Welt-COPD-Tag am 14. November: Rauchen ist der größte Risikofaktor

12.11.2012  - Offensichtlich können immer noch vergleichsweise wenige Menschen etwas mit der Bezeichnung „COPD“ anfangen, wie eine Befragung von über 1.000 Bundesbürgerinnen und Bundesbürgern im Jahr 2011 gezeigt hat.

So wussten lediglich 13% der Befragten, welche Erkrankung sich hinter der Abkürzung „COPD“ verbirgt und nur ein Prozent von ihnen stellte einen Zusammenhang zwischen dem Rauchen und einer Erkrankung an COPD her. Wir klären die wichtigsten Fragen zum Thema „COPD“:

Was heißt „COPD“ eigentlich?

COPD bedeutet „Chronic Obstructive Pulmonary Disease“, ins Deutsche übersetzt: „Chronisch obstruktive Lungenerkrankung“. Die Abkürzung ist ein Sammelbegriff für verschiedene Atemwegserkrankungen (z. B die chronisch obstruktive Bronchitis und das Lungenemphysem), zu deren wichtigsten Symptomen vermehrter Auswurf, chronischer Husten, Atemnot und in der Folge deutliche Leistungsminderungen gehören. Weltweit leiden über 200 Millionen Menschen an dieser Erkrankung, die die Lebensqualität der Betroffenen deutlich einschränkt. Auch Asthma gilt als obstruktive Lungenerkrankung, fällt jedoch nicht unter die Bezeichnung „COPD“. Eine Asthmaerkrankung entsteht meist bereits im Kindes- und Jugendalter, während sich eine COPD über längere Zeiträume entwickelt.

Welche Faktoren begünstigen eine Erkrankung an COPD?

Der Hauptrisikofaktor für eine COPD ist das Rauchen. Etwa 90 Prozent der COPD-Erkrankungen sind auf Tabakkonsum zurückzuführen. Jede/r fünfte Raucherin bzw. Raucher erkrankt Schätzungen zufolge an einer COPD. Frauen haben offensichtlich ein höheres Risiko, eine COPD zu entwickeln. Darauf weisen verschiedene Studien hin. Allerdings profitieren Frauen auch in besonderer Weise, wenn sie mit dem Rauchen aufhören. Ihre Lungenfunktionen verbessern sich schneller und nachhaltiger als bei männlichen Rauchaussteigern. Als eine weitere Ursache für COPD gilt Luftverschmutzung.

Was bedeuten diese Zusammenhänge für Raucherinnen und Raucher?

Ganz klar: Ein konsequenter Rauchstopp ist der wichtigste Schritt bei der Behandlung einer COPD. Geheilt werden kann eine Erkrankung dadurch zwar nicht, aber ihr Fortschreiten kann gebremst werden. Und für alle Nicht-Erkrankten gilt: Ein rauchfreies Leben ist der beste Schutz vor der Krankheit, ein Rauchausstieg vermindert das Erkrankungsrisiko deutlich.

Weitere Informationen finden Sie hier:

http://www.asconet.net/html/ueberuns?asconetsid=2363e63c4bc155e1f601b45842aea60e

http://www.rauchfrei-info.de/informieren/rauchen-gesundheit/atemwegserkrankungen/

Quellen:
Ergebnisse der Forsa-Befragung (http://www.forschung-fuer-unsere-gesundheit.de/fileadmin/Hauptseite/docs/Pressemitteilungen/110906_Forsa_Atemwegserkrankungen.pdf)

Prescott E, Bjerg AM, Andersen PK, Lange P, Vestbo J. Gender difference in smoking effects on lung function and risk of hospitalization for COPD: results from a Danish longitudinal population study. Eur Respir J 1997;10:822–827.