In zwölf Fragen zum Rauchstopp?

17.02.2016  - Vor einiger Zeit machte ein Fragenkatalog Schlagzeilen. 36 Fragen enthält er und soll eine fast „magische Wirkung“ haben. Menschen, die sich diese Fragen stellen, verlieben sich ineinander. Zurück gehen die Fragen auf einen schon älteren psychologischen Test, den eine Journalistin selber ausprobierte und sich dabei prompt in ihren jetzigen Freund verliebte.

Zugegeben: wahrscheinlich eher ein Einzelfall als ein wissenschaftlich erprobtes Verfahren, um sich zu verlieben. Dennoch: Die darin enthaltenen Fragen scheinen einen Nerv zu treffen und wer sie einem anderen Menschen stellt, kommt dadurch zumindest in ein intensives Gespräch.

Das wirft die Frage auf, wie viele (und vor allem welche) Fragen nötig wären, um einem anderen Ziel nahe zu kommen. Wir meinen natürlich den Rauchstopp. Einen wissenschaftlich geprüften Fragenkatalog zum (garantierten) Rauchstopp gibt es zwar auch hier nicht. Bestimmte Fragen können aber die Auseinandersetzung mit dem eigenen Rauchverhalten fördern und damit die Chancen auf einen erfolgreichen Ausstieg vergrößern.

Zwölf hilfreiche Fragen für Ihren Rauchstopp:

1.)            In welcher Situation habe ich meine allererste Zigarette geraucht und  
                 worum ging es dabei (z.B. Neugier, Mutprobe)?

2.)            Wie kam es, dass ich drangeblieben bin bzw. angefangen habe,
                 regelmäßig zu rauchen?

3.)            Welche Rolle spielt(e) das Rauchen für meinen Lebensstil (z.B.: „Ich bin
                 ein Genießertyp und dazu gehört für mich die Zigarette“)?

4.)            Was gefällt mir am Rauchen (z.B. „Ich kann mich immer mal wieder für
                 kurze Zeit zurückziehen.“)?

5.)            Wie will ich mit diesen erlebten „Vorzügen des Rauchens“ nach dem
                 Rauchstopp umgehen (z.B. „Ich mache mehrere kurze Pausen am Tag, in
                 denen ich eine Entspannungsübung mache.“)

6.)            Was befürchte ich, wenn ich aufhöre zu rauchen?

7.)            Wie bereite ich mich vor, damit diese Befürchtungen nicht eintreten oder
                 zumindest gedämpft werden?

8.)            Welche Hoffnungen verbinde ich mit dem Rauchstopp?

9.)            Womit will ich mich für rauchfreie Tage / Wochen belohnen?

10.)         Bei welchen Zigaretten am Tag fällt mir der Verzicht am schwersten?

11.)         Welche angenehmen neuen Rituale schaffe ich, damit ich das Nichtrauchen
                möglichst wenig als Verzicht erlebe?*

12.)         An wen wende ich mich, wenn es mal nicht so gut läuft bei meinem
                Rauchstopp (z.B. Freundin, Freund, Hotline der BZgA, rauchfrei-Lotsen)?


* Bei der Beantwortung dieser Frage bietet es sich an, die Antwort auf Frage 11 mit zu berücksichtigen.

Übrigens: Für manche ist es hilfreich, wenn sie ihre Antworten mit einer anderen Person besprechen. Das kann jemand aus dem Freundeskreis sein oder zum Beispiel eine rauchfrei-Lotsin bzw. ein rauchfrei-Lotse. Ganz zum Schluss noch ein Anreiz: Wer es schafft dauerhaft rauchfrei zu bleiben, kann eine 13. Frage beantworten: „Was mache ich mit dem Geld, das ich durch das Nichtrauchen gespart habe?“.

Quelle:
sz-magazin.sueddeutsche.de/blogs/nummereins/4693/die-nummer-eins-der-intimitat-36-entscheidende-fragen/