Ein Rauchstopp lohnt auch noch im hohen Alter

19.12.2012  - Ein Rauchstopp lohnt in jedem Alter – so lautet das Fazit einer Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg (DKFZ), die sich in einer Arbeit mit den Auswirkungen eines Rauchausstiegs im höheren Lebensalter beschäftigten. Sie werteten insgesamt 17 internationale Studien aus, alle mit der gleichen Fragestellung: Welchen Einfluss hat das Rauchen auf die Gesamtsterblichkeit von über 60-jährigen Menschen?

Das Ergebnis der Auswertung wurde auf der 10. Deutschen Konferenz für Tabakkontrolle in Heidelberg präsentiert: Die Gesamtsterblichkeit von über 60-jährigen Raucherinnen und Raucher liegt demnach nahezu doppelt so hoch wie bei nichtrauchenden Menschen. In die Berechnung der Gesamtsterblichkeit fließen alle Sterbefälle unabhängig von der Todesursache ein.

Dass ein Ausstieg lohnt, zeigt schon der Vergleichswert für ehemalige Raucherinnen und Raucher: Hier ist die Sterblichkeit gegenüber Nieraucherinnen bzw. Nierauchern (nur) noch um ein Drittel erhöht. Je länger eine Person rauchfrei ist, desto stärker geht ihr Sterberisiko zurück – auch diese Erkenntnis lässt sich aus den gesammelten Studienbefunden ableiten.

Es ist also nie zu spät, mit dem Rauchen aufzuhören. Gleichzeitig gilt jedoch auch: „Je früher, desto besser“.

Das Rauchfrei- Angebot der BZgA richtet sich an alle Altersgruppen. Im Forum und im wöchentlich stattfindenden Chat treffen Sie auf viele Menschen, die noch im höheren Lebensalter einen erfolgreichen Rauchstopp absolviert haben. Informieren Sie sich hier darüber, welche Unterstützungsangebote Ihnen zur Verfügung stehen.

Informationen zur Untersuchung des DKFZ: In die Auswertung wurden 17 Studien aus sieben Ländern einbezogen, darunter die USA, China und Frankreich. Es wurden nur Arbeiten in die Untersuchung aufgenommen, an denen Erwachsene im höheren Lebensalter beteiligt waren. Die Laufzeit der Studien betrug zwischen drei und 50 Jahren, die Zahl der Teilnehmenden variierte zwischen 863 und 900.000 Personen.

Quelle:
Carolin Gellert, Ben Schöttker, Hermann Brenner

Smoking and all-cause mortality in older people - Systematic review and meta-analysis Archives of Internal Medicine 2012; 172: 837-844. Doi:10.1001/archinternmed.2012.139

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