Mehr Bewegung ins Leben bringen

Wo stehen bei Ihnen zu Hause eigentlich die Laufschuhe? Oder – schließlich kann und mag nicht jeder Mensch laufen – wahlweise ein anderes Sportzubehör, zum Beispiel das Gymnastikband oder die Schwimmsachen? Ihre Reaktionen auf diese Frage können aufschlussreich sein, zum Beispiel wenn Sie gerade lange überlegen mussten, wo sich das besagte Sportutensil eigentlich befindet. Oder wenn Sie ein schlechtes Gewissen ereilt, weil Sie zwar wissen, wo es liegt, sich aber nicht mehr daran erinnern können, wann Sie es das letzte Mal benutzt haben.

Der Ort, an dem sich Laufschuhe und Co befinden, spielt mitunter eine wichtige Rolle dabei, ob sie benutzt werden oder nicht, mehr dazu weiter unten im Text. Vorher müssen wir aber noch klären, was ein Special zum Thema Bewegung in unserem Blog „Rauchen und Corona“ zu suchen hat:

  • Bewegung gehört zu den klassischen Lebensstilfaktoren, die das Risiko unter anderem für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs senken können. Andere typische Lebensstilfaktoren sind: die Vermeidung von Übergewicht, eine ausgewogene Ernährung, maßvoller Alkoholkonsum und natürlich das Nichtrauchen. 
  • Körperliche Aktivität stärkt das Immunsystem und unterstützt damit den Körper dabei, abwehrbereit gegen Erreger von außen zu sein.
  • Bei einem Rauchstopp kommt der erfreuliche Nebeneffekt hinzu, dass regelmäßige Bewegung die Entzugserscheinungen mindern kann.

Übrigens, das Wort Motivation stammt aus dem Lateinischen: Movere heißt Bewegen. Auch diese Bedeutung verbindet den Rauchstopp mit der Bewegung. Es spricht also vieles für möglichst viel Bewegung im Leben.

Wie bringt man nun also mehr Bewegung in seinen Alltag? Diese 5 Tipps helfen weiter.

Tipp 1: Die Sportsachen griffbereit haben

Platzieren Sie Ihr Sportutensil an einen zentralen Ort in der Wohnung (oder gegebenenfalls am Arbeitsplatz), so dass sie immer wieder an Ihr Projekt „Mehr Bewegung ins Leben bringen“ erinnert werden. Stellen Sie zum Beispiel die Laufschuhe direkt an die Tür, legen Sie das Gymnastikband auf den Schreibtisch oder haben Sie immer eine Tasche gepackt mit Schwimmsachen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Sportsachen auch benutzt werden. 

Tipp 2: Klein anfangen

Frühe Frusterlebnisse können einen ganz schön ausbremsen. Starten Sie deshalb klein, zum Beispiel indem Sie abwechselnd gehen und laufen, jeweils für eine Minute oder auch kürzer. Wenn Ihr Herz dabei auf Trab kommt, ist das ein guter Anfang und bei den nächsten Malen steigern Sie sich dann langsam.

Tipp 3: Bewegung in den Alltag einbauen

Statt den Aufzug die Treppen benutzen, zwei Stationen früher aus der Bahn aussteigen und die letzte Strecke zu Fuß gehen, die beste Freundin zum Spaziergang treffen anstatt zum Cappuccino: Es gibt viele Möglichkeiten, Alltagsaktivitäten mit mehr Bewegung zu verbinden. Gehen Sie in Gedanken die vergangenen Tage durch und schreiben Sie Ihre Alltagsroutinen auf ein Blatt Papier. Überlegen Sie dann, wie Sie die notierten Aktivitäten mit mehr Bewegung „anreichern“ können und formulieren Sie dann ein paar einfach einzuhaltende Alltagsregeln, wie etwa „Samstags gehe ich zu Fuß auf den Wochenmarkt statt mit dem Auto zum Supermarkt zu fahren“.

Tipp 4: Die passende Bewegungsform finden

Welche körperlichen Aktivitäten sind für Sie mit Spaß verbunden? Was haben Sie in Ihrer Kindheit oder Jugend gerne gemacht? Welche Sportarten können Sie besonders gut mit anderen zusammen genießen – zum Beispiel gemeinsames Wandern oder mit den Enkelkindern ins Schwimmbad gehen? Wer Spaß an der Bewegung hat, bleibt länger dran.

Tipp 5: Das Thema wichtig nehmen und Zeit investieren

„Eigentlich mache ich gerne Sport, aber ich komme so selten dazu“: Kennen Sie diesen Satz, als Gedanken oder vielleicht auch schon einmal ausgesprochen?  Nehmen Sie noch einmal Ihre Liste der Alltagsroutinen zur Hand (Tipp 3) und prüfen Sie, was Sie davon streichen oder abkürzen können und an welchen Stellen Sie stattdessen Bewegungseinheiten einplanen können. Das Thema Bewegung ist so wichtig, dass es sich lohnt, dafür Zeit zu reservieren.

Tauschen Sie sich auch im rauchfrei-Forum mit anderen Userinnen und Usern dazu aus, wie die es geschafft haben, mehr Bewegung in ihr Leben zu bringen.

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