Rauchstopp beugt Darmkrebs vor

29.03.2017  - Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) informiert anlässlich des Darmkrebsmonats März über die Zusammenhänge zwischen Tabakkonsum und Rauchen.

Rauchen erhöht das Risiko, an Krebs zu erkranken: Die meisten Menschen werden an Lungenkrebs denken, wenn sie diesen Satz lesen. Und tatsächlich ist der Zusammenhang zwischen Tabakkonsum und Lungenkrebs besonders eng. Eine bösartige Tumorerkrankung in der Lunge ist für ca. 59 Prozent der tabakbedingten Krebstodesfälle bei Männern verantwortlich. Bei Frauen liegt dieser Prozentsatz bei knapp 66 Prozent.

Krebstodesfälle durch das Rauchen: Ursache Darmkrebs bei Männern an zweiter Stelle

An zweiter Stelle folgt bei den Männern gleich der Dick- und Enddarmkrebs, mit einem Anteil von acht Prozent aller durch das Rauchen bedingten Krebstodesfälle. Bei den Frauen ist dieser Prozentsatz mit 7,9 Prozent praktisch gleich groß, liegt aber an dritter Stelle, da bei Frauen noch etwas häufiger Bauchspeicheldrüsenkrebs durch das Rauchen verursacht wird. Diese Zahlen hat das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in seinem Tabakatlas 2015 veröffentlicht.

Rauchstopp reduziert das Darmkrebsrisiko

Ungefähr 90 Substanzen im Tabakrauch gelten als krebserzeugend oder stehen im Verdacht, Krebs zu erzeugen – darunter zum Beispiel polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), aromatische Amine und tabakspezifische N-Nitrosamine. Wenn nicht mehr geraucht wird, gelangen diese Substanzen nicht mehr in den Organismus und können demzufolge auch im Darm nicht mehr dazu beitragen, dass dort Zellen entarten und in der Folge Krebs entstehen kann. Ein Rauchstopp ist demnach ein Faktor zur Vorbeugung von Darmkrebs. Wer aufhört, reduziert sein oder ihr Krankheitsrisiko deutlich.

Aber man kann noch mehr dafür tun, das eigene Darmkrebsrisiko zu senken:

  • regelmäßige Bewegung
  • Vermeidung von Übergewicht
  • gesunde Ernährung (ausreichend Ballaststoffe aus Getreideprodukten, Hülsenfrüchten und aus Gemüse)
  • verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol.

Aktion „Darmkrebsmonat März 2017“

Die Gastro-Liga und andere Organisationen nutzen alljährlich die vier Märzwochen, um verstärkt über Darmkrebs – zum Beispiel über Vorsorgeuntersuchungen und vorbeugende Verhaltensweisen – aufzuklären. Das Erkrankungsrisiko für Darmkrebs wird sowohl von Vererbungsfaktoren als auch durch den Lebensstil beeinflusst.

Mehr Informationen über die gesundheitlichen Auswirkungen des Rauchens finden Sie hier. Über die Zusammenhänge zwischen Rauchen und Krebs klären wir Sie hier auf.

Quelle:

https://www.dkfz.de/de/tabakkontrolle/download/Publikationen/sonstVeroeffentlichungen/Tabakatlas-2015-final-web-dp-small.pdf