Lydia

Nach ca. 4 Monaten (gegen 120 Tagen) hatte ich ein sehr anstrengendes Tief. Ich glaubte nicht, diese Krise ohne Rückkehr zum Rauchen überstehen zu können.

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Ich habe gelitten, im Forum gejammert, war zappelig, ungeduldig und übellaunig. Gerade so wie man sich einen nervösen Rauchaussteiger vorstellt - und was ich eigentlich nie sein wollte. Und das Schlimmste daran war die Unabsehbarkeit - Tag um Tag verging, und dieser Zustand - war immer noch da. Ich dachte, es würde nie ein Ende nehmen. Bis ich eines Tages merkte - ich fühlte mich besser. Der Sturm war vorbei und ich hatte ihn unbeschadet überstanden und war immer noch rauchfrei! Diese Erkenntnis, eine so ungemütliche Krise hinter mich gebracht zu haben, ohne mich der Sucht wieder anheim zu geben, gab mir ein so befreiendes Gefühl der Stärke und des Vertrauens, dass ich bis heute gern daran zurückdenke. Diesen Erfolg versuche ich zu konservieren, um ihn immer wieder abrufen zu können, sei es um mich zu motivieren, falls nötig (was seitdem im Übrigen noch nicht wieder der Fall war), oder um andere daran teilhaben zu lassen, die vielleicht gerade in dieser Krise feststecken.

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Darum bin ich Rauchfrei-Lotsin

Natürlich möchte ich andere Aufhörwilligen bei ihrem persönlichen Unternehmen Rauchfreiheit unterstützen, sie an meinen Erfahrungen teilhaben lassen und ihnen zeigen, dass sie mit ihren Befindlichkeiten, die man während des Entzugs nun mal hat, nicht allein sind. Doch darüber hinaus möchte ich sie aus eigener Erfahrung dafür sensibilisieren, dass es wichtig und unerlässlich ist, dann auch ein Leben lang wachsam zu bleiben. "Nur mal eine" gibt es in meinen Augen nicht mehr. Und das möchte ich, nachdem ich darauf selber schon einmal hereingefallen bin, auch allen anderen Aufhörwilligen klarmachen.


Mein Steckbrief

Name: Lydia
Geburtsjahr: 1970
Rauchfrei-Lotse seit: 01.10.2015

Das Beste nach dem Rauchstopp:

Außer dem Mehrwert im Geldbeutel, der schöneren Haut, den besseren Lungenwerten, der größeren Kondition und dem besseren Allgemeinbefinden? Zu meinen Kindern sagen zu können : "Nein ich rauche nicht mehr." Und ihnen das Rauchen nicht vorzuleben.