02.01.2017
10:35 Uhrbearbeitet:
02.01.2017
10:36 Uhr
Moin Nicole,
... ja, die ersten paar Tage waren bei mir auch so schlimm - ähnlich wie du es beschreibst. Schlafqualität gleich Null; man will nur noch raus aus seiner eigenen Haut; jämmerliche Gefühle; Hilflosigkeit, Wut, Trauer, innerliche Aggressivität ... ein Gefühlskarussell vom Feinsten.
Die Sucht spürt dein Dagegenhalten, sie wehrt sich mit allen Mitteln und fährt nun ein ungeahntes Waffenarsenal auf, um dich (wieder) in die Knie zu zwingen.
Dir genügt - neben ein paar taktischer Tricks aus deiner Vorbereitung - eine einzige Waffe: dein absoluter eiserner Wille. Ein paar Tage lang wird dieser raue Seegang wohl noch andauern ... aber du wirst spüren, schon bald glätten sich die Wogen von Tag zu Tag mehr.
Mach' dir nicht mehr Druck als die Sache zwangsläufig schon mit sich bringt: denk' immer nur von einer Nicht-gerauchten zur Nächsten. Du weißt, der Suchtdruck kommt in Wellen - anfangs engmaschig, im weiteren Verlauf werden die Intervalle dann in der Regel größer.
Es gilt, immer nur diese augenblickliche, ein paar Minuten andauernde heftige Welle zu überstehen; in diesen Momenten sind dann deine Tricks aus der Vorbereitung "lebensrettend".
Gönn' dir in den Phasen zwischen zwei Wellen ein klein wenig Ruhe/Erholung/Entspannung, wenn möglich auch eine kleine Belohnung für den gerade überstandenen Ansturm der Sucht. Und dann geh's wieder weiter ...
Du machst das sehr gut, Nicole. Du schaffst auch den 2. Tag. Nur die Nächste nicht rauchen, nur die Nächste nicht, nur die Nächste nicht, nur die Nächste nicht ...
Ich drücke weiter die Daumen,
LG Börni 8)