Jetzt geht's los: der erste Tag "ohne"

22.02.2017  - Die News aus der letzten Woche beschäftigte sich mit der Frage, wie eine gute Vorbereitung den Weg zu einem erfolgreichen Rauchstopp ebnen kann. Doch wie steht man möglichst gut die ersten 24 Stunden ohne Zigarette durch? Anderen Rauchaussteigerinnen und -aussteigern haben zum Beispiel folgende Tipps geholfen:

Genuss statt Frust

Gerade weil es in der ersten Zeit nach dem Rauchstopp auch mal schwierige Phasen geben kann: Seien Sie jetzt besonders liebevoll zu sich selber – nicht nur in den ersten 24 rauchfreien Stunden, in dieser Zeit aber ganz besonders. Schaffen Sie Genussinseln, die Sie über den Tag verteilen – zum Beispiel eine Entspannungsübung, ein Spaziergang oder ein Schaumbad. So bleiben Sie insgesamt zufriedener und gelassener und können besser mit Stress (und eventuellen Entzugserscheinungen) umgehen. Viele denken beim Nichtrauchen an Verzicht, gerade zu Beginn der Tabakentwöhnung. Sehen Sie es mal andersherum: In Situationen, in denen Sie nicht mehr rauchen, entstehen „Lücken“, die man jetzt neu füllen kann. Dadurch kommt Neues ins Leben. Und das kann spannend und bereichernd sein.

Entzugserscheinungen: gehen vorüber

Etwa die Hälfte der Menschen, die mit dem Rauchen aufhören, erleben keine klassischen Entzugserscheinungen wie Konzentrationsstörungen oder Schlafschwierigkeiten. Ob Sie nun zu dieser Hälfte gehören oder Sie das Nichtrauchen in den ersten Tagen nach dem Rauchstopp doch plagt: Es kann helfen, sich auf mögliche Entzugserscheinungen einzustellen. Das bedeutet nicht, jedes Unwohlsein oder grundsätzlich jedes Körpergefühl dem Rauchstopp zuzuschreiben. Sondern: Vereinbaren Sie mit sich selbst einen Zeitraum, in dem Sie etwas mehr „Leidensbereitschaft“ aufbringen als üblich. Lassen Sie sich von möglichen unangenehmen Begleiterscheinungen einer Tabakentwöhnung nicht aus der Bahn werfen. Denn zum einen treten diese mit der Zeit immer seltener auf. Und zum anderen gibt es bewährte Möglichkeiten, Entzugssymptome gut in den Griff zu bekommen. Studien konnten beispielsweise zeigen, dass körperliche Bewegung Entzugserscheinungen dämpfen kann. Dafür müssen Sie nicht unbedingt die Sportschuhe auspacken, schon kurze Bewegungseinheiten sind ein guter Anfang.

Ablenkung hilft

Lenken Sie sich ab! Planen Sie für Ihren ersten Tag als Nichtraucherin bzw. Nichtraucher bis zu drei Aktivitäten ein, die Sie auf andere Gedanken bringen. Es ist einfach ein gutes Gefühl, wenn Sie am Ende von „Tag 1“ feststellen, dass Sie die meiste Zeit nicht an den Glimmstängel gedacht haben. Anregungen für Ablenkungen aller Art gibt es im Forum.

Viel trinken

Trinken Sie viel, am besten Wasser, Tee oder Fruchtsaftschorlen. Seien Sie dagegen vorsichtig bei Getränken, die Sie mit dem Rauchen verbinden (z.B. Kaffee). Auf alkoholische Getränke sollten Sie in der ersten Zeit möglichst verzichten oder ihren Alkoholkonsum zumindest einschränken. Denn Alkohol schwächt die Selbstkontrolle – keine gute Voraussetzung für Ihren Rauchausstieg. 

Zum Schluss noch eine Empfehlung aus der rauchfrei-Community: dort einen eigenen Thread (ein eigenes Thema) aufmachen und fragen, wie die anderen ihren ersten Tag als Nichtraucherin oder Nichtraucher gestaltet haben.

Wir wünschen viel Erfolg für Tag 1 nach der letzten Zigarette!