Ich weiß gar nicht, wieso ich das jetzt erst verstehe?
Dopamin ist nicht unser Glückshormon, sondern unser Vorfreudehormon.
Dopamin wird nicht durch das Rauchen oder das Nikotin ausgeschüttet sondern schon vorher. Es ist die Erwartung, dass wir gleich etwas tun werden, wodurch wir positive Empfindungen haben werden.
Wir haben durch unsere jahrelange Raucherfahrung unser Gehirn genau darauf konditioniert, dass beim Rauchen positive Gefühle entstehen und dadurch entsteht eine Erwartungshaltung, die allein schon Dopamin freisetzt.
Deswegen triggern uns Situationen, Gerüche, Orte, Emotionen usw. mit der Erwartungshaltung auf das Rauchen.
Aus scheinbar heiterem Himmel überfällt mich der Gedanke an eine Zigarette und bei Nichterfüllung der Erwartung wird der Trigger immer mächtiger; schon der Geruch von Kaffee löste bei mir ein Rauchverlangen aus.
Vermutlich ist es diese jahrzehntelang tranierte Erfahrung, die so tief sitz, dass sie immer wieder "anspringt"
Und wenn man auch schon länger rauchfrei ist, kann einen eine Situation immer noch triggern, wenn wir sie noch nicht rauchfrei durchlebt haben.
Der Nikotinkasper hat scheinbar ein Gedächtnis wie ein Elefant.
Es ist diese Vorfreude auf etwas, die uns so nervös werden lässt, weil die erwartete Belohnung ausbleibt.
Also brauche ich eine neue Belohnung für mein Nichtrauchen
Aber Vorsicht! Dies sollte möglichst keine andere Substanz sein, das wäre eine Suchtverlagerung.
Zu wissen, dass ich diesen :evil:kreis durchbrechen kann, ist bis heute für mich eine sehr starke Belohnung.
Zitat aus Wikipedia
[i] Als Teufelskreis oder Abwärtsspirale, gelegentlich auch lateinisch circulus vitiosus ‚fehlerhafter oder verkehrter Kreis‘, wird ein System bezeichnet, in dem mehrere Faktoren sich gegenseitig verstärken (positive Rückkopplung) und so einen Zustand immer weiter verschlechtern.[/i]
Habt eine gute rauchfrei Zeit
"Ich will..." und "ich kann ..."
LG von Paul