E-Shishas

Seit einiger Zeit sind in Deutschland Tabakprodukte erhältlich, bei denen der Tabak nicht wie bei regulären Zigaretten verbrannt, sondern erhitzt wird. Diese Produkte werden als „Tabakerhitzer“ oder „Tabakheizsysteme“ bezeichnet, auf Englisch „Tobacco Heating-Systems“ (THS).

Die derzeit auf dem Markt erhältlichen Tabakheizsysteme haben die Form eines Stiftes. Sie werden von einer Batterie betrieben, die „Tabakstränge“ (auch „Heatsticks“ genannt) auf bis zu 350 °C erhitzt. Die entstehenden Dämpfe werden über ein Mundstück inhaliert.

Eingeschränkte Datenlage

Bislang ist noch wenig darüber bekannt, welche gesundheitlichen Auswirkungen die Verwendung von Tabakerhitzern haben. Im Jahr 2018 wurde eine Studie des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) und des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamts Sigmaringen zur Schädlichkeit von Tabakerhitzern veröffentlicht. Dabei wurde eine sogenannte „Rauchmaschine“ eingesetzt, mit der gemessen werden konnte, wie hoch der Schadstoffgehalt bei Verwendung eines Tabakerhitzers im Vergleich zu einer regulären Tabakzigarette ausfällt. Es zeigte sich, dass die untersuchten Tabakerhitzer deutlich weniger schädliche (z.B. krebserregende) Stoffe produzieren und etwa den gleichen Nikotingehalt aufweisen wie Zigaretten.

Das BfR hatte zuvor im Jahr 2017 eine „Vorläufige Risikobewertung von Tobacco Heating-Systemen“ erstellt, die auf Untersuchungen basierte, die von Herstellern von Tabakerhitzern finanziert wurden.

Schon darin zeigte sich, dass der Dampf von Tabakheizsystemen gesundheitsschädliche Stoffe in geringerer Konzentration als im Rauch regulärer Tabakzigaretten enthält, da der Tabak verschwelt und nicht verbrannt wird. Bei der Betrachtung, wie viele Schadstoffe tatsächlich in den menschlichen Organismus gelangten, fiel diese (Schadstoff-) Reduzierung jedoch weniger stark aus.

Zudem ergaben sich Hinweise darauf, dass der Konsum von Tabakheizsystemen die Wahrscheinlichkeit von Veränderungen am Erbgut von Zellen erhöht. Diese seien jedoch „deutlich schwächer ausgeprägt“ als durch den Rauch regulärer Zigaretten.

Der „Wartungszustand des Geräts“ und auch das „individuelle Raucherverhalten“ sind Faktoren, die eine mögliche Schädlichkeit dieser Produkte mit beeinflussen können.

Nach Aussage des BfR sind trotz des gegenüber regulären Tabakzigaretten reduzierten Schadstoffgehalts gesundheitliche Beeinträchtigungen durch den Konsum von Tabakerhitzern möglich. Verwiesen wird dabei vor allem auf mögliche Risiken durch einen langfristigen Konsum.

Quelle

Deutsches Krebsforschungszentrum (Hrsg.) E-Zigaretten. Fakten zum Rauchen, Heidelberg, 2018