Welt-COPD-Tag 2020: Drei Fragen an Meikel

Am 18. November ist Welt-COPD-Tag. Menschen, die an COPD erkrankt sind, haben ein höheres Risiko für einen schweren Verlauf der Viruserkrankung COVID-19.

Wir haben mit rauchfrei-Lotse Meikel über diesen Tag und seinen Alltag mit der Lungenkrankheit gesprochen.

Meikel, was bedeutet dir dieser Tag ganz persönlich?

Vielen Menschen fehlen die Informationen, was sich hinter den vier Buchstaben „COPD“ verbirgt. Ich finde: Je mehr für die Aufklärung getan wird, umso besser. Ich bin überzeugt, dass sich präventiv noch viel bewegen lässt. Nur wenn ich von der Existenz eines „Feindes" weiß, kann ich mich gegen ihn rechtzeitig zur Wehr setzen.

Du bist selber an COPD erkrankt. Was bedeutet das für deinen Alltag?

Die Folgen der Erkrankung sind für Betroffene wie mich erheblich. Ich bin 24 Stunden am Tag zusätzlich auf Flüssigsauerstoff angewiesen. Durch die kontinuierlich sinkende Belastbarkeit musste ich meine Berufstätigkeit beenden und bin im letzten Jahr – mit 58 – berentet worden.

Meine mobiles Sauerstoffgerät hat eine Reichweite von ca. drei Stunden. Alle Aktivitäten eines Tages müssen deshalb sorgfältig geplant werden. Meine körperliche Belastbarkeit ist stark eingeschränkt, das wirkt sich auch auf meine sozialen Kontakte aus.

Ein Rauchstopp ist der wichtigste Schritt zur Vorbeugung vor COPD, aber auch für die Behandlung der Erkrankung. Was rätst du Menschen, die ihren Rauchstopp noch vor sich haben?

Das Zauberwort heißt „Information“! Wer sich über möglichst viele Aspekte der Nikotinabhängigkeit Wissen aneignet, kann sich für den eigenen Rauchstopp besser aufstellen. Das nimmt dem Entzug seinen Schrecken, von dem viele Nichtmehrraucherinnen und -raucher berichten. Natürlich ist es deutlich besser, sich möglichst frühzeitig für die Rauchfreiheit zu entscheiden. Trotzdem ist es für einen konsequenten Rauchstopp nie zu spät. Erkundigt euch auch bei eurer Krankenkasse über Hilfsangebote in eurer Region. Wenn der Rauchstopp nicht im ersten Anlauf gelingt, dranbleiben, weitermachen, nicht aufgeben.

Und natürlich: Wir rauchfrei-Lotsinnen und rauchfrei-Lotsen unterstützen und begleiten euch gerne beim Rauchstopp.

Danke für deine Zeit und alles Gute für dich, lieber Meikel.