Eine gute und eine schlechte Nachricht für Partyraucher

28.11.2017  - Als „Partyraucher“ wird Tobias von manchen Leuten neidisch beäugt: Wie schafft er das, zu bestimmten Gelegenheiten zu rauchen und im Alltag dann wieder auf Nichtraucher „umzuschalten“?   Es sind natürlich vor allem Menschen, die selber regelmäßig zur Zigarette greifen, die ebenfalls gerne „nur gelegentlich“ rauchen würden – so wie Partyraucher Tobias. Für Tobias – und alle, die gerne so wären wie er – haben wir eine gute und eine schlechte Nachricht.

Eine gute Nachricht für Partyraucher …

Zuerst die gute Nachricht: Wer es schafft, nur zu ganz bestimmten Gelegenheiten zu rauchen und ansonsten darauf verzichten kann, ist vermutlich entweder nicht oder nur in geringem Ausmaß tabakabhängig (hier können Sie den Test machen). Das kann, muss aber nicht so bleiben. Viele heute regelmäßig rauchende Menschen haben auch auf Partys angefangen zu rauchen. Im Laufe der Zeit haben dann die „Rauchgelegenheiten“ in ihrem Leben zugenommen und sich nach und nach regelmäßige Rauchmuster entwickelt.

Ein typisches Szenario: Irgendetwas im Leben verändert sich. Das kann zum Beispiel eine neue Herausforderung sein, wie etwa ein Wohnortwechsel oder ein neuer Kollegen- oder Freundeskreis. Oder man gerät in eine private Krise. Die „Partyregel“ wird dann schnell mal gebrochen und viele greifen dann doch auch in anderen Lebenssituationen zur Zigarette. So wird aus der Gelegenheit die Regel und aus dem Gelegenheitsraucher der regelmäßige Raucher.

Aber halt, wir sind ja noch bei der guten Nachricht: Wer – wie festgestellt – noch nicht oder nur wenig tabakabhängig ist, hat alle Möglichkeiten, sein Rauchverhalten zu beenden. Nach dem Motto: Lieber dann aufhören, wenn es noch leicht geht. Anders formuliert: Je eher desto besser.

… und eine „schlechte“ Nachricht

Dafür spricht noch ein zweiter Grund und damit sind wir bei der schlechten Nachricht für Gelegenheitsraucherinnen und -raucher: Auch gelegentliches Rauchen ist eindeutig gesundheitsschädlich. Das Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung steigt schon ab wenigen Zigaretten pro Tag deutlich an – vor allem durch den erhöhten Kohlenmonoxidspiegel im Blut und der daraus folgenden schlechteren Versorgung des Körpers mit Sauerstoff. Auch geringe Mengen Zigaretten fördern die Entstehung von Arteriosklerose – eine Erkrankung, bei der sich die Blutgefäßwände verengen und verhärten. Aber auch das Krebsrisiko steigt schon bei wenigen Zigaretten. Es gibt nämlich bei den krebserregenden Stoffen in der Zigarette keine Dosis, unterhalb derer das Rauchen unbedenklich wäre. Durch das Verbrennen von Tabak entstehen Stoffe, die nachweislich krebserzeugend sind oder im Verdacht stehen, Krebs auszulösen. Wenigraucher haben ein höheres Krebsrisiko als Nichtraucher.

Jetzt den Rauchstopp angehen

Unser Tipp für alle „Ab-und-zu-Raucher und Raucherinnen“ ist zugegebenermaßen keine Überraschung: Möglichst bald den Rauchstopp angehen. Bei einigen von ihnen können sich trotz seltenen Rauchens Schwierigkeiten beim Ausstieg ergeben. Was dabei hilft, diese zu überwinden, erfahren Sie unter Methoden zum Rauchstopp.

 

Quelle: http://www.krebsinformationsdienst.de/aktuelles/2010/news29.php