03.07.2015
18:27 Uhrbearbeitet:
07.07.2015
11:49 Uhr
[quote="rauchfrei-lotsin-silvia"]
ich habe gelesen, das du Yoga machst und da ist es einfach so aus meinen Fingern gepoltert.
Entschuldigung![/quote]
Ich habe herzlich gelacht liebe Silvia. Es gibt nichts zu entschuldigen. Nicht für so etwas! :)
[quote="meikel"]
Und was tut das Chamäleon? Es löst die Situation auf. Beendet sie. Einfach so. Warum? [/quote]
Eine gute Frage. Ich beschäftigte mich durchaus mit dieser Frage.
Für mich war es in diesem Moment tatsächlich der Zwang.
Nach erneutem nachdenken revidiere ich diese Meinung.
Denn ich hätte in diesem Moment auch etwas Essen oder Trinken können.
Lag es am Spaß an sich? Habe ich verlernt die Dinge zu "genießen"?
[quote="meikel"]Du hast es also nicht mit einem Luxusproblemchen zu tun, sondern einer sehr ernstzunehmenden Krankheit.[/quote]
Mein lieber lieber Meikel, das ist etwas was ich sehr wohl weiß, aber das so direkt noch einmal zu lesen,
haut dir doch die Schnürsenkel ins Nasenloch.
Ich bin krank! :|
Was mache ich nun mit dieser Erkenntnis?
Am einfachsten wäre es, wenn man die Krankheit heilt. Sich beim Arzt Antibiotika holt.
Sprich: eine Sucht lässt sich durch eine andere ersetzen?
Sport, Wasser etc statt Nikotin.
Klingt einfach, ist es aber nicht.
[quote="meikel"] Hattest du früher bereits (ernsthafte!) Versuche unternommen, den Weg in ein raufreies Leben
zu gehen? Falls ja, wie verlief dies?[/quote]
Ja. Mehrere. Es dürften wenn ich mich recht entsinne ca 6 gewesen sein.
Das erste Mal ist recht lange her. Gute 14 Jahre. Damals mit [Markenname vom rauchfrei-Team entfernt]. Und ich schaffte es ganze 9 Monate nicht zu
rauchen. doch hörte ich damals nicht für mich auf, sondern für den Ex Freund damit es ihm leichter fällt.
Er wollte nicht mehr rauchen. 9 Monate später fing ich auf Grund der Trennung wieder damit an.
Ich erinnere mich daran das ich damit glücklich war, weil ich damals etwas für jemand anderen tat statt für mich
selbst. Es ward als fehlte mir ein Teil von mir, den ich mit der Trennung wieder zurück bekam.
Auch wenn dieser Teil Nikotin hieß passte es damals. Ich war glücklich damit. Heute kann ich da nur den
Kopf schütteln. Naiv und blöd.
Dann vor ca 6 Jahren als ich erhebliche Asthma Probleme hatte.
Mir war dann beim zweiten Versuch klar dass das gift nicht nur aus meinem Körper raus muss,
sondern ich diesen Weg auch psychologisch begleiten muss. Ich nahm den Weg der Reduzierung in Kauf
und fing an jede Zigarette zu hinterfragen. Es brachte mir damals kaum Erkenntnisse, simpel weil ich damals
noch nicht die Denkweise wie heute besaß. Mir war so ziemlich alles egal. Und mein Alltag hier Arbeiten.
Was ich mit Denkweise meine? Das ganz große Thema Stress in deinem Dasein.
Die restlichen Versuche startete ich die letzten 3 Jahre mit Allen Care, Pflaster, Spray, und Hypnose.
Allen Care half mir nur in den Momenten wo ich laß und die Hypnose war wirklich super.
Wäre ich alleine lebend gewesen, hätte dies prächtig funktioniert, doch schoss da leider mein Mann quer.
Er ist starker Raucher. Brachte den Geruch und die Ziggis nach Hause und rauchte vor meinen Augen.
Ich betrieb für mich alleine Psychotherapie und ging ihm aus dem Weg, doch all das endete in einem
erhöhten Stressfaktor für die ganze Familie. Nach drei Tagen gab ich auf. Auch hier war ich glücklich damit,
weil ich den Stresspegel nicht mehr hatte.
Nach langen Gesprächen haben wir nun seit letzter Woche den Kompromiss geschlossen, im Garten eine
kleine Raucherecke zu basteln, damit er aus meiner Sicht abseits rauchen kann. Gegen den Geruch ??
Leider habe ich da aktuell keine Strategie dagegen.
[quote="meikel"]Empfehlen möchte ich dir, nicht unbedingt diesen morgigen, schwierigen Tag dafür zu wählen. Ein Scheitern, bevor es eigentlich losgegangen ist, scheint vorprogrammiert.[/quote]
Nach langem Nachdenken habe ich mich entschlossen meine Freiheit am Montag wieder zu entdecken.
Das Wochenende ist ein Familienfest. Viele Raucher, viel Essen, viel Alkohol.
Und auch wenn wir am Sonntag Morgen nach dem Frühstück wieder nach Hause fahren, habe ich dann
meinen Mann vor Augen.
Ich glaube das es für mich, auf Grund meiner Vergangenheit sehr wichtig ist die ersten drei bis fünf Tage
alleine zu sein. So hätte ich auch Zeit im Forum rum zu schwirren, wenn das Hirn schreit ... :oops:
Und ich kann so auch umgehend meditieren, sporteln oder yogieren etc.
Das wäre mir am Wochenende alles nicht möglich.
Ich glaube das ist wesentlich besser. Auch wenn es wie eine Ausrede klingt.
Nein das ist es nicht. Ich will meine Freiheit zurück. Ich will gänzlich und für immer frei sein.
Und keine halben Sachen mit reduzieren mehr machen. Da bin ich nicht der Typ dafür.
Also: MONTAG
[quote="meikel"]Diese Zeilen, liebe Chamäleon sollen bitte von dir nur als Vorschlag bewertet werden[/quote]
Ich lese ausschließlich Wohlwollend mein Lieber. :lol:
Und habe in den letzten Jahren gelernt weder Mensch noch Wort zu "werten".
Doch dies ist eine andere Geschichte.
Lieber Andreas, liebe Sarosch, liebe Silvia, liebe Zwergi.
Ich danke auch euch herzlich für eure Antworten und werde diese später oder am Montag beantworten.
Nun muss ich mich erst einmal um das Abendessen kümmern.
Herzliche grüße euch
Chamäleon