Rauchen und Krebs Folge 4: Mit dem Rauchstopp das Krebsrisiko senken

02.12.2020  - In Teil 1 unserer News-Serie „Rauchen und Krebs“ ging es darum, welche biologischen Mechanismen dafür verantwortlich sind, dass Rauchen das Krebsrisiko so deutlich erhöht. In Teil 2 dieser Reihe stand eine Krebsform im Mittelpunkt, von der besonders viele Raucherinnen und Raucher betroffen sind: Lungenkrebs.

 Teil 3 handelte von Darmkrebs, der zweithäufigsten Krebsart, die durch Zigarettenkonsum entsteht. Den vierten und letzten Teil der Reihe widmen wir dem Thema Rauchstopp: Kaum eine Maßnahme ist so wirkungsvoll, um das persönliche Krebsrisiko zu senken, wie der Ausstieg aus dem Tabakkonsum (abgesehen natürlich von der Entscheidung, gar nicht erst mit dem Rauchen zu beginnen).

Der Rauchstopp lohnt sich für Gesunde und auch für bereits Erkrankte

Ein Rauchstopp senkt das Risiko für eine Vielzahl von Krebsarten, darunter Mundhöhlen- und Speiseröhrenkrebs sowie Blasen-, Leber- und Gebärmutterhalskrebs. Menschen, die an Krebs erkrankt sind oder eine Krebserkrankung überwunden haben, profitieren ebenfalls davon, wenn sie nicht mehr rauchen: Durch den Rauchstopp steigt auch die Lebenserwartung bereits erkrankter Menschen deutlich an.

Nach der letzten Zigarette geht das Krebsrisiko stetig zurück

Ab dem Zeitpunkt, an dem jemand die Zigarette ein für alle Mal ausdrückt, um fortan ein rauchfreies Leben zu führen, geht sein bzw. ihr Krebsrisiko zurück – zwar langsam, jedoch stetig. Nach fünf Jahren sinkt beispielsweise das Risiko für eine Krebserkrankung in der Mundhöhle, im Rachen, in der Speiseröhre und in der Harnblase – im Vergleich zu Personen, die in dieser Zeit weiter geraucht haben – auf die Hälfte. Bei Frauen ist das Gebärmutterhalskrebs-Risiko nach dieser Zeit nicht mehr höher als bei nichtrauchenden Frauen im gleichen Alter. Nach zehn Jahren verringert sich das Risiko, an Lungenkrebs zu sterben, um etwa die Hälfte (ebenfalls im Vergleich zu dem Risiko von Personen, die nicht aufgehört haben zu rauchen). Die Risiken für Krebserkrankungen an Kehlkopf und Bauchspeicheldrüse gehen mit der Zeit ebenfalls zurück.

Fazit: Studien zeigen klar, dass nach einem Rauchstopp das Risiko für verschiedenste Krebserkrankungen sinkt. Dabei gilt: Je früher, desto besser, denn jedes rauchfreie Lebensjahr zählt. Es ist jedoch nie zu spät: Auch ein Ausstieg im höheren Lebensalter zahlt sich aus. Wir helfen Ihnen dabei. Mehr Infos finden Sie unter Aufhören

 

Quellen:

www.cancer.org

American Cancer Society (2018). „Benefits of Quitting Smoking Over Time“, abgerufen am 9. November 2020 unter www.cancer.org/healthy/stay-away-from-tobacco/benefits-of-quitting-smoking-over-time.html

What You Need to Know About Quitting Smoking - ADVICE FROM THE SURGEON GENERAL (2020). U.S. Surgeon General