16.01.2017
11:10 Uhrbearbeitet:
16.01.2017
11:13 Uhr
Liebe Seiltänzerin,
herzlich Willkommen in dieser neuen Rubrik. Ich möchte Dir gerne einige Deiner Fragen beantworten. Dieses Gefühl, Watte im Kopf zu haben, hatte ich auch. Das verschwindet nach einigen Tagen wieder. Es gab Momente, da fühlte ich mich wie unter Alkohol oder Drogen. War beim Autofahren nicht gerade angenehm, aber wie gesagt, das vergeht.
Die erste Zigarette am Morgen war bei mir auch die Zigarette, wo ich am meisten Angst hatte, auf diese verzichten zu müssen. Mir hat es geholfen, etwas an meinem morgendlichen Ritual zu ändern. Meinen Kaffee trinke ich weiterhin, ohne den geht es für mich einfach nicht. Aber ich habe meinen Kaffee nicht mehr in der Küche am Fenster getrunken, sondern morgens im Schlaf- oder Wohnzimmer. Statt Zigarette lasse ich morgens ein kleines Stück Zartbitterschokolade im Mund zerschmelzen. Wenn man das einige Tage durchzieht, gewöhnt man sich daran.
Die ersten Entzugstage habe ich mich wirklich in mein Bett verkrochen, Decke über den Kopf und die Symptome ausgesessen. Am dritten Tag wurde ich dann schon etwas aktiver und bin abends ins Kino gegangen. Für mich war auch hilfreich, immer nur Tag für Tag zu denken. So sieht der Berg nicht ganz so hoch und unüberwindbar aus.
Den ganzen Tag ins Bett zu verkriechen, dürfte mit zwei kleinen Kindern schwierig sein. Das verstehe ich. Hmm... Gibt es die Möglichkeit, die Kids ein Wochenende zu Oma und Opa, Onkel und Tante zu bringen?? So hättest Du etwas Zeit für Dich, um die ersten Tage zu überstehen. Und dann heißt es wirklich, ganz viel Wasser trinken, ganz viel Obst essen, Bonbons, Kaugummis und ablenken, ablenken, ablenken. Du schaffst das.
Alles Liebe,
Nicole