23.12.2025
17:28 Uhrbearbeitet:
24.12.2025
01:32 Uhr
Ich nehme an einem online-Kurs von [externer Anbieter vom rauchfrei-Team entfernt] in der 5. Woche teil. Nach der 6. möchte ich aufhören. Ich darf selbst bestimmen, wann der Tag kommt, der Kurs geht 8 Wochen.
Mit dem 1. Januar endet mein Weihnachtsurlaub und ich fahre am 1.+2. Januar viel Zug - da kann ich sowieso nicht viel rauchen. Deshalb soll der 1.1. der erste Tag werden nicht etwa aufgrund des Neuen Jahres. Ich habe einen gescheiterten Versuch vor etwa 1 Monat hinter mir. Da ging es ertaunlich leicht - den halben Tag. Dann war ich beim Fitness am Nachmittag und auf dem Laufband ist auf einmal „mein inneres zusammengeklappt“ ich bin zum Kiosk ind hab mir [Markenprodukt vom rauchfrei-Team entfernt] gekauft. Ich rauche E-Zigarette und hab am Morgen beide Geräte weg geschmissen. Zum Ärger über das Versagen kam der Ärger der Kosten einer neuen E-Zigarette. Ich weiß, wenn man den Rauchstop schafft, spart man viel mehr als diese gescheiterten Versuche kosten, aber in dem Moment überwiegen Frust und Scham.
Ich habe mit dem Anfang des Studiums angefangen, zu rauchen und zu trinken - damals war ich 21. ich wuchs in einer Sekte auf und distanzierte mich, als ich für das Studium umzog. Die 2 Drogen waren in meinem streng-christlichen Zuhause und sozialem Umfeld verboten. Ich habe kürzlich verstanden, dass, als ich meinen Glauben verlor, auch mit dem Trinken aufhören konnte. Und mir wirde danach klar, dass es da eine Verknüpfung gab zwischen der Droge und Abgrenzung, Selbstbehauptung und Rebellion. Deshalb glaube ich, dass ich jetzt auch gute Chancen habe, die 2. Droge, das Nikotin, zu kicken und ich möchte gerne 100% abstinent leben. In Freiheit, mit Gesundheit und weniger finanzieller Belastung.
Ich lese das Buch „Nebenwirkung rauchfrei“ und es verspricht mir, dass ich aufhören (wollen) werde. Ich will auch gerne, aber eine anderen Stimme in mir sagt, das schaffst du nicht, das willst du nicht, und wie willst du dann leben?
Ich habe nüchtern einen großen Wandel vollzogen - z.B.gehe ich jetzt 3x die Woche zum Fitness, laufe, mache Psychotherapie und achte mehr auf meine Ernährung. Für mein Gefühl ist es so: mein neues abstinentes Leben ist stabil, aber noch recht neu. Sollte ich den Rauchstop nicht erst machen, wenn ich absolut gefestigt bin (wird das je kommen)? mein Verstand sagt: rauchen ist sinnfrei und du bist permanent pleite. Du musst im Kalten rauchen. Du verrauchst einen Minijob pro Monat. Meine Suchtstimme sagt: „aber E-Zigaretten sind ja nur ein Bruchteil so gesundheitsschädlich wie echter Tabak. Und du trinkst schon nicht, ein Laster ist halb so wild!“
Wenn ich ein Video von [externer Anbieter vom rauchfrei-Team entfernt] gucke, bin ich überzeugt und motiviert. Ich bleib dabei, am 1.1.26 ist Schluss. Aber am nächsten Morgen kommt der Schmacht und ich denke „Naja, ob du das auch wirklich schaffst... wir werden's sehen.“
Mein Portemonnai schreit: Aufhören! XD
Will mir jemand ne nette Zeile da lassen? :balloons2: