Jahrbuch Sucht 2013: Zigarettenverbrauch geht zurück

29.05.2013  - Wie viele Zigaretten werden in Deutschland pro Jahr geraucht? Wie viel gibt die Tabakindustrie für Werbung aus, um ihre Produkte an die Frau und den Mann zu bringen? Und wie viele Menschen rauchen überhaupt? Antworten gibt das Jahrbuch 2013, das vor kurzem von der Deutschen Suchtstelle für Suchtfragen (DHS) vorgestellt wurde.

Im Jahr 2012 wurden in Deutschland 82,4 Milliarden Zigaretten versteuert. Diese Zahl markiert laut Statistischem Bundesamt einen Tiefstand beim Zigarettenverbrauch seit der Wiedervereinigung. Gegenüber dem Vorjahr ergibt sich ein Rückgang um fast sechs Prozent. Bei den Zigarren und Zigarillos ging die Nachfrage sogar noch stärker zurück. 3,8 Milliarden Zigarren und Zigarillos wurden versteuert, das sind zehn Prozent weniger als in 2011. Alleine beim Pfeifentabak stieg der Verbrauch – auf über 1.000 Tonnen, eine Zunahme um mehr als zwölf Prozent im Vergleich zum Jahr davor. Das Statistische Bundesamt führt den beschriebenen Rückgang beim Zigaretten- und Zigarrenverbrauch vor allem auf die Erhöhung der Tabaksteuer zurück, die alle Tabakprodukte mit Ausnahme des Pfeifentabaks betraf. Mit unserem Ersparnisrechner   können Sie übrigens ganz leicht errechnen, wie viel Geld Sie durch einen konsequenten Rauchstopp sparen könnten – das ist natürlich nur einer der vielen Gründe  für einen Rauchausstieg. 

Um ihre Produkte zu bewerben, geben die Tabakfirmen jährlich fast 200 Millionen Euro aus. Diese Summe bezieht sich auf das Jahr 2010, aktuellere Zahlen liegen nicht vor. Insgesamt sind die Werbeausgaben damit gesunken, einen Anstieg gab es bei der Kinowerbung, die seit dem Jahr 2010 wieder zu sehen ist.

Gleich mehrere Studien beschäftigen sich mit der Frage, wie hoch der Anteil der Raucherinnen und Raucher in der deutschen Bevölkerung ausfällt. Die aktuellsten Zahlen zum Rauchverhalten von Jugendlichen liefert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Besonders erfreulich ist hier die Entwicklung bei den 12- bis 17-jährigen Jugendlichen. Nur noch 13 Prozent der Jugendlichen in dieser Altersgruppe griffen im Jahr 2011 zur Zigarette – damit hat sich dieser Anteil in den letzten neun Jahren mehr als halbiert.

In der erwachsenen Bevölkerung über 18 Jahre raucht ein knappes Drittel (30 Prozent). Diese Zahl wurde vom Robert-Koch-Institut (rki) im Jahr 2010 erhoben. Weitere Ergebnisse zu Raucherquoten bei Erwachsenen sowie anschauliche Grafiken finden Sie hier.

Die gesundheitlichen Folgen des Tabakkonsums sind gravierend, sie lassen sich ebenfalls in Zahlen ausdrücken. So sterben in Deutschland pro Jahr zwischen 100.000 und 120.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Damit gilt Tabakkonsum als das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko unserer Zeit.

Informieren Sie sich unter Aufhören, welche Ausstiegsmethoden es gibt und wovon erfolgreiche Ex-Raucherinnen und -Raucher profitiert haben. Professionelle Beratung und Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung des Rauchstopps bietet beispielsweise die BZgA-Telefonberatung zur Rauchentwöhnung

01805 313131 * Montags bis Donnerstags von 10 bis 22 Uhr,
Freitags bis Sonntags von 10 bis 18 Uhr

* kostenpflichtig - 0,14 €/Min. aus dem Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 €/Min.

 

Quelle: http://www.dhs.de/datenfakten/tabak.html

Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (Hrsg.): Jahrbuch Sucht 2013. Lengerich: Pabst.