammt glaube ich von einer einer griechischen Göttin Felicitas der Name. Keine Ahnung ob das stimmt.

Ich arbeite wirklich hart an meinem Leben. Vor allem auf Arbeit, um mich auch irgendwo etwas wertvoller zu fühlen. Das liegt wahrscheinlich an meinem kleinen Freundeskreis, bei dem ich mir auch Bestätigung suche, aber manchmal nicht so recht finde. Ich würde mich eher als einsamen Einzelgänger beschreiben.

Aber das könnte auch mein Vorteil sein, um mit dem Rauchen Schluss zu machen, da weniger Einflüsse von Außen auf mich einprasseln. In 95 % der Fälle rauche ich sowieso für mich allein. Meine Auszeit quasi.

Ja Paul, ich vergleiche die Sucht gern mit einer zweiten Persönlichkeit in mir, die einzig und allein darauf aus ist mir zu schaden. Leider ist dieser Honk in mir so geschickt, dass er mich in schwachen Momenten, wo ich mich mal zurücklehnen will, sofort die Gunst nutzt, um mich zu verleiten. Ich spreche nicht von diesem Heißhunger. Eher von der psychischen Abhängigkeit.

Ich würde es gern in meinem Urlaub versuchen. Bin aber gerade durch die vielen guten Nachrichten schon am Nachdenken. Ich habe in den letzten zwei Jahren, bis auf wenige Ausnahmen, jeden Urlaub genutzt, um davon loszukommen. Doch sobald ich auf Arbeit bin, geht der Kampf los. Und mein größter Feind, die Angst tut ihr übriges.

Ich habe noch jede Menge Pflaster und Kaugummis. Alles angesammelt in den letzten Jahren. Pflaster waren wenig erfolgreich, aber das habe ich auch wenig probiert. Ich lasse mir das durch den Kopf gehen.

Angefangen habe ich, weil ich Bestätigung suchte und cool sein wollte. Ich war in meiner Jugend eher der unsichere Typ. Die Gründe sind für mich nicht mehr nachvollziehbar. Ich bin auch permanent am Lüften meines Bades, in dem ich rauche, da kein Balkon. Der passive Qualm regt mich auf.

@klabauteraki: danke, hast alles richtig gemacht! icon_smile.gif

@SueBerlin: danke für die Zeilen! Ich wünsche dir auch weiterhin viel Kraft! Aber du hast das schlimmste hinter dir. Darf ich fragen, wie du den Sprung (die ersten 7 Tage) geschafft hast?

Ruhiges Wochenende euch und bleibt gesund,

Felix
Verfasst am: 30.01.2021 12:49
Mointsje1920
Dabei seit: 16.01.2021
Rauchfrei seit: 108 Tagen
Beiträge: 246
Hallo Felix,
ich bin über die ersten 10 Tage mit Snus gekommen. Auch Lutschtabak genannt. Kriegt man überall da, wo es Tabak gibt, aber nicht in der Apotheke. Gibts in 3, 4 verschiedenen Stärken. Bei mir lag eins davon bis zu 3 Stunden unter der Oberlippe und wirkte vor sich hin.
like2.gif Ilona