Hallo Jutta,
schön, dass du den Weg hierher eingeschlagen bist. Du triffst hier auf eine Menge Kompetenz. Jeder, der hier in der Community unterwegs ist, hat den Weg, für den du dich entschieden hast, hinter sich. Nicht selten bedurfte es mehrerer Abläufe, um den für sich besten Weg zu finden. Manche schwören dabei auf die Nutzung der Nikotin-Ersatzmittel. Kaugummis, Pflaster und andere. Wenn du dich für die Nutzung der Nikotinpflaster entschieden hast, empfehle ich dir dringend, dich bei der Nutzung an die Angaben des Herstellers zu halten. Tust du das nicht, bist du schneller wieder an der Zigarette, als du Nicorette sagen kannst. Also, bitte: halte dich strikt an den Beipackzettel.
Freitag, der 25. ist dein "Tag X?" Wie machst du es? Donnerstag, spät abends rauchst du die letzte? Oder hast du vielleicht einen anderen Plan? Die erste Herausforderung wartet wohl auf dich, wenn die erste Zigarette ausbleibt, beim Kaffee. Wird das so sein? Gibt es einen festen Platz, an dem du Kaffee und Kippe genommen hast? Falls ja, ändere diese Gewohnheit. Trinke diesen ersten Kaffee nicht auf dem roten Ohrensessel, sondern stattdessen auf dem Plastikstuhl im Wohnzimmer. Oder trinke diesen ersten Kaffee stehend, am offenen Fenster. Und atme langsam und tief die morgendliche, frische Luft ein. Wir wollen dein Suchtgedächtinis durcheinanderbringen. Simpler Trick, aber hoch effektiv. Probier's...
Es gibt unendlich viele Verknüpfungen, zwischen einer Situation und einer Zigarette. Die gilt es, aufzulösen. Was sind deine Kopplungen? Schreib dir am besten all diese Situationen auf. Wichtig wird, neue Verbindungen zu gestalten. So, wie wir das Rauchen ge-lernt haben, so werden wir es wieder ver-lernen. Vereinfacht gesagt, ist genau das der Inhalt der Verhaltentherapie.
Das wäre so der allererste Step, auf deinem Weg in die Rauchfreiheit, liebe Jutta. Alles weitere lässt sich im weiteren Verlauf besprechen. Ich wollte zunächst nur mal darauf abzielen, dass du ganz sicher kein willenloser Spielball deiner Sucht bist. Ganz im Gegenteil: du wirst dir einen Rucksack voller Werkzeuge zusammenstellen, in dem für (fast) jede Suchtattacke das passende Gegenmittel bereit liegt. Wie planst du, deine kommende Woche zu verbringen, was deinen Rauchstopp betrifft? Erzähl doch mal, wenn du magst. Wir lesen uns ganz bestimmt noch.
Einen guten Start in die Woche
wünscht dir
Meikel