Hallo Bunnes,
auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum. Ich hoffe Du findest hier viele Erfahrungsberichte, die sich positiver und verheißungsvoller lesen als die Perspektive Deines Kollegen. Klaus hat Dir ja schon gute Tipps geschrieben.
Als erstes möchte ich Dir sagen, dass Du keine Angst haben musst vor "gescheiterten" Rauchstopps.
Zum einen sind Deine 7 Wochen Rauchfreiheit kein Scheitern, sondern da stecken unglaublich viele, wertvolle Erfahrungen drin. Dein nächster Rauchstopp ist also keine Wiederholung des vorherigen, sondern ein Neustart mit einem neuen Kenntnisstand.
Das "Scheitern" sollte uns keine Angst machen sondern uns beflügeln, diesmal achtsam mit dem Schwächeln umzugehen.
Ich bin seit fast sechs Jahren rauchfrei und kann Dir sagen, dass es deutlich besser geworden ist und zwar schon nach einem halben Jahr ungefähr. Deine 7 Wochen rauchfrei sind hier im Forum der Stand des ersten großen Meilensteins (wir nennen in die Blümchenwiese) nach 50 Tagen. Das wird hier mit vielen Gratulationen und Schulterklopfen gefeiert eben weil der Weg dahin so beschwerlich ist. Danach ist man aber noch nicht über den Berg.
Du möchtest schnell wie möglich wieder rauchfrei werden, das ist eine sehr gute Entscheidung. Denn "anknüpfen" ist leichter als nach Wochen wieder einen Neuanfang zu planen.
Der Sinn von Nikotinpflastern ist es sich zunächst die Tätigkeit des Rauchens abzugewöhnen mit allem drumherum, wie "vor die Tür gehen, sich eine Pause gönnen, die Zigarette oder Dampfer zum Mund führen und dann den "erlösenden" ersten Zug ganz tief inhalieren und mit einem Gefühl der Entspannung auszuatmen"
Die Pflaster haben durch die langsame Dauerabgabe von Nikotin den Vorteil, dass sie keinen "Kick" verursachen sondern einen gleichmäßigen Spiegel aufbauen. Dadurch haben Nikotinpflaster ein sehr geringes Suchtpotential.
Wenn Du sagst, dass Du in den 7 Wochen keine Verbesserung des Entzugs bemerkt hast, meinst Du dann wirklich, dass alles so ist wie am ersten Tag des Rauchstopp?
Du hast doch von den positiven Effekten geschrieben. Es sind die kleinen Dingen, denen wir Beachtung schenken müssen und es gibt unterschiede zwischen körperlichen und psychischen Symptomen.
Du hast tatsächlich von einer Schwierigkeit berichtet, die ich so nicht kannte. Du hast bereits mit 13 Jahren angefangen zu rauchen. Das ist ein sehr früher Einfluß des Nikotins auf das Gehirn und Du kennst dich gar nicht als einen erwachsenen Nichtraucher. Dieses Bild eines nichtrauchenden Bunnes wird nach und nach Gestalt annehmen.
Und jetzt kommt das Schwierige: In den ersten Wochen des Rauchstopp sind viele gereizt, unkonzentriert, werden ungerecht usw. [b]!!! Das geht aber vorbei !!![/b] Wenn Du denkst, so wird es auf Dauer bleiben, wäre das sicher kein erstrebenswertes Ziel.
Ich habe mir am Anfang gesagt, ich werde mir das Nichtmehrrauchen solange schönreden, bis ich es mir selber glaube, das Rauchen habe ich mir auch jahrzehntelang schöngeredet.
Lass die negativen Gedanken los und bewahren Dir den Blick auf das Positive.
Ja, ich denken auch heute noch oft an meine Rauchervergangenheit, ich habe eben auch 32 Jahre geraucht.
Meine Gedanken daran sind aber weder wehmütige noch steckt da in irgendeiner Form ein Verlangen drin wieder rauchen zu wollen.
Es ist so als würde ich an meine Schulzeit zurückdenken, da steckt auch kein Wunsch drin wieder auf der Schulbank zu sitzen-
Ich wünsche Dir viel "ich will ..." und "ich kann ..."
LG von Paul