"Ein Rauchstopp ist heute einfacher, denn Rauchen wird gesellschaftlich kaum noch akzeptiert."
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Stopp Werbung schrieb am 28.11.2016 13:42

Ich lese oft Hinweise auf Alkoholwerbung. Weshalb in diesem Forum? Hier geht es primär darum, Nichtraucher zu werden. Nikotinwerbung sollte uneingeschränkt verboten werden. Weshalb? Weil es keinen Grund gibt zu Rauchen und Ziehgaretten zu kaufen. Das ist bei weichen und harten Drogen auch so. Es scheint so, als ob der Hinweis auf Alkohol stattfindet um die Nikotinsucht zu relativeren. Nach dem Motto: "wenn Alkohol nicht verboten wird, dann rauch ich weiter". Das ist aber der falsche Weg denke ich. Seht einfach die Folgen des Rauchens an. Zum Beispiel in "K Ö R P E R W E L T E N". Dort konnte ich sehr anschaulich sehen, wie komplex und fein ein Mensch aufgebaut ist. Dort konnte ich auch eine Raucherlunge sehen, und das fand ich sehr traurig für diesen Menschen. Aber jeder hat einen Verstand und einen Willen um Nein zu sagen. Das Rauchen schädlich ist, ist einfach eine Tatsache. Nicht meine sondern eine.

Carsten schrieb am 11.09.2014 14:10

ja, stimmt ! Uneingeschränkt. Allerdings wäre es durchaus gerechter und auch gerechtfertigt, wenn man endlich mal dazu übergehen würde, den Alkoholkonsum genauso zu brandmarken, wie man das mit den Zigaretten macht. Aber das wird wohl nicht so schnell passieren.

Marc schrieb am 21.07.2014 23:41

Teilweise ist das hier ja nicht auszuhalten! Zitat "Keine zustimmung. 1. Wie soll es einem raucher das aufhören erleichtern wenn ihm signalisiert wird, dass sein verhalten nicht akzeptiert wird. 2. Wo soll denn da die kausalität sein? 3. Ausserdem gibt es gesellschaftlich nur eine pseudonichtakzeptanz, sonst könnte man das rauchen ja gleich ganz verbieten." Zu 1: Ganz einfach, da man als Raucher ohnehin schief angesehen wird, kann man es leicht bleiben lassen, um dieser Antipathie nicht länger ausgesetzt zu sein. Zu 2: Siehe oben! Früher war der Marlboro-Mann cool, wie er mit Dreitagebart und Kippe in den Sonnenuntergang ritt. Heute ist er das (für die Majorität) nicht mehr. Zu 3: Hm, diese Pseudosache liegt doch klar auf der Hand. Wenn Rauchen verboten wird, entgehen dem Staat 13,8 Milliarden Euro Steuern. Dann müsste er sich diese Summe woanders holen.. hm, Benzin vielleicht? Mein persönliches Schlusswort: Ja, es ist heute einfacher. Nur Menschen, die nen kleinen Rebellen in sich wohnen haben, tun sich unnötig schwer. Wer weiter rauchen WILL, wird immer Gründe finden. Wer aufhören will, wird die richtigen Gründe finden. Ihr packt es, Leute!

@ndreas schrieb am 22.06.2014 20:33

Warum wird eigentlich der Alkohol-Entzug von den Krankenkassen bezahlt(ambulant wie stationär), eine Nikotinentwöhnung dagegen nicht?

Etienne schrieb am 03.03.2014 01:43

Für Deutschland trifft das tatsächlich zu, Tabakkonsum ist fast nicht mehr salonfähig. Es wurde hier mehrfach von sozialer Ächtung von Rauchern und von Rauchen als Zeichen der Unterschicht gesprochen. Dazu kann ich nur sagen: das hängt sicherlich mit der Kulturgeschichte des Rauchens zusammen. Vom vermeintlichen Heilmittel und Droge zur Transzendenz in die Geisterwelt bei den Indianern Nordamerikas wurde Tabak immer alltäglicher. Anfang des 20. Jahrhunderts gab's nach dem gepflegten Dinner eine Zigarre und einen Brandy im Herrenzimmer, bei denen man Wichtigkeiten und Nichtigkeiten der Welt diskutiert hat – Tabak als Zeichen der Oberschicht. Durch den ansteigenden Konsum (vor allem durch die Weltkriege, in denen Zigaretten zu den Tagesrationen der meisten militärischen Einheiten gehört hat), wurde das Rauchen dann alltäglich, schaut man sich Bilder von damals an, fällt es schwer zu glauben, dass jemand nicht geraucht hat. Mit den medizinischen Erkenntnissen, das Rauchen gesundheitsschädlich ist, hat sich dann das Bild aufgebaut: wer raucht ist schlichtweg dumm. Denn welcher intelligente Mensch würde freiwillig ein Gesundheitsrisiko eingehen. Auch wenn ich nun gerade den Weg des Rauchstops beschreite, kann ich nur sagen: schade drum. Hätte sich eine Kultur des Rauchens aufrecht erhalten, in der Maß und nicht Menge das Credo geblieben wäre, würden man den Rauchstop heute weniger radikal angehen müssen. Andererseits muss ich auch folgendes zugeben: gerade dadurch, das Rauchen praktisch inakzeptabel geworden ist, fällt es schwer, sich dem ganzen "Ich hab's dir ja gleich gesagt" – Scheiß seiner Umwelt zu stellen, wenn man den Schritt zum Rauchstop macht. Dann stehen nämlich gleich zehn Besserwisser bereit, die einem mit Tofuburgern und Bio-Gemüse beschmeißen und sagen: "Siehst?!" Das kann einem so abschrecken, dass man aus Trotz und/oder Scham sich nicht zum Aufhören entschließt, weil man Angst vor Ablehnung hat. Ich muss sagen, dass ich nicht weiß, wie ich die nächsten Tage mit meinen Gedanken und Gefühlen umgehen soll, denn ich kenne eine Handvoll Leute in meinem Umfeld, die zwar einerseits meine Entscheidung gut heißen, andererseits sich dadurch über mich erheben und so einige Gedanken, die mit dem physischen und psychischen Entzog einhergehen, als lächerlich empfinden würden. Ich hatte so eine Situation bereits schon, als ich mit einem überzeugten Nichtraucher über ein potenzielles Aufhören gesprochen habe. Da hieß es dann: "Ach, dann hörst'e halt einfach auf, ist doch keine große Sache." ... Was nun, wenn ich so jemanden erzähle, dass ich fünf Mal am Tag Konzentrationsübungen machen muss um das Fehlen der Fluppe auszugleichen? Der lacht sich doch scheppig über so was ... insofern sorgt eine höhere Nichtakzeptanz für das Rauchen auch für ein höheres Unverständnis für die Wehwehchen beim Entzug. Mich macht so eine Haltung wütend. Und sie macht mir Angst.

Kecina schrieb am 01.03.2014 12:40

Rauchstopp ist Rauchstopp- basta. Lt. Wikipedia liegt das Suchtpotential des Nikotins physisch gesehen zwischen Alkohol u Bariburaten und psychisch gesehen bei Kokain. Merkwürdig ist, das wirklich viele versuchen, vom Glimmstängel los zu kommen. Und noch merkwürdiger finde ich es, dass ein Raucher, der von meiner Nikotin- Abstinenz weiß, verschämt fragt, ob es mich stört, wenn er/ sie raucht, oder ganz feinfühlige ihre Schachteln verstecken, so nach dem Motto: aus den Augen, aus dem Sinn. (Die Schädlichkeit des Rauchens in jeder Hinsicht ist also mittlerweile fest in den Köpfen vieler Raucher. Grundsätzlich glaube ich, dass man mehr Rücksicht, Rückhalt, Hilfe erfährt. Dennoch ist der Weg, aus dieser Abhängigkeit heraus zu kommen, überall der gleich. Man muss es wollen- ohne sich dabei zu sehr auf das Verständnis anderer zu verlassen. In meinen Augen hat die Meinung der Gesellschaft übers Rauchen keinen großen Einfluss auf die persönliche Entscheidung, das Rauchen aufzugeben. Ich finde es übrigens äußerst undienlich/ unsachlich, Raucher/ anders- Süchtige, etc. als asozial zu bezeichnen. Nur, weil ich nicht mehr rauche, heißt das nicht, dass die Raucher in meinem Leben einen anderen Stellenwert von mir bekommen.

Petra schrieb am 04.02.2014 01:27

Langsam wird es unerträglich!! Allein die Tatsache, dass hier im Forum von gesellschaftlicher ÄCHTUNG gesprochen wird, wenn es da noch rauchende Mitbürger gibt, die man vielleicht am besten gleich eleminieren sollte, da charakterschwach und asozial seiend. Schauen wir doch mal auf die fetten Mitbürger. Sie werden nicht geächtet, da die Mehrzahl der Deutschen sich fast dem Übergewicht der Amerikaner nähern. Bald werden sie es erreicht haben. Schon jetzt werden eropäische Konfefektionsgrößen nach unten korrigiert; eine frühere Damengröße 32 entspricht bei vielen Anbietern einer heutigen XS. Kauft man diese Größe, erhält man Größe 38, die natürlich für eine schmale Person zwei Nummern zu groß ist. Nur so viel zum Thema Ächtung, Bevormundung, Selbstdisziplin und eigener Lebensführung. Vielleicht gibt es ja auch in Deutschland bald behördlich Befugte, die in regelmäßigen Abstände das Recht haben, private Haushalte zu observieren, auf Haustierhaare, Nahrungs- wie Geruchsnoxen und andere störende Elemente zu prüfen. Nein, DANKE!!

Conbria schrieb am 30.01.2014 11:31

Das Rauchen zu beenden ist heute sehr viel schwerer als früher. Ob gesellschaftlich geächtet oder nicht, wenn man wirklich abhängig ist, ist das egal. Die meisten wollen ja aufhören, wenn sie nur wüssten wie. Ich bin der Meinung, dass ein Rauchstopp zwei Dinge braucht um zu gelingen: 1. er muss "dran" sein, d. H. er muss schon lange im Kopf sein und als etwas positives verankert sein, nicht als schmerzlicher Verzicht, und er braucht 2. Zeit, sich wirklich mit ihm zu beschäftigen. Etwas, was das Leben in so massiver Weise beeinträchtigt hat, braucht viel Zeit, Kraft, Mut und Unterstützung, um aus dem Leben entfernt werden zu können. Die wenigsten haben die Zeit, um diese große Sache in Angriff zu nehmen, nutzen deshalb nicht ihr ganzes zur Verfügung stehendes Potential und könne so leichter scheitern. Zeit ist heute das kostbarste Gut. Genau deshalb ist es so schwer aufzuhören.

Rookie Nichtraucher schrieb am 26.01.2014 13:02

Absolute Zustimmung ! Rauchen ist heutzutage total Unterschicht !

Libertetoujours schrieb am 06.01.2014 15:10

Keine zustimmung. Wie soll es einem raucher das aufhören erleichtern wenn ihm signalisiert wird, dass sein verhalten nicht akzeptiert wird. Wo soll denn da die kausalität sein? Ausserdem gibt es gesellschaftlich nur eine pseudonichtakzeptanz, sonst könnte man das rauchen ja gleich ganz verbieten.

gästin schrieb am 17.11.2013 15:38

die aussage stimmt so nicht und ist außerdem eigentlich eine schande für alle, die wirklich daran interessiert sind, sucht zu bekämpfen. 1) in allen prohibitionen waren die !süchtigen! geächtet, abgewerten, teilweise kriminalisiert. folge: heimlichkeit (heißt: für behandlung oder umstimmung nicht erreichbar), schwarzhandel, und vor allem: der reiz des verbotenen, gerade bei jungen und noch rebellierenden leuten. 2) rauchentwöhnung per zwang und ächtung bringt wenig, am meisten bringt sie suchtverschiebungen (das belohnungszentrum sucht sich andere kicks) - auf andere substanzen, anderes verhalten (pc-sucht, eßsüchte, joggingsucht, und das ist KEIN gag!) oder eben zwanghaftes umschlagen in das gegenteil und soziale fehlsteuerungen. sinnvolle und gesunde suchtbehandlung schaut anders aus, verächtlichmachen ist da verboten. 3) in meiner kindheit war rauchen nicht nur geächtet, sondern unter 16 verboten. etliche hätten das rauchen gar nicht so wichtig genommen und probiert(heimlich natürlich!) 4) eine genze menge raucher hat sich das rauchen später oder erst gar nicht abgewöhnt: man sollte die kraft des widerstandes, vor allem wenn man jemanden auf der persönlichen ebene entwertet, nicht unterschätzen. eine menge raucher wären für argumente und positive unterstützung/motivation zugänglich, aber beim nächsten anti-raucher-bashing springen sie ab und sagen, SO NICHT. die da geschriebene aussage ist jedenfalls für die raucherprävention absolut unsinnig. fakten und information ja, aber die damit verbundene in letzter zeit fast "zelebrierter" abwertung der rauchenden: nein. schwerer kunstfehler. weil zunehmend kontraproduktiv. erziehung durch angst und scham hat sich früher oder später noch immer gerächt.

carolinea schrieb am 02.11.2013 17:06

Da sieht man mal wieder: Was heute hui ist, kann morgen pfui sein. Und die gesammelten Argumente zur Diskriminierung von Rauchern hat Ropohl in seiner "Krise der Tabakkultur" aufgeschrieben. Wirklich rührend. Da ist dann u.a. die Rede davon, dass Raucher heute an grundlegenden "Entfaltungsmöglichkeiten" behindert werden, in ihrer Selbstbestimmung eingeschränkt, was einer Diskriminierung gleichkommt. Und ich dahte immer, die entfalten sich nicht, die MÜSSEN rauchen, weil sie süchtig sind. So verdreht im Kopf kann man sein - als Raucher, der seine Sucht einfach leugnet.

Ladylion schrieb am 29.10.2013 22:14

Wer heute raucht wird tendenziell in die assoziale Ecke gestellt. Ich bin aufgewachsen in den 80ern, als man rauchenden Besuchern eines Nichtraucherhaushalts noch selbstverständlich Aschenbecher am Tisch im Wohnzimmer zur Verfügung stellte und das HB Männchen mit dem Satz: "Wer wird denn gleich in die Luft gehen? Greif lieber zur HB!" Werbung machte. Heute darfst Du Dich bei Regen und Schnee auf den ölfleckigen Hinterhof zum Rauchen begeben, nachdem Du allseits böse Kommentare geerntet hast und man Kinder versucht vor Dir fernzuhalten. Wenn dann sommers im Biergarten entsetzt die Frage: "Wird hier etwa geraucht" am Nachbartisch gestellt wird und Du am Flughafen wie ein Tier im Zoo in einem Glaskasten, inklusive Schild: "Bitte hier in den Abzug pusten" zum Rauchen präsentiert wirst, stellt sich bei mir wirklich die Frage, ob die allgemeine Nichtraucherhaltung nur sinnvoll zur Prävention ist, oder ob sie nicht langsam an Mobbing grenzt.

nameless schrieb am 13.10.2013 19:31

Rauchstopp einfacher - nein - schön wär´s ja, aber durch gesellschaftl. Inakzeptanz hält es mehr junge Menschen vom Einstieg ab und animiert Raucher zur Aufgabe! Vorhang zu und alle Fragen offen!

peterle schrieb am 10.10.2013 20:52

Auch dir vielen lieben Dank - es war mir ein außerordentliches Vergnügen!

carolinea schrieb am 10.10.2013 20:35

Ja, ich fühl mich manchmal auch "haushoch unterlegen", vor allem gegenüber Männern, die den Feuerdrachen bezwungen haben. Und nein, sprechende Rasierapparate haben mich auch nicht davon abgehalten, mit dem Rauchen anzufangen. Und - nein, ich kenne Dich nicht. Leider. Ist höchst erfrischend gewesen, der Meinungsaustausch, vielen Dank, habe die Ehre :-)

peterle schrieb am 10.10.2013 19:10

Naja, besser oder schlechter war auch nicht unsere Thema. Sondern von unterschiedlich und mit ein paar Klischees gespielt. :=)

Gnampf schrieb am 10.10.2013 17:38

Das Thema Mann - Frau ist auch so eine Zeiterscheinung und wird überstrapaziert , denn es gibt und gab zu allen Zeiten auf beiden Seiten die unterschiedlichsten Charaktere - "besser" gibt es nicht auf keiner Seite - dafür lassen sich immer wieder Beispiele finden!

peterle schrieb am 10.10.2013 10:42

In einer Zeit in der alle das Rauchen toll fänden und es quasi zum guten Ton gehörte, wäre es sicherlich schwerer damit aufzuhören – da stimme ich dir zu. Allerdings war soweit ich mich zurück erinnern kann - und das sind auch schon 40 Jahre und mehr - so, dass die die mit dem Rauchen aufgehört haben immer bewundert wurden. Wir hatten damals in der Schule (ich glaube in Bio) die Gefahren des Rauchens zum Thema. Das wurden Bilder gezeigt von einem amputierten Raucherbein und einer Raucherlunge und es war auch ein Filmchen zu sehen von einem Mann ohne Kehlkopf, der zum Sprechen ein Gerät an den Hals hielt. Das hörte sich dann so an, als spräche da ein Rasierapparat. Ja, ja, Männer und ihre Herausforderungen :=) Wir, die wir nie Kinder kriegen würden, weil wir die Schmerzen nicht aushalten könnten; die wir mit einem Schnupfen schon totsterbenskrank im Bett liegen und den Bandscheibenvorfall durchs Müllrausbringen fast schon als Kriegsverletzung im Geschlechterkampf anerkannt bekommen; wir, die wir euch haushoch unterlegen sind, weil wir nicht mehrere Dinge gleichzeitig machen können und auch im Gegensatz zu euch Frauen nicht beide Gehirnhälften gleichzeitig benutzen können, würden eine zickige Mähre sicher nicht einmal gesattelt bekommen. Es sei den, die Mähre wäre hinterhältig und erst mal abwarten bis wir drauf sitzen.:=)) Wir kennen uns aber nicht zufällig? Du erinnerst mich sehr stark an jemanden.

carolinea schrieb am 09.10.2013 21:52

Ok, Cowboy, einen hab ich noch: Wie wäre es mit dem Unterschied zwischen Mann und Frau? Vielleicht gibt es da Tendenzen, die hierauf zurück zu führen sind? Manche Frauen fühlen sich ohne Kippe so "verlassen" oder benutzen das Bild vom Verlust einer geliebten(?) Person(?) - mir schleierhaft, aber egal - und Männer wollen tendenziell ihre Sucht bekämpfen, beherrschen, meistern? Mir auch schleierhaft. Mein Entzug hatte etwas von Aufgeben. Ich gebe auf. Ich lass es. Ich will nicht mehr. Hat keinen Sinn. War auch nicht angenehm. Aber wenn alles um mich herum Rauchen ganz toll finden würde, hätte ich ein Problem gehabt mit dem Aufgeben, dann wäre ich mir wie ein Verlierer vorgekommen. Aber so - unter den heutigen Trends und Tendenzen - fühl ich mich doch wie eine Siegerin. Alles klopft mir auf die Schulter, lobt mich über den Klee und zollt mir Respekt. Eine feine Sache zum Aufhören. Aber, nun ja, Kerle satteln halt lieber bockige Möhren als aufzugeben, verstehe :-) und bevor der Konsens wieder im Nonsens endet, beende ich mal meine Zutatenliste hier. Weiterhin sauber bleiben!

peterle schrieb am 09.10.2013 21:22

Hey, geht doch! Super! Ich stimme dir da fast ohne Widerspruch zu. Ich denke was unsere Standpunkte unterscheidet ist, das, was der einzelne von sich aus mitbringen muss. Der der allein unter Rauchern aufhören will gibt es eben nicht zu selten. Mein Entzug z. B. war sehr hart, obwohl ich mich dem rauchenden Anteil von Freundeskreis und Familie eine ganz Zeit lang entziehen konnte. Ich hätte es nie geschafft, wenn ich mich hätte mitziehen lassen. Ich denke auch, dass das Forum hier motivierend wirkt und eine hervorragende Ablenkung ist. Außerdem trifft hier auch das Prinzip "geteiltes leid ist halbes Leid zu". Ich kann Tipps geben, versuchen Fallsticke in den Denkweisen über den Ausstieg erklären und versuchen zu vermitteln, worauf es beim Ausstieg aus meiner Erfahrung am meisten ankommt. Aber aufhören muss letzten Endes jeder selbst. Auch den Entzug muss jeder selbst durchstehen. Dieses Forum kann jemanden in den Sattel helfen und Tipps geben, wie man sich möglichst lange drin hält. Auch zeigen, dass etliche Leute hier heute fest im Sattel sitzen, und damit Mut machen, dass es zu schaffen ist. Aber reiten muss dann jeder selbst und je bockiger das Pferd, desto die Leistung, die jeder selbst einbringen muss. Ich denke der Unterscheid zwischen uns ist, dass ich den Anteil, den jeder für sich einbringen muss offenbar wesentlich höher ansetze als Du.

carolinea schrieb am 09.10.2013 21:04

Siehst Du, da hast Du doch den Widerspruch. Ohne Mitzieh- und Trittbrett-Effekte würde ein Forum doch überhaupt keinen Sinn machen als Hilfe für den Ausstieg. Wie oft wird betont, dass es auf die soziale Unterstützung ankommt beim Ausstieg. Wir sind doch keine Monaden! Also Einzeller, meine ich (nicht Nomaden), sondern soziale Wesen! Im Austausch! Im Verkehr! Woher kommt nur dieser gottverdammte Glaube, alle seinen Individualisten, müssten IHR Leben SELBER in die Hand nehmen ... ach ja, ich weiß woher das kommt: Der einsame Wolf/Krieger/Cowboy/Held. Kurz: Der Egoist. Nein, im Ernst, meiner Ansicht nach sind wir alle viel viel viel stärker vom Umfeld, von Meinungen anderer, von Moden, Trends, Bussi hier und Bussi da abhängig, als uns lieb ist und als wir wahr haben wollen. Wir sind keine einsamen Heroen. Wenn man allein unter Rauchern das Rauchen aufgeben will, dann muss man schon autistische Züge entwickeln, glaube ich. Ich könnte es zumindest nicht. Es würde mir die Sache mit dem eisernen Willen doch enorm erschweren.

peterle schrieb am 09.10.2013 20:28

Danke für das Kompliment, carolinea. Warum willst du nur noch mit deinesgleichen schriftlich verkehren? Wäre schade! Ein bisschen leserlicher schreiben, damit es auch Leute wie ich richtig verstehen, wäre doch toll. Wenn der Rauchstopp so einfach wäre, dass man ihn durchsteht wenn man sich mitziehen lässt wäre auch toll. Vielleicht funktioniert es bei einigen auch, aber bei den meisten Menschen, die ich in den Jahren hier gelesen habe, sind nur die erfolgreich gewesen, die es für sich wirklich wollten. Bei einem der sich mitzeihen lässt, habe ich da so meine Zweifel. Wichtig ist, dass man Rauchstopp schafft, egal ob man sich irgendwo mitziehen lässt, oder sein Leben selbst in die Hand nimmt.

carolinea schrieb am 09.10.2013 19:49

Ich finde Trittbrett-Effekte prima, peterle - manche lassen sich von den Massen halt gern mitziehen, manche bröseln lieber in ihren Eingeweiden herum, bis sie dort irgendetwas finden, was sie weiter bringt. Aber ich werde ab jetzt nur noch schriftlich mit meinesgleichen verkehren. Obwohl, wenn ich das Marathon-Foto so anschaue...nicht schriftlich hätte auch was. Kongratulation zum langen Atem :-)

peterle schrieb am 08.10.2013 22:24

ja, das ist ja die Frage! Macht ein Trend wirklich den Ausstieg leichter? Ich glaube nicht, dass ein Entzug sich von Mode, Trends oder was grade sexy ist beeinflussen lässt. Ein Trend lässt sicherlich mehr Menschen mitmachen - sprich es versuchen, aber dass es dadurch leichter wird!? Ich bezweifle sehr stark, dass jemand als Trittbrettfahrer - der ja keinen eigenen Antrieb hat und deshalb woanders aufspringt - auf lange Sicht den rauchausstieg schafft. Ich stimme dir zu, dass ein Problem eines Teils der Menschheit ist, dass von denen keiner mehr so richtig lesen will, was wo steht, sondern immer nur das liest und zu verstehen meint, was er verstehen will. Zu denen gehöre ich aber nicht. Manchmal ist es aber wie bei dem Arzt, dessen Sauklaue keiner lesen kann außer der Apotheker oder ein andere Arzt. Wenn er nicht bereit ist leserlich zu schreiben, sollte der vielleicht besser nur mit Seinesgleichen oder Apothekern schriftlich verkehren.

carolinea schrieb am 08.10.2013 21:25

tja, peterle, ein weiteres Problem eines Teils der Menschheit scheint zu sein, dass keiner mehr so richtig lesen will, was wo steht, sondern immer nur das liest und zu verstehen meint, was er verstehen will, da kann man halt nix machen; ich persönlich finde Schwäche nicht schlimm, sondern menschlich, aber auch Schwächen unterliegen - jenseits meiner Meinung und Ansicht - nun mal Moden und Trends; zu manchen Zeiten werden jene Schwächen mehr toleriert, zu anderen andere; zu manchen Zeiten ist das Morbide sexy - und zu manchen Zeiten eben nicht; und meine Zeit- und Geschmacksdiagnose der heutigen Zeit geht in die unten geschilderte Richtung - unabhängig von meiner "persönlichen" Meinung; aber im übrigen finde ich so eine Art "Gegen-Gehirnwäsche" gar nicht schlecht - warum soll ich den Trend nicht als Trittbrett nutzen, um den Absprung von der Kippe mir leichter zu machen? Menschen machen sich es gerne leicht, man ist halt schwach.

peterle schrieb am 08.10.2013 21:00

tja, carolinea, ein weiteres Problem der Menschheit ist, dass das eigene Ego meist über der Sache steht. ;-) Von daher denke ich, gibt es größere Probleme als das Rauchen! Und ich finde es auch überhaupt nicht schlimm, wenn es jemand nicht schafft. Ich denke die meisten haben Fehlversuche hinter sich und ich finde es auch nicht verwerflich, wenn einer erst gar nicht versucht mit dem Rauchen aufzuhören. Es gibt eben Probleme, denen stellt man sich nicht so gerne. Bei den einen ist es das Rauchen bei anderen ein übersteigertes Ego. Weiter denke ich, dass dadurch, dass die Gesellschaft egoistischer wird und somit Menschen mehr auf sich alleine gestellt sind, vielleicht eher davon ausgegangen werden kann, dass es heute zumindest für die, die alleine sind, schwerer ist als früher, wo mehr Rückhalt in einer Familie bestand.

Keinrauch schrieb am 08.10.2013 18:14

Ein Rauchstopp ist heute so schwer wie früher. Die Entzugserscheinungen sind nach wie vor die selben! Aber da es gesellschaftlich nicht mehr aktzeptiert ist, hören viele auf zu rauchen und ein großer Teil der Jugendlichen fängt erst gar nicht damit an. Und das ist der Unterschied den ich erkennen kann.

carolinea schrieb am 07.10.2013 22:46

Naja, Tiere rauchen wenigstens nicht.

carolinea schrieb am 07.10.2013 17:34

"Ist das global gesehen nicht eher ein generelles Problem der Menschheit, das wir alle gemein haben?" Genau so ist es. Und darauf kann man gar nicht global antworten. Wie zu vielen menschlichen, ach, allzu menschlichen Problemen, Schwächen, usw. gibt es viele verschiedene Meinungen und Ansichten. Meine habe ich klar zum Ausdruck gebracht. So klar, dass ich mich angreifbar mache. Bin halt nicht der Rumdruckser.

Fairness ever schrieb am 06.10.2013 23:01

Ganz genau da haut jemand ordentlich auf den Zement und übt sich in Halbstarken Sprüchen!

peterle schrieb am 06.10.2013 21:53

oioioi, was ist den hier los!? Dass das Rauchen gesellschaftlich weniger akzeptiert wird, führt ohne Zweifel dazu, dass mehr Menschen versuchen mit dem Rauchen aufzuhören. Der Entzug ändert sich dadurch aber nicht. Die Inhaltsstoffe in Zigaretten haben sich im Laufe der Zeit verändert. Das hat sicherlich mehr Einfluss darauf ob der Rauchstopp heute leichter fällt als früher. Einen Text wie "Wer halt auf ein Grunge- oder Mülltonnen-Image abfährt, dem fällt der Rauchstopp vermutlich schwerer. Und wer sich selbst wie einen Abfalleimer behandelt, dem fällt wahrscheinlich nicht so schnell ein Grund ein, warum er das Rauchen lassen sollte. Rauchen wird meiner Meinung nach heute nicht so sehr geächtet wie die bemitleidenswerte Selbstverachtung und Selbstzerstörung, die sich in der Unfähigkeit zeigt, das abzulehnen, was einem schadet. Wer es nicht lassen kann, sich permanent selbst zu schaden, wird bestenfalls bemitleidet." ist einfach nur dumm daher geredet - Sorry ich will niemanden beleidigen, aber hier haut mangels Erfahrung jemand mächtig auf den Putz - mehr aber auch nicht. Eine Sucht zu überwinden ist nicht leicht und das hat nichts mit Unfähigkeit im oben genannte Sinne zu tun. Ebenso wenig wie mit einer Charakterschwäche - was früher gerne behauptet wurde. Wenn ich „abhängig“ bin vom Auto, kann ich es nicht so ohne weiteres stehen lassen. Weil ich vielleicht auf dem Land wohne wo öffentliche Verkehrsmittel fehlen. Und wenn ich „abhängig“ von Zigaretten bin, kann ich das Rauchen auch nicht so ohne weiteres bleiben lassen. Vielleicht bin ich z. B. von Natur aus ein eher depressiv gestimmter Mensch und mir fehlen Glückshormone. Es gibt Menschen die sind suchtanfälliger für die ist ein Ausstieg viel schwerer als für Menschen, die eben nicht so anfällig sind. Es gibt Menschen, die haben eine narzisstische Störung und gelten als psychisch Krank, weil sie unter der Störung leiden. Und dann gibt es wieder Menschen, die haben die gleiche Störung und die sitzen im Vorstand von einer großen Firma, sind Politiker oder Pop-Star. Die leiden halt nicht darunter und empfinden sich als völlig normal. Also es ist alles nicht so einfach und man muss das alles etwas differenzierter sehen. „Selbstzerstörung und Unfähigkeit, das abzulehnen, was einem schadet.“ Ist das global gesehen nicht eher ein generelles Problem der Menschheit, das wir alle gemein haben?

Fairness ever schrieb am 06.10.2013 18:45

Nö, wozu hättest selbst ein bischen recherchieren können!

carolinea schrieb am 06.10.2013 18:30

Fairness ever, ein bisschen copy and paste hättest Du wohl doch noch mal zusammenbekommen, oder?

carolinea schrieb am 06.10.2013 18:26

Vielen Dank, liebe Zicke, darunter kann ich mir jetzt was vorstellen.

Zickenliebe schrieb am 06.10.2013 18:22

bessere Kontrolle in Sachen Abgabeverbot von Tabak und Tabakprodukten an Minderjährige!

Fairness ever schrieb am 06.10.2013 16:31

Punkt 9 - vielleicht diskutierst du das mal mit deinem Lehrer oder du rufst die deutsche Krebshilfe persönlich an und läßt dir das erklären? Ich denke dann wird sich das aufklären!

carolinea schrieb am 06.10.2013 15:42

Und zum Thema, Fairness ever: Punkt 9 verstehe ich nicht. "Wirksame Maßnahmen zur Kontrolle des Tabakgebrauchs". Was soll das sein? Es ist eine Sache, Rauchen zu mißbilligen, aber es ist etwas völlig anderes, Rauchen irgendwelchen Kontrollmaßnahmen, womöglich auch noch staatlichen, zu unterwerfen. Aber vielleicht gibt es Beispiele, die das erhellen, was damit gemeint ist?

carolinea schrieb am 06.10.2013 15:13

Pax tecum, sowas, danke für die Rehabilitierung, ist aber nicht nötig, da doch wohl keine Friedlosigkeit über mich verhängt wurde - oder habe ich etwas nicht mitbekommen? Noch ein Wort zur Ächtung und zur Aufklärung: Die mittelalterliche Ächtung und ihr Wildwuchs wurden durch die Constitutio Criminalis Carolina erstmals mit ansatzweise rationalen Methoden wie dem Versuch, einen Begriff von Schuld und Schuldfähigkeit überhaupt erst einmal rechtlich zu definieren, reglementiert. Daher gebe ich Dir Recht: Die Geschichte zeigt sehr schön, dass letztendlich nur Aufklärung weiter geholfen hat. Und dabei hat wiederum schon immer geholfen, Begriffe genau zu definieren und schön sauber auseinander zu halten. Also haben wir beide Recht. Friede. Freude. Eierkuchen.

Fairness ever schrieb am 05.10.2013 23:10

Der Forderungskatalog der Deutschen Krebshilfe umfasst verschiedene Maßnahmen, die dazu geeignet sind, die Raucher- und Passivraucherquote in Deutschland deutlich zu senken 1. Keine Beeinflussung der Politik durch die Tabakindustrie 2. Weitere Erhöhung der Tabaksteuer 3. Die Abschaffung von Zigarettenautomaten 4. Den wirksamen Schutz von Kindern vor der Gefahr des Passivrauchens 5. Ein umfassendes Werbeverbot für Tabak inklusive der verdeckten Werbung in Film und Fernsehen 6. Weitere rauchfreie öffentliche Einrichtungen wie Kinderspielplätze, Sportstätten, Einkaufszentren sowie Gaststätten 7. Das Angebot einer flächendeckenden Tabakentwöhnung 8. Wirksame Maßnahmen gegen den Tabakschmuggel 9. Wirksame Maßnahmen zur Kontrolle des Tabakgebrauchs 10. Anerkennung der Folgen des Passivrauchens als Berufskrankheit 11. Die Einnahmen aus der Tabaksteuer müssen in die Behandlung der Folgeerkrankungen durch die Tabaksucht fließen

Sowas schrieb am 05.10.2013 23:05

is ja guuuut liebes carolineachen Pax vobiscum

carolinea schrieb am 05.10.2013 20:47

Sowasaberauch. Wo steht hier irgendwo was von Verboten oder vom Totschlagen? Es ging, glaube ich, um soziale Ächtung. Die kann zwar auch weh tun, aber davon stirbt man nicht. Manchen ist die soziale Ächtung auch sowas von schnuppe. Andere sind da leichter beeinflussbar - oder anders ausgedrückt: "sensibler". Also: Verbot und Totschlagen bitte sauber von sozialer Ächtung trennen. Nicht immer alles wie Eintopf rumrühren bis man nix mehr unterscheiden kann. Sowas.

Sowas schrieb am 05.10.2013 20:34

Also diese Aussage scheint mir schon leicht in die Richtung militanter Nichtraucher zu gehen. Das Rauchen Mist ist, sollte vollkommen klar sein, aber wenn ich an die Abgase des Autoverkehrs (pro Haushalt drei Autos), Industrie, Umweltverschmutzung, extremes Übergewicht und trotzdem jeden Tag Fastfood denke , wollen wir die auch alle ächten und erschlagen! Nein, so gehts ja auch wieder nicht, wir haben es hier immer noch mit Menschen zu tun und sollten weiterhin respektvoll miteinander umgehen. Wer weiß welche Laster bzw.Fehler du vielleicht hast? Nur konsequente Aufklärung und absolutes Werbeverbot helfen weiter. Absolute Verbote bewirken oft das Gegenteil, das lehrt die Geschichte.

carolinea schrieb am 05.10.2013 15:08

Das olle Image vom Rauchen heute erleichtert definitiv den Rauchstopp. Wer will schon an den Fluppen nuckelnd allein in der Pampa herum stehen, während alle anderen frisch und fröhlich zusammen feiern? Und wer will schon mit schmuddeligen Stinkefingern sein letztes Kleingeld an der Tankstelle zusammenkratzen müssen, um Sonntags morgens seine Gier zu befriedigen? Ach, alles über dreißig sieht einfach nur sch..eiße aus mit Fluppe in der Visage. Ich war gerade eine Woche in Rom. Dort raucht kaum jemand mehr, ich kann die paar Leute, die ich gesehen habe, an zwei Händen abzählen. Und davon war die Mehrzahl Touristen. Aber gut. Über Geschmack lässt sich ja streiten. Wer halt auf ein Grunge- oder Mülltonnen-Image abfährt, dem fällt der Rauchstopp vermutlich schwerer. Und wer sich selbst wie einen Abfalleimer behandelt, dem fällt wahrscheinlich nicht so schnell ein Grund ein, warum er das Rauchen lassen sollte. Rauchen wird meiner Meinung nach heute nicht so sehr geächtet wie die bemitleidenswerte Selbstverachtung und Selbstzerstörung, die sich in der Unfähigkeit zeigt, das abzulehnen, was einem schadet. Wer es nicht lassen kann, sich permanent selbst zu schaden, wird bestenfalls bemitleidet. Über Amy Winehouse sagte mal einer ihrer Bekannten, sie sei ein "hilfloser, armer Gaul". Und so ein Image ist sowas von uncool und ernüchternd, dass einem die Fluppe oder Flasche oder was auch immer an einem klebt, quasi von selbst aus der Hand springen müsste. Bemitleidet werden erleichtert den Rauchstopp extrem, finde ich.

Namenlos schrieb am 02.10.2013 15:46

ein rauchstopp ist heute so schwer wie damals - ganz klar! obwohl durch die geringe Aktzeptanz heute sich vielleicht einige eher durchringen mit dem rauchen aufzuhören, damals war das schick und man gehörte dazu und durfte nahezu überall rauchen - also das hat sich heute grundlegend geändert - da gibt es schon gewaltige unterschiede! solange man jung und gesund ist haben zumindest einige dafür nicht das bewußtsein den rauchstopp einzuleiten. in den 70er haben ca 90% in meiner klasse angefangen zu rauchen - das wären heute eventuell nicht mehr soviele. Und noch etwas - ich rauche heute nicht mehr!!! bin zufriedener nichtmehrraucher!!!

Jonas schrieb am 02.10.2013 08:53

Ja, das ist anders. Und um nochmal drauf zurück zu kommen: Oben im Titel steht eindeutig "Rauchstopp", wenn ich mich nicht absolut täusche. Was bringt es, zu einem Raucher zu sagen: "Du, Raucher, am besten du hättest gar nicht erst angefangen. Aufgrund der tatsache, dass es überall geächtet ist, fangen viele nicht mehr an. Das ist eindeutig belegt. Aber du scheinst ja trotzdem zu rauchen. Daher ist es dein Problem. Ich weiß genau, wie du dich fühlst, denn ich habe nie geraucht." (?)

andy267 schrieb am 02.10.2013 07:19

Die Entscheidung gegen das Rauchen ist einfacher, der Stopp selber nicht. Es ist wirklich ein Paradigmenwechsel gegenüber dem Rauchen, was auch richtig ist. Ich kann mich erinnern, das wir damals in der Schule auch mal über Drogen gesprochen haben, allerdings wurde dabei nicht über Zigaretten/Nikotin gesprochen. Ist das heute eigentlich anders?

Namenlos schrieb am 02.10.2013 01:47

Ich sprach von "gar nicht erst anfangen" und nicht von bereits Nikotinabhängigen! Der Raum zum rauchen wird immer kleiner und für die Raucher immer schwieriger. Wegen der Aktzeptanz in den 70er Jahren haben im vergleich zu heute wesentlich mehr jugendliche geraucht die eben heute erst gar nicht mehr anfangen zu rauchen! Auch wegen der gesellschaftlichen Ächtung. Das ist eindeutig belegt!

Jonas schrieb am 01.10.2013 23:04

Nur nützt der Aspekt der gesellschaftlichen Ächtung niemandem was, der bereits Nikotinabhängig ist. Wenn es ihm was nützen würde, warum haben wir dann noch Menschen, die Nikotin - in welcher Form auch immer - konsumieren?

Namenlos schrieb am 01.10.2013 20:52

in den 60er und 70er jahren war das rauchen gesellschaftlich voll und ganz aktzeptiert. überall tabakwerbung, in den filmen, zeitschriften wohin man sah alles raucher! selbst im internationalen frühschoppen mit werner höfer, sah man vor lauter rauch die journalisten nicht mehr! da waren eher die nichtraucher exoten. vor diesem hintergrund ist es meiner meinung nach heute einfacher mit dem rauchen erst gar nicht anzufangen, da es inzwischen gesellschaftlich geächtet wird!

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