04.10.2016
12:17 Uhrbearbeitet:
04.10.2016
12:19 Uhr
Hallo und guten Morgen zusammen, Guten Morgen Andrea,
tja, wo fange ich jetzt wohl am besten an. Ich glaub das sinnvollste wird sein, wenn ich erst mal vorab wieder nen Fuffi in die Chauvikasse einzahle. Ick sollte wirklich langsam Rabatt bekommen.
[quote="Piep"]
.....aber bei mir, lieber Daniel, falln die Groschen ja wohl auch .....s ag e n w ir mal ...in ... a c h w e i ß ..auch nicht..........Stunden später.....
ich hab spontan laut gelacht, als ich Dein "Sonntagseichen" begriff[/quote]
In Berlin würden wir jetzt Papiergroschen vermuten, die früher in Kinfderkaufmannsläden als Spielgeld zählten. Einmal in der Luft segelten sie von Seite zu Seite schwenkend wie ein Blatt Herbstlaub langsam zu Boden.
[quote="Piep"]
Dabei lieb ich Frühstückseier zum Sonntagsfrühhstück, auch zum Mo., Di., Mi., Do., Fr., und Samstagstgs frühstück[/quote]
Det darf ich nich mal ansatzweise durchdenken, det letzte bisken wat meine Beinaorta noch uff is, wäre im nu zu und dicht vom Cholesterin.
[quote="Piep"]
außen hart und innen weich......!!!!!!! [/quote]
Ick merk schon, zu oft "Männer" von Herbert Gröhlemeier jehört, wat?
Und denn jabs da noch den Berliner Volksschauspieler und Sänger, der mit seinen Kollegen eine Wette abschoß. Er hatte den Wotan aus Wachners "Rheinjold" zu singen anne Oper, und et jing det Jerücht um, det seine Kollejin Ottilie s. die die Rolle der Erda singen sollte, niemand je habe lachen sehen. So wettete er mit seine Kollejens um ne Kiste Schampus, det er sie würde zum Lachen bringen könn. Gesacht getan, inne Aufführung, kurz nachdem Erda auffe Bühne erschienen und für'd Publikum sichtbar jeworden is, fracht er sie janz leise füsternd: "Ottilie, wie magst du deine Frühstückseier?" Sie hätte singen müssen: "Weiche Wotan weiche, ...usw", sie konnte es nicht, vor lachen.
Zu der Situation der deutschen Gesellschaft will ich mich aber trotz allem Zuspruch, sei es nun per PN oder öffentlich hier, nicht weiter äußern und auslassen, diese Plattform hier scheint mich nicht die geeignete für längere dieses Thema betreffende Diskussionen. Hier sollten Emotionen beruhigt werden, nicht gesteigert. Gestern hielt ich es für vertretbar, und war noch lange im Zweifel ob ich richtig daran tat, meine Gedanken einmal auszubreiten. Heute möchte ich von weiterer Thematisierung aus oben genannten Gründen absehen, zu schnell könnten sich Gemüter erhitzen, was für jeden hier kontraproduktiv wäre.
[quote="Piep"]Ja, und nach der Nr. 93 hab ich auch schon gehorcht, geforscht, gelauscht.....danke, Daniel.
[color=green]denk nicht so viel in Deiner Drangsalhitze[/color]....[/quote]
Da gebe ich lieber eine Jugenderfahrung preis aus meinem Leben, passend zum Ggrün markierten Teil des Zitats. Die ist zwar ebenfalls möglicherweise für den ein oder anderen hart an der Grenze des guten Geschmacks, ich selbst muss nach wie vor selbst immer wieder bei den Gedanken daran schallend lachen.
Zunächst aber zum besseren Verständnis die ersten drei Zeilen jenes Rezitativs:
Denk nicht in deiner Drangsalshitze,
Wenn Blitz und Donner kracht
Und dir ein schwüles Wetter bange macht,
Dass du von Gott verlassen seist.
Gott bleibt auch in der größten Not,
Ja gar bis in den Tod
Mit seiner Gnade bei den Seinen.
Meine Eltern waren ihres Zeichens beie Lehrer an einem Gymnasium, Lehrer für Musik und Geographie. Beide waren also stark mit Musik beschäftigt, verstanden es ausgezeichnet zu singen und spielten ein Instrument. Beide waren zudem Berliner, also in ihren Äußerungen und Bekundungen stets ... nun ja ... halt Herz mit Schnauze, offen, ehrlich, gerade heraus, immer etwas ironisch bis sarkastisch, aber niemals diplomatisch.
So ging mein Vater eines Tages im Haus durch den Flur, unterwegs zu einem anderen Zimmer. Ich saß auf der Toilette, beschäftigt mit gesegneter und ... nun ja ... erfolgreicher Verdauung des Bohneneintopfs, den es zum Mittag gegeben hatte. Der Erfolg meiner Verdauung war sowohl hörbar wie auch noch mit anderen Sinnen wahrnehmbar. Taktvoll, wie mein Vater als Berliner war, fing er an zu singen. Jenes Rezitativ aus der Bachkantate, mit geringfügig verändertem aber immer noch zur Melodieführung passendem und insgesamt erkennbarem Text:
"Wenn du in deiner Drangsal sitzest,
wenn Blitz und Donner kracht ...
und dir ein schwüles Lüftchen bange macht ...
usw ... Rest wie oben im Original"
Er sang es gekonnt, die Lacherfolge der gesamten Familie, mich eingeschlossen, waren ganz auf seiner Seite.
Ich hör an dieser Stelle besser mal auf sowohl meine Familie und mich selbst als auch Berliner zu blamieren und schaue mich nach gescheiter Beschäftigung um.
Euch allen einen schönen und erfolgreichen rauchfreien Tag,
Daniel der Plänterwäldler