Kalifornien: weniger Lungenkrebs durch sinkende Raucherquote

10.07.2019  - Nichtrauchen lohnt sich. Und das in gleich mehrfacher Hinsicht. Zum Beispiel finanziell: Sie werden sich wundern, wie schnell eine beträchtliche Summe zusammen kommt, wenn Sie das nicht ausgegebene Zigarettengeld „auf die hohe Kante legen“.

„Viel Geld sparen“ ist denn auch der zweithäufigste Grund unserer Userinnen und User, mit dem Rauchen aufzuhören. Und probieren Sie doch einmal den Ersparnisrechner auf der Startseite aus.

Zehn Jahre nach Rauchstopp: Lungenkrebsrisiko halbiert sich
Auf Platz 1, wie nicht anders zu erwarten: „Fit und gesund sein“. Und auch hier sind die Vorteile durch einen Rauchstopp eindrucksvoll. Das Risiko für eine Herzkrankheit und für Lungenkrebs sinkt danach deutlich. So verringert sich nach zehn Jahren Rauchfreiheit das Risiko, an Lungenkrebs zu sterben – im Vergleich zu einer Person, die in dieser Zeit weiter raucht – um etwa die Hälfte.

Rauchstopp lohnt sich: Kalifornien macht es vor
Wie positiv sich der Faktor Nichtrauchen auf das Lungenkrebsrisiko auswirkt, konnte vor Kurzem eine Studie aus den Vereinigten Staaten zeigen. Im Mittelpunkt der Untersuchung stand zum einen das Rauchverhalten der Bevölkerung in Kalifornien und zum anderen der Anteil der Menschen, die dort an Lungenkrebs sterben.

Kalifornien eignet sich besonders gut für diese Fragestellung: In dem Bundesstaat wurden schon weitaus früher als in anderen Bundesstaates weitreichende Maßnahmen gegen das Rauchen umgesetzt– mit dem Ergebnis, dass die Raucherquote dort früher und auch stärker sank als woanders. Der abnehmende Raucheranteil wurde dadurch erreicht, dass in den letzten Jahrzehnten weniger junge Leute mit dem Rauchen begonnen und außerdem jene, die es doch taten, vermehrt bereits im jungen Alter wieder damit aufgehört haben.

Folgender Vergleich verdeutlicht den Rückgang der Raucherquote im Bundesstaat Kalifornien: Während im Jahr 1988 noch 23,7 Prozent der Erwachsenen rauchten, lag dieser Anteil im Jahr 2016 bei 11,1 Prozent – ein Rückgang um über 50 Prozent.

Dieses veränderte Rauchverhalten in der Bevölkerung schlug sich später in der Todesfallstatistik des Bundesstaates nieder: Während im Jahr 1985 in jedem Jahr noch 108 von 100.000 Menschen (im Alter von 35 Jahren und älter) an Lungenkrebs starben, waren es im Jahr 2013 noch 62,6 (ebenfalls bezogen auf 100.000 Personen über 35).

Diese Zahlen machen zweierlei deutlich:

1.) Der enge Zusammenhang zwischen dem Rauchen und einer Erkrankung an Lungenkrebs hat sich erneut bestätigt.


2.) Ein Rauchstopp ist die beste Entscheidung für die Gesundheit der Lunge. Das gilt im übrigen auch für die chronische Lungenerkrankung COPD

Weitere Gründe, möglichst bald mit dem Rauchen aufzuhören, finden Sie hier


Quelle:

John P. Pierce, Yuyan Shi, Sara B McMenamin, Tarik Benmarhnia, Dennis R Trinidad, David R Strong, Martha M White, Sheila Kealey, Erik M Hendrickson, Matthew D Stone, Adriana Villasenor, Sandy Kwong, Xueying Zhang, Karen Messer. Trends in lung cancer and cigarette smoking: California compared to the rest of the United States. Cancer Prevention Research, 2018; canprevres.0341.2018 DOI: 10.1158/1940-6207.CAPR-18-0341

California Department of Public Health, California Tobacco Control Program. California Tobacco Facts and Figures 2018. Sacramento, CA: California Department of Public Health; 2018.