Keine news_id übergeben.Einen Kommentar schreiben

Ich habe es erzählt... schrieb am 26.05.2017 14:37

und viele Raucher in meinem Umfeld reagierten sehr aggressiv darauf. Verdeckt und offen. Von hinten rum tuscheln und sich lustig machen bis hin zum ausgrenzen. Von vorne Zigaretten anbieten, Rauch ins Gesicht blasen, ständig fragen ob man noch raucht. Oder sagen, dass man nur paffen solle, oder ob dass man ja auf einer Party rauchen kann. Wenn man Stress hatte wurde gefragt ob man wieder raucht und so weiter. Aber es war mir alles egal. Ich denke es hat mir mein Leben gerettet nicht mehr zu rauchen. Den Freundeskreis hab ich nicht mehr. Ich musste ihn wechseln, das ist kein Scherz. Irgendwie verändert man sich als Raucher, zumindest war das bei mir so. Ich wollte nicht mehr Passivrauchen. Also konnte ich nicht mehr in diese Wohnungen gehen wo geraucht wird. Wenn ich mal gelüftet habe, wurde mir gesagt, dass die Kinder frieren. Aber ständig Rauch war ja OK. Die Kinder waren damals fünf Jahre alt und wurden zum Zigaretten holen geschickt. Heute rauchen sie selber mit ihren Eltern zusammen. Fazit: Ob man es erzählt oder nicht: Veränderungen und vielleicht ein anderer Freundeskreis sind notwendig um das durchzustehen. Bleibt hart und stark und zieht es durch. Ich rauche seit 20 Jahren nicht mehr! Ich bin stolz auf mich! Und glücklich!

Lana80 schrieb am 25.05.2017 19:28

Das sehe ich überhaupt nicht so. Rauche seit 4 Tagen nicht und habe es keinem erzählt, um mich nicht unnötig unter Druck zu setzen. Klappt wunderbar. Vorher bin ich aufgrund blöder Kommentare immer wieder gescheitert. Ich mache es für MICH. Das muss andere erstmal gar nichts angehen.

Reggy schrieb am 12.10.2015 00:15

Mein erster Nicht-Mehr-Raucher-Tag kam sehr plötzlich, auch wenn ich mich schon wochenlang mit dem Gedanken befasst habe. Es war eine Bronchitis, die sich mit Rauchen stündlich verschlimmert hat. Ich konnte es bremsen durch den Rauchstopp und bin dabei geblieben. Was mich lange vom Rauchstopp abgehalten hat, waren die unangenehmen Sprüche, die bei jedem Rauchstopp davor kamen. "Hach, bist schwanger, oder was?!?" - "Hälst eh nicht durch!" - "oh, zugenommen?!?" ... Und dann diese hämischen Blicke als ich doch wieder geraucht hatte. Vorallem von den Nie-Rauchern, die die Sucht nicht nachvollziehen können. Kontrolle durch andere läßt mich rebellisch und trotzig werden - jahrelang ein Grund weiterzurauchen. Deshalb musste ich diesen Rauchstopp für mich alleine und ohne Druck von außen durchziehn. Bis heute (Tag 12) bin ich einigen Situationen ausgewichen. Sobald ich stärker werde, stelle ich mich diesen. Ich werde den Rauchstopp nicht an die große Glocke hängen. Für mich selber ist es aber eine große Sache!! Für meine Umwelt soll es aber selbstverständlich sein, dass ich nicht mehr rauche. Wer fragt, dem gebe ich Antwort. Wem es nicht auffällt, hat sich für mich vermutlich eh nicht richtig interessiert. Danke an diese virtuelle Welt hier mit den Gleichgesinnten. Es tut sehr gut mich euch darüber zu reden. Denn es ist gerade beim heimlichen Ausstieg wichtig.!!

Maverick schrieb am 30.12.2014 01:25

@ Becky, ja ich hab auch Erfahrungen mit Menschen gemacht die dir immer deine Vorhaben ausreden wollen, das kann sogar soweit gehen dass sie einem mit der Zeit die Freude am Leben nehmen

Becky schrieb am 16.08.2014 15:38

Das sehe ich nicht so. Ich Bin auch jemand der Quasi Heimlich aufhört. Von meinem Bekannten und Familienkreis, weis niemand von meinem Vorhaben. Das ligt aber nicht daran, weil ich nicht will das sie es wissen, sondern eher daran, weil ich die Erfahrung gemacht habe, das wenn ich mir was vornehme, egal was und ich es anschließend erzähle, so geht es in der Regel schief. Habe ich mir aber was vorgenommen und ich erzähle es nach dem ich Erfolg damit habe/hatte. Dann kann nur noch wenig schief gehen.

Johanna schrieb am 22.07.2014 20:40

Sehe das auch eher solala: Man kann das nicht so generalisieren. Ich habe eigentlich schon alles versucht - aber mein aktueller und erfolgreichster Versuch war einfach nur für mich, ohne große Glocke. Weil ich leben will. Vorher habe ich versucht mich durch Andere unter Druck zu setzen etc - aber wenn man es dann nicht schafft, sind die "Dachte ich mir, dass Du es nicht schaffst!"-Gesichter oder die "Oh nein wie furchtbar"-Gesichter geradezu schmerzhaft präsent und demotivieren völlig. Ich war wirklich schon so weit, dass ich sagte, ich versuche es jetzt gar nicht mehr, ich enttäusche mich und alle anderen sowieso. Es kommt, so denke ich, darauf an, ob man wirklich will. Und was es einem bedeutet. Dann sind die Anderen egal.

Viktoria35 schrieb am 12.07.2014 23:45

Bin auch jemand der Dinge erst mal mit sich klären muss ( zwang oder die Pflicht von außen ertrage ich nicht) hatte schon 2x aufgehört. Musste dann weil schwanger. War aber nicht glücklich damit. Dann durfte ich ja nicht mehr rauchen weil Mütter das nicht machen. Der Druck hat mich heimlich rauchen lassen. Aufgehört habe ich diesmal nur für mich damit ich ein langes Leben mit meiner tollen Familie habe! (?hoffentlich noch viele , viele Jahre ) .... Gesagt habe ich es auch niemanden das hätte wieder nur den Falschen Impulse ausgelöst...

Engelhexe schrieb am 08.07.2014 20:39

Ich bin der gleichen Meinung, ich habe jedem der es hören wollte oder auch nicht erzählt, das der 7.7 mein Tag x, da ich mich nicht unglaubwürdig machen will, werde ich wohl durchhalten müssen.. Heimlich habe ich schon zweimal versucht aufzuhören, jedesmal nach meinen OPs und jedes Mal wieder angefangen... Also muss ich mich unter Druck setzten um dieses Mal durchzuhalten..

CanimsPapa schrieb am 07.07.2014 14:32

Finde auch, es gibt kein richtig oder falsch. Ich habe es auch niemandem im Umfeld erzählt, weil ich ganz ehrlich nicht daran geglaubt habe, den Absprung zu schaffen und mich nicht blamieren wollte. Dabei war es so einfach. Ich bin immer noch überrascht, wie easy das aufhören war und ärgere mich nun insgeheim es nicht schon 10 Jahre früher getan zu haben. Aber ich denke, es muss der richtige Zeitpunkt kommen. Jetzt bin ich bei 173 Tagen rauchfrei. Zurück zum Thema :-) Ohne das Forum überbewerten zu wollen; heimlich aufhören im privaten Bereich, dafür anonym und öffentlich hier im Forum, war für mich der richtige Weg. Dieser innerliche "Reichsparteitag" als es die Kollegen nach zwei Wochen bemerkt haben, dazu die mittlerweile gewonnene Stärke, dass es wohl doch geht.... aber auch immer die aufmunternden Kommentare hier im "anonymen" Forum... ich hoffe für und wünsche es JEDEM zu schaffen. Egal ob heimlich oder nicht. Geht Euren ganz persönlichen Weg in die Rauchfreiheit, welchen man geht, spielt doch gar keine Rolle.

Lilli schrieb am 21.06.2014 15:57

Von meinem Rauchstop habe ich auch niemandem etwas erzählt. Ich hätte den Druck auch nicht ausgehalten. Bei meinem ersten Versuch bin auch einmal schwach geworden. Ich habe dann weitergeraucht und später wieder einmal "heimlich" aufgehört. Heute auf den 250igsten Tag genau, bin ich nun stolzer Nichtraucher. Meine Mitmenschen haben es auch erst nach und nach gemerkt. Für mich war es ein druckfreier Weg und vollkommen richtig!

Bettina schrieb am 20.06.2014 11:43

Auf diese Frage gibt es kein Richtig oder Falsch. Je nach eigener Einstellung, Charakter und persönlichem Umfeld ist das ganz individuell. Ich habe niemandem etwas von meinem Rauchstopp erzählt, weil ich keinen Erfolgsdruck haben wollte. Kann mir gut vorstellen, dass es vielen Menschen helfen kann, Unterstützung durch Freunde, Kollegen und Angehörige zu bekommen. Bei mir hätte es einen Druck ausgelöst, der genau das Gegenteil bewirkt hätte: erneutes Rauchen als "Trotzreaktion" und danach dann das Gefühl, versagt oder sich blamiert zu haben. Das Ganze mag sich dumm anhören, aber Raucher sind nun mal nicht immer rational, wenn es ums Rauchen geht. Mein Mann war in der ersten Rauchfrei-Woche geschäftlich abwesend, d.h. er hat es erst nach einer knappen Woche erfahren. Freunde und Arbeitskollegen haben es nach und nach selber gemerkt, direkt gesagt habe ich gar nichts. Das war gut so, denn ich war dann schon etwas "gefestigter" und selbstsicherer, es wirklich schaffen zu können und nicht nur einen halbherzigen Versuch gestartet zu haben. Das heimliche Wiederanfangen könnte vermutlich eher diejenigen betreffen, die ihr Umfeld grossartig (vorher) eingeweiht haben. Dann kommt vielleicht eine Scham, ein Gefühl des Versagens, und man raucht, wenn man es denn nicht schafft, eher heimlich. Hab ich nichts erzählt, muss ich auch nicht heimlich wieder rauchen.

lastone schrieb am 18.06.2014 13:52

Ich bin eigentlich eher ein extrovertierter Mensch, der gerne und viel erzählt :) Aber bei diesem Thema habe ich auch nur die wichtigsten Menschen eingeweiht. Die, die es wissen müssen, damit ich nicht in Versuchung gebracht werde (mein Partner und meine Raucherkollegin auf der Arbeit) und meine beste Freundin als Fremdmotivation (sie selbst ist Nichtraucherin, schon immer). Ich habe mich dazu entschieden, weil ich schon immer gegen "Befehle" und Druck von außen rebelliert habe, so funktioniert das bei mir nicht. Ich mache was ich will, wann ich es will und wie ich es will. Und soviel Achtung vor mir selbst habe ich, dass ich mich auch mir selbst gegenüber schäme, wenn ich mich "hintergehe" und doch wieder rauche ;) Naja und natürlich wollte ich mir ein Türchen offenhalten weiterzurauchen, ohne mir Vorhaltungen von anderen machen lassen zu müssen falls es nicht klappt. Von dem Erfolg war ich nämlich bei meinem Entschluss noch nicht überzeugt. Heute bin ich bei Tag 9 und erzähle es jedem gerne, der es wissen will (aber nur auf Anfrage).

Sannip schrieb am 17.06.2014 23:16

Ich habe auch aufgehört ohne jemanden was zu erzählen. Ich wollte halt nicht Sprüche hören wie "das schaffst du doch eh nicht". Das hätte mich demotiviert. Ich wollte generell keine altklugen Sprüche und überflüssigen Kommentare darüber hören. Das hätte mir auch nicht geholfen. Außerdem bin ich jemand, der das mit sich selbst ausmacht. Aber jeder Mensch ist anders und jeder muss seine Strategie finden um erfolgreich aufzuhören.

JeSa schrieb am 16.06.2014 16:13

Nicht unbedingt, es soll die Spezies Menschen geben die nicht anderen, sondern sich selbst was beweisen möchten. Wenn diese Spezies unter Druck gesetzt wird geht es erst recht in die Hose. Natürlich gibt es auch solche, die sich das heimlich sein als Hintertürchen lassen. Um wieder gepflegt zu beginnen, ohne sich schämen zu müssen. Welcher man ist, sollte man doch im Leben anhand andere Situationen schon gemerkt haben. ich z.B. habe schon mal vor 4 Jahren mit dem Gedanken des Aufhörens geflirtet, war aber nicht richtig entschlossen. Da kam mein Partner und sagte:" Waaas Aufhören willst du? Wenn nicht jetzt wann dann". Und hat mir alles abgenommen und mich kontrolliert. Der Druck war so groß, dass ich anfing heimlich zu rauchen und um ein Haar wäre unsere Beziehung kaputt gewesen. Diesmal war es anders, ohne was zu sagen habe ich den Gedanken ausgearbeitet und einfach aufgehört. Habe nicht groß was gesagt zu anderen, s) die meisten sagten Dinge wie: "Du riechst neuerdings so gut". Das war soooo motivierend. Würde niewieder mit der großen Glocke aufhören! Mfg JeSa