So machen Sie den Rauchstopp zur persönlichen Angelegenheit

22.01.2020  - Obwohl viele Raucherinnen und Raucher wissen, dass und wie schädlich Tabakkonsum ist, ändern sie ihr Verhalten oft nicht. Welche Gründe es dafür geben kann, „gegen die eigene Vernunft“ zu handeln – darum ging es in der News der vergangenen Woche. Heute wollen wir Ihnen zwei Methoden vorstellen, wie es besser gelingen kann, den Rauchstopp zur persönlichen Angelegenheit zu machen.

Methode 1: Heute und in 20 JahrenNehmen Sie ein Blatt Papier und teilen Sie es in zwei Spalten auf. Die linke überschreiben Sie mit „Ich rauche weiter“, die rechte mit „Ich höre in den nächsten Wochen auf“. Darunter schreiben Sie jeweils, was das für Sie in 20 Jahren vermutlich bedeuten wird (Sie können natürlich auch einen anderen Zeitraum wählen, der für Sie besser passt, er sollte aber nicht zu kurz gewählt werden): Wie viel Geld werden Sie für das Rauchen ausgeben, wenn Sie bei der jetzigen Konsummenge bleiben? Was bedeutet es zum Beispiel für Ihre Arterien, wenn sie 20 Jahre lang den Schadstoffen des Tabakrauchs ausgesetzt sind? Mit welchem Gefühl werden Sie zum Arzt oder zur Ärztin gehen, wenn sie noch Jahre weiter rauchen?In Spalte 2 notieren Sie: Was verändert sich, wenn Sie jetzt bald aufhören?Die Übung macht die Tragweite der eigenen Entscheidung zum Rauchstopp deutlich. Nehmen Sie sich Zeit dafür und lassen Sie das Geschriebene auf sich wirken: Hier geht es um Sie persönlich, nicht um abstrakte Todeszahlen durch das Rauchen.

Methode 2: Etwas gegen die Sorgen unternehmen
Die zweite Übung ist etwas allgemeiner und nicht immer „springt“ etwas für den Rauchstopp dabei „heraus“.

Abermals kommt ein Blatt Papier zum Einsatz. Knicken Sie es einmal quer durch, so dass Sie sich zuerst auf die obere und dann auf die untere Hälfte des Blattes konzentrieren können.

Notieren Sie nun auf der oberen Hälfte all die Dinge, die irgendwann einmal in Ihr Leben treten könnten und vor denen Sie Angst haben oder sich zumindest ihretwegen sorgen. „Erlaubt“ sind alle Themen, die Ihnen einfallen, von Finanzen über Gesundheit bis hin zu Familienthemen. Nach einer Zeit klappen Sie das Blatt um und beschreiben die untere Hälfte, unter der Überschrift: Was kann ich jetzt tun, damit die befürchteten Dinge nicht eintreten?

Das kann ein Geldbetrag sein, den ich von nun an zur Seite lege, eine Freundin, die ich morgen anrufen werde oder eventuell auch eine Entscheidung zugunsten meiner Gesundheit. Letztere sollten Sie nicht erzwingen – die Übung lohnt sich auch dann, wenn der Rauchstopp nicht auf Ihrer Liste auftaucht. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass oftmals Gesundheitsthemen eine Rolle spielen, darunter häufig das Rauchen. Wenn es um unsere Gesundheit geht, haben wir vieles, wenn auch längst nicht alles, in der Hand, um die Risiken durch unseren Lebensstil zu senken.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg dabei, sich die Vorteile des Rauchstopps bewusst zu machen und ihn zu ihrer persönlichen Entscheidung werden zu lassen. Beim Ausstieg unterstützen wir Sie.