Soziale Unterschiede

Unterschiedliche Rauchquoten in unterschiedlichen sozialen Gruppen

Untersuchungen zeigen, dass der Tabakkonsum in verschiedenen sozialen Gruppen unterschiedlich hoch ist. So konnte beispielsweise im Mikrozensus 2005 nachgewiesen werden, dass etwa Geschiedene mehr rauchen (43 Prozent) als ledige (35 Prozent) oder verheiratete Menschen (24 Prozent).

Abhängig von sozialen Merkmalen zeigen sich auch deutliche Unterschiede beim Tabakkonsum. Dabei wird deutlich, dass beim Rauchverhalten die sozialen Unterschiede ausgeprägter sind als die Unterschiede zwischen Männern und Frauen.

Schon bei Kindern und Jugendlichen zeigen sich deutliche Unterschiede: Der Anteil rauchender Jugendlicher an Haupt- und Realschulen ist beispielsweise mehr als doppelt so hoch wie der Raucheranteil an Gesamtschulen und mehr als dreimal so hoch wie bei Schülerinnen und Schülern an Gymnasien (Drogenaffinitätsstudie 2011, BZgA).

Bei Erwachsenen im Alter von 18 bis 59 Jahren mit niedrigem Sozialstatus zeigt sich eine um mehr als 20 Prozent höhere Raucherquote als bei Menschen mit hohem Sozialstatus (Telefonischer Gesundheitssurvey 2006, RKI, zitiert nach Tabakatlas 2009, DKFZ).

Frauen und Männer mit akademischen Berufen rauchen seltener als Angehörige anderer Berufsgruppen (Mikrozensus 2005). Arbeitslose Frauen und Männer greifen häufiger zur Zigarette: Sie rauchen 2- bzw. 1,5-mal häufiger als Erwerbstätige. Gegenläufig zum allgemein rückläufigen Trend beim Tabakkonsum, hat sich die Raucherquote unter arbeitslosen jungen Männern erhöht.

Unabhängig von der Lebenslage – ein Rauchausstieg kann gelingen.

Gemeinsam mit anderen geht es leichter, Unterstützung finden Sie im Rauchfrei-Forum.

 

Auch interessant

Links

Drogenaffinitätsstudien
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln

Downloads

Daten und Fakten: Ergebnisse der Studie »Gesundheit in Deutschland aktuell 2009«
Robert-Koch-Institut, Berlin, 2009