Studie bestätigt Vorbildfunktion von Eltern für Rauchbeginn der Kinder

17.02.2011  - Die alte Redewendung „Wie der Vater, so der Sohn“ - oder in der weiblichen Variante „Wie die Mutter, so die Tochter“ – hat offenbar auch Gültigkeit, wenn es um das Thema Rauchen in Familien geht. Eine europäische Studie, die in der Fachzeitschrift „Oxford Bulletin of Economics and Statistics“ veröffentlicht wurde, legt diese Schlussfolgerung nahe.

Die alte Redewendung „Wie der Vater, so der Sohn“ - oder in der weiblichen Variante „Wie die Mutter, so die Tochter“ – hat offenbar auch Gültigkeit, wenn es um das Thema Rauchen in Familien geht. Eine europäische Studie, die in der Fachzeitschrift „Oxford Bulletin of Economics and Statistics“ veröffentlicht wurde, legt diese Schlussfolgerung nahe. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fanden bei einer statistischen Analyse von Daten aus britischen Privathaushalten heraus, dass dort aufwachsende Kinder verstärkt zur Zigarette greifen, wenn ihre Eltern rauchen. Ganz besonders deutlich wird dieser Zusammenhang zwischen den Familienmitgliedern gleichen Geschlechts. Söhne scheinen sich demnach besonders am Rauchverhalten ihrer Väter zu orientieren, während Töchter eher dazu neigen, die Gewohnheit der Mütter zu imitieren.

Die Studie bestätigt den großen Einfluss von Eltern auf einen möglichen Rauchbeginn ihrer Kinder und damit auch ihre Verantwortung gegenüber den Heranwachsenden. Die Zahlen, die das Forschungsteam errechnet hat sprechen für sich: Wenn beide Eltern rauchen, beträgt die Wahrscheinlichkeit eines Rauchbeginns des Sohnes 24 Prozent – im Vergleich zu 12 Prozent, wenn beide Eltern nicht rauchen. Bei Töchtern sieht es ähnlich aus (23 Prozent im Vergleich zu 12 Prozent). Bei Alleinerziehenden, in der Regel handelte es sich bei den untersuchten Personen um Mütter, liegt das Risiko für einen Rauchbeginn der Söhne bei 32 Prozent und für Töchter bei 28 Prozent, wenn die Mutter raucht. Damit zeigte sich bei dieser Gruppe kein bedeutsamer geschlechtsspezifischer Unterschied bezüglich eines Rauchbeginns.
Eltern spielen also eine wichtige Vorbildrolle für ihre Kinder, ob sie wollen oder nicht.

Übrigens: Erfahrungen zeigen, dass es auch darauf ankommt, wie Eltern mit ihrem Nachwuchs sprechen. Weitere Informationen zu dem Thema finden Sie zum Beispiel unter Raucht mein Kind?

Siehe auch: Maria L. Loureiro, Anna Sanz-de-Galdeano, Daniela Vuri. Smoking Habits: Like Father, Like Son, Like Mother, Like Daughter?*. Oxford Bulletin of Economics and Statistics, 2010; 72 (6): 717 DOI: 10.1111/j.1468-0084.2010.00603.x