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Irgendwie habe ich von Euch geträumt. Leider ist die Erinnerung jetzt, Stunden später extrem unscharf. Es ging um Janipiep und andere. Es ging um Geschenke. Und wir sind viel gelaufen :):):) ich denke ist doch ziemlich eindeutig :):):)...
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„Nicht unsere Perfektion, sondern unsere Bereitschaft gemeinsam daran zu arbeiten unsere Fehler zu beheben und unsere Verstöße wieder gut zu machen, schafft die Nähe nach der wir uns sehnen…
Der Rausch den wir durch wahre Nähe erfahren ist adaptiv, verjüngend und gesundheitsfördernd. Wie wäre es wenn wir uns der Welt zuwenden würden. Anstatt zu versuchen sie zu vergessen in dem wir vor ihr fliehen. Wie wäre es, wenn wir anstatt die Welt hinter uns lassen zu wollen, in sie eintauchen? “ (Die Dopamin Nation, Balance finden im Zeitalter des Vergnügens von Dr. Anna Lempke)
Die Frage ist jetzt nur welche wahre Nähe suche ich?
Assoziationen : Meine Schwester hat ein Häuschen in einem Dorf. Da sieht man im Garten ein kleines Stück der Berge. Neben diesem kleinen Stück stehen andere Häuser, deren Dächer das restliche Bergpanorama verdecken. Aber dieses kleine Stück Panorama das sie hat ist atemberaubend.
Wie bei einem Aufklapp-/Stehaufbuch mit mehreren Ebenen. Im Flachland ragt eine helle Kirchenspitze über den Wäldern empor. Auf halber Höhe zu den Bergen erstreckt sich ein kleiner wunderschöner Hügel. Saftige und sanfte Wiesen bedecken ihn mit hellgrünen Flecken durch die sich ein Netz dunkelgrüner Bäume, Büsche und Hecken zieht. Auf seinem grünen Rücken ruht eine große weiße Kirche, als kleiner Punkt.
Dahinter erklimmen die hohen dunkelgrünen Berge den Horizont und weit im Hintergrund thronen die grauen, steilen, wie von Schnee bedeckten leuchtenden Felswände der Alpen.
Wenn man aus der Flachebene das Bergpanorama sieht, geht dieser kleine Ausschnitt mit der Kirche, manchmal unter in der Großartigkeit des Ganzen.
Im Garten meiner Schwester ist er dafür umso schöner und beeindruckender.
Manchmal sieht man die wahre Schönheit erst, wenn man ganz genau hinschaut, wenn man anderes ausblendet, wenn man sich ganz einer Sache verschreibt.
Zur Zeit ist diese „Wahre Nähe“ für mich auch das Forum, Ihr und Ich und das Schreiben.
Die Tagebücher meines Vaters haben mir gezeigt, wie schön es ist etwas schriftliches von sich zu hinterlassen.
Klaus Tagebücher oder andere Wohnzimmer haben mir gezeigt wie hilfreich die Texte zur Ablenkung aber auch zur genauen Auseinandersetzung mit seiner eigener Sucht sind.
Wenn ich schreibe, löse ich mich von meiner Schmacht und bin vollkommen Ruhig und geerdet.
Ich möchte noch mehr Ehrlichkeit wagen, durch genaues Hinsehen auf Freundschaften, Beziehungen, Gefühle, Wünsche. Ich bin diese Landschaft. Was ist meine Kirche? Meine Familie meine Freunde.
Sollte es Gott sein? So weit bin ich noch nicht.
Diese schönen Wiesen und Berge, diese Sihlouette ist die Art wie jeder seinen Raum hat, seine Gefühle und Wünsche ernst genommen werden. Die Balance zwischen geben und nehmen. Beziehungen auch in Bezug auf die Gesellschaft…
Ach keine Ahnung, ich verliere mich schon wieder in irgendeiner Romantik und dem Buch was ich euch nur empfehlen kann, auch wenn dort krasse Biographien geschildert werden…
Tachchen