Alle Jahre wieder...

26.12.2012  - … heißt es am Silvesterabend bei vielen Menschen: „Ab morgen ist Schluss mit der Zigarette“. Neben einer Umstellung der Ernährungsgewohnheiten und mehr oder weniger ehrgeizigen Sportplänen gehört ein Rauchstopp zu den am häufigsten gefassten Vorsätzen zum Beginn eines neuen Jahres.

Und auch die Zahl der Anmeldungen für das webbasierte rauchfrei Ausstiegsprogramm schießt zur Jahreswende immer wieder in die Höhe.

Damit aus Ihrem Vorsatz möglichst ein dauerhafter Ausstiegserfolg wird, haben wir Ihnen drei Empfehlungen zusammengestellt, die sich in der Praxis bewährt haben:

1. Beschäftigen Sie sich mit Ihrer Motivation für den Rauchstopp

Formulieren Sie die Gründe für Ihr Vorhaben am besten schriftlich. Seien Sie dabei möglichst konkret und vermeiden Sie allgemeine Formulierungen wie „Wegen der Gesundheit“ oder „Zigaretten werden immer teurer“: An welche gesundheitlichen Folgen des Rauchens denken Sie genau oder wie hoch ist der ersparte Betrag, wenn Sie nicht mehr rauchen?

2. Stellen Sie sich die Frage, welche Bedeutung die Zigarette in Ihrem Leben spielt

In welchen Situationen greifen Sie zum Glimmstängel? „Nach dem Essen“, „Bei Langeweile“ oder „In stressigen Phasen“ sind drei typische Antworten auf diese Frage. Beim genaueren Hinsehen wird deutlich, dass es z.B. meist um eine Form von „Genuss“ (nach dem Essen) geht und bei Langeweile haben zumindest Finger und Mund etwas zu tun, wenn man raucht. Raucherpausen sorgen dagegen für regelmäßige Auszeiten im Arbeitsalltag.

Wer erkannt hat, welche Funktionen die Zigarette in diesen Situationen übernimmt, kann sich auf die Zeit nach dem Rauchstopp vorbereiten – indem ein Ersatz für die jeweilige Funktion gefunden wird. Fachleute empfehlen „äquivalente Ersatzformen“, d.h. also möglichst gleichwertige Alternativen zur Zigarette. „Einfacher gesagt als getan“ werden manche von Ihnen denken. Zugegeben – in manchen Fällen muss man tatsächlich etwas länger überlegen, was die Zigarette in der konkreten Situation oder Bedürfnislage ersetzen kann. Aber eine intensive Beschäftigung mit dieser Frage lohnt sich! Oder Sie fragen im Forum oder im Chat nach, wie andere mit vergleichbaren Situationen umgegangen sind – der Erfahrungshintergrund und der Einfallsreichtum der rauchfrei-Community ist „nahezu unbegrenzt“.

3. Legen Sie eine „Notfallkarte“ an

Selbst wenn Sie Ihr Rauchverhalten analysiert und gute Alternativen gefunden haben, können noch schwierige Situationen auftreten, in denen Sie wieder zur Zigarette greifen möchten. Damit Sie dies nicht tun und rauchfrei bleiben schreiben Sie (mindestens) drei Bewältigungsstrategien auf eine kleine Karte („Das mache ich, wenn das Verlangen nach einer Zigarette auftritt“), die Sie immer mit sich führen – für alle Fälle.

Das rauchfrei-Team wünscht Ihnen viel Erfolg für Ihren Rauchstopp und ein glückliches und gesundes Jahr 2013.