„Eigentlich müsste ich aufhören“

19.05.2021  - „Müsste“ und „eigentlich“ sind zwei der am meisten genutzten Wörter, wenn Raucherinnen und Raucher über die Möglichkeit eines Rauchstopps sprechen (ausgenommen natürlich all jene, die sich den Ausstieg aus dem Rauchen bereits fest vorgenommen und schon einen Rauchstopp-Tag gewählt haben).

„Theoretisch“ wissen die meisten von ihnen, dass der Rauchstopp für sie ein gesundheitlicher und finanzieller Gewinn auf ganzer Linie wäre. Aber zwischen „Wissen“ und „Machen“ liegt manchmal ein weiter Weg – und auf diesem Weg befindet sich so manche Ausrede, warum es gerade nicht passt, mit dem Rauchen aufzuhören. Hier sind 3 davon. Wir haben uns erlaubt, sie zu kommentieren.

Ausrede Nummer 1: „Jetzt? Dafür habe ich gerade keine Zeit!“


Zugegeben: Wir empfehlen eine Vorbereitung des Rauchstopps und dafür ist tatsächlich etwas Zeit nötig – zum Beispiel um den eigenen Rauchmustern auf die Spur zu kommen, neue rauchfreie Rituale zu planen oder auch um Rauchutensilien wie Zigaretten und Aschenbecher zu entsorgen.

Aber erstens lohnt es sich, die Zeit dafür zu investieren, denn ein gut vorbereiteter Rauchstopp erhöht die Erfolgschancen ungemein. Und zweitens gewinnen Sie später sogar einiges an Zeit – wenn Sie beispielsweise nicht mehr los müssen, weil Ihnen gerade die Zigaretten ausgegangen sind.

Außerdem: Haben Sie mal überprüft, wie viel Zeit Sie beispielsweise mit sozialen Medien beschäftigt sind? Sehen Sie: Und für so ein wichtiges und lohnenswertes Vorhaben wie den Rauchstopp haben sie sicherlich auch noch etwas Zeit übrig.

Ausrede Nummer 2: „Das lohnt sich nicht (mehr)“


Studien ergeben eindeutig: Ein Rauchstopp lohnt sich in jedem Alter und bei jedem Gesundheitszustand! Erste gesundheitliche Verbesserungen zeigen sich schon kurze Zeit nach der buchstäblich letzten Zigarette: Das Treppensteigen fällt leichter, die Hustenanfälle gehen zurück. Natürlich: Je früher sich jemand entschließt, mit dem Rauchen aufzuhören, desto besser. Es gibt jedoch kein „zu spät“. Ein Rauchstopp ist immer ein gesundheitlicher Gewinn!

Ausrede Nummer 3: „Ich habe es schon einmal (oder mehrfach) versucht und bin gescheitert.“


Viele ehemalige Raucherinnen und Raucher berichten, dass sie mehr als einen Anlauf gebraucht haben, um endgültig rauchfrei zu werden. Was viele unterschätzen: Jeder Rückfall liefert wichtige Informationen darüber, worauf bei einem erneuten Rauchstopp-Versuch verstärkt geachtet werden sollte. Wer das für sich nutzt, hat beim nächsten Mal bessere Chancen, dauerhaft rauchfrei zu werden.

Zwei Beispiele:

Wer auf einer Party wieder angefangen hat zu rauchen, sollte auf den nächsten Feiern (oder grundsätzlich beim gemütlichen Zusammensein mit anderen) besonders aufmerksam sein und sich überlegen, wie sich Partys als Rückfall-Falle entschärfen lassen.

Wer in der Vergangenheit geglaubt hat, dass „die eine“ Zigarette schon nicht schaden könne und dadurch rückfällig wurde, weiß nun, dass dieser Gedanke leichtsinnig ist.

Hält Sie auch die eine oder andere Ausrede davon ab, mit dem Rauchen aufzuhören? Oder denken Sie an einen Rauchstopp, können sich aber noch nicht durchringen?

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Die BZgA-Telefonberatung zur Rauchentwöhnung steht Ihnen montags bis donnerstags von 10 bis 22 Uhr und freitags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr zur Verfügung.

Viel Erfolg für Ihren Rauchstopp wünscht Ihnen
das rauchfrei-Team