Raucherquote bei Erwachsenen

Ein knappes Drittel der Erwachsenen in Deutschland raucht

In Deutschland rauchen laut der "Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1)“ ca. 30 Prozent der Erwachsenen, das entspricht ungefähr 20 Millionen Menschen. Andere Untersuchungen kommen zu ähnlichen Ergebnissen (für einen Überblick siehe zum Beispiel Jahrbuch Sucht 2013). Die Raucherquote macht bei Männern 33 und bei Frauen 27 Prozent aus. Wie die unten stehende Grafik zeigt, ist der Anteil rauchender Menschen vor allem bei jüngeren Erwachsenen besonders hoch.

Höhere Raucherquote bei Männern

In allen Altersgruppen rauchen mehr Männer als Frauen. Über einen längeren Zeitraum betrachtet nähern sich jedoch die Anteile der Raucherinnen und Raucher aneinander an. Folgende Grafik verdeutlicht diese Entwicklung. Sie beruht auf Daten der „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1)“.

Personen, die pro Tag 20 und mehr Zigaretten rauchen, gelten gemäß einem Standard der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als „starke Raucherinnen bzw. Raucher“. Ungefähr ein Viertel der Rauchenden in Deutschland fällt laut der Studie des RKI in diese Kategorie. In der Gesamtbevölkerung liegt der Anteil der starken Raucherinnen und Raucher bei 8% (11% der Männer, 6% der Frauen).

26 % der Männer geben an, täglich zu rauchen, weitere 7 % tun dies gelegentlich. Bei den Frauen liegen die entsprechenden Anteile bei 21 % (tägliche Raucherinnen) bzw. 6 % (gelegentliche Raucherinnen), siehe folgende Abbildung.

In den deutschen Bundesländern zeigen sich unterschiedliche Raucherquoten. Der höchste Anteil an Raucherinnen und Rauchern wird für Mecklenburg-Vorpommern (Männer: 41 Prozent, Frauen: 27 Prozent) ausgewiesen, am seltensten wird in Sachsen (Männer: 32 Prozent, Frauen: 18 Prozent) geraucht.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) veröffentlicht regelmäßig Studien zum Substanzgebrauch von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland. Das durchschnittliche Alter, zu dem die befragten Raucherinnen und Raucher mit dem Rauchen beginnen, lag im Jahr 2012 bei 14,4 Jahren.

Tabakverbrauch

In Deutschland wurden 2012 insgesamt 24,3 Milliarden Euro für Tabakwaren ausgegeben, das sind 1 Prozent weniger als im Jahr davor. Die Nettoeinnahmen aus der Tabaksteuer betrugen im Jahr 2012 14,2 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 1,8 Prozent gegenüber dem Jahr 2012 entspricht. Die Kosten, die durch tabakbedingte Krankheiten und Todesfälle entstehen, werden auf bis zu 21 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt. Von dieser Summe sind ungefähr ein Drittel direkte Kosten für das Gesundheitswesen, etwa zwei Drittel stellen sogenannte „indirekte Kosten“ dar, wie beispielsweise Ausfälle bei der Produktion und Frühverrentungen.

Quellen

Direkte und indirekte Krankheitskosten durch Rauchen: Neubauer, S.; Welte, R.; Beiche, A. et al. (2006): Mortality, morbidity and costs attributable to smoking in Germany: update and a 10-year comparison. Tobacco Control 15: 464-471.

Tabakdaten aus dem Jahrbuch Sucht 2013: http://www.dhs.de/datenfakten/tabak.html 

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (2013). Der Tabakkonsum Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland 2012. Ergebnisse einer aktuellen Repräsentativbefragung und Trends. Köln: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Verbreitung des Rauchens in der Erwachsenenbevölkerung in Deutschland. Ergebnisse der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1). Robert Koch Institut: http://edoc.rki.de/oa/articles/reOZq3ixOGRrQ/PDF/228PlqRb1pJAU.pdf

Ergebnisse des Mikrozensus 2005 für „Haushalte, Familien und Gesundheit" https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressekonferenzen/2006/Mikrozensus/Pressebroschuere.pdf?__blob=publicationFile