Zigaretten: Gift für Zahnfleisch und Mundschleimhaut

21.09.2017  - Ein gelblicher Schimmer und braune Flecken: Rauchen verursacht Verfärbungen an den Zähnen. Aber die Zigarette hinterlässt auch Spuren im Mundraum, die nicht so deutlich zu sehen sind: Sowohl das Zahnfleisch als auch die Mundschleimhaut werden durch die Giftstoffe im Tabakrauch angegriffen.

So haben Raucherinnen und Raucher zum Beispiel ein deutlich höheres Risiko für Parodontitis – eine bakteriell verursachte Entzündung des Zahnhalteapparates. Je mehr Zigaretten jemand raucht, desto stärker steigt dieses Risiko. Bei hohem Konsum kann das Erkrankungsrisiko sogar um das fünfzehnfache steigen, verglichen mit dem Risiko eines Nichtrauchenden. 

Wenn eine Parodontitis zahnmedizinisch behandelt wird, zeigen sich abermals Unterschiede zwischen rauchenden und nicht rauchenden Menschen: Letztere sprechen deutlich besser auf die Behandlung an als Personen, die regelmäßig zur Zigarette greifen.

Rauchen verändert die Mundschleimhaut

Rauchen erhöht auch das Risiko von Mundhöhlenkrebs. Der Weg dorthin verläuft über eine Veränderung der Mundschleimhaut infolge des Rauchens: Die Giftstoffe des Tabakrauchs vermischen sich mit dem Speichel. Dadurch können Vorstufen von Mundhöhlenkrebs begünstigt werden, so genannte Präkanzerosen. In der Folge steigt das Risiko für Raucherinnen und Raucher, an Mundhöhlenkrebs zu erkranken um das Fünffache. Wichtig: Wer zusätzlich noch Alkohol trinkt, erhöht das Risiko noch einmal deutlich.

Die gute Nachricht: Ein konsequenter Rauchstopp sorgt dafür, dass ihr Mundraum mit den Giftstoffen von Tabakrauch nicht mehr in Berührung kommt. Wir unterstützen Sie bei Ihrem Rauchstopp unter Aufhören.

Siehe auch:
http://www.dkfz.de/Faltblatt_Rauchen_und_Mundgesundheit.pdf