25.09.2018
11:04 Uhrbearbeitet:
26.09.2018
09:18 Uhr
Hallo Lilo 11, Danke für die interessanten Ansätze und Fragen, soweit es mich betrifft antworte ich direkt [b]"in Fettschrift"[/b] unter den betreffenden Stellen....und...ganz wichtig, bin erst in der vierten Woche, aber sehr zuversichtlich....dennoch völlig unmaßgeblich!!!
[quote="lilo11"]
Lieber William,
mir geht es nicht nur ähnlich, sondern genauso wie dir.
Ich mach das seit 4-5 Tagen: ich bin so fest entschlossen wie nie zuvor und .... knicke ein.
Die Sucht hat mich voll im Griff - und auch wenn ich mir immer wieder vorbete: "ich bin die Chefin", so holt mich das Verlangen/die Gier nach wenigstens ein paar Stunden ein und ich gebe nach.
Trotz aller "A"s (Abwarten, Ablenken, Abhauen)
Ich denke, dass es ganz wichtig ist, sich "trotz allem" der Gemeinschaft mitzuteilen, offen zu sagen bzw. schreiben, wie es dir geht, was du denkst und fühlst.
[b]...das unterstreiche ich vollumfänglich...wenn nicht hier, wo sonst?[/b]
Auch glaube ich mittlerweile fest daran, dass es sich bei der Sucht im Allgemeinen nicht nur um Abhängikeit von einer Substanz sondern auch um ein innerlich-psychologisches "Spielchen" handelt, um die Helfer herauszufordern.
So nach dem Motto: sieh mal zu, ob du mich davon abhalten kannst.
Mir gings zumindest gestern so, als ich nach dem Abendessen unbedingt eine rauchen "musste" und mein Mann zum wiederholten Mal sagte: tus nicht.
Innerlich hab ich gegrinst "du hältst mich sicher nicht davon ab"... und habs getan.
Zuerst fühlte ich mich als Sieger - aber im Grunde hab ich (wieder mal) ein Stück Selbstwert verloren.
[b]Unsere Sucht hat vor Allem zwei Aspekte: Die physische ( körperliche) Abhängigkeit vom Nikotin und die psychische (vor Allem seelische) Abhängigkeit vom scheinbaren Wohlbefinden, Guttun....you name it...und unter diesem Gesichtspunkt kannst Du bestimmt Dein selbst genanntes "innerlich-psychologisches Spielchen" einordnen...da wird jeder auf seine Weise mit konfrontiert, denke ich.[/b]
Frage an die Befreiten:
müssen wir tatsächlich zugeben, dass wir ohn-mächtig sind, bevor wir den Schritt aus der Abhängigkeit schaffen?
[b]Das seh ich relativ....natürlich war ich lange Zeit wahrscheinlich ohnmächtig, mich dagegen aufzulehnen....aber jetzt, wo ich den Entschluss gefasst und gar schon in die Tat umgesetzt habe, fühl ich mich alles andere als ohnmächtig....hab doch die Kontrolle und nicht das [Markenname wurde vom rauchfrei-Team entfernt]-Männchen Nico![/b]
müssen wir uns eingestehen, dass wir keine Macht über uns selbst haben?[b]siehe oben[/b]
müssen wir zugeben, dass wir völlig hilflos sind, unsere Krankheit unter Kontrolle zu bringen?[b]siehe oben[/b]
müssen wir wirklich durch diesen Prozess: ???
1) Schock: ich schaff es nicht, es darf nicht wahr sein, ein schwerer Verlust kommt auf mich zu,
[b]...sehr provokant: Welcher Verlust? Frag doch lieber nach dem Gewinn! Und es ist wie im richtigen Leben....der Preis kommt meistens nach dem Fleiss....ist ja kein Lottospiel hier.[/b]
2) Hadern mit dem Schicksal: aufgewühlte Seelen, Verlassenheitsängste, Schuldgefühle, Zorn, etc.[br][b]Hadern mit der Vergangenheit? Bringt das noch was? Die ist Geschichte, vergossene Milch...altes russisches Wort: Man soll sich nicht um das Verlorene oder verloren Geglaubte grämen, sondern um das Verbliebene oder Kommende sorgen[/b]
3) Idealisierung der Vergangenheit, Versuche, alles (wieder) unter Kontrolle zu bringen, alles im Griff zu haben [b]...ohne Worte[/b]
4) Akzeptanz und Neuorientierung: das Verlorene wird verinnerlicht, ein neues Leben kann beginnen.
[b]Ja, und bitte rauchfrei![/b]
gibt es wirklich nur ein "alles oder nichts"?
[b]Ich für mich hab das so akzeptiert....es ist wie bei allen Süchten...ganz oder gar nicht!!![/b]
Ich habe mir soeben die Bücher:
"12+Programm zum selbstbestimmten kontrollierten Rauchen" und
"Rückfall muss keine Katastrophe sein"
bestellt.
Und wahrscheinlich kauf ich mir heute in der Apotheke einen Nikotinspray - für das Gröbste...
[b]Ich tät eher Pflaster kaufen...die macht man drauf und die arbeiten danach selbstständig, indem sie beständig ein Quantum des Wirkstoffs zur Resorption über die Haut freisetzen...mithin muss man nur die Wirkdauer und Dosierung im Auge behalten...bei dem Spray tust "Du " noch etwas, indem Du womöglich bei empfundenem Bedarf zur Einnahme schreitest....meiner wirklich völlig unmaßgeblichen Einschätzung nach, die womöglich nur für mich Gültigkeit hat ( dennoch gerne nachempfunden werden und ausprobiert werden darf), wäre es wichtig, nix mehr aktiv zu tun, um zur Befriedigung des Nikotingelüstes zu kommen...jedenfalls nicht situativ. Pflaster muss ich irgendwann wechseln....das wird aber terminiert und nicht situativ bedingt stattfinden. Der Bedarf, die Notwendigkeit, die Gewöhnung und Sucht muss völlig entkoppelt werden von einer Einnahme und von den zur Einnahme führenden Situationen. Ich glaub nur dann würde es für mich funktionieren.[/b]
Mal schauen.
William, wenn Du magst, werd ich dir gern drüber berichten.
einstweilen alle Kraft der Welt an dich, Lilo
[b]Ich wünsche uns Allen das Beste....and keep on the good work![/b]
[/quote]