So wirkt Rauchen auf die Haut

04.03.2020  - Rauchen schadet der Haut: Die meisten werden bei diesem Satz sicherlich an die vermehrte Faltenbildung in Folge jahrelangen Zigarettenkonsums denken – und damit durchaus richtig liegen.

Denn die Schadstoffe im Tabakrauch fördern den Abbau der Elastin- und Kollagenfasern in der Haut – und das kann die Hautalterung beschleunigen. Doch damit nicht genug: Nikotin verengt auch die Blutgefäße, was zu einer schlechteren Durchblutung der Haut führt. Auch dieser Prozess beschleunigt die Hautalterung.

Nicht ausschließlich ein kosmetisches Problem
Allerdings ist die Wirkung des Rauchens auf die Haut bei weitem nicht nur ein ästhetisches oder kosmetisches Problem. Denn Rauchen stört auch die Wundheilung. Hier sind ebenfalls ganz unterschiedliche Prozesse „am Werk“:

§  Durch das Rauchen steigt bekanntlich der Kohlenmonoxidspiegel im Blut. Dadurch gelangt wiederum weniger Sauerstoff zu den Zellen bzw. das Gewebe der Haut.

§  Außerdem können durch die Giftstoffe kleine Gerinnsel im Blut entstehen, die die feinen Blutgefäße verstopfen können.

§  Für eine Wundheilung ist zudem die vermehrte Produktion von Zellen wie zum Beispiel rote Blutkörperchen oder die sogenannten „Makrophagen“ (Bestandteile des zellulären Immunsystems) notwendig. Nikotin verlangsamt diesen Vermehrungsprozess.

Wundheilungsstörungen nach Operationen treten deshalb bei Raucherinnen und Rauchern deutlich häufiger auf als bei Menschen, die nicht rauchen.

Auch vermehrte Hautkrankheiten (wie beispielsweise Schuppenflechte) durch regelmäßigen Zigarettenkonsum werden von Fachleuten diskutiert, Zusammenhänge konnten in Studien auch schon gezeigt werden.

Ein Rauchstopp hilft: Wundheilungsprozesse verbessern sich, ebenso wie die Versorgung der Körperzellen mit Sauerstoff. Inwiefern bereits entstandene Falten bzw. ein verändertes Hautbild mithilfe eines Rauchstopps teilweise „rückgängig gemacht werden“ können, lässt sich aktuell wissenschaftlich noch nicht ausreichend nachweisen. Mit einem konsequenten Rauchstopp schafft man jedoch beste Voraussetzungen, um zukünftigen Schädigungen der Haut vorzubeugen.

Mehr zu den Risiken des Rauchens auf die Gesundheit lesen Sie hier.

 

Quellen:
Ortiz, A., & Grando, S. A. (2012). Smoking and the skin. International Journal of Dermatology, 51(3), 250–262. https://doi.org/10.1111/j.1365-4632.2011.05205.x

Deutsches Krebsforschungszentrum (Hrsg.):Rauchen und HautschädenHeidelberg, 2008